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| Name: |
Telefunken Deutschland (TFK)
(D)
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| Abbreviation: |
telefunken |
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| Products: |
tubes model-types others
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| Summary: |
Telefunken Deutschland (TFK), verschiedene Standorte. Wehrmacht-Herstellerkurzzeichen "bou".
Die 1903 gegründete Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH, eine zu gleichen Teilen dotierte Tochter von AEG und S&H, geht am 1.10.41 vollständig in den Besitz von AEG über. Sie war zwecks Zusammenlegung der sich rivalisierenden Aktivitäten von Braun und Slaby-Arco gegründet worden und diente in der Folge bei Rundfunkempfängern (Radios) und Rundfunkröhren vor allem als Marketingfirma.
1903 Gründung: Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH; Radios ab 1923.
1941: unter AEG;
1967: Aktiengesellschaft AEG-Telefunken;
Röhren: Aus "Radios von gestern" Seite 205:
Gemäss [638545] übernimmt 1921 Osram die Fertigung von Telefunken-Röhren und 1939 übernimmt Telefunken das Röhrenwerk von Osram. 1941 endet die Beteiligung von Siemens an Telefunken. Nach dem Krieg übernimmt AEG die Telefunken und in den 80er Jahren gelangt sie an die französische Gruppe Thomson.
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| Founded: |
1903 |
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| History: |
Aus Radiokatalog Band 1:
Als Markenfirma - nicht aber als Herstellerin - dominiert Telefunken für Deutschland in Sachen Radios bereits ab Mitte der 20er Jahre den Markt und erreicht 1933 einen Marktanteil von 17,4%, gefolgt von Saba mit 10,9 und Mende mit 10,1% [503]. Der Anteil fällt 1934 auf 12,1%.
Im Buch «Radios von gestern» auf Seite 105 [1-105] finden Sie eine relativ ausführliche Beschreibung - vor allem aber 77 Abbildungen und mehr als 300 Nennungen. Dazu gibt es ausführliche Primärliteratur zum Thema Telefunken. Der Text über diese Grossfirma präsentiert sich hier deshalb nicht ausführlicher als der anderer Unternehmen.
Die 1903 gegründete Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH, eine zu gleichen Teilen dotierte Tochter von AEG und S&H, geht am 1.10.41 vollständig in den Besitz von AEG über. Bis zum Zweiten Weltkrieg fabrizieren ausschliesslich AEG und S&H die inländischen Geräte für Telefunken. Die Entwicklungen teilen sich alle drei Firmen. Grundsätzlich ist Telefunken bis dann eine Entwicklungs- und Marketingfirma, wobei auch Prototypen entstehen. Trotzdem beschäftigt Telefunken 1941 weltweit um die 40’000 Personen.
Die Telefunken-Veröffentlichungen wie «Der Telefunken-Sprecher» sowie die Festschrift «50 Jahre Telefunken» [496] geben Auskunft über die vielseitigen Tätigkeitsgebiete dieser Firma und zeigen deren marktbeherrschende Stellung in Deutschland. In diesen Unterlagen kommen zahlreiche Übertreibungen vor, doch war Telefunken international für gute Qualitätsprodukte bekannt.
Die Einführung des Superhet, 1932, beginnt das «Trio» von AEG, Siemens und Telefunken erst relativ spät. In der Folge entwickelt es auch spezielle Röhren dafür. Der Start ist auch nicht ganz glücklich, gibt es doch auch 1933/34 Probleme mit Schwingneigungen der günstigeren Apparate.
Um in die Klasse der Zweikreiser einbrechen zu können, konstruiert das «Trio» einen Vierkreis-3-Röhren-Super mit induktiv-kapazitiv geregelter Rückkopplung im zweiten ZF-Kreis, was die ZF-Verstärkung auf das Fünffache steigert. Die ganze Konstruktion bringt jedoch nach Alterung der Röhren Empfangsaussetzer, Verstimmungen und Eigenschwingungen bzw. Pfeiftöne, die bei jedem Sender vorkommen. So bekommt denn das Modell «Nauen 330» den Übernamen «pfeifende Johanna».
Durch den Verkauf der Siemens-Anteile von Telefunken an AEG im Jahr 1941 hat Telefunken 1942 eigene Vertriebsgesellschaften im Ausland zu gründen: Brüssel, Agram, Budapest, Mailand, Prag (statt Radiotechna GmbH), Krakau, Strassburg. Wo Siemens Radiofabrikationsstättenbetrieben hatte, führt diese Telefunken z.T. weiter. Schon ansässig ist Telefunken in Paris, Oslo, Zürich und Madrid [Museums-Bote 9].
Die im Bericht des Telefunken-Mitarbeiters R. Ohse über die ersten Nachkriegsjahre [DRM] erwähnten Betriebsstätten in Berlin wie die Röhrenwerkstatt Rothenburg in der Schönhauser Allee (Brenner und Kathoden), Werkstatt Schmidt in der Fidicinstrasse (Quetschfüsse) sowie eine kleine Röhrenfabrikation in einem Bunker am Reichstagsplatz zeigen eine eigene Produktion kurz vor oder während des Krieges, ausser der Mitarbeiter unterschied nicht zwischen Osram und Telefunken. Zudem gibt es dann eine Röhrenentwicklungsstätte Max-Strasse und eine Betriebsstätte Franklinstrasse.
Dazu ist zu berichten, dass Ende des Krieges gegen 400 weit verstreute Betriebsstellen in und ausserhalb Deutschlands ca. 40'000 Personen beschäftigen [DRM95]. Ohse listet auch alle vom Juli 1945 bis Ende 1948 erzeugten Rundfunkempfänger mit Stückzahlen [DRM96, DRM97] auf.
Im früheren Werk Sickingenstrasse von Osram (Moabit) entsteht wieder ein Röhrenwerk und die Zentralverwaltung von Telefunken. Die Keimzelle ist zuvor eine Villa am Genfer Weg 1. Die zerstörten Gebäude Tempelhofer Ufer 9 und Hallesches Ufer 30 gibt Telefunken auf. Das grösste Werk in Zehlendorf, Goerzallee dient als US-Hauptquartier und später als US-Kaserne.
In den letzten Kriegsjahren baut Telefunken in Ulm eine Rundfunkröhrenfabrik, wo nach dem Krieg die Stahlröhren vorerst einen Glaskolben erhalten, da die maschinellen Voraussetzungen für die komplizierte Stahlschweisstechnik fehlen. Das Werk Berlin hingegen kann die normalen Stahlröhren fertigen. Im Oktober 1947 produziert Telefunken in Ulm mehr als 100'000 Röhren pro Monat; 1949 sind es um die 150'000 bei ca. 1500 Beschäftigten [664905].
Eine Radioproduktion in Deutschland hingegen entsteht erst nach dem Krieg: Das im Krieg ausgebrannte Geschäftshaus Mehringdamm lässt Telefunken wieder aufbauen und nutzt es für die Entwicklung von HF-Geräten. Im bisherigen Werk Schwedenstrasse der AEG richtet Telefunken eine Rundfunkgeräte- und Elektroakustik-Fertigung ein.
In den Werken Berlin, Dachau (als Werk München = M = 8M64GWK, 9M65WLK sowie B644GWK und B744GWK) und Hannover (= H = 8H.. und 9H..) baut Telefunken bis 1949 verschiedene Empfänger mit mehr oder weniger behelfsmässigen Einrichtungen, wobei vor allem der Kleinsuper 4347GWK von 1947 an die Krisenzeiten erinnert. Allerdings hat der Sammler bei der Restauration einige Tücken von «Notgeräten» zu kennen: «Filius 8H43GW» führt ein Chassis aus dicker Pappe, «Filius SK» (für SonderKlasse bzw. Filius II bzw. Filius-Umstellung) wie auch «Csardas 9H65GWK» und SK50 tragen die Verbindungen als geschweisste Starrverdrahtung auf Hartpapier als Chassis! Die Drahtzange bildet also das «Auslötgerät» bei Reparaturen. Telefunken kann sich darauf wieder als führende Firma etablieren. Später ist Telefunken allerdings wieder «nur» eine Marke; die Fertigung entsteht in anderen Betrieben.
Telefunken kauft das frühere Werk Dr. Erich F. Huth GmbH in Hannover, Göttinger Chaussee, sowie die Anteile daran von C. Lorenz AG und fasst die Rundfunk-Entwicklung dort 1949 zusammen. Die Betriebsstätten in Hannover entwickelt Telefunken zu ihrem grössten Apparatewerk mit den Bereichen Rundfunkempfänger, Plattenspieler, TV-Geräte, Elektroakustik und Spezialgeräte. Mehr Informationen finden Sie in der «Telefunken Zeitung» 1950/51, Hefte 87-93.
Ab 1951/52 datiert Telefunken seine Radio-Modelle voraus, wodurch z.B. «Opus 50» im nächsten Jahr zu «Opus 52» mutiert. Karl-Heinz Müller zeichnete in [639500] die Gerätebezeichnungen bei Telefunken inkl. Exportgeräten bis zum Ende der Röhrenära in den 60er Jahren sehr informativ auf.
1967 verschmilzt Telefunken mit der AEG zur Aktiengesellschaft AEG-Telefunken [149], später verkauft AEG den Teil Telefunken an den französischen Thomson-Konzern.
Telefunken in Ostdeutschland:
Das Telefunken-Werk in Erfurt erhält den Namen Funkwerk Erfurt. Es produziert meiner Information nach an Radios jedoch lediglich 1947/48 das Modell 428GW.
Ca. ab 1951 baut VEB Röhrenwerk Anna Seghers, Neuhaus a. Rennsteig als ehemaliges Telefunken-Röhrenwerk [DRM97] die Batterieröhren DAF191, DF191, DK191 und DL191.
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Some models:
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| [rmxhdet-en] |
Further details for this radio
manufacturer by the members (rmfiorg):
| Patentaustauschabkommen (06.04.2009) Konrad Birkner 357/1 |
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In der Festschrift "25 Jahre Telefunken" (1928) werden auf Seite 54 und 55 die internationalen Patentaustauschverträge (u.a. mit RCA) erwähnt.
Ref:
Herr M.Roggisch stellte freundlicherweise die Informationen zur Verfügung.
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| Versuchssendungen Telefunken-Konzerte 1923 (26.02.2009) Uwe Ronneberger 282/0 |
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Telefunken-Konzerte.
Einstmals wurde die Welt von der Sowjet-Regierung mit der Telegrammadresse »An Alle « überrascht. Die unvergleichliche Ringsumwirkung der drahtlosen Telegraphie trat durch dies zu einem glücklichen Schlagwort zugespitzte Empfängerbezeichnung besonders deutlich zu Tage. .Seitdem sind auf dem Gebiet der drahtlosen Übermittlung außerordentliche Fortschritte gemacht worden. Von einer einzigen Stelle aus kann man heute weit freundlichere und willkommenere Dinge »an alle« senden als langweilige, eintönige Morsezeichen. Das Zeitalter der drahtlosen Kunstdarbietung für jeden, der die geeignete Lauschanordnung besitzt, ist gebrochen. Es ist bekannt, daß in anderen Landern allabendlich Musikaufführungen durch den Äther stattfinden. Bei uns sind diese Dinge noch in der Entwicklung. Die Telefunken-Gesellschaft veranstaltet zu Versuchszwecken von jetzt ab an jedem Mittwoch von 8 bis 9 Uhr abends ein Konzert in ihrem Geschäftshaus am Halleschen Ufer 12, das durch die auf dem Gebäude stehende Antenne mit der Welle 300 bis 400 m weitergegeben wird. Die Töne dürften innerhalb der Grenzen Deutschlands wohl überall zu hören sein und an vielen Stellen auch ins Ausland dringen. Es wäre der Gesellschaft Telefunken sehr erwünscht, wenn sie von möglichst vielen der für sie unsichtbaren Zuhörer schriftliche Nachricht über die Stärke und Güte der drahtlosen Ausstrahlungen erhielte. Die Gesellschaft trägt dafür Sorge, daß nur wertvolle Musikstücke gespielt werden und die Ausführung durch namhafte Künstler erfolgt. Wer also in der glücklichen Lage ist, lausche jeden Mittwoch von 8 bis 9 Uhr in den Äther.
Leipzig, Oktober 1923
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| Telefunken Gedenktafel Sacrower Heilandskirche (28.08.2007) Dietmar Rudolph 2281/1 |
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In Erinnerung an die Funkversuche von Prof. Slaby und Graf Arco im Jahre 1897 von der Heilandskirche in Sacrow zur Matrosenstation an der Glienicker Brücke wurde am Glockenturm der Heilandskriche eine Gedenktafel angebracht.
Das Bild stammt aus dem Erinnerungsbuch "25 Jahre Telefunken".
(Gemäß dem "Rundfunkjahrbuch 1929" wurde die Gedenktafel dagegen am 28. Juni 1928 angebracht.)
Zu diesem Jubiläum gab es auch eine entsprechende (kleine) Nachbildung dieser Gedenktafel.
Das Bild stammt von einem (originalgetreuen) Abguß einer solchen Plakette.
MfG DR
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| 40 Jahre PAL Farbfernsehen in Deutschland (24.08.2007) Wolfgang Scheida 3066/1 |
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Letzte Bearbeitung: 31.10.2009
40 Jahre PAL Farbfernsehen in Deutschland*
Auf die vorzugsweise Quellenwahl von Walter Bruch/Telefunken wird hingewiesen!
Am 25. August 1967 wurde in Deutschland offiziell das PAL Farbfernsehen durch den legendären Knopfdruck des Herrn Außenministers eingeführt.
Der geneigte ... More...
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| Telefunken Röhren - Datierung von Herstellungsmonat (19.06.2007) Götz Linss 902/0 |
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| Jahrgangszahlen der TFK Logo (28.08.2006) Klaus Bayer 1920/5 |
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| AEG und Telefunken baugleich ? -- suche Hilfe ! (12.12.2005) Gottfried Silberhorn 2019/6 |
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| TELEFUNKEN CAPRICE WK SUPERHETERODYNE 3 BANDS (02.07.2005) Jorge Eduardo Pinto-Cubillas 2868/2 |
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| Telefunken-Tonbandgeräte-Firmenreferent (22.09.2003) Heiko zur Mühlen 3363/10 |
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