Thomas Lebeth: Johann Kremenezky gründete am 31.03.1900 in Wien eine Glühlampenfirma.
Diese Firma hieß Johann Kremenezky. Es handelte sich dabei um eine sogenannte Einzelfirma ohne Teilhaber, Besitzer war Johann Kremenezky.
Am 15. März 1931 wird die gesamte Entwicklung und Produktion der (inzwischen zahlungsunfähigen) Firma durch die Beteiligung der österreichischen Watt AG (Tochter der Vereinigten Glühlampenfabriken Ujpest - Markenname "Tungsram") in eine Aktiengesellschaft, nämlich die Johann Kremenezky AG umgewandelt.
Die Watt AG Wien hat also ihren Firmennamen in Johann Kremenezky AG umgeändert, da dieser am Markt einen hohen Stellenwert besaß.
Die Einzelfirma Johann Kremenezky bleibt jedoch bestehen, und meldet am 18.04.1933 Konkurs an.
Die Johann Kremenezky AG ist nun eine Tochtergesellschaft des Tungsram-Konzerns. Als Folge der Umwandlung wird auch der Markenname "ORION" in Österreich aufgelöst, und ab April 1932 durch den Markennamen "SATOR" ersetzt.
1) Die Johann Kremenezky AG entstand aus der Übernahme durch Tungsram ab 15.3.1931
2) Der Markenname SATOR wurde von der Einzelfirma Johann Kremenezky vor 15.3.1931 niemals verwendet. Er existierte einfach noch nicht.
3) SATOR ist genaugenommen ein Markenname des ungarischen Tungsram-Konzerns
4) SATOR war niemals eine eingetragene Firma, sondern lediglich ein Warenzeichen.
Quellen: Handelsgerichtliche Akte der Firma Johann Kremenzky und der WATT AG am Stadt- und Landesarchiv von Wien.
Gerhard Heigl: Johann Kremenezky eröffnet 1880 eine Fabrik für Dynamomaschinen und Glühlampen. Ab 1923 werden auch Elektronenröhren hergestellt. In weiterer Folge Transformatoren, Netzanschlußgeräte, Röhren- und Quecksilberdampfgleichrichteranlagen usw. Die Firma wird auch mit Tungsram, Sator, Metallum und Orion in Verbindung gebracht. Sitz der Fa. Johann Kremenezky: Wien XX, Dresdnerstrasse 55/57. Sitz der Fa. Johann Kremenezky AG.: Wien XIX, Heiligenstädterstrasse 134.
Gemäss "Saga of the Vacuum Tube", Tyne, Seite 465 hat Tungsram die Marke Sator - und wir dürfen annehmen, dass Kremenezky die Generalvertretung für Österreich bekam - wahrscheinlich sogar weil er "seine" Röhren später auch dort fabrizieren liess (nur Vermutung von Ernst Erb). Jedenfalls führt der Röhren-Codex [269] massive Fehler, die wir noch zu bereinigen haben.
Aus "Radios von gestern" Seite 225: "Etablissements G.M.R.; (Tela) ist lediglich eine Handelsfirma in Paris, die Detektoren und Verstärker von Junot vertreibt und Röhren der Marke Tela (z.B. "N") aus Österreich importiert." Es ist vorläufig unsere Vermutung, dass Tela eine Marke von Kremenezky war (möglicherweise in Anlehnung an Tel Aviv).
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