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Max Funke wurde 1895 in Weida /Thüringen geboren. Da sein Vater ein Bauunternehmen besaß, erlernte er Maurer und Zimmermann und begann anschließend ein Architektenstudium. Im ersten Weltkrieg lernte er die ersten funktechnischen Anlagen kennen, die seinen späteren Werdegang beeinflussten. 1923 übernahm er aber erst einmal den väterlichen Betrieb.
Da ihn aber die Funktechnik mehr interessierte, gründete er im Januar 1933 ein Rundfunkgeschäft in Weida, bei dem der ebenfalls begeisterte Rundfunkbastler Willy Bittorf als kaufmännischer Leiter mit einsteigt.
„Bittorf & Funke, Spezialfabrik für Röhrenprüfgeräte, Weida“ lautet die Firmierung und die ersten Röhrenprüfgeräte entstehen, wobei Funke mehr der Techniker bei der Umsetzung seiner Ideen ist.
Das W10 ist 1936 das erste in größeren Stückzahlen gebaute Serien-Modell. Für dieses Prüfkartenkonzept, von Funke zum Patent angemeldet, interessiert sich auch Telefunken wegen der genialen Messmethode und reicht selbst eine ähnliche Lösung als Patent ein. Da Funkes Lösung die weitaus bessere war, kam es zu einer Partnerschaft zwischen Telefunken und Funke & Bittorf.
Der Betrieb erhält die Reichsbetriebs-Nr. 0/00357/0058. Da sich nun auch die Wehrmacht für diese RPG interessiert und Funke spezielle Modelle dafür baut (Radiomechanik, RPG4 u.a.), entwickelt sich das Unternehmen hervorragend.
Ab 1942 kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Bittorf und Funke, die dann zum Ausscheiden Bittorfs führten. Funke nannte im Januar 1944 seinen Betrieb um in „Funkmessgerätebau Max Funke, Weida“.
Nach Kriegsende war es notwendig, den Betrieb 1945 erneut umzubenennen in „Max Funke, Messgerätebau Weida“. W17, W18 und RPG4/3 werden noch gebaut bzw. modifiziert für zivile Nutzung. Juni 1951 erfolgte die Enteignung des Betriebes und Überführung in den „VEB(K) Röhrenprüfgerätebau Weida“. Dort werden die RPG weiter gebaut (W18), 1957 erneute Umbenennung in VEB(K)Prüfgerätewerk Weida. Das W26 wird neu entwickelt, das W18N entsteht. 1959 Herauslösen des Betriebes aus dem kommunalen Status (das K entfällt), er heißt jetzt VEB Prüfgerätewerk Weida. Das letzte RPG-Modell W18N wird auch nach der letzten Umfirmierung 1961 in „VEB Wetron Weida, Werk für elektronische Baugruppen der Regelungstechnik“ weiter produziert.
Max Funke plante vor der Enteignung 1951 eine abenteuerliche Flucht samt wichtiger Unterlagen und Produktionsmittel, die aber verraten wurde, so dass er mit seiner Familie die DDR fluchtartig verlassen musste. In Adenau /Eifel wurde er wieder sesshaft, und es gelang ihm mit Unterstützung eines neuen Kommanditisten (Weisse) bereits im Dezember 1951 eine neue Firma „Max Funke KG, Adenau /Eifel“ zu gründen.
Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem W18 entstanden in kurzer Zeit Neuentwicklungen, wie 1952 das W19 und 1955 das Spitzenmodell W20. Darüber hinaus baute Funke in seinem auf bis zu 60 Mitarbeiter angewachsenen Betrieb verschiedene Prüf- und Messmittel wie Feldstärkemesser, RVM, Picomat, Oszillograf, aber auch Amateur-Empfänger (RX57, RX60, Mikrohet).
Nach 1960 ist die Produktion rückläufig. Dezember 1964 geht Funke in den Ruhestand, der Kommanditist führt den Betrieb weiter. 1976 erfolgt die Stilllegung des Betriebes, der aber 1999 noch im Handelregister eingetragen ist.
Am 24. August 1980 stirbt Max Funke in einem Altersheim.
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