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| Name: |
Loewe-(Opta); Deutschland
(D)
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| Abbreviation: |
loewe-opta |
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| Products: |
tubes model-types
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| Summary: |
Loewe war und ist immer ein besonderer Betrieb - und bis ins 21. Jahrtausend aktiv und in privatem Besitz. Nicht nur «das erste IC», die Röhre 3NF ist da zu erwähnen, sondern auch die Mitentwicklung des elektronischen Fernsehens in Deutschland.
1923: Radiofrequenz-GmbH und Loewe-Audion GmbH, Berlin-Friedenau;
1926: Aktiengesellschaft D.S. Loewe, Berlin-Steglitz;
1930: Radio-Aktien-Gesellschaft Dr. S. Loewe;
1933 (nach): Löwe-Radio AG;
1942: Opta-Radio AG;
1949: Loewe-Opta AG;
1965: Loewe Opta GmbH, Kronach.
Radios: 1923 bis 1926, Loewe 1927 bis 1978. TV-Fabrikation danach.
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| History: |
Aus Radiokatalog Band 1:
Nach Studium der Physik und Elektrotechnik promoviert Siegmund Loewe (Berlin 6.11.1885-28.5.1962 USA) unter Max Wien mit magna cum laude zum Dr. phil. Er tritt bei der Firma Telefunken ein und wechselt 1915 zur Firma Huth, wo er die Leitung der Laboratorien und der Patentabteilung übernimmt. 1918 mietet Loewe in Berlin SW61 eine 7-Zimmer-Wohnung und erstellt mit einer kleinen Entwicklungsgruppe einen Telefonie-Röhrensender, dessen Sendungen in dem nicht weit entfernten Haus des Scherl-Verlages von Otto Kappelmayer zu empfangen sind. Um seine Kenntnisse zu erweitern, begibt sich Loewe in die USA. Einen ausführlichen Bericht von und über Loewe finden Sie in [1-99], woraus Sie erkennen können, dass Loewe das treibende Element für den Rundfunk in Deutschland war. Wie er gegen den Monopolanspruch von Telefunken/Lorenz/Huth (Funkkartell «Rundfunk GmbH») kämpfte und weitere Details finden Sie in [6-121].
Nach seiner Rückkehr aus den USA wird das Versuchslabor von Loewe zum Kristallisationspunkt der jungen Funktechnik. Im Dezember 1921 erhält Loewe Besuch von Lee de Forest, und sie verbessern gemeinsam Röhren. 1921 entstehen auch zwei grundlegende Patente für den Konus-Lautsprecher. Loewe eröffnet ein zweites Laboratorium und gründet 1923 die Loewe-Audion-GmbH für die Herstellung von Radioröhren sowie die Radiosender GmbH.
Im Dezember 1921 lernt der Realschüler Manfred von Ardenne den Radiopionier Loewe in einem Elektrikergeschäft kennen und ist darauf häufiger Gast in den Laboratorien von Loewe. Ein Autor schreibt, dass Loewe zum «Ziehvater» des jungen von Ardenne wird und er in der Familie aufgenommen ist, doch von Ardenne beschreibt dies in seinem Buch «Eine glückliche Jugend im Zeichen der Technik» (DDR) nicht.
Die wahrscheinlich 1923 gegründete Loewe Radio GmbH führt der jüngste Loewe-Bruder Bernhard. Das D bei D.S. Loewe steht für den älteren Bruder, David (Teilhaber).
Radiofrequenz GmbH und Loewe-Audion GmbH (1923-27):
Am 22.1.23 erwirbt Dr. Siegmund Loewe die seit 1918/19 bestehende Mechanische Werkstatt Grüttner & Lütgert in Berlin-Friedenau und gründet die Radiofrequenz GmbH. Die ersten Geräte sind für den Export bestimmt. Davon sind mir die Typen EA51, EA52 und EA54 bekannt. EA steht für «Empfangs-Apparat».
Im Jahr darauf stellt der Betrieb die Ziffer 9 vor die laufende Nummer. Der Sprung von EA958 auf EA980 deutet auf andere Artikel hin (z.B. Trichterlautsprecher und kombinierte Geräte etc.). Nachher ist keine Nummernsystematik mehr zu erkennen, ausser den Buchstabenkombinationen wie OE (Orts-Empfänger), FE (Fern-Empfänger), KV (KW-Vorsetzer), RO (Rückkopplungs-Ortsempfänger) etc.
1927 gibt Loewe den Namen Radiofrequenz auf und verwendet seinen eigenen Namen. Die drei Geräte OE333, 2H3N und NVG gibt es unter beiden Namen, da sie Loewe 1927/28 ohne neue Modelle weiter produziert. Mehr als eine Million dieser Geräte lassen sich zum Stückpreis von 39.50 RM verkaufen, und die Tagesproduktion erreicht zeitweise 2000 Einheiten.
Im Oktober 1923 gründet Loewe eine weitere Gesellschaft zur Herstellung von Rundfunkröhren mit dem Namen Loewe-Audion GmbH, ebenfalls an der Niedstrasse 5 in Berlin-Friedenau gelegen. Zuerst entstehen dort Wolfram-, dann Thoriumröhren als «Sparröhren». Im September 1924 meldet Loewe die grundlegenden Patente zur Dreifachröhre mit integrierten Bauteilen an, die 1926 als 3NF mit dem «Loewe Ortsempfänger OE333» einen legendären Ruf erreicht.
Loewe, Löwe, Opta, Loewe-Opta
Die Schrift «Loewe-Story» aus dem Hause Loewe-Opta zeigt die Abbildung eines «Detektor-Empfängers» mit zwei Steckspulen, der angeblich zur Eröffnung des Rundfunks bereitstand. Es ist aber ein umfunktionierter Sperrkreis für den Empfänger 2H3N, Baujahr 1927, was auch aus dem Firmenschild mit «Berlin-Steglitz» hervorgeht.
1926 entsteht die Aktiengesellschaft D.S. Loewe, Berlin-Steglitz. Als zweites Gerät unter der neuen Marke Loewe bzw. Loewe Radio gilt der auf der Funkausstellung im September 1926 gezeigte Fernempfänger 2H3N zu RM 150. Auch Lautsprecherboxen mit Loewe-Konus-Lautsprecher und Stoffbezug im «Südsee-look» sind nun erhältlich. Wegen der steigenden Anzahl Rundfunksender treten Trennschärfeprobleme auf, so dass die Dreifachröhre für den Einbezug einer Rückkopplung einen siebten Anschluss erhält. Diese «3NF7» baut Loewe ab 1928 in alle OE333, 2H3N und in das dritte Gerät, den RO433 ein. Die elektrische Schallplatten-Abtastdose LR150 erregt Aufsehen; Gewicht 260 g! Die Dose verlangt einen Abspielwinkel von 55 Grad. Die 3NF gibt es nun auch mit Oxydkathode als 3NFB mit einem Verbrauch von 0,13 statt 0,34 A Heizstrom - zudem beträgt die Verstärkung etwa das Doppelte. Weitere Details zu Firmengründungen von Loewe siehe [638967]. Es sind dies z.B. die Eudarit-Pressgut GmbH für Bakelitgehäuse etc. und die Ortophon-Apparatebau GmbH für den Lautsprecherbau.
1929 bringen die Loewe-Firmen den «Vollnetzanschluss-Empfänger R533» heraus, der mit einer nochmals verbesserten Dreifachröhre, der 3NFW mit indirekter Heizung, ausgestattet ist. 1929 entsteht Loewe’s Berliner-Radio-Handels-Aktiengesellschaft. Die Baird Television Company Ltd., London, bietet Loewe die Auswertung und Entwicklung ihrer Schutzrechte und Entwicklungsarbeiten auf dem Fernsehgebiet in Deutschland an. Da dieses Angebot die finanziellen Möglichkeiten von Loewe übersteigt, regt Dr. Loewe eine Beteiligung von Zeiss Ikon, Dresden, und Robert Bosch, Stuttgart, an. Es kommt Mitte 1929 zur Gründung der Fernseh-AG in Berlin, die 1939 im Firmenverband Robert Bosch aufgeht.
1930 fasst Loewe verschiedene seiner Firmen unter dem Namen Radio-Aktien-Gesellschaft Dr. S. Loewe zusammen und mit dem EB100W (1931 EB100G) beginnt die Reihe der Empfänger mit integriertem Lautsprecher.
Im Auftrag der Loewe-Firmen bringt von Ardenne aus seinem eigenen Labor 1930 erste brauchbare Vorschläge zur Helligkeitssteuerung, um auf einem Bildschirm ein gut modulierbares Bildraster zu schreiben. Meine gasgefüllte Braun’sche Röhre aus dem Labor von Ardenne zeugt für die Forschung um 1926.
Auch auf der Senderseite entwickelt Loewe elektronische Medien auf der Grundlage des «Flying-spot-Abtasters», um Filme elektronisch übertragen zu können. Am 25.4.31 veranstalten Dr. S. Loewe und M. von Ardenne in den Lichterfelder-Laboratorien eine Vorführung vor der Fachpresse. Bald darauf kann Loewe die Qualität der mechanischen Systeme erreichen und übertreffen. Siehe [1-127f]. 1932 geht von Ardenne eigene Wege. 1933, ein Jahr vor den Mitbewerbern, erkennt Dr. Loewe die Notwendigkeit von Allstrom-Apparaten und bringt den 1-Kreis-Empfänger «Edda» auf den Markt. (Ganz so richtig ist das nicht: zumindest Emud kommt 1931 mit «Allstrom», EE). Zu der Zeit halten sich Wohnungen mit Gleich- bzw. Wechselstrom etwa die Waage und eine Familie, die umzieht, kann den transformatorlosen Apparat weiterverwenden. Der Apparat führt die Allstrom-Dreifachröhre WD33. Das Allstromkonzept führt Loewe auch für Mehrkreis- und Superhet-Empfänger mit den Röhren WG34, WG35 und WG36 fort.
Auf dem in England bestellten Sattelschlepper mit einer Fernseh-Sendereinrichtung steht anlässlich der Premiere vom Juli 1934 in London gross der Namenszug Radio A.G. D.S. Loewe. Das Regime in Deutschland lässt die Firma jedoch bald in Löwe-Radio AG umtaufen und 1942 in Opta-Radio AG. Loewe wandert 1936 in die USA aus und gründet dort die Loewe Radio Inc. Er hat 1938 aus dem Vorstand in Deutschland auszuscheiden.
1941-44 fertigen die Opta-Betriebe ausschliesslich Rüstungsgüter; Opta-Radios sind dann Fremdtypen [638966-19]. Man gliedert Grassman in den Opta-Betrieb ein. Es entstehen Auslagerungsbetriebe, z.B. in Oberlungwitz in Sachsen. In Berlin-Weissensee entsteht während des Krieges ein Betrieb für Röhrenbau [DRM94].
Noch im März 1945 verlagert das Unternehmen eine wichtige Kriegsfertigung nach Küps bei Kronach. Dies ist die Keimzelle der neuen Firma, denn 1948 kann S. Loewe seine Wiedergutmachungsansprüche durchsetzen und erhält das Sagen beim demontierten Hauptwerk in Berlin und der Auslagerungsstätte in Küps bei Kronach. In Küps fabriziert Loewe ab 1946. Gemäss «Loewe-Story» gibt es vor November 1947 den «Kronach», wahrscheinlich 547W, in einer Auflage von zwei Geräten pro Tag. Ein getrenntes Werk in Düsseldorf-Heerdt offeriert als Firma Opta-Spezial GmbH von 1950 bis 1954 Opta-Spezial-Radios [6-124]. Konsul Bruno Pieper wirkt als Generaldirektor.
Jedenfalls: Auf der Leipziger Messe von 1947 sind wieder Loewe-Entwicklungen zu sehen. Die Firma erzeugt 1950 mit dem «Optaphon» das erste deutsche Kassetten-Tonbandgerät. 1961 ist Loewe mit dem «Optacord 500», einer für den privaten Gebrauch konzipierten Video-Anlage, führend beim Bildschirmtext und baut vor allem modernste TV-Empfänger - ein Steckenpferd von Dr. S. Loewe. Er stirbt 1962.
Bis 1978 fertigt die Firma Radios in Berlin, löst diesen Betrieb aber auf. Der Mitarbeiterbestand bei Loewe beträgt Ende der 80er Jahre ca. 1500. Die Loewe Opta GmbH, Kronach, gehört in den 90er Jahren zu 51,9 % der Management GBR (Gesellschaft leitender Mitarbeiter der GmbH) und zu 48,1 % zu Matsushita (Panasonic), wobei eine gute gegenseitige Befruchtung für das Hauptprodukt, TV, zum Tragen kommt.
Loewe in Ostdeutschland:
Opta Leipzig, ab 1950 VEB Stern-Radio Leipzig genannt, geht 1952 im VEB Fernmeldewerk Leipzig auf. Die Radioproduktion endet 1950/51.
Nach dem Krieg versuchen Loewe-Mitarbeiter des Zweigwerkes in Oberlungwitz in Sachsen, Maschinen und Vorrichtungen nach West-Berlin zu transportieren, doch die Sowjets verlangen, dass diese Güter in die Röhrenfabrik Berlin-Weissensee gelangen.
Dieser Loewe-Betrieb arbeitet mit der Röhrenfabrik in Berlin.
Loewe hat auch in anderen Ländern Produktionsstätten, so z.B. in Grossbritannien. Vor allem aber auch Handelsniederlassungen, wie Loewe Radio S.A., 3 quai de Willebroeck, Bruxelles (adress in 1932).
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Some models:
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| [rmxhdet-en] |
Further details for this radio
manufacturer by the members (rmfiorg):
| Loewe-Opta oder Loewe Opta? (17.11.2004) Heinz-Dieter Kerner 959/0 |
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Guten Abend,wenn ich unter "Loewe Opta" suche, lande ich keine Treffer, nur unter "Loewe-Opta". Gern wüsste ich, ab wann der Firmenname offiziell mit Bindestrich geschrieben wurde und wenn, dann bis wann. Aus allen meinen Unterlagen ist kein Bindestrich ersichtlich, allerdings beschränken sich diese auf die Nachkriegszeit. Das "Opta"-Zeichen ist m. E. kein Bindestrich. Die einschlägige Werbung zeigt z. B. in der Funk-Technik, Rückseiten 18/19 1951 keinen Bindestrich. Bitte mich nicht kleinkariert zu empfinden, ich möchte nur Gewissheit haben.Mit Grüßen aus NordhessenHeinz-Dieter Kerner
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| Dr. phil. Siegmund Loewe - Nachruf von 1962 (20.08.2003) Iven Müller 1937/0 |
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Unmittelbar vor seiner Heimreise nach Deutschland verschied in seinem bisherigen Wohnsitz Sarasota (USA) einer der Großen der drahtlosen Technik: Dr. phil. Siegmund Loewe, der Pionier und Förderer des Rundfunks und des Fernsehens. Er stand in seinem 77. Lebensjahr - ein Mann von großen Gaben und mit der nötigen Zähigkeit, seine Vorstellungen von der technischen Entwicklung durchzusetzen. Hobby und Beruf verbanden sich auf das Glücklichste.
Siegmund Loewe, Sohn eines Berliner Arztes und Schüler von Prof. Slaby an der TH Berlin, meldete seine ersten Patente bereits 1905 an. 1912 promovierte er an der Universität Jena, dem damaligen Zentrum der Hochfrequenztechnik. Seine Arbeiten befassten sich mit Physik, Elektrotechnik und Astronomie.
Nach dem ersten Weltkrieg hatte er zeitweilig Interesse an der Entwicklung des Tonfilms gefunden; es kam hier zu einer Zusammenarbeit mit dem ... More...
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