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| Name: |
Lumophon, Bruckner & Stark, Nürnberg
(D)
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| Abbreviation: |
lumophon |
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| Products: |
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| Summary: |
1920: Gründung als Bruckner & Stark, Fernsprechapparatefabrik, Nürnberg;
1923 ca.: Zusatz «und Fabrik hochwertiger Radiogeräte»;
1929: Lumophon-Werke Nürnberg.
Radios: 1923 bis 1950; 1968 bis 1971 unter Grundig.
Fernsehgeräte: siehe Tonfunk GmbH, Karlsruhe.
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| History: |
Aus Radiokatalog Band 1:
Am 24.11.19 gründet Hans Bruckner in Nürnberg einen Betrieb zur Herstellung von Fernsprechapparaten. Vorher hat er fünf Jahre das Entwicklungslabor von TeKaDe geleitet. Wegen eines grösseren Auftrages der Reichspostabteilung München sucht sich Bruckner als Partner Karl Stark, einen TeKaDe-Werksmeister, wodurch am 24.2.20 die Firma Bruckner & Stark, Fernsprechapparatefabrik entsteht. Später kommt der Zusatz «und Fabrik hochwertiger Radiogeräte» hinzu.
1923 beschäftigt Bruckner & Stark 15 Personen. Karl Stark beginnt, den Detektor 2C zu fabrizieren. Anfang 1924 bezieht die ca. 70 Mitarbeiter umfassende Firma eine neu gebaute Betriebsstätte im Osten von Nürnberg (Gleishammer); bis 1928 sind es 240 bis 280 Arbeitsplätze. 1924 ist ein Detektor «D» mit englischer Aufschrift nachweisbar, was darauf hindeutet, dass Bruckner & Stark den englischen Markt möglicherweise schon vorher mit Kopfhörern und Detektoren bedient haben. Exporte gehen auch nach Japan.
Gemäss [664905] gliedert Bruckner & Stark am 8.4.24 die Lumophon-Radio-Vertriebsgesellschaft, Nürnberg, an. Gemäss [6-128] heisst die Vertriebsfirma Lumeta-Radioges. mbH. Sie existiert nur bis 1.5.25. Die Geräte tragen den Namen Lumophon über den Buchstaben BSN, wobei N nach unten versetzt ist. Zumindest 1926 fabriziert das Unternehmen ebenfalls Einzelteile für Bastler wie ZF-Trafosatz, Wellenschalter etc. 1927 führt die Preisliste die Modelle HU8, RT4, PR2, NEW und NEG als Baukasten.
Nachdem am 11.7.28 die Vertriebsgesellschaft die Rechtsform GmbH erhält, firmieren die beiden Firmen 1929 unter Lumophon-Werke Nürnberg. Die Geräte sind nun nur noch mit Lumophon bezeichnet. Das Kunstwort bedeutet «Licht und Ton». Die Belegschaft erhöht sich wegen dem sehr erfolgreichen Modell «Gloria» sprunghaft auf nahezu 800 Mitarbeiter, bei einem Stammpersonal von über 200 Personen. Lumophon verkauft 1929 400'000 Geräte und exportiert nach zahlreichen Ländern Europas, nach Ägypten, Argentinien, Brasilien, Chile, China und Japan.
Lumophon gehört 1933 mit 5,8% Marktanteil [503] zu den grossen Radiowerken und liegt dann an sechster Stelle. Der Erfolg hält über die 30er Jahre an, doch gerät die Firma Ende 1935 in Zahlungsschwierigkeiten, die Karl Stark durch Rückgriff auf das Familienvermögen und Vergleich beheben kann. Ein Grund zu den Problemen ist wohl in der Produktion von Kühlschränken zu suchen, die Lumophon kurz zuvor aufgenommen hat (siehe auch SABA). Trotz Schwierigkeiten entsteht ein zweites Werk (Goldbachstrasse). 1935 bis 1937 baut Lumophon das wohl kleinste Koffergerät in Deutschland, «Piggi». Es bleibt aber bei diesem einzigen Koffer-Radio. Bald beginnt auch eine Kriegsproduktion z.B. für das Heereswaffenamt in Berlin. 1940 nimmt ein Zweigwerk mit Automatendreherei, Schreinerei, Giesserei etc. in Georgsgmünd (südl. von Nürnberg) die Produktion auf, auch die von Kühlschränken.
1941/42 fertigt Lumophon W527 und GWK463 als Zwergsuper (Philips) ausschliesslich für den Export. Am 28./29.8.42 vernichtet ein Luftangriff 60% der Betriebsstätten. Am 10./11.8.43 treffen «Lancaster», «Halifax» und «Stirling» vor allem das Werk in der Schloss-Strasse mit Luftminen. Wegen Vorwürfen an die Nationalsozialisten muss Hans Bruckner 1943 seinen Betrieb verlassen und ihn abgeben.
Nach dem Krieg produziert die Firma zuerst zweirädrige Handkarren und repariert Radios aller Fabrikate. Allerdings soll (gemäss «Funktechnik») Lumophon 1945 einen «Kopfhörerempfänger» hergestellt haben. Die Radiofertigung startet 1947 mit dem Einkreiser WD361. Die ersten Serienmodelle zeigen ein lackiertes, tiefgezogenes Metallgehäuse und Adapter für RV12P2000 als Ersatz für die dann noch nicht lieferbaren E-Röhren. Etwas Verwirrung stiften kann die Tatsache, dass Lumophon nach dem 2. Weltkrieg z.T. wieder gleiche Modellbezeichnungen wie Anfang der 30er Jahre, z.B. WD210, WD310, WD470 etc. verwendet.
Auch 1948 verkauft die Firma teilweise Geräte ohne Röhren, die der Kunde auf dem Schwarzmarkt beschaffen soll. 1949 sind wieder 800 Mitarbeiter tätig und Lumophon stellt bessere Geräte zu günstigerem Preis als 1939 her. 1950 kann Lumophon in der Saison gegen 2000 Mitarbeiter beschäftigen und fabriziert auch Grosskühlschränke für das Gewerbe.
Kurz nach dem 60. Geburtstag von Karl Stark (29.11.1890-26.12.67) und einer entsprechenden Betriebsfeier verkauft der Sohn, Werner Stark, aus mir unbekannten Gründen die Firma. Am 16.5.51 übernimmt Grundig nach 14 Tagen Verhandlung die drei bestehenden Betriebsstätten für 1,7 Mio. DM. Die Bilanz war in Ordnung. Möglicherweise wies die laufende Erfolgsrechnung Verluste auf. Jedenfalls erhielten alle Belegschaftsmitglieder vorerst eine Kündigung; Kaufinteressenten wie AEG, Blaupunkt, Grundig und Siemens bewarben sich für die Übernahme.
Der Betrieb Schloss-Strasse heisst danach Grundig-Werk II, Goldbachstr. III und Georgensmünd Werk IV. Grundig durfte erst nach 10 Jahren den Namen Lumophon wiederverwenden, doch hat dieser Versuch 1968-70 keinen Erfolg.
Prof. Dr. Otto Künzel und W. Wittig haben eine ausführliche Firmenbeschreibung über Lumophon erarbeitet.
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Some models:
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| [rmxhdet-en] |
Further details for this radio
manufacturer by the members (rmfiorg):
| Lumophone Frankreich (21.02.2005) Patrice Zeissloff 542/0 |
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Hallo
Isst gibt "Französiche" Lumophone (mit eine "e").Auf den Geräte ist manchmall geschrieben "société Française Lumophone Strasbourg Meinau oder Alsace". (Strasbourg = Strassburg, Alsace = Elsass)
Weiss jemanden etwas über diese Firma (Tochtergesellschaft , oder importeure usw).
Danke
Patrice Zeissloff
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