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History of the radio manufacturer Nordmende, Norddeutsche Mende-Rundfunk GmbH, Bremen-Hemelingen


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Name: Nordmende, Norddeutsche Mende-Rundfunk GmbH, Bremen-Hemelingen    (D)    
Abbreviation: nordmende  
Products:  
Summary: Nachkriegsnachfolgefirma von Martin Mende (Radio Mende). Bei den Reisegeräten steigt Mende direkt (oder erst) mit Transistorgeräten ein.

1947: Gründung als Norddeutsche Mende-Rundfunk GmbH, Bremen;
Ende 50er Jahre: Norddeutsche Mende Rundfunk KG;
1977: kommt zu Thomson-Brandt.
Radios: 1947 bis 1978.

 
History:

Aus Radiokatalog Band 1:

Die Vorkriegsgeschichte findet sich unter Mende. Nach dem Totalverlust in Dresden gründet Martin Mende (30.12.1898-1982) unter Mitwirkung von Hermann Weber am 26. August 1947 [FT5901] in Bremen-Hemelingen die Norddeutsche Mende-Rundfunk GmbH.

Die ersten Gehäuse liefert ein Tischler in Achim gegen Kompensation von fünf Gehäusen zu einem Rundfunkgerät. Der frühere Mende-Konstrukteur, Obering. Heer zeichnet wieder für die Geräte verantwortlich [FT49??].

Ab 27. Juli 1948 liefert die neue, zuerst 18 und bald 60 Personen umfassende Firma auf Grund von Währungsreform, Krediten und Zulieferverträgen die neue Radioproduktion.

Das Regime in Ostdeutschland lässt den Namen Mende nicht zu, so dass Martin Mende mit grafischen Konstruktionen im Zusammenhang mit «Nord» an seinen Vorkriegserfolg anschliesst.

Die Hallen der ehemaligen Focke-Wulf AG beim Bahnhof Seebaldsbrück dienen als Werkstätten. 1950 beschäftigt das Unternehmen 700, 1959 schon 3500 und im Zenit 6300 Personen.

1950 beginnt die Firma mit UKW-, 1953 mit Fernseh- und 1954 mit Mess- und Prüfgeräten. Gegen Ende der 50er Jahre heisst die Firma Norddeutsche Mende Rundfunk KG [RP7901].

Nachdem sich Nordmende bislang nicht mit Magnettongeräten befasst hat, bringt das Werk 1958 das erste deutsche Heim-Tonbandgerät mit drei Motoren auf den Markt. Allerdings dominieren auf diesem Sektor eindeutig andere Firmen wie AEG/Telefunken und Grundig. Von Nordmende kommen jeweils nur ein bis zwei Geräte (1960 keines) in die Kataloge. Dafür hat die Firma Erfolg mit einem anderen Neueinstieg:

1958 stellt Nordmende mit «Mambo» ihr erstes Reisegerät vor - aber nicht «das erste deutsche, serienmässig hergestellte und volltransistorisierte Koffergerät», wie man aus einer Quelle nachlesen kann. Danach wird Nordmende in Deutschland auf dem Sektor Reisegeräte besonders stark, obwohl sie keine Röhren-Koffer baute. Immerhin kosten die in «Mambo» verwendeten 8 Halbleiter dann im Einzelhandel DM 98.70, während für die vier D-Röhren der 90er-Serie - auch zum Katalogpreis - etwa DM 35.- auszugeben wären. Preis des ganzen Gerätes: DM 189.- plus zwei Flachbatterien von 4,5 V.

Bis 1969 gibt es ca. 92 Modelle der tragbaren Radios (Koffer- bzw. «Handradios», d.h. «Hand held radios»). Beispielsweise finden sich im Katalog 1961/62 [448] je 11 Tischradios und Radiomöbel sowie 8 Modelle von Reiseradios. 17 verschiedene Fernsehmodelle zeigen dagegen, wo in jener Zeit der Erfolg zu holen war.

Gemäss [FT7901] liegt Nordmende während kurzer Zeit mit der sogenannten «Tippomatik-Bedienung» sogar technisch vorne. Siehe auch Philips etc.

Auch Konzertschränke scheinen Ende der 50er bis Anfang 60er Jahre eine tragende Säule für Nordmende zu sein. Dabei verwendet die Firma immer wieder gleiche Namen wie «Cabinet», «Caruso», «Casino», «Cosima» sowie «Arabella» und «Isobella» mit wechselnden Zusatz-Nummern oder den Zusatz «Stereo», z.B. in den Jahren 1959 und 1960/61.

Im März 1967 nimmt das Werk die Produktion von Farbfernsehgeräten auf. Zum Firmenjubiläum erscheint eine Gerätereihe mit der Bezeichnung 'Goldene 20'. 1969 übernehmen die Mende-Söhne Karl und Hermann die Geschäftsführung.

1977 führt der verschärfte Wettbewerb zum Verkauf der Mehrheit an den französischen Konzern Thomson-Brandt; die Familie Mende zieht sich anschliessend ganz aus dem Unternehmen zurück. Martin Mende stirbt 1982.

     

Some models:
Ctry  Year  Name  1st Tube  Notes
51 / 52 186GWUV   UF42  var.BBr. 
50 – 52 UKW-Einsatzgerät UKW E1 ECF12  ECF12  [FS5015] 
50 – 52 UKW-Einsatzgerät UKW E1 UCF12  UCF12  [FS5015] 
48 / 49 232GW (232 GW)   UF6  Ch=139GW; L-Abstimmung; kein W-Modell. 
48 – 50 139GW (139 GW)   UF6  Ch=232GW; L-Abstimmung [572]. Die Bauteile befinden sich hinter der abnehmbaren Frontblend... 
48 / 49 198 (GW)   RV12P2000  LW u.2xMW; L-Abstimmung mit Eisenkern Permaselektor 
51 / 52 187WU (187 WU)   EF42  variable Bandbreite. 
51 / 52 189WU (189 WU)   EF42  4 KW; Bandbreite umschaltbar; UKW 85102 MHz. 
50 / 51 UKW-Vorsatzgerät UKW-V5   EF42  Antenneneingang 70 oder 300 Ohm Impedanz.
Abstimmung mit 3-fach-Drehkondensator.
Sym... 
49 / 50 Super 435W (435 W)   ECH11  6 gespreizte KW-Bereiche. 
50 / 51 8-Kreis-Allwellen-Großsuper 32...  ECH11  variable Bandbreite. 
50 / 51 8-Kreis-Allwellen-Großsuper 32...  ECH11  UKW-Pendler; variable Bandbreite. 

[rmxhdet-en]

Further details for this radio manufacturer by the members (rmfiorg):

Nordmende Typbezeichnungen (13.01.2008) Boris Witke  1777/1
Typbezeichnungen bei Nordmende zur Datierung der Geräte Martin Mende setzte das Bezeichnungsschema, das er bis zum Krieg verwendet hatte, in der Nachkriegszeit fort: Typzahl = Gerätepreis, jetzt in DM. Das ging nur gut bis zum Aufkommen von UKW; Ab da gab es bekanntlich Geräte mit Einbaumöglichkeit für Pendler bzw. Super, entweder ab Werk oder zum Nachrüsten. Das ergab für ein und denselben Gerätetyp verschiedene Preise, das alte Bezeichnungsschema wurde unlogisch und war nicht mehr zu halten. 1952/53 benutzte man runde Zahlen (200, 250 ... bis 500 für das Topmodell), die aber den Verkaufspreis nur in etwa wiedergeben (Quelle: Taxliste 1955, Franzis- Verlag). Ab 1953/54 erhielten die Geräte die allbekannten Opern- Bezeichnungen mit einer zweistelligen Nummer dahinter, die das Haupt- Produktionsjahr angibt. Ein Othello 57 stammt also aus 1956/57. 1959 wurde dieses System verlassen und von zwei neuen abgelöst. Zuerst zum Zahlencode. Dieses System gilt für die 60er und 70er Jahre (z.B. Globetrotter 8.808 von 1977/78), und für alle Geräte. Das Jahrzehnt zu unterscheiden gelingt leicht. Die Zahl vor dem Punkt gibt das Haupt- Produktionsjahr an. Ein Mambo 1.600 stammt von 1960/61. Leider ist dieses System nicht vollständig konsequent: Der erste Globetrotter trägt die Nummer 4.601, kam aber nach meinen Unterlagen erst 1964. Das Chassis wurde bis 1966 gebaut, die Nummer blieb aber gleich. Die Gründe für die leichten Zeitverschiebungen sind unterschiedlich, gelten aber für alle Firmen: Die Entwicklungsabteilungen können nicht immer auf den Neuheitentermin hin arbeiten, sondern entwickeln das ganze Jahr. Ein fertig konstruiertes Gerät lässt man natürlich nicht liegen. Ferner kann immer ein technisches Problem dazwischen kommen, so dass aus dem geplanten Weihnachtsgeschäft nichts wird. Um nicht alle Unterlagen ändern zu müssen, bleibt es dann meist bei der ursprünglichen Typbezeichnung. Auf den Buchstabencode bin ich mit Hilfe von Nordmende- Unterlagen aus dem Deutschen Rundfunkmuseum Berlin gekommen. Ich bekam eine Liste mit den frühen Kofferradios samt deren Codes. Das erste (Mambo 59/600 von 1958/59) hat noch die Bez. 59. Die Geräte des Folgejahrgangs (Mambo, Clipper, Transita, Minibox) tragen den Buchstaben U vor einer 2- oder 3-stelligen Nummer, leider nur Nordmende- intern, denn die Buchstaben lt. Tabelle wurden erst ab 1960/61 auf die Geräte- Etiketten gedruckt. Tabelle: Code    Baujahr    Interpretation 59          58/59         - U..         59/60         nUll E..         60/61         Eins Z..         61/62         Zwei D..         62/63         Drei Hier endet die Nordmende Liste, aber nicht der Buchstabencode. Weiter decodiere ich wie folgt: V..         63/64         Vier F..         64/65         Fünf S..         65/66         Sechs I..          66/67         sIeben A..         67/68         Acht N..(?)     68/69         Neun (evtl. nicht mehr verwendet) Der Großbuchstabe entspricht also meistens dem Anfangsbuchstaben des ...   More...
 
Nordmende transistor radios in the USA (1960s/1970s) (14.11.2007) Todd Stackhouse  3409/0
(This forum entry is inspired by my recent acquisition of a beautiful Globetraveler IV, which I have added to the Museum.  This model is a personal favorite of mine and has been since I first saw one in a shop window in the summer of 1970.  I gathered many various bits of information on this and other US-version Nordmende radios over the years, and I now offer them here.) Before I start: First, many thanks to Martin Boesch for his help and encouragement, and his excellent Nordmende Globetrotter Web page.  Some of the information I am offering here I have already shared with him, and he has added it to that page. Second, the information I am offering is from many sources over several years, mostly on the Web, and some personal recollections and observations.  It is strictly 'to the best of my knowledge' and is not absolute.  I welcome any and all corrections and/or clarifications. Many of the German radio makers exported models to the USA, and Nordmende was one of them.  The 'Nordmende-Sterling' brand name of tube radios is well-known; the 'Sterling' part was a reference to 'Sterling Hi-Fi', an outfit in New York City that was the exclusive distributor for Nordmende in the USA (and more importantly, for repair parts) into the 1970s. (Further information on this point would be appreciated.) When Nordmende began building transistor radios, they also built US-export versions of those, particularly the early Transita models.  Some of these were also repackaged and sold under the 'Columbia' name ('Triumph III' and 'Masterwork Galaxy' are two examples; the resemblance to the early-60s Transitas is unmistakable).  In the mid-60s, however, things got more interesting.  When Nordmende introduced their 'Globetrotter', in response to the Grundig 'Satellit', they also began exporting a US version of it--and ran into legal trouble in the US for trademark infringement.&nbs...   More...
 
NordMende 1967: 'Hut ab - Der Goldene 20 Charleston' (27.10.2007) Georg Richter  1392/0
"Hut ab" - eine Melodie für alle die flotte Rhythmen lieben. Wir hoffen Ihnen mit diesem Nordmende-Charleston eine kleine Freude zu machen und sind sicher, daß er Ihnen und Ihren Freunden viel Spass bringen wird. Und nun viel Vergnügen mit Illo Schieder und Hans-Uwe Schneider. Ihre NORDMENDE Diese Schallfolie wurde seinerzeit als Beilage in der Fernsehzeitschrift "HörZu" verbreitet, Text...   More...
 
Interessant wo Nordmende seine Gehäuse her bekam (22.07.2007) Sebastian Wilmer  1405/0
Hallo, heute habe ich bei der Reparatur eines Nordmende Fidelio 53 eine interessante Entdeckung gemacht. Das steht unter dem Gehäuse bei den Filzfüßen: Das finde ich sehr interessant das man als Kunde sehen konnte wo das Gehäuse gefertig wurde.
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tbn_nordmendefla.gif tbn_d_nordmende_s1.jpg tbn_d_nordmende_s2.jpg tbn_d_nordmende_kw_fibel.jpg tbn_d_nordmende_programm62_s1.jpg
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