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| Wer oder Was war ARES? (19.09.2007) Wolfgang Eckardt 403/0 |
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In den Mitteilungen der IG "Geschichte der Rundfunktechnik am Technischen Museum Dresden" (ehemalige Vereinigung der Radio-Historiker in der DDR) fand ich im Heft Nr. 26 (2)/1990 einen interessanten Artkel über den Werdegang der Firma ARES. Den möchte ich hier wiedergeben.
WER oder WAS war A R E S ?
Mitte der zwanziger Jahre brannte über dem Lebensmittelgeschäft von Christian Rauch im damaligen Grube Ilse (später Großräschen-Süd) oft bis spät in die Nacht noch Licht. Dort bastelte ein gewisser Arno Reimann Lagenspulen, Flachspulen, Honigwabenspulen, Bleikristall-Halterungen und Abtastspitzen und mit selbsterfundenen Platten-Schiebekondensatoren Detektorempfänger zusammen. Stolz berichtete er manchmal von seinen Empfangserfolgen : Langenberg, Mühlacker und Heilsberg konnte er ständig vorführen, aber als besonderen Leckerbissen schilderte er den Empfang eines amerikanischen Senders auf Welle 526 m , der ihm zweimal geglückt war.
Anfang der dreißiger Jahre bezog Arno Reimann, inzwischen verheiratet, in Sedlitz (an der Eisenbahnstrecke Senftenberg - Cottbus) ein Einfamilienhaus, in dem er alsbald ein Rundfunk-Geschäft eröffnete: "Radio-Reimann".
Da er offensichtlich immer etwas mehr Techniker als Geschäftsmann war, fand er nach dem Kriege sehr bald Mittel und Wege, sich trotz großen Materialmangels nützlich zu machen: aus der ganzen Umgebung brachten ihm die Kunden alte Röhren zum Regenerieren. Teils mittels äußerer Erhitzung (Gasflamme), teils durch elektrische Überheizung wurde alles wieder aufgemöbelt - von der RE034 über RES964 und CF7 bis zur ECL11.
Da in den ersten Nachkriegsjahren außer zaghaften Versuchen von Mende - bzw. Funkwerk Dresden, oder Sachsenwerk und einigen anderen nichts an Rundfunkgeräten auf den Markt kam, packte ihn die Idee, eine eigene Radiofertigung zu beginnen. Nach einer Versuchsserie mit Vierkreisern kam die erste größere Sechskreiser-Serie unter der Firmenbezeichnung ARES = Arno REimann Sedlitz in den Handel.
Etwa zur gleichen Zeit wurde auch die erste Musiktruhe (mit 3 Lautsprechern) vorgestellt, die aber wegen des begrenzten Arbeitsraumes - die "Produktion" erfolgte hauptsächlich in zwei größeren Wohnräumen des Hauses - nicht in Serie gehen konnte. Mit seinem größten Wunsch, in dem benachbarten halb leerstehenden ehemaligen Jugendheim eine moderne Produktionsstätte einzurichten, stieß er bei der um 1950 herrschenden Wohnungsknappheit nur auf taube Ohren.
Mit seinem viel zu frühen Tod in den Jahren 1955 oder 1956 fiel hinter einem kleinen, aber erwähnenswerten Kapitel deutscher Rundfunkentwicklung leise die Tür ins Schloß.
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| Wer kennt diese Radio von Ares? (15.01.2006) Mario Spitzer 417/0 |
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Wer kennt diese Radio und kann mir die genaue Bezeichnung geben? Vielen Dank!
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