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| Firmeninformation Pathé (06.03.2006) Daniel Consales 484/0 |
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Charles Pathé erkennt als erster in Frankreich, dass sich die Erfindung des Phonographen kommerziell nutzen lässt. Gegen 1893 lässt er sich Phonographen aus Amerika kommen und stellt sie zusammen mit seinem Bruder Emile in Frankreich an viel besuchten Orten auf. Die englischsprachigen Walzen finden in Frankreich aber nur wenig Akzeptanz. Daher entschließen sich die Gebrüder Pathé selber Wachszylinder herzustellen. In einem Lokal am Place Pigalle stellen sie ihre Phonographen auf und locken damit viele Zuhörer an. Hier entsteht auch das spätere Warenzeichen „ Le Coq “ (der Hahn) – eine Anspielung auf den „wie ein Hahn krähenden“ Apparat.
1896 entsteht die Gesellschaft „ Societé Pathé Frères “ – und schließlich wird von ihnen in Chateau, einem Vorort von Paris, eine Fabrik eröffnet, in der sowohl Walzen als auch später Phonographen hergestellt wurden. Da sie dabei auch auf die Erfindungen von Edison zurückgreifen, müssen sie zunächst Gebühren an Edison bezahlen. Später kaufen sie dann von Edison alle Patentrechte, die sich auf Phonographen beziehen – und so läuft bereits 1900 die Fabrik auf Hochtouren. Hergestellt werden Walzen und Phonographen.
Bald benötigen sie mehr Kapital und firmieren um zur „Compagnie Générale des Phonographes et Cinématographes Pathé Frères“ , da man das Potenzial des Films erkannt hatte. Ab nun liegt der Schwerpunkt bei Charles Pathé beim Film, während sein Bruder Emile sich weiter mit den Phonographen befasst.
Die Plattenspieler der Firma werden „Pathéophone“ genannt. Entscheidend für den Erfolg dieser Geräte waren u.a. ihre guten Beziehungen zu Elridge R. Johnson, einem Mechaniker, der schon um 1894 für Emil Berliner einen Federmotor entwickelt und im Jahr 1900 eine Gesellschaft namens „Victor Talking Machines Company“ gegründet hatte, die sich bis zum Jahr 1924 zum größten Platten-Unternehmen Amerikas entwickeln sollte.
Im Gegensatz zu Emil Berliners Platten, die in Seitenschrift („ Berliner Schrift „) beschrieben waren, wurde bei Pathé - Platten die Tiefenschrift („ Edison - Schrift “) verwendet. Das erlaubte den Einsatz von Saphir – Kugelstiften anstelle von Stahlnadeln. Die Saphir – Kugelstifte brauchten nicht ausgewechselt zu werden.
Zudem wurden die Pathé – Platten von innen nach außen beschrieben – also genau umgekehrt wie bei Berliner.
Die Platten wurden in den Größen 24cm / 28cm und 50cm hergestellt. Letztere erlaubten bei einer Drehzahl von 150 Umdrehungen/Minute eine lautstarke Widergabe und eine Spieldauer von 4,5...5 Minuten. Zusätzlich begann man mit der Entwicklung einer Platte mit 1,2 Metern Durchmesser.
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| Hinweis zu Pathe-Schallplatten (19.03.2004) Konrad Birkner 389/0 |
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Ergänzend sei angemerkt, daß die Pathe-Platten sich in dreierlei Weise von normalen Platten unterscheiden: 1) Tiefenschrift; 2) 90 U/min; 3) Abtastung von innen nach außen. Die "Nadel" besaß vorne eine kleine Kugel und brauchte nicht gewechselt zu werden (ähnlich wie bei Edison-Phonographen).
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| Die Firma Pathé (13.03.2004) Hilmer Grunert 356/0 |
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Gegen ende des 19 Jahrhunderts stellte die Firma Pathé in Frankreich Grammophone und die entsprechenden Medien dazu her. Die Firma erhielt mehrere Preise für die Qualität der hergestellten Produkte. Die Schellackplatten wurden nach 1900 auch in Belgien Produziert.
http://www.radiomuseum.org/dsp_hersteller_detail.cfm?Company_Id=2001
http://www.pathefilm.freeserve.co.uk/muspathe.htm
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