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1938 errichtete der Unternehmer Peterhänsel in Köppelsdorf nahe Sonneberg ein Werk, in dem etwa 600 Beschäftigte Fallschirme herstellten.
1944 verlagerte er seinen Betrieb nach Bayern und das lettische Radiowerk VEF, dass ab 1941 der AEG unterstellt war, wurde aus Riga in die leerstehenden Gebäude umgelagert. Vor allem Funkgeräte sollten dort gefertigt werden, wozu es aber nicht mehr kam, da viele Züge in den Kriegswirren nicht in Sonneberg ankamen. - Nach Eintreffen der sowjetischen Truppen 1945 begann im August eine einfache Produktion dringend benötigter Haushaltgegenstände.
Die im Herbst 1945 beginnende Demontage wurde Anfang 1946 wieder abgebrochen und das Werk in eine Sowjetische Staatliche Aktiengesellschaft (SAG) umgewandelt, die für Reparationsleistungen produzierte. Daher der komplizierte Firmenname: Elektro-Apparatefabrik Köppelsdorf in der Sowjetischen Staatlichen A.G. der Elektroindustrie "Kabel", Keramisches Werk Hescho-Kahla, Filiale Köppelsdorf.
So entstanden erste Radioapparate aus Wehrmachtsteilen, Lautsprecher und Zubehörteile. Durch den SAG-Status besaß das Werk eine Reihe von Privilegien in der Materialbeschaffung, die nach Übergabe an die DDR am 1. Mai 1952 (VEB Stern-Radio Sonneberg) wegfielen, was sich deutlich in der Ausstattung der Geräte ab 1952/53 bemerkbar machte. Köppelsdorf war inzwischen als Sonneberg 3 eingemeindet.
Weitere Geschichte siehe Stern-Radio Sonneberg, VEB.
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