|
|
|
As a member you can upload pictures (but not
single models please) and add text.
Both will display your name after an
officer
has activated your content, and will be
displayed under «Further details ...» plus the
text also in the forum. |
| |
|
| Name: |
Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
(D)
|
|
| Abbreviation: |
siemens |
|
| Products: |
tubes model-types others
|
|
| Summary: |
Das aus Siemens, AEG und deren vor allem als Marketing-Firma Telefunken bestehende «Trio» hat 1928 einen maximalen Marktanteil von 36,6%. Obwohl nur ein kleinerer Teil auf die Marke Siemens fallend, baut Siemens in Deutschland vor dem Krieg wegen der Produktion der Telefunken-Modelle absolut und mit Abstand die meisten Rundfunkgeräte.
1847: Gründung als Telegraphen-Bau-Anstalt Siemens & Halske AG, Berlin;
1958: Siemens-Elektrogeräte GmbH, Berlin.
Radios: 1923 bis 1979.
|
|
| History: |
Aus Radiokatalog Band 1:
Werner Siemens (1816-1892) und Johann Georg Halske gründen 1847 an der Schöneberger Strasse in Berlin die S&H und sind mit ihren Zeiger- und Drucktelegraphen bald führend im Telegraphenbau. Nach einigen Jahren sind S&H auch in Grossbritannien und Russland tätig. Seekabel, Dynanomaschinen, Starkstrom-, Eisenbahn- und Strassenbahntechnik bilden sich zu weiteren Standbeinen. Werner Siemens gelangt 1888 in den Adelsstand (von Siemens). Ein früher Einstieg in die Röntgentechnik und dann auch in die Funktechnik ist erfolgreich; das Unternehmen arbeitet auf dem Gebiet der Funktechnik mit Prof. Ferdinand Braun zusammen. 1903 übernimmt das Unternehmen die Elektrizitäts-AG, vormals Schuckert & Co. und schliesst es mit den Starkstromabteilungen von S&H zur Siemens-Schuckertwerke GmbH zusammen (ab 1927 AG).
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges beschäftigt S&H ca. 23'000 Mitarbeiter. Sitz und Hauptfabrikationsstätte ist dann Berlin-Spandau, an der Nonnendammallee.
Zur Zeit des Ersten Weltkrieges stellt das Unternehmen auch Sender und Empfänger her.
Ab 1919 übernimmt der Sohn, Carl Friedrich von Siemens (1872-1941), den Vorsitz im Aufsichtsrat von S&H. Zu Beginn der Röhrentechnik ist Siemens mit Walter Schottky in Deutschland an vorderster Front und produziert ab 1920 im «Siemens-Osram-Werk» die Telefunken-Röhren. Telefunken gehört vor dem 2. Weltkrieg zu je 50 % Siemens und AEG.
Wie von verschiedenen anderen Firmen, gibt es auch von Siemens einen «D-Zug», der mit dem Messteil Rfms3 sogar vierteilig werden kann. Ein besonderes Gerät bringt Siemens 1929 mit dem Rfe32/Rfe33 (spätere Bezeichnung 40W/134 bzw. 40W/604) heraus. Es bestreicht den Bereich von 200-2000 m ohne Wellenbereichsumschaltung, da mit dem Drehkondensator ein Variometer gekoppelt ist. Spätere Typen rüstet S&H zur Betonung mit einer halbrunden «Riesenskala» aus. Es sind die Typen 21, 31 und 41 von 1930/31 und 32, 33 und 35 von 1931/32 [638756].
1933/34 hat Siemens einen Marktanteil von 6,82 % und liegt damit nach Telefunken (17,36 %), SABA (10,85 %) und Mende (10.08 %) an vierter Stelle, gefolgt von Blaupunkt, Nora und Seibt. Die Telefunken-Produktion mit eingerechnet, ist Siemens mit Abstand Marktleader.
Technisch baugleiche Modelle in anderem Design verkaufen Telefunken, AEG und S&H - wie z.B. 1933/34 den «Telefunken-330-Nauen» bzw. «AEG-303» als «Siemens-36» oder 1934/35 den «Telefunken-332-Meistersuper», einen Super-Reflex, bzw. «AEG-Geatron-34» als «Siemens-37». Zusammen erreicht «das Trio» 1928 einen maximalen Marktanteil von 36,6 %. Das Minimum an Marktanteil findet sich für 1934 mit 18,5 %. Eine Zusammenstellung von baugleichen Geräten zwischen AEG, Siemens und Telefunken findet sich in [638651]. Ca. 1935 übernimmt Siemens-Schuckert (SS) die Nora-Werke und lässt unter Nora weiterbauen. 1937 baut Siemens das «Wernerwerk Arnstadt» in Thüringen und fertigt dort u.a. auch Rundfunkgeräte. 1941 verkauft Siemens ihre Telefunken-Anteile an AEG. 1943 zerstört ein Luftangriff die «Wernerwerke Berlin» und eine Belegschaft von etwa 400 zieht nach Arnstadt. Bei Ende des Krieges beschäftigt Siemens um die 200'000 Personen [DRM93].
Nach dem Krieg lebt der Bau von Rundfunkgeräten in Erlangen (Erl) und Berlin (Bln) schnell wieder auf. Ein Kuriosum bildet ca. 1947 der «Berlin-Stecker»: Dieser runde Stecker für das Lichtnetz enthält zwei Buchsen (T) für einen Kopfhörer sowie eine Buchse (E) für die Erde. Im Gerät befinden sich ein Trennkondensator von 200 pF (1500 V Spannungsfestigkeit und gleichzeitig als Reihen-C verwendet), eine Empfangsspule aus ca. 35 Windungen (22 bzw.24 mm Durchmesser x 5mm mit 0,2 CuLS), ein Sirutor und ein Kondensator von 1nF parallel zum «Telefon». Beim Sirutor - einer Markenbezeichnung von S&H - handelt es sich um einen speziell für HF entwickelten Kupferoxydul-Gleichrichter. Die Eigenkapazität ist trotzdem sehr hoch. Die meisten dieser Geräte sind auf den damaligen Berliner Ortssender (841 kHz) eingestellt, andere zumindest auf Hamburg oder Bremen [638757].
1947 realisiert Siemens neue Fertigungsstätten in Heidenheim (Hdn) und Karlsruhe (Khe). Eine Tabelle der Nachkriegsproduktion nach Werk geordnet und eine Firmenkurzgeschichte, beides verfasst von Jürgen Hormuth, findet sich in [639388]. 1949 betreibt Siemens wieder Sendertechnik, Studiobau, Empfängerbau, Antennenbau und die Herstellung der dafür benötigten Messeinrichtungen z.B. Prüfsender, Röhren-Messgeräte, «Multizet»-Instrumente. Dazu kommen elektroakustische Geräte und Anlagen. In Heidenheim entstehen auch Bauelemente wie Kondensatoren und Widerstände. Berlin-Siemensstadt und Werk Karlsruhe ergänzen sich im Rundfunkapparatebau, wobei die Kammermusik-Serie entsteht [664905]. Ab 1952 entwickelt und produziert Siemens Rundfunkgeräte nur noch in Karlsruhe. 1958 konzentriert sie die Radioproduktion durch Gründung der Siemens-Elektrogeräte GmbH in Berlin und baut in Karlsruhe keine Radios mehr. Von 1954 bis 1957/58 entstehen in Karlsruhe auch acht Modelle von Fernsehgeräten.
1966 schliessen sich S&H und die Siemens-Schuckertwerke AG zur Siemens AG zusammen. Ab 1966 gibt es mehr und mehr Geräte von Körting, die der Konzern als Siemens verkauft. Ab Ende der 60er Jahre stellt Siemens die eigene Radioproduktion vollständig ein und verkauft Siemens-Geräte, bis 1979 hauptsächlich von Körting und einige von Blaupunkt hergestellt [6-158]. Siemens beschäftigt Anfang der 70er Jahre in 14 deutschen Zweigniederlassungen mehr als 300'000 Personen und unterhält in 38 Ländern Auslandsgesellschaften. Dennoch: Die Unterhaltungselektronik hat für Siemens praktisch keine Bedeutung mehr.
Typenbezeichnungen bei S&H:
Bis zum Jahre 1929/30 erhalten die Rundfunkempfänger (Rfe) eine fortlaufende Typen-Nummer, gefolgt von Zusätzen, wenn es sich um Abwandlungen bestehender Geräte handelt. Leider vergibt Siemens für gewisse Modifikationen auch eine neue Nummer. Rf gefolgt von einem Buchstaben bedeutet:
b = Batterie
h = Kopfhörer
l = Lautsprecher
sp = Spule
v = Verstärker
z = Zubehör
Das alte Schema führt bis zur Nummer 39, obwohl grundsätzlich nur 11 Typenlinien entstehen. 1927 kommt mit dem Rfe 16 frühzeitig eine Empfänger-Lautsprecher-Kombination auf den Markt. Ab 1928 (Nr. 24) führt das Unternehmen zusätzlich eine neue Bezeichnung ein.
Ab 1930 besteht die Kennzeichnung aus einer zweistelligen Zahl, deren erste Ziffer der Anzahl Röhren - ohne Gleichrichterröhre - entspricht. Die zweite Ziffer bedeutet die Ausführungsform. Je nach Stromversorgung kommen die Buchstaben W, G oder B dazu. Weist das Gerät einen Lautsprecher auf, zeigt dies ein zweiter Buchstabe L an, wobei dieser bis 1930 vor der Nummer, danach als letzte Kennung erscheint. Einige Modelle, wie den «5-Röhren-Neutro-Empfänger Rfe37», tauft S&H - im erwähnten Fall zu 51G [638650] um.
1935 führt Siemens ein neues Kennzeichnungssystem ein [638541].
Siemens in Ostdeutschland:
Das Siemens-Werk Arnstadt arbeitet nach dem Krieg kurzzeitig als Siemens Radio weiter, dann als SAG Isolator. 1945/46 entsteht als erstes Gerät Modell S52W (ex S13), ab 1946 S522W genannt oder mit sowjetischen Oktalröhren als S52WR und 1946-48 als S521WR bezeichnet. Ausserdem gibt es eine Abteilung «Fernsehinstitut Arnstadt», die um die Jahreswende 1947/48 ca. 1000 TV-Geräte für die Sowjetunion baut und wohl an der Entwicklung des «T2 Leningrad» mitwirkt.
Ab Oktober 1948 nennt sich das Unternehmen VEB Fernmeldewerk Arnstadt. Dieser «Volkseigene Betrieb» fertigt nebst Fernsprechwahlämtern etc. bis 1949/50 Rundfunkgeräte in wenigen Modellen. Später heisst der Betrieb VEB Nachrichtenelektronik Arnstadt und nach der Wende Alcatel SEL RFT. Das Werk produziert vor allem Vermittlungszentralen
|
|
| |
|
|
|
|
Some models:
|
|
| [rmxhdet-en] |
Further details for this radio
manufacturer by the members (rmfiorg):
| SIEMENS in CHINA (26.01.2004) Konrad Birkner 1090/0 |
|
Am 1.1.1904 eröffnete Siemens ein Technisches Büro in Shanghai, ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Hamburger Chinahaus Mandl&Co. Ab 1910 war Siemens eigenständig als "Siemens China Electrical Engineering Co.", später als "Siemens China Co.".
Es war Vertrieb mit Büros und Werkstätten mit einem guten Dutzend deutscher Ingenieure. Dies ging bis zum 1.Weltkrieg, dann waren Lieferungen aus Deutschland nicht mehr möglich. Die Büros in Peking und Shanghai hielten sich mit Lagerverkäufen ,Reparaturen und Verwendung ausländischer Fabrikate über Wasser.
1919 wurden alle Deutschen repatriiert ,das Geschäft lief aber inoffiziell weiter (unter anderem Namen) durch ausländische Mitarbeiter, chinesische Freunde und einige deutsche Ingenieure im chinesischen Staatsdienst.
1921 Neugründung der "Siemens China Co." unter Beteiligung chinesischen Kapitals. Joint Ventures über ein Kraftwerk sowie eine "Scheinproduktion" in China. Geschäft übertraf bald den Vorkriegsstand, dann aber Rückgang durch Bürgerkrieg und Weltwirtschaftskrise. Die Blütezeit 1935-37 endete abrupt durch den japanisch-chinesischen Krieg und den 2.Weltkrieg.
Das in China immer sehr wichtige Firmenlogo ergibt sich aus der phonetischen Kanshi-Schreibweise: Hsi-Men-Tze = Siemens, was durch einen glücklichen Umstand in der Silbenbedeutung: Westen-Tor-Sohn = "Der Sohn, der durch das Tor des Westens hereinkam" hieß. So etwas genoss hohes Ansehen.
Siehe auch: unbekannt: ; 4-Röhren-Empfänger SIEMENS China ?
|
| |
|
|
|
|