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History of the radio manufacturer Braun; Frankfurt


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Name: Braun; Frankfurt    (D)    
Abbreviation: braun  
Products:  
Summary: Den Radiohersteller Braun AG gibt es erst ab 1933. Ab 1954 beschäftigt Braun externe Top-Designer wie Hans Gugelot, Dieter Rams (später Dr. h.c. Dieter Rams) und die Werkstätten Thun in Jettingen. Das sogenannte Braundesign hat bis Anfangs der 70er Jahre grossen Erfolg.

1921: Max Braun (oHG), Frankfurt a.M., Idsteiner Str. 91
1925 (ca.): Max Braun, Fabrik für Rundfunk-Neuheiten
1929: Radios unter Zusammenarbeit mit Carl Sevecke als Bauerlaubnisnehmer
1933: Radio-Bauerlaubnis
1961: Braun AG
1967: Gillette übernimmt
1981: Braun Electronic GmbH, Kronberg/Ts.
1987: Unter ADS.

Radios: 1929 bis 1990.
 

 
Founded: 1921
Radioproduction: 1923 - 1990
History:

Aus Radiokatalog Band 1:

Der Maschinenschlosser W. Max Braun, geb. 1890, ist eigentlich ein Tüftler. 1921 gründet er die Max Braun oHG, Werkstatt für Apparatebau, Frankfurt a.M. und entwickelt einen Treibriemenverbinder «Trumpf». Damit hat er kommerziellen Erfolg.

1923 [DRM/AV 1992] bringt Braun eine spezielle Detektorkonstruktion «Trumpf-Walzendetektor» auf den Markt. Gemäss «kleeblatt radio 1996 Nr. 18-6» kommt dieser Detektor erst 1925 heraus. Dank Erfolg auf diesem Sektor erweitert Braun den Firmennamen mit «Fabrik für Rundfunk-Neuheiten». Die Firma ist auch Mitglied des Verbandes der Funkindustrie und fertigt ab 1926 zahlreiche Bauteile wie Röhrensockel, Skalenscheiben, Sperrkreise, Stecker und Transformatoren. Es kommen Plattenspieler-Elemente dazu und 1929 ein Kraftverstärker.

Ende der 20er Jahre übernimmt Braun die Firma Sevecke und benutzt sie als «Bauerlaubnisnehmerin». Dabei gelingt es Braun, auf der Funkausstellung 1929 erste «eigene» Geräte vorzustellen. Allerdings findet er noch keine Aufnahme in die Kataloge (Web, Schnorr). 1932 gibt es Auslandsvertretungen in Holland, Frankreich, Schweiz, Spanien und Tunis. Braun beginnt auch in England und Belgien zu produzieren.

Bis 1933 baut Braun auch für den Namen Sevecke. Ab dann tritt Braun nur noch unter eigener Marke auf und ist auch in den Katalogen vertreten. Ab 1936 macht sich die Firma mit frühen Kofferradios einen Namen. Auch der Einbereichsuper 137 [FS3701] von 1936-38 ist erwähnenswert.

1939 beschäftigt Braun ca. 970 Mitarbeiter. Bis 1943 entstehen Philips-Nachbauten und Exportgeräte; bis 1944 ist auch das Truppenbetreuungsgerät im Programm.

1944 vernichtet ein Feuer das Werk I völlig, während Werk II nach dem Krieg etwa zu drei Vierteln zerstört ist. Die erste Nachkriegsproduktion besteht aus Handlampen «Manulux», die Braun nebst Funksteueranlagen und Funkgeräten schon während des Krieges herstellt.

Erst ab 1948 kann Braun wieder Radios bauen. 1949 beträgt die Belegschaft etwa 400 Mitarbeiter [534905]. Ausser Radios und zwei Musiktruhen entstehen Tonabnehmer, Phonochassis, Tischplattenspieler [479] und die ab 1940 fabrizierten Handdynamotaschenlampen «Manulux», von denen Braun bis im Mai 1949 ca. 1,5 Mio. Stück absetzt. Auch Elektro-Haushaltgeräte und ein preiswerter elektrischer Rasierapparat gehören ab 1950 zum Fabrikationsprogramm [664905]. Der Braun-Rasierer ist besonders erfolgreich.

1950 löst der moderne Reiseradio «Piccolo 50» mit den 90er-D-Röhren den Kofferempfänger 449D mit Stahlröhren, ein Nachbau des BSK441, erfolgreich ab. «Piccolo 50» gibt es auch mit den Röhren X17, ZD17, 2xW17, N17 - Vergleiche Mod. 66BX von RCA ... 1951 beträgt der Umsatz 14 Mio. DM; am 6. November 1951 stirbt Max Braun unerwartet.

Die Söhne Erwin und Arthur Braun sowie ihr Chefdesigner Dr. Fritz Eichler führen 1954 mit externen Top-Designern wie Hans Gugelot (1920-1965), z.B. für PK-G und SK4, und Dieter Rams, z.B. für «atelier» die Marke zu Welterfolgen. Rams erhält später einen Ehrendoktor. Die Gehäuseformen der Musikschränke MS1 und MS2 sind von den Werkstätten Thun in Jettingen gestaltet. Obwohl Fachkreise dieses neue Design, das die Technik nicht in ein Möbel versteckt, skeptisch betrachten, kommt dieser Stil bei der Käuferschaft sehr gut an. Vor allem das Modell SK4, das keine Erinnerung an ein «Tonmöbel» weckt, ist 1956 der Erfolgsträger. Der durchsichtige Plexiglasdeckel hat ihm den Übernamen «Schneewitchen-Sarg» eingebracht. Die Arbeit für Braun von Gugelot, der in Lausanne und Zürich Architektur studierte und z.B. 1950 legendäre Möbelentwürfe für «Wohnbedarf Zürich und Basel» geschaffen hat, ist auch im «Museum for Modern Art» in New York zu betrachten [DRM].

1967 beträgt der Umsatz bei 5700 Mitarbeitern 276 Mio. DM. Am 19. Dezember erwirbt die Gillette Company, Boston, die Kapitalmehrheit. Sie pflegt das Braun-Design weiter. Allerdings finden sich im «Handbuch des Rundfunk- und Fernsehgrosshandels 1972/73» [542] nur Phono- und Tonbandgeräte, z.B. TG1000. Im nächsten und folgenden Katalog lassen sich eine ganze Familie neuer Hi-Fi-Design-Geräte für das Heim finden. 1977 setzen 8500 Mitarbeiter 800 Mio. DM um.

1981 übernimmt Bosch den hochspezialisierten Fotobereich und Gillette teilt den HiFi-Bereich mit Analog & Digital Systems (ADS), Boston. Dr. Godehard A. Günther ist für diesen Bereich zuständig und gründet dafür die Braun Electronic GmbH, Kronberg/Ts.

1987 fällt der Entscheid, dass die zukünftigen Produkte die Marke ADS tragen sollen [638756]. 1989 und 1990 bringen trotz Auflage der «Last Edition» mit speziellem Marketing Millionenverluste. 1990 stellt das Unternehmen die Produktion von Rundfunkgeräten - wohl als letzter Betrieb in Deutschland - nebst Felix Schneider - ein. Schneider allerdings, der erst ab 1972 Rundfunkgeräte fertigt, baut ab 1990 umsomehr Fernsehgeräte.

     

Some models:
Ctry  Year  Name  1st Tube  Notes
76  output compact (c)     Braun output compact, 2-Wege-Lautsprecherbox mit extrem kleinen Abmessungen. Massives Alum... 
57  Phonosuper SK4/1a   ECC85  Weiss lackiertes Metallgehuse mit Seitenteilen aus Holz (Rster-Furnier [Ulme]) und Acrylgl... 
52  Piccolo P51 (DL41)  DK40  Siehe auch Braun 65 – 68 Studio-Lautsprechereinheit L700     Braun Studio-Lautsprechereinheit L700.
Lautsprecher: Ein 25 cm Tief-Mitteltner und ei... 
42  6742W     Auch als Allstromgert und Phonosuper(GW) angeboten 
42  5642 GW     PhonosuperAuch als Wechselstromgert unter 5642W angeboten. 
42  5642 W     PhonosuperAuch als GW-Ausfhrung angeboten 
42  6742 GW     PhonosuperMittelsuperAuch als Radio ohne Phonoteil erwhnt 
58 – 61 MM 4A-8U Stereo (MM4A-8U) Ch =...  ECC85  This Braun model MM 4A-8U Stereo 01 is a later export version of the "Musikschrank MM4" wi... 
35 / 36 Trumpf 530   RENS1284  Preis ohne Rhren. Rhren extra RM 32.- 
85  C2     Cassettenrecorder mit 2-Motoren, Dolby B + C, Bandsorten-Umschaltung. 
85  P4     Mikroprozessorgesteuerter Vollautomat mit Moving-Coil Tonabnehmersystem Braun mc 2-E.

[rmxhdet-en]

Further details for this radio manufacturer by the members (rmfiorg):

D-Braun-Reklame_1934_tbn_0.jpg tbn_d_braun_max_braun.jpg tbn_d_braun_artur_und_erwin.jpg tbn_d_braun_logo.jpg tbn_logobraun.jpg
tbn_braunpiccolo50.jpg tbn_tbn_braunempfngerserie195051.jpg tbn_d_firmenlogo_braun_frankfurt.jpg tbn_d_braun_logo1_1938.jpg tbn_d_braun_logo_1938.jpg

 
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