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Georg Schön
D Articles: 274 Schem.: 10 Pict.: 19 06.Jul.05 18:29 |
aeg: E01/100/2Z; Oszillograph
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Unter Bemerkung, Gehäuse hellgrauer "Schrumpflack" ist eine Kreation von Moderator(en). Ich hatte Runzellack eingegeben, das weiß aber wohl ein Moderator besser als ich. Meiner Forderung, alternativ meinen Namen zu entfernen, wurde auch nicht entsprochen. Da ich mir solch laienhafter Terminologie nicht in Zusammenhang gebracht werden will, muß ich mich auf diesm Weg distanzieren. Grüße Georg Schön |
Konrad Birkner
D Articles: 1424 Schem.: 218 Pict.: 1222 06.Jul.05 22:33 |
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In der mir zugänglichen Literatur finde ich augenblicklich nur Schrumpf- und Kräusellack, die mit Wrinkle oder crackle finish übersetzt werden. Runzellack ist mir weder bekannt noch kann ich den Begriff finden. Dem Anschein nach liegt die Laienhaftigkeit wohl anderswo. Also, was soll das ??? KoBi This article was edited 06.Jul.05 22:34 by Konrad Birkner . |
Wolfgang Eckardt
D Articles: 760 Schem.: 798 Pict.: 1734 06.Jul.05 22:49 |
Runzellack = Schrumpflack
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Jeder hat Recht .... This article was edited 06.Jul.05 22:55 by Wolfgang Eckardt . |
Ernst Erb
CH Articles: 3478 Schem.: 4293 Pict.: 4824 06.Jul.05 23:53 |
Schmunzellack wäre besser ...
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Per eMail wurde ich auf diesen Thread aufmerksam gemacht. Ich schlage dazu folgendes vor: Wenn in der Literatur zu jener Zeit wirklich Runzellack vorkommt - z.B. auf einem Prospekt des Gerätes oder in einem Katalog, dann hat Herr Schön natürlich Recht. Dass es heute und besonders im Internet den Ausdruck Runzellack gibt ist klar, doch darauf nehmen wir NICHT Rücksicht. Mit Runzelkorn nennt man z.B. einen Fotografischen Effekt, doch Runzellack ist für mich Schmunzellack - bis mir das Gegenteil aus jener Zeit bewiesen ist. Mit anderen Worten: Wir sollten uns an die Terminologie der Zeit halten und nicht moderne Begriffe (für das nicht sachkundige Massenpublikum) nehmen, wenn andere in der damaligen Zeitliteratur genannt wurden. Wir müssen hier zudem differenzieren. Radios von gestern Seite 293: Auf Metall erzielt man Strukturlacke wie Kräusellack, Schrumpflack, Reisslack oder Hammerschlaglack (kommerzielle Geräte nach dem Zweiten Weltkrieg) oder maschinell hergestellte, kreisförmige Flächen auf Aluminium oder Hartgummi. S. 303: Strukturlacke: Lacke besitzen normalerweise eine plane, mehr oder weniger glänzende Oberfläche. Eine gewisse Rauheit ist durch Beimengen von feinstem bis grobem Sand in Form von Quarzstaub zu erreichen. Um Sandansammlungen - z.B. beim Pinselansatz - zu vermeiden, streicht man eine Schicht ohne Staub, streut mit einem Sieb ab einer gewissen Höhe Staub auf die gestrichene Fläche und streicht nach dem Trocknen wieder ohne Sand. Unter dem Namen Strukturlack kann man verschiedene weitere Lacktechniken zusammenfassen: Hammerschlaglack: Die besondere Struktur kommt durch zwei Flüssigkeiten zustande, die sich nicht mischen. Heute erfolgt dies durch Beimengung von Silikon. Das Resultat sind Pigmentkrater, die wie Fettaugen auf einer Suppe aussehen. Normalerweise brennt man den Lack ein. Korrekter Hammerschlaglack ist mit eigenen Mitteln schwer herstellbar, ausser er besteht aus schwarzer Farbe. Zumindest für den meistgebrauchten schwarzen Hammerschlaglack gibt es im Fachhandel Spraydosen mit lufttrocknender Farbe. Schrumpflack: Durch zweimaliges Spritzen oder Streichen des gleichen, aber besonderen Lacks erzielt man diese Oberfläche, die auch Kräusellack heisst. Sie weist eine feinere, schärfere Struktur mit unregelmässigeren Formen als Hammerschlaglack auf. Reisslack: Bei dieser Technik spritzt man eine schnell trocknende Schicht Farbe auf eine langsam trocknende, sodass die obere Schicht aufreisst. Oft sind die Risse als Patina dunkel gefüllt. Dazu streicht man mit einem Stück Baumwolltuch dunklere Farbe ein und wischt die Oberfläche sauber. Meine Texte sind nicht sakrosankt - aber gute Argumente mit Beweisen (aus der Zeit) müssen schon her, wenn man etwas anderes bringen will. Nachtrag: Den genannten Text findet man auch gratis im RMorg, wenn man den Begriff Schrumpflack in den SEARCH eingibt ... This article was edited 06.Jul.05 23:57 by Ernst Erb . |
Ernst Erb
CH Articles: 3478 Schem.: 4293 Pict.: 4824 01.Apr.06 07:32 |
Bravo, Sachlichkeit betont
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5
Hier ist nun das Thema mit guten Beispielen sachlich erklärt und ausgebreitet. Danke den Mitgliedern, die Verfahren und Ausdrücke belegen, wenn sie anderer Meinung sind und nicht einfach behaupten. Jetzt wissen wir bezüglich Strukturlacken, dass die Verfahren (da Hitze, Einbrennung) und dann auch Namen (zwei Komponenten-Verfahren) stark verändert haben, zeigen Beispiele aus unseren Beständen zum Vergleich, aktuelle Beispiele von Neulackierungen und die Ermahnungen bezüglich Originalität. Das ist nun eine "runde Sache" und ergänzt "Radios von gestern" sehr gut. Danke für diese Musterarbeiten durch Martin Renz und Lutz Jänicke. Wir sind am Ziel. |
Ernst Erb
CH Articles: 3478 Schem.: 4293 Pict.: 4824 13.May.06 13:37 |
Praxis der Bezeichnungen
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6
Das Thema ist eigentlich erklärt, doch hatte mir Konrad Birkner nachträglich eine Arbeit zugestellt, die ich bis jetzt pendent hielt und nciht einfach löschen möchte. Ich bin gerade am Räumen ... Hier das Ergebnis seiner Untersuchung: Ich hab ein wenig nach Runzel-, Schrumpf- und Kräusellack durchgeforstet und bin auf folgende Stellen gestossen:
Grosshandelskatalog 1951/52 p.136: Telefunken Autoradios ...Schrumpflack
Grosshandelskatalog 1952/53 p.116: Krefft Autoradio....Schrumpflack
dito p.122: Wündsch, Omnibusanlage....Schrumpflack
dito p.159ff Teladi....Kräuselbrennlack
Grosshandelskatalog 1953/54 p.124ff Telefunken Autoradios ....schrumpflackiert
dito 1953/54 p.143ff Pinternagel WV10 ....Hammerschlaglack
Handb.d.dt.Rdfk.handels WDRG1939/40 p.142 TelefunkenV410/1....Schrumpflack
Eine Firma erwähnt also Kräuselbrennlack, sonst nur Schrumpflack, aber der Runzellack ist nirgends vertreten. Zumindest ab 1953 findet man auch Geräte mit Hammerschlaglackierung. Mit dieser Zusammenstellung kann man leicht Vertreter mit Strukturlacken finden.
Es sind 14 Betriebe (Gelbe Seiten und örtlich), wovon ich10 erreichte. Ich fragte, ob die Begriffe Schrumpf-, Kräusel- und Runzellack geläufig seien. Ergebnis: den Kräusellack kennt 1; 2 weitere haben das schon mal gehört den Runzellack kennen 5; den Schrumpflack kennen 9: Übereinstimmend wurde Schrumpflack als Standardbegriff genannt, vor allem von Älteren, die vor 1970 die Berufsfachschule besucht hatten, während Runzellack später datiert, als neuerer Begriff angesehen wird. Kräusellack scheint sich in (Ober-)Bayern wohl nicht durchgesetzt zu haben." |
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