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Ernst Erb
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Für die Radioentwicklung ab 1929 rücken zwei Probleme in den Vordergrund: Fading, sehr unterschiedliche Lautstärke der empfangenen Sender einerseits und Kreuzmodulation. Allerdings auch die Abschirmung (Panzerung) wegen höherer Verstärkungsleistungen der Tetroden im HF-Teil. Im Zusammenhang mit Recherchen über die Radio-Entwicklung in den USA habe ich auch etwas in Deutschland recherchiert, um einen Vergleich anstellen zu können. Man übernimmt dann auch hier zuerst das Wort Fading als "Fadingausgleich", später auch AVC bzw. Automatic Volume Control, was man "drüben" so ab den 40er Jahren AGC = Automatic Gain Control nennt. Das ist technisch korrekter und das Publikum schert sich nicht mehr darum, denn es weiss schon gar nicht mehr um die Probleme, die man vorher hatte: Es ist kein Marketingargument mehr. Technische Entwicklung in Deutschland dazu: Gezeigt wird ein "Rahmenempfänger mit 5 Röhren und 2 Kreisen", wobei in der Anodenspannungszuführung zur ersten Röhre (Tetrode) von 200 Volt ein Milliamperemeter in Serie mit einer Drossel sitzt. Man verwendet also auch eine Feldstärkeanzeige. Auf der gleichen Seite gibt es übrigens einen einfachen Bauvorschlag für das Trautonium von Dr. Trautwein. Ein Jahr danach führen praktisch alle Spitzengeräte der deutschen Hersteller "autom. Lautstärke- und Fading-Regulierung". Auch die Tonblende bzw. der Klangregler ist dabei ein Thema. Die V- und Trommelskalen werden oft von Halbkreis-Skalen mit Stationsnamen abgelöst, vereinzelt auch mit Bandskalen im Querformat (horizontal = Siemens) oder Hochformat (vertikal, AEG/Telefunken). Die folgenden Firmen stellen im Prohaska-Katalog 1932/33 Modelle mit automatischer Fadingregulierung bzw. "automatische Lautstärke- und Fadingregulierung" vor (ich verlinke meist nur EIN Modell; normalerweise gibt es auch nur eines - in den versch. Ausführungen mit/ohne LS und Netzart): Siehe eine Beschreibung der positiven AVC bzw. AGC am Beispiel von SABA 520WL durch Hans M. Knoll. Die Grundlagen zur AVC: Das Grundpatent von Harold A. Wheeler, eingereicht am 8. Dezember 1927 zeigt:
Das ist nicht Wheeler's erstes Patent (siehe z.B. 7. Juli 1927) und er ist auch nicht der einzige (Espenschied, Bowen für Bell 1921), doch hat er die praktische Entwicklung möglich gemacht. Natürlich folgen einige weitere Patente dazu und vor allem auch Umgehungspatente, doch gilt Wheeler als Erfinder von "Radio Volume Control". Durch andere Schaltungen und später durch Verbesserungen der Röhren (bessere Steuerwirkung) entfällt die separate Fadingröhre zur Steuerung der Regelröhren. Diese zeigt Wheeler hier als Relais. This article was edited 31.Aug.09 18:23 by Ernst Erb . |
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Für diese ersten Empfänger mit automatischer Fading-Regulierung bzw. "vollautomatischen Lautstärkeregelung" hat man unterschiedliche Schaltungsprinzipien verwendet, die sich vor allem bei der Gewinnung der Regelspannung zeigen. Ich arbeite eigentlich an einem Beitrag über die ersten Abstimmanzeigen - und da spielt die AVC ebenfalls eine Hauptrolle. Darum lade ich gerne jemand ein, hier als Folgepost die verschiedenen Anwendungen bei den obigen Empfängern zu erklären, d.h. diese danach zu gruppieren - mit und ohne zusätzliche Röhre zur Gewinnung und dann die unterschiedliche Art und Weise der Gewinnung. Damit nicht mehrere Autoren am Gleichen arbeiten, bitte ich um ein eMail, wenn sich jemand darum kümmern möchte. Hier danke ich auch Konrad Birkner, der mir per Skype einige Unklarheiten erklärte - es gibt z.B. den Lange Imperator L70T in alter Version mit RENS1204 und in neuer mit RENS1214. Da gibt es für mich noch einen Widerspruch, denn der "neue L70T" wurde für die Zeit ab 1935 angelegt, der Prohaska-Katalog zeigt ihn aber 1932 (nur) mit 3 Mal REN1214, was natürlich RENS1214 heissen sollte. Ich lasse die "falsche Verlinkung" oben bis wir das geklärt haben. Da habe ich aber noch eine zweite Bitte: Wer hat den Prohaska-Katalog (gibt es als Nachdruck) und würde zumindest für die oben aufgeführten Geräte den Katalogtext eintragen? Ein Beispiel habe ich mit dem Mende 230W angefangen, dem Roland 5L von Seibt (da bin ich noch etwas weiter gegangen und werde das auf weitere Modelle legen 5) und mit dem Eswe 335 von Sachsenwerk. Leider habe ich noch eine dritte Bitte: Ich bin an einer Arbeit, in der ich die auf US-Modellen aufgeführten Patentnummern auf die Ansprüche hin überprüfe und das in einer Excel-Liste veröffentlichen will. Dazu habe ich leider erst 1932 und 1934 je ein Mal abgedeckt. Ich suche also weitere Bilder oder Scans dazu - und vor allem das Gleiche für Europa, speziell Deutschland. |
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