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Erneuerung des NDR-Sendemastes Steinkimmen beginnt im Sept.

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Hans-Werner Ellerbrock
 
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23.Aug.15 17:07

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Wie bereits im Rahmen einer Gästeführung im Sendehaus des NDR in Steinkimmen / Oldenburg berichtet, wird in Kürze mit dem Neubau eines Antennenmastes begonnen.

Wie die Nordwestzeitung in der Ausgabe vom 21.Aug. 2015 auf S.40 berichtet, ist die Baustraße zum Bauplatz bereits fertig gestellt.

Zuerst werden ab Sept. 2015 die Fundamente für die Abspannseile und den eigentlichen Turm hergestellt. Ab Frühjahr wird dann mit der Mastmontage begonnen. Er ist als Gittermast mit 2,2m Kantenlänge geplant und wird eine Gesamthöhe von 285m erhalten.

Nach der Fertigstellung Ende 2017 werden dann die "Programme" nach und nach auf die neuen Antennen umgelegt.

Der alte, 60 Jahre alte Mast, eine Stahlrohrkonstruktion von 2m Durchmesser hat eine Höhe 305m. hat Seine Reichweite, die auch die neue Antennenanlage liefern soll, beträgt ca. 100 Km.

Der bisherige "Fernsehturm", wie er im Oldenburger Land genannt wird, erfüllt nicht mehr in statischer Hinsicht den Anforderungen. Ein Rumpfstück soll nach dem Abriss als Denkmal erhalten bleiben.

Im Anhang der vollständige Zeitungsbericht. Die Veröffentlichung hat Frau Gaby Schneider-Schelling, Redaktionschefin vom Dienst der Nordwest-Zeitung, am 21.08.2015 für das Radiomuseum.org genehmigt.

Hier geht es zum NWZ-Online-Bericht.

Da diese Zeitungsberichte nicht über längere Zeit zur Verfügung stehen, im Folgenden der Scan des Berichtes.


Wie bereits im Rahmen einer Gästeführung im Sendehaus des NDR in Steinkimmen / Oldenburg berichtet, wird in Kürze mit dem Neubau eines Antennenmastes begonnen.

Wie die Nordwestzeitung in der Ausgabe vom 21.Aug. 2015 auf S.40 berichtet, ist die Baustraße zum Bauplatz bereits fertig gestellt.

Zuerst werden ab Sept. 2015 die Fundamente für die Abspannseile und den eigentlichen Turm hergestellt. Ab Frühjahr wird dann mit der Mastmontage begonnen. Er ist als Gittermast mit 2,2m Kantenlänge geplant und wird eine Gesamthöhe von 285m erhalten.

Nach der Fertigstellung Ende 2017 werden dann die "Programme" nach und nach auf die neuen Antennen umgelegt.

Der alte, 60 Jahre alte Mast, eine Stahlrohrkonstruktion von 2m Durchmesser hat eine Höhe 305m.  Seine Reichweite, die auch die neue Antennenanlage liefern soll, beträgt ca. 100 Km.

Der bisherige "Fernsehturm", wie er im Oldenburger Land genannt wird, erfüllt nicht mehr in statischer Hinsicht den Anforderungen. Ein Rumpfstück soll nach dem Abriss als Denkmal erhalten bleiben.

Im Anhang der vollständige Zeitungsbericht. Die Veröffentlichung hat Frau Gaby Schneider-Schelling, Redaktionschefin vom Dienst der Nordwest-Zeitung, am 21.08.2015 für das Radiomuseum.org genehmigt.

Hier geht es zum NWZ-Online-Bericht.

Da diese Zeitungsberichte nicht über längere Zeit zur Verfügung stehen, im Folgenden der Scan des Berichtes.

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This article was edited 15.May.17 10:07 by Hans-Werner Ellerbrock .

Hans-Werner Ellerbrock
 
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09.Nov.16 11:39

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Zur Zeit zwei NDR-Sendemasten - Alt und neu nebeneinander

Steinkimmen im Landkreis Oldenburg

Im Landkreis Oldenburg sieht man im Moment noch den alten Mast mit 305m Höhe und den neuen 295m hohen nebeneinander.

Während die Alt-Anlage weiter in Betrieb ist, werden derzeit die Leitungsverlegung und die Antenneninstallation am Neubau vorgenommen.

Zuvor mussten erstmal Bodenuntersuchungen durchgeführt werden, um die Tragfähigkeit des Bodens abzuklären. Im Abstand von ca. 30m wurde dann ein Teilstück einer kleinen Waldfläche gerodet und planiert.

Zur Baustelle

Die Baufirma

Alt und neu im Aug 2016 nebeneinander    Neuer Gittermast

  

Eines der  Fundamente der Halteseile  Hubschrauber setzt das Top-Segment auf

Die beiden zylindrischen Top-Elemente, in denen sich die Antennen für DAB und DVB-T2 befinden, wurden Ende Juli mit Hilfe eines Lastenhubschraubers aufgesetzt.

Der alte Mast wird ab April 2017 demontiert. Das geschieht von oben in Teilsegmenten. Der untere Abschnitt mit Lager soll übrigens zur Erinnerung erhalten bleiben.

Ab dem 29.03.2017 strahlt dann die DVBT-Antenne 21 TV-Programme in HD-Auflösung in einem Umkreis von ca. 80Km ab.

Die Gesamtkosten beziffert der NDR mit 5,6 Mio €.

This article was edited 09.Nov.16 11:40 by Hans-Werner Ellerbrock .

Hans-Werner Ellerbrock
 
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09.Mar.17 11:24

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Fahrt mit dem Fahrrad zum Sendegebäude am 04. Januar 2017

Ein Ausflugslokal befindet sich in Sichtweite vom Sendegebäude.

Angekommen. Fahrrad geparkt.

Nordmende-Arabella-Truhe im Eingangsbereich.....

....und Werbung für das künftige neue HD-Fernsehen.

Aber es gibt auch einen Rückblick auf die Anfangszeiten der Sendestation. Diese Bilder wurden zu Zeiten des SW-TV mit einem Kanal in den Pausen und zum Sendeschluss gezeigt.

Doch nun zum eigentlichen Anlass des Besuches.

Interview mit dem Leiter der Sendestation des NDR, Herrn Schröder, in Steinkimmen (Oldenburger Land).

Am 04. 01. 2017 beantwortete Herr Schröder die folgenden Fragen zum Neubau des Antennenträgers und der Umstellung auf DVBT-2.

Welches sind die technischen Daten des neuen Antennenträgers?

Er hat eine Gesamthöhe von 285m. Am Fundament beträgt der Fuß-Abstand 2,1 x 2,1m.

Die Gesamtmasse wiegt 180t.

Der Gittermast besteht aus ca. 3.000 Stahlelementen, die von ca. 20.000 Schraubverbindungen zusammengehalten werden.

Farbanstrich wie stets rot-weiss. Die Mastspitze wird nachts mit roten Leuchten zur Flugsicherheit beleuchtet. Installiert wurden langlebige LED-Lampen.

 

Die Standsicherheit wird durch 12 Pardunen (Abspannseile) gewährleistet, die am Boden an 3 Abspannfundamenten befestigt sind. In der Höhe sind diese Seile in Höhen von jeweils 64m, 128m, 193 und 257m angeschlagen.

Was wird nach der endgültigen Inbetriebnahme mit dem Giganten, dem alten Mast, geschehen?

Er wird von der Turmbaufirma, die das Gesamtprojekt ausführt, zerlegt und abtransportiert.

Der untere Teil wird als „Denkmal“ erhalten bleiben.

 

Welcher Leitungstyp wurde vom Sendegebäude zu den Antennen verlegt?

Es werden ausschliesslich Koaxial-Kabel mit Innen- und Aussenleiter aus Kupfer verwendet.

Die Gesamtdämpfung beträgt von der Sendeanlage zur Antenne jeweils 2,5 dB.

Die Länge der Antennenkabel hängt von der Höhe der Antenne ab. Pro Antennenanlage jeweils 2 Leitungen, die über Umschaltmodule zur Antenne geschaltet werden können.

Die einzelnen Leitungslängen betragen bis zu 370m (Toppantenne).

Transportiert wurden die Leitungen jeweils auf Trommeln mit einem Durchmesser von bis zu 4,40m auf einem Tieflader mit einer spez. Ladefläche. Ein Beispiel für einen solchen Transport ist im oberen Bild zu sehen. Hierbei handelt es sich aber um 110KV-Kabel für die Energieversorgung. Der Durchmesser in der Abb. dürfte bei ca. 3m liegen. Bei dem o.g. Durchm. von bis zu 4,40m  ist ein Unterfahren von Autobahnbrücken nur  durch den geringen „Tiefgang“ der Ladung möglich.

Geliefert hat diese Kabel die Fa. RFS aus Hannover.

Der Wellenwiderstand beträgt 50 Ohm.

 

Welche Firma hat die Antennenanlage geplant und geliefert?

Die Fa. Kathrein hat das gesamte Antennenpaket von der Berechnung bis zur Lieferung in Auftrag genommen. Da bei Gruppen-Antennen eine präzise Phasengleichheit in der Abstrahlung nötig ist, kann das nur diese Spezialfirma leisten. Von den NDR-Technikern wurden lediglich die erforderlichen-Parameter vorgegeben.

 

Welche Antennentypen wurden installiert?

Im GFK-Zylinder ( 25m hoch, Durchmesser 1,6m) auf dem Topp ist ein sog. Schmetterlingsstrahler installiert, auch unter Super-Turnstyle-Antenna bekannt. Zweite Hälfte Felderantennen aus Dipolen zusammengesetzt.

UKW analog wird von 4 Gruppenantennen, am Mast um 90o versetzt, abgestrahlt. Pro Gruppe sind 8 Dipole vor Gitter-Reflektoren angeordnet.

Für den Ball-Verkehr gibt es oben und an unterster Position (siehe Bilder) logarithmisch-periodische-Antennen Log-per-Antennen). Dadurch können die Programme der Anbieter bei Störungen weiterhin gesendet werden.

 

Welche Programme werden künfig über DAB gesendet?

Wie bisher NDR1 Niedersachsen, NDR2, NDR Kultur, NDR Info1, N-Joy, NDR-Blue, NDR Traffic und NDR Info Spezial.

 

Welche TV-Sender wird das DVBT2 im Gebiet des Senders Steinkimmen verbreiten?

Seitens des NDR werden im NDR Sendegebiet folgende Programme ab 29.03.2017 kostenlos in Full HD (1080p50) über DVB-T2 HD zu empfangen sein.

Zehn Programme der ARD

  • Das Erste HD

  • NDR Fernsehen HD

  • arte HD

  • phoenix HD

  • BR Fernsehen HD

  • tagesschau 24 HD

  • ONE HD

  • mdr Fernsehen HD

  • WDR Fernsehen HD

  • hr Fernsehen HD

     

Weiteres Programmangebot

Zusätzlich werden die Programme des ZDF (kostenfrei: ZDF HD, ZDFneo HD, ZDFinfo HD, 3sat HD und KiKA HD) und in den Ballungsräumen private Programme (kostenpflichtig und verschlüsselt) durch den Plattformbetreiber MEDIA BROADCAST unter der Marke freenet TV angeboten.


 

Wann wird der DVBT2- Betrieb gestartet?

Bis zum Umschalttermin wird die komplette Senderanlage mit künstlicher Antennenlast durchgemessen und geprüft.

In der Nacht vom 28. auf den 29.März 2017 wird dann die Umschaltung auf die neue Anlage vorgenommen.

 

 

 

 

 

 


 


 

This article was edited 10.Mar.17 13:33 by Hans-Werner Ellerbrock .

Hans-Werner Ellerbrock
 
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14.May.17 18:22
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Topp-Antenne des  NDR-Sendemastes Steinkimmen demontiert

Anfang Mai 2017 wurde der oberste Teil des Sendemastes mit Hilfe eines Hubschraubers entfernt.

Das Schutzrohr, aus 5 GFK-Zylindern bestehend und  mit Hilfe von Stahlstreben zusammengehalten, liegt nun auf dem Erdboden, bereit zum Abtransport.

In den nächsten Wochen soll auf gleiche Art der Stahlrohrmast in Segmenten niedergeholt werden.

Wie man auf den ersten beiden  Bildern erkennen kann, ist der Restmast nun kürzer als der neue und zwar 24m.

 

 

 

This article was edited 14.May.17 18:24 by Hans-Werner Ellerbrock .

Hans-Werner Ellerbrock
 
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21.Sep.17 19:03
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Er schrumpft!!

Seit ca. 2 Monaten sind Arbeiter der Turmbaufirma damit beschäftigt, den alten Rohrmast des NDR-Senders Steinkimmen zu demontieren.

Das geschieht mit einem sog. angeschlagenen Ladebaum, der am oberen Ende des Mastes befestigt ist und mit dem schrumpfendem Turm abwärts gesetzt wird.

Die Arbeiter bewegen sich mit Hilfe einer Seil-Gondel an der Schnittstelle, an der jeweils ein Segment abgetrennt wird. Der Ladebaum (ein vereinfachter Minikran) dient dann zum Fieren (Abwärtstransportieren).

Auf dem Gelände in der Nähe lagern stets Mast-Teile, die dann später abtransportiert, verschrottet werden. Vielleicht landet davon ja auch später einmal wieder eine kleine Menge Stahl in einem neugebauten Antennenmast.

  
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