Wolfgang Holtmann
Editor
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Schem.: 36 Pict.: 27 28.Nov.04 19:17 |
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1
„Ja, was gibt’s denn da noch zu bereden?“ werden viele sagen. Worum geht’s? Bei der Beschaltung des Heizwiderstandes, sowie die Einfügung der Sicherung (vor oder hinter dem Netzschalter, zum Poti oder zur Anode?), findet man unterschiedliche Darstellungen in den div. Schaltbildern. Mir scheint, dass die Angaben im TELEFUNKEN-Werkstattbuch, Band 4, Seite 8, richtig sind. Wer keine Vorahnung hat (und davon muss man ausgehen), wird mit der jetzigen Andeutung der Spannungswahl verunsichert! Daraufhin habe ich untenstehendes Schaltbild so verändert, dass das auch für ungeübte zu verstehen ist. Wenn schon, denn schon, sagte ich mir und habe zusätzliche -für die Reparatur wichtige- Zusatzinformationen mit in die Schaltung hineingepackt. Das sind: Normalerweise gehören auch noch die Spannungs- und Stromwerte dazu. Das würde aber wegen der vielseitigen Netzanschlussmöglichkeiten zu verwirrend werden. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass dieses Gemeinschaftsprodukt nach einem Verdrahtungsplan von den unterschiedlichen Herstellern gefertigt wurde. Ob das auch wirklich so konsequent durchgeführt wurde, ist Ziel dieser Umfrage. Oder sehe ich das alles zu ‚verkniffen’? Darf ich daher die Besitzer eines DKE 38 bitten, die Verdrahtung des Heizwiderstandes und der Sicherung mal genauer zu untersuchen und meine Befindungen hier im Forum, oder -falls das nicht möglich ist- an meine E-Mail Adresse (siehe Mail an den Autor) zu widersprechen oder zu bestätigen. Schonmal meinen herzlichen Dank im Voraus. |
Wolfgang Eckardt
Officer
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Schem.: 1014 Pict.: 2044 29.Nov.04 21:42 |
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2
Guten Abend Herr Holtmann, zugegeben, etwas ungläubig dachte ich mir: na schauste mal rein in die Goebbelsschnauze. Der Überraschungseffekt ist geglückt - ich hätte es nicht für möglich gehalten. Es gibt tatsächlich Unterschiede in der Beschaltung. Konkret: 1. Sachsenwerk, mit Drossel: Sicherung vor dem Schalter im Zweig zur Anode VY2/Heizwiderstand. (wie im Lange/Nowisch, im Nieden T.1 und im Handbuch der Funktechnik 7.Band S.153) 2. Tefag, mit Drossel: Sicherung vor dem Schalter, aber im Zweig zum Elko/Poti. Die Heizwiderstände sind in beiden Fällen identisch verdrahtet, das lose Ende mit Kabelschuh ist am unteren Ende (220V) angeschraubt und 115V-Beschriftung am oberen Ende. Aber in keinem der Fälle sitzt die Sicherung so, wie im Telefunken-Werkstattbuch. Ja, nun werden Sie mit meiner Erkenntnis auch zu keinem Schlussurteil kommen - es sind halt die kleinen Deteails, die überall mal etwas anders sind und - man achtet gar nicht darauf. Insofern war Ihr "Aufruf" ein interessantes Ergebnis und mein anfangs zögerliches Verhalten ist einem erstaunten "aha - war nicht für umsonst!" gewichen. Abschließend noch etwas. Überall wird vom "DKE38" geredet, auch auf den Modellseiten im RM. Auf den Rückwänden heißt er aber stets "Deutscher Kleinempfänger 1938" (also analog DKE 1938). Ist das nun der sprachliche Umgangston zur Vereinfachung? Ist es Nachlässigkeit oder Oberflächlichkeit, Jargon oder .... ? Ich sage selbst auch meistens DKE38, wäre aber exakt nicht DKE1938? Gibt es Geräte, bei denen "Deutscher Kleinempfänger 38" steht? Gesehen habe ich noch keinen. Im besten Sinne schöne Grüße aus Jena Wolfgang Eckardt |
Wolfgang Holtmann
Editor
NL Articles: 413
Schem.: 36 Pict.: 27 30.Nov.04 00:31 |
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3
Hallo Herr Eckardt Ich freue mich, dass Sie sich die Mühe genommen haben und einen wertvollen Beitrag zur Klärung der Unsicherheiten geleistet haben. Für ein ‚Schlussurteil’ ist es noch ein bisschen zu früh, aber durch die von Ihnen angeführten Beispiele ist jetzt schonmal klar geworden: Das bedeutet aber auch, dass man leider zum „Deutschen Kleinempfänger 1938“ (kurz: DKE38 genannt) nicht ein allgemein gültiges Schaltbild publizieren kann. Das sollte doch bis ins Detail(!) bei so einem simplen Gerät möglich sein. Gut, man kann damit leben. Ich schlage vor, einen kleinen Hinweis in den Schaltplan aufzunehmen, etwa so: Bin mal gespannt, was weitere Radiosammler zum Thema beitragen können. Ein Dankeschön nach Jena
This article was edited 30.Nov.04 19:23 by Wolfgang Holtmann . |
Hans M. Knoll
Editor
D Articles: 1485
Schem.: 146 Pict.: 61 11.Dec.04 14:41 |
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4
Hallo Herr Holtmann, an Ihre Worte anknüpfend: Bin mal gespannt, was weitere Radiosammler zum Thema beitragen können?; ein paar Infos von mir. Als erstes das Schaltbild des DKE38 wie es 1938 in der Funkschau zur Vorstellung des Gerätes gezeigt wurde. Beachtenswert ist die Tatsache, dass weder die beiden Kondensatoren im Netzteil (Lade und Sieb) als auch der Brumm- Kompensations- -Kondensator am Entbrummer mit ihren Werten angegeben sind. Als zweites,
Auch da zeige ich Ihnen den Text aus der Funkschau vom 14.08.1938, mit welchem das Gerät in Heft 33 /1938 vorgestellt wird. Die Daten sind wie man sehen kann, von der WDRI (Wirtschaftsstelle der Deutschen Rundfunkindustrie) angegeben worden. Dazu eine Katalogseite aus dem "Handbuch des deutschen Rundfunkhandels" Jahrgang 1939/40 des WDRG ( Wirtschaftsstelle Deutscher Rundfunk-Grosshändler e.V.) Ich hoffe dass meine Ergebnisse für Sie hilfreich sind.
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This article was edited 11.Dec.04 14:48 by Hans M. Knoll . |
Wolfgang Holtmann
Editor
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Schem.: 36 Pict.: 27 11.Dec.04 17:49 |
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5
Vielen Dank Herr Knoll für Ihren Beitrag! Das von Ihnen gezeigte Schaltbild aus der Funkschau Nr.35/1938 stimmt mit der Schaltung des Telefunken DKE’s 1938 im Band 4, Seite 8 des Werkstattbuches überein. Das war auch die Grundlage meiner Zeichnung im 1. Posting. Abweichend davon ist die Ausführung vom Sachsenwerk. Herr Eckardt teilte uns mit, dass die Sicherung vor dem Netzschalter im Zweig zur Anode VY2 liegt. So ist auch das Schaltbild zum Modell dargestellt, allerdings mit dem falschen (0,5A) Sicherungswert! Im DKE 1938 der Firma Tefag haben wir die dritte Variante: Ich kann noch mit einer 4. Variante aufwarten! Vorläufiges Fazit: |
Manfred Pfingsten
Schem.: 5 Pict.: 131 11.Dec.04 20:31 |
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Hallo Herr Holtmann, ich habe bei meinem D.K.E.1938 auch mal geschaut. Es ist ein Telefunken mit der Ser.Nr. M172333, mit Netzdrossel. Die Sicherung ist VOR dem Netzschalter auf der Seite von Anode und Heizwiderstand. Ich habe ihn elektr. restauriert gekauft (einige C's wurden getauscht), das Poti ist vermutlich entfernt worden. Die Sicherung auf dem Chassis ist an der Stelle, wo sie hingehört, wenn er ein Poti hätte. Auf dem Chassis sind die Befestigungslöcher für das Poti vorhanden. Freundliche Grüße M.Pfingsten |
Wolfgang Bauer
Moderator
A Articles: 1116
Schem.: 7057 Pict.: 2660 12.Dec.04 07:06 |
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Hallo Herr Holtmann, auch ich habe meine Schätze durchgesehen und dabei diesen Schaltplan mit der Sicherung vor dem Netzschalter gefunden. Außerdem habe ich einen Ingelen DKE 1938, Geräte Nr.:429. Sicherung vor dem Netzschalter aber kein Entbrummer-Regler sondern ein 250 Ω Fixwiderstand. (siehe Abbildungen). Das Loch für den Entbrummer-Regler ist in der Rückwand vorhanden und beschriftet. Mit den besten Sammlergrüßen Wolfgang Bauer ![]() ![]()
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This article was edited 12.Dec.04 17:34 by Wolfgang Bauer . |
Wolfgang Holtmann
Editor
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Schem.: 36 Pict.: 27 12.Dec.04 12:47 |
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8
Vielen Dank Herr Pfingsten, für Ihren Beitrag. Zur Verdeutlichung habe ich die (Teil-) Schaltung aus dem Telefunken Werkstattbuch kopiert. Ich dachte bisher, dass wenigstens innerhalb einer Firma die rechte Hand weiß, was die linke tut! ![]() |
Wolfgang Holtmann
Editor
NL Articles: 413
Schem.: 36 Pict.: 27 12.Dec.04 13:33 |
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9
Hallo Herr Bauer Durch Ihren Hinweis auf eine weitere DKE-Ausführung der Fa. INGELEN bin ich mal auf die VE+DKE Seite von Jogis Röhrenbude gegangen und dort auf die Schaltbilder der (kriegsbedingten) Sparversionen gestoßen. Man spricht vom DKE 1940, wenn das Vorspannungspoti durch einen Festwiderstand ersetzt wurde, aber unter Beibehaltung der Drossel! Das trifft für Ihren INGELEN und den meines Freundes zu. Übrigens: Unter model id=14754 ist das in der Anlage nicht korrekt wiedergegeben. ![]() Weitere Abweichungen, wobei ich mir nicht sicher bin, wurde das so ausgeführt, oder ist nur das Schaltbild falsch? -- Heizwiderstand andersherum angeschlossen -- Sicherung nach dem Schalter zum Widerstand -- Wert desselben: 300 Ohm -- Sicherung 0,5A anstatt 0,2A Dann gab's noch den DKE 1944. Durch weitere Maßnahmen zur Materialeinsparung wurde die Drossel durch einen Widerstand ersetzt und mit extra Kondensatoren und Widerständen der Netzbrumm reduziert. Hierfür ist die Information aus "Der Rundfunkhändler" Nr.21(1944) zutreffend.
This article was edited 13.Dec.04 13:21 by Wolfgang Holtmann . |
Konrad Birkner
Officer
D Articles: 1739
Schem.: 308 Pict.: 1586 12.Dec.04 13:27 |
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10
Vielleich hilft das ein wenig weiter, z.B. betr. Regler 600Ohm/Festwiderstand http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=21340 Im übrigen sollten m.E. DKEs zu den Gemeinschaftsempfängern. Im Falle der österr.Hersteller gibt es Ausnahmen (bei denen mir aus systematischen Gründen nicht wohl ist, aber wir lassen sie mal). Aber bitte sonst keine Gemeinschaftsgeräte unter der jeweiligen Marke anlegen, weil exakt nur Rückwände und einige Chassis gekennzeichnet sind! KoBi This article was edited 12.Dec.04 13:29 by Konrad Birkner . |
Manfred Pfingsten
Schem.: 5 Pict.: 131 12.Dec.04 20:48 |
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Hallo, ich möchte noch etwas zu meinem genannten DKE nachtragen. Nachdem Herr Bauer mitteilte, dass er einen DKE hat, ohne Brummpoti aber mit dem "Loch" dafür in der Rückwand, habe ich mein DKE nochmal aufgemacht. Ich dachte ja urspr., das Poti wurde nachträglich ausgebaut. Die Rückwand ist auch Telefunken, alte Ausf. mit "1938". Bei mir ist ein Festwiderstand mit 300 Ohm eingebaut. Bei genauer Betrachtung scheint das auch werksmäßig gemacht worden sein. Also ist mein Telefunken-DKE offensichtlich eine frühe Sparversion mit alter Rückwand aber ohne Brummpoti. Ein Aufkleber ist auf der Rückwand, das Gerät wurde bei einem Wiener Radiohändler gekauft (wenn die Rückwand denn wirklich zum Gerät gehört). Freundliche Grüße M.Pfingsten |
Ernst Erb
Officer
CH Articles: 4122
Schem.: 5178 Pict.: 6170 20.Apr.07 14:08 |
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12
Diesen Text stelle ich hier nur hinein, damit das Stichwort "Schaltbilder" für Suchmaschinen besser unterstützt ist, denn dieser Beitrag kommt momentan zuerst - so kann ich auf die wichtigen Schatlbild-Beiträge hinweisen, wenn jemand über eine Suchmaschine kommt. Das Wort Schaltbild kommt oben 11 Mal vor, Schaltbilder aber nur 3 Mal. Dazu gibt es ein Mal "Schaltbildern". Hier weise ich zum Stichwort Schaltbild oder Schaltbilder auf den Beitrag "Schaltbilder: Wie gute Schaltbilder und Texte erarbeiten?" aber auch auf den Beitrag "Schaltpläne perfekt mit Irfanview". Wenn es aber um das Fotografieren unserer Objekte geht, dann hilft womöglich: "Gut fotografieren; besser fotografieren, Fotos mit System". |
Ernst Erb
Officer
CH Articles: 4122
Schem.: 5178 Pict.: 6170 19.Apr.08 09:00 |
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Das habe ich heute zum Veröffentlichen in diesem Thread von Josef Loidl erhalten: Guten Abend. |