
Volker MARTIN
![]() Schem.: 87 Pict.: 406 06.Dec.10 18:31 |
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Gemeinschaftsanttenenverstärker AV - 846 Den Gemeinschaftsantennenverstärker AV-846 vom Meßgerätewerk Zwönitz gibt es unter zwei Typenbezeichnungen: Typ 1186.2 und Typ 9E-01. Ich besitze beide Geräte. Auch bei der 2. intensiven Durchsicht konnte ich keine technischen Unterschiede feststellen - auch die Röhrenbestückung ist die Gleiche. Vom konstruktiven Aufbau her lassen sich ebenfalls keine Unterschiede feststellen. Fraglich ist daher, ob der 9E-01 überhaupt in Blankenburg gefertigt wurde ( Diese Typenbezeichnung ist im RMS unter Antennenwerke Bad Blankenburg gelistet ). Alte "Antennenhasen" konnten mich in meiner Vermutung nur unterstützen - sie kannten den 9E-01 nur aus Zwönitz. Vielleicht kann im Forum jemand weiterhelfen. Zum besseren Verständnis die beiden Typenschilder unten .... Volker Martin
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Wolfgang Eckardt
![]() Officer
D Articles: 1289
Schem.: 1555 Pict.: 2637 06.Dec.10 20:05 |
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Hallo Herr Martin, ich möchte hier nicht anzweifeln, dass der Antennenverstärker 9E01 in Zwönitz gebaut wurde, dafür gibt es ja "handfeste Beweise" von Ihnen. Ich gehe aber davon aus, dass dieser Verstärker in Blankenburg entwickelt und auf der Messe in Leipzig vorgestellt wurde. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass es häufig vorkam, dass ein DDR-Betrieb mit umfangreichen Forschungs- und Konstruktionsabteilungen etwas entwickelt hat, dessen Serienproduktion aber in einem anderen Betrieb erfolgen musste, der "freie Kapazitäten" in der Produktion hatte. Dafür lassen sich zahlreiche Beispiele aufführen. Ich gehe auch bei diesem Antennenverstärker 9E01 davon aus, dass Zwönitz auf dem Gebiet der HF-und Antennen-Technik keine umfangreichen Entwicklungsabteilungen hatte, wohl aber Blankenburg, das als ehemaliger SAG-Betrieb in den Jahren 1946...1950 enorme staatliche "Zuwendungen" erhielt und zahlreiche Neuheiten entwickelte, so also auch das komplette Programm für "RFT-Gemeinschaftsantennenanlagen". Diese Geräte wurden benötigt für das "Sozialistische Wohnungsbauprogramm", das in der Berliner Stalinallee seinen Anfang nahm.
Ihre Angaben zur Fertigung dieses Verstärkers in Zwönitz erhellen nun einiges. Ich habe mich auch bisher gewundert, noch keinen dieser Verstärker mit dem Fertigungshinweis "aus Blankenburg" gesehen zu haben. Jetzt erscheint es klarer, dass hier Blankenburg der Entwickler und Zwönitz der Erbauer waren. Es wurde sicher eine Kleinserie auch in Blankenburg herstellt, doch bisher ist mir kein Modell bekannt. Wolfgang Eckardt
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Volker MARTIN
![]() Schem.: 87 Pict.: 406 07.Dec.10 18:45 Count of Thanks: 2 |
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Hallo Herr Eckardt, vielen Dank für Ihre schnelle und sehr ausführliche Information.Da ich die Dinge von Anfang an sehr nah miterlebt habe, kann ich alle Details Ihrer Schilderung nachvollziehen.Weiterhin bin ich gerade im Begriff,in meiner Firma eine kleine Ausstellung zu organisieren, die zeigen soll, wie in der damaligen DDR das Problem "Gemeinschaftsantenne" gelöst wurde. Einiges Material ist bei der Umrüstung der Anlagen aus Halle und Halle-Neustadt angefallen - vieles aber leider auch entsorgt ! Dabei werde ich dem Radiomuseum alles zugänglich machen, was wichtig erscheint . Es gab auch schon damals sehr interessante Technik - das sollte bei Allem nicht vergessen werden.Wenn dieser Antennenverstärker in Röhrentechnik noch mehrere 10 kg auf die Waage brachte, so wird heute diese ganze Technik in Streichholzschachtelgröße und als GaAs - Technik produziert. Unglaublich, wie rasant diese ganze Technik vorangeschritten ist.Aber gerade diese Vorläufer, die Geräte in Röhrentechnik, sind zum Verstehen der Entwicklung der Technik ungeheuer wichtig ...... in diesem Sinne.... Ihr Volker Martin |