
Franz Born
![]() Schem.: 1385 Pict.: 342 16.Nov.07 20:48 Count of Thanks: 35 |
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Teil 1 Einführung eines 2. Fernsehprogramms in Deutschland Converter Philips NT 1152 2. Besonders bei größeren Gemeinschaftsantennenanlagen wurde die Umsetzung in einen VHF-Kanal, gleich hinter der Empfangsantenne, vor der Einspeisung in das Verteilernetz vorgenommen. Dies geschah hauptsächlich zur Vermeidung umfangreicher Umbaumaßnahmen in der Antennenanlage. Da die diversen Stammleitungsverteiler, Antennendosen und teilweise sogar die vorhandenen Kabel für die erheblich höheren Frequenzen nicht geeignet waren. Die Nutzer waren begeistert, da für sie keinerlei Kosten auftraten und sie von der ersten Stunde an das neue Programm empfangen konnten. Am Empfänger erfolgte die Umschaltung durch Betätigung des Kanalwählerknopfes auf die jeweiligen Enpfangskanäle und der Feinabstimmung. Der betreuende Fernsehtechniker konnte den Bedienungskomfort erhöhen, wenn er die in Frage kommenden Kanalstreifen nebeneinander im Tuner einsetzte. Philips VHF - Trommeltuner Kanalstreifen 3. Nachrüstung der Reserveplätze in den VHF-Trommeltunern mit Spezialkanalstreifen. Diese Möglichkeit hat sich aber nicht praktisch verwirklichen lassen. 5. oder durch einen Universal Schnelleinbausatz. Grundig Schnell - Einbausatz Aufblaskappe Für die Neugeräte war neben der UHF-Vorbereitung auch die Benutzerfreundlichkeit des VHF-Tuners angesagt. Es war abzusehen, dass viele Geräte für den Umsetzerbetrieb in Frage kommen würden. Damit nicht nach jedem Umschalten mittels Feinabstimmung von Hand nachgestimmt werden musste, wurde bei einigen Geräten Vorkehrungen getroffen. Philips Tunerpaket mit Memomatic Mit dem späteren Aufbau der dritten Programme stand der Bedienungskomfort erneut auf der Agenda. Doch dies ist eine weitere Geschichte. This article was edited 14.Jan.08 19:37 by Franz Born . |
Franz Born
![]() Schem.: 1385 Pict.: 342 19.Jan.08 15:13 Count of Thanks: 33 |
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Teil 2: weitere Fernsehprogramme Mitte der 60er Jahre in Deutschland Am 17. Dezember 1965 startete in Nordrhein-Westfalen mit dem WDF das erste 3. Fernsehprogramm in Deutschland. In die Freude über die Bereicherung des Programmangebots stellte sich für jeden Fernsehteilnehmer erneut die Frage nach der Möglichkeit des Empfangs. Überwiegend hatte man sich in den letzten Jahren zwar auf unterschiedlicher Weise den Zugang zu ARD und ZDF geschaffen, aber wie konnte nun dieser neue Kanal ins Wohnzimmer geholt werden? Im Kölner Raum bedeutete dies, neben dem Kanal 11 (9) für ARD, Kanal 29 für ZDF, zusätzlich Kanal 55 für das neue Programm empfangen zu können. Am besten kamen auch diesmal die Teilnehmer an Umsetzer-Anlagen davon. Hier war in aller Regel vor Programmstart ein weiterer Frequenzumsetzer in die Gemeinschafts-Verstärkeranlage eingefügt worden, sodass lediglich am Kanalwähler auf den vorgesehen VHF-Kanal umgeschaltet werden musste. Gegebenenfalls wurde noch eine Korrektur der Feinabstimmung erforderlich. Gerüstet für die neue Situation waren auch alle Benutzer von Vorsatzkonvertern und auch Besitzer der Geräte mit eingebautem UHF-Tuner. Jedoch war hier der Wechsel zwischen den Programmen nicht ganz so einfach, da das Auffinden der weit auseinanderliegenden UHF-Kanäle schon etwas Geschick voraussetzte. In dieser Zeit verfügte der UHF-Abstimmknopf nicht immer über einen Grob-Feintrieb und auch eine exakte Skala gab es selten. Die Industrie brachte daher Neugeräte heraus, die Schritt für Schritt diesem Problem zu Leibe rückte. Zunächst blieb es bei den getrennten VHF- und UHF-Tunern, wobei erste mechanische Speicher mit Drucktasten im UHF-Bereich Einzug hielten, die schon bald auch die Schnellwahl für beide Tuner ermöglichten. Tastensatz mit 4 UHF Vorwahltasten 4 VHF- und 4 UHF Vorwahltasten Eine besonders aufwendige Besonderheit gab es bei den Philips Spitzengeräten 1964 (23TD 343) Mit einer UHF Motor -Abstimmeinheit. Diese Motorbox ermöglichte es drei UHF Kanäle einzustellen die mechanisch gespeichert über die unteren 4 Tasten des Gerätes in beliebiger Reihenfolge mit dem eingestellten VHF-Kanal angewählt werden konnten. Die genaue Beschreibung dieser Technik ist bei KR 363 59 hinterlegt. BD 343 mit VHF und 3 UHF Umschalttasten UHF Motorbox KR 363 59 Die Weiterentwicklung der Transistoren auch für hohe Frequenzen macht schließlich den Weg frei für kompakte Allbereichstuner. Diese waren verbunden mit aufwendigen Tastensätzen, die in der Regel bei jeder Taste die Umschaltung von Band 1, Band 3 und UHF erlaubte. Daneben konnte jede Taste den jeweiligen gesamten Bereich durchstimmen. Dadurch war es möglich die Reihenfolge der Programme beliebig festzulegen, egal auf welchem Kanal diese belegt waren. Der Philips Kombituner Pi 1 ist ein typisches Beispiel dieser Technik. ![]() 6 fach Tastensatz für beliebige Vorwahl Innenansicht des Pi 1 Wenn auch mit den beschriebenen mechanischen Lösungen gegen Ende der 60er Jahre ein erheblich höherer Bedienungskomfort erreicht wurde, so blieb gegenüber unseren heutigen Gewohnheiten ein erhebliches Defizit: die Programmumschaltung konnte nur am Gerät erfolgen. Mal eben schauen was im anderen Programm läuft, mittels Fernbedienung, das gab es noch nicht. Lediglich die schon beschriebene Magnetschalter-Variante, bestand zwar nach wie vor. Sie erlaubte aber nur die Auswahl zwischen dem eingestellten UHF-Kanal und VHF, also in der Regel zwischen der ARD und entweder dem ZDF oder dem dritten Programm. Und wieder war es die Weiterentwicklung der Halbleitertechnik die weiteren Bedienungskomfort möglich machte. Kapazizätsdioden erlauben mit gleitender Gleichspannung von 0 bis ca. 30 Volt das Bestreichen der jeweiligen Bänder von Anfang bis Ende (bei UHF von 470 bis 790 MHz). Die Bereichsumschaltung mit Siliziumdioden konnte nun ebenfalls ohne mechanisches Schaltgestänge erfolgen. Damit war der Weg frei, nicht nur für die beliebige Programmwahl mit der Kabel-Fernbedienung, sondern auch für kompaktere und weniger anfällige Bauformen der Fernsehgeräte. Der Philips Kombituner KD 2 leistete Jahrelang in SW- und Colorgeräten zuverlässige Dienste. Geräte-Abstimmeinheit Fernbedienung mit Abstimmeinheit Tuner KD 2 Mit dem Technikstand Ende der 60er, Anfang der 70er-Jahre war es noch ein weiter Weg bis zum heutigen Stand, denn immerhin gab es noch eine Menge störanfälliger Schalter und Potentiometer (Bandumschaltung und auch die Abstimmspindeln bei jeder Programmtaste) die ihre Tücken hatten. Der Einzug der totalen Elektronik in diesem Bereich brachte weitere neue Möglichkeiten wie z.B. Sendersuchlauf, automatische Speicherung, Infrarot Fernbedienung und fast unbegrenzte Speicherplätze. Auch sie hielt wiederum durch Weiterentwicklung der Halbleiter mit integrierten Schaltungen Einzug in die Geräte. Aber das ist wiederum eine neue Geschichte. This article was edited 20.Jan.08 20:41 by Franz Born . |