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OP10/500 (OP10/500) im Röhrenvademecum von 1954?

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Ralf Keil
 
 
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Hallo Röhrenfreunde!

Habe erfahren das die Daten dieser Röhre im Röhrenvademecum
von 1954 stehen sollen.

Wer kann sie mir zur Verfügung stellen?

 

Gruss Ralf

Hans-Thomas Schmidt
Hans-Thomas Schmidt
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Hallo Herr Keil,

zu der OP10/500 finden sich in der Röhrenvademecum-Ausgabe von 1952 (Brans) keine Angaben. Auch in anderen Datenbüchern habe ich bisher nichts gesehen.

Von dem Typenschlüssel her ist sie eine Sendetriode mit 10W Anodenverlustleistung und maximal 500V Anodenspannung.

Ich fürchte, die anderen Daten lassen sich nur noch am "lebenden Objekt" herausfinden.

Es gab übrigens auch noch eine OP10/400 für die ich Daten habe.

Einen guten Start ins neue Jahr wünscht allen Radio- und Röhrenfreunden,  H.-T. Schmidt

This article was edited 30.Dec.06 00:02 by Hans-Thomas Schmidt .

Ralf Keil
 
 
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30.Dec.06 11:30

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Hallo Herr Schmidt!

Vielen Dank für die Auskunft, es könnte ja sein das die OP10/400
sich nur in der Anodenspannung unterscheidet , ähnlich AD1 , AD1/350,
vielleicht nutzen die Daten der OP10/400 als Anhaltspunkte.
Wäre super wenn sie sie mir zur Verfügung stellen könnten!

 

Gruss an alle Radiofreunde und Röhrenbastler!

Hans-Thomas Schmidt
Hans-Thomas Schmidt
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Hallo Herr Keil,

die Röhre OP10/400 ist angelegt und mit Daten versehen.

Namens- und Datenähnlichkeit der OP10/400 mit der OP10/500 sind sehr mit Vorsicht zu geniessen.

Gruß, H.-T. Schmidt
Harald Giese
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Ich habe kürzlich einige Röhren dieses Typs erworben und muss nun feststellen, dass man im Interent keine Daten dazu findet.

In RMorg ist die Röhre zwar angelegt, aber auch hier findet man nur die Heizungsdaten.

Der Kollege Schmidt hatte in seinem post vom 30.12.2006 erwähnt, dass er die (möglicherweise) ähnliche Röhre OP10/400 angelegt und mit Daten versehen hätte. Ich finde den Typ aber nicht!?

Hat inzwischen jemand Kennlinien für die OP10/500 aufgenommen? Wenn nicht, würde ich das übernehmen.  

 

 

Dietmar Rudolph
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Im "Röhren-Codex 1951" findet man zur OP 10 / 500 folgende Kurzangaben:

OP 10 / 500 - Tung. 4 D 0.9 Eo 520 - 10

4V Heizspanung; D : Endtriode; 0,9 A Heizstrom; Sockel: Europa 4 (?); Anodenspannung: 500V; Anodenstrom: 20mA ; Gitterspannung: -10V

Die Angaben im Röhren-Codex erscheinen auf den ersten Blick kryptisch zu sein. Aber tatsächlich sind sie "nur" komprimiert und können entsprechend auch wieder expandiert werden.

MfG DR

 

This article was edited 25.Apr.17 17:33 by Jacob Roschy .

Jacob Roschy
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Ich habe auch keine Daten gefunden, dann bleibt nichts anderes, als die Kennlinien aufzunehmen.

Die Zahl 10 scheint wohl für 10 W Anodenverlustleistung zu stehen, was der Größe nach passen könnte, z. B. im Vergleich mit der RE604.

M. f. G. J. R.

This article was edited 24.Apr.17 20:21 by Jacob Roschy .

Harald Giese
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30.Apr.17 23:27

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Der Anregung des Kollegen Roschy folgend habe ich die Ia = f(Ug) Kennlinien der 3 mir vorliegenden Röhren TUNGSRAM OP10/500 gemessen. Der nachfolgende Graph zeigt das Ergebnis:

Die Kennlinien der 3 vorhandenen Röhren differierten nur minimal (wenige Prozent) voneinander. Daher werden hier nur die Ergebnisse für eine Röhre gezeigt.

Die Heizstromaufnahme der Röhren liegt bei Uf=4V bei 1A (nicht bei 0,9A!)

Schlussfolgerungen:

  1. Die im Röhren-Codex gefundene Kurzbeschreibung OP 10 / 500 - Tung. 4 D 0.9 Eo 520 - 10 kann nicht bedeuten, dass bei Ua=500V und Ug=-10V ein Anodenstrom von Ia=20mA fliesst. Wie aus dem Diagramm ersichtlich gehört bei der OP10/500 zu einem Anodenstron Ia=20mA und einer Gitterspannung von Ug=-10V eine Anodenspannung Ua ≈ 125V.
  2. Die maximal zulässige Anodenverlustleistung der OP10/500 könnte aufgrund der ähnlichen Größenverhältnisse des Elektrodensystems der RE604 ähneln: 12W.  Die Arbeitspunkteinstellungen unterscheiden sich aber deutlich von der RE604. Legt man z.B. in beiden Fällen bei Ua=250V einen Anodenstron Ia=40mA zu Grunde, so erfordert dies bei der RE604 eine Gitterspannung Ug= - 45V, bei der OP10/500 aber nur ca - 24V (grüne Kurve)
  3. Die Steilheit der OP10/500 liegt bei Ua=250V / 40mA bei etwa S=2,9mA/V, also einem ähnlichem Wert wie bei der RE604. 
Jacob Roschy
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Die Gitterspannung der OP10/500 mit nur -24 V für Ua=250V, Ia = 40mA gegenüber Ug= - 45V der RE604 spricht für einen höheren µ der OP10/500. Das bedeutet aber fast automatisch, dass der Anoden- Spitzenstrom geringer sein wird.

Den µ sollte man vielleicht auch noch bestimmen durch ΔUa / ΔUg bei gleichem Anodenstrom, z. B. mittels 2 Messungen, die erste mit z. B. mit 250 V / 40 mA, da hat man ja schon die bekannte Ug = -24 V, dann noch die Ug für 200 V / 40 mA ermitteln.

Zur Bestimmung des optimalen Ra bzw. Z wäre noch eine Ug = 0V- Kennlinie interessant. Dann könnte man sehen, wo bei 250 oder 300V Anodenspannung der maximale Stromhub * maximaler Spannungshub liegt und danach den Ra auslegen, natürlich unter Berücksichtigung der maximalen Anodenverlustleistung.

M. f. G. J. R.

Harald Giese
Harald Giese
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02.May.17 20:02

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Der Parameter µ lässt sich leicht mit ausreichenderGenauigkeit aus den gezeigten Ia=f(Ug) Kennlinien extrahieren: Im mittleren Kennlinienfeld bei Anodenströmen von 30mA bis 40mA variiert er für Anodenspannungen zwischen 150 V und 300 V im Bereich 5,2 - 5,8. Die korrespondierenden Werte für den Durchgriff liegen entsprechend zwischen 17 und 19 %.

Weiterführende Messungen sind mir im Moment aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich

 

  
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