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Neo-Bechstein Flügel

Neo-Bechstein Flügel ; Bechstein, Carl, (ID = 310028) Diversos
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Neo-Bechstein Flügel ; Bechstein, Carl, (ID = 309888) Diversos
Bechstein, Carl,: Neo-Bechstein Flügel [Diversos] ID = 309888 600x450
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For model Neo-Bechstein Flügel, Bechstein, Carl, Pianofortefabrik AG; Berlin:
mit freundlicher Genehmigung von Hr.Peter Donhauser, Technisches Museum Wien und Hr.Richard Wittig ( Halle/Saale )
 
País:  Alemania
Fabricante / Marca:  Bechstein, Carl, Pianofortefabrik AG; Berlin
Año: 1931 Categoría: Miscelanea, objetos de propaganda, pines, banderines, ceniceros, otros, etc.
Principio principal RFS con reacción (regenerativo)
Gama de ondas OM y OL en una única banda (raro)
Especialidades
Tensión de funcionamiento Red: Corriente alterna (CA, Inglés = AC)
Altavoz
Potencia de salida
de Radiomuseum.org Modelo: Neo-Bechstein Flügel - Bechstein, Carl,
Material Madera
Forma Consola en general
Anotaciones Flügel ohne Resonanzboden mit Schwingungsaufnehmern und eingebautem Radio (Siemens 22bW oder Telefunken 121W) und Siemens Kraftverstärker Elv413. Jeweils fünf Saiten pro Abnehmer (Patent Hans Driescher). Entwickelt unter der Mitarbeit von Prof. Walther Nernst. Etwa 150 Exemplare gebaut. Auch Bechstein-Siemens-Nernst-Flügel genannt.
Ext. procedencia de los datos Technisches Museum Wien
Referencia esquema Lange-Nowisch
Mencionado en Funkamateur 2/2007, Seiten 152 ff.

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Contribuciones en el Foro acerca de este modelo
Bechstein, Carl,: Neo-Bechstein Flügel
Hilos: 1 | Mensajes: 2
Entradas: 6142     Réplicas: 1
Neo-Bechstein Flügel mit Radio
Dietmar Rudolph
27.Feb.07
  1 Im "Talk" neo_bechsteinfluegel_1931_auch_als_erstes_musikcenter  wurde der Neo-Bechstein Flügel als Elektronisches Musikinstrument angesprochen.

Dieser Neo-Bechstein Flügel ist tatsächlich kein Flügel im herkömmlichen Sinne, sondern er nutzt die elektomagnetische Schallabnahme von den schwingenden Saiten und deren elektronische Verstärkung.  Zu diesem Zweck sind für je 5 Saiten gemeinsame Abnehmersysteme angebracht.



 Die zugehörigen hufeisenförmigen Magneten sind im Bild deutlich erkennbar.
Ebenso deutlich sieht man die seitliche Aussparung in der Wand des Flügels mit dem dahinter befindlichen Radio. Bei diesem Radio handelt es sich (alternativ) entweder um ein Siemens 22bW oder um ein Telefunken 121W, wie die nächsten Bilder zeigen.


Siemens 22bW mit "Riesenskala" http://www.radiomuseum.org/r/siemens_siemens_22_bw_riesenskal.html


 
Telefunken 121W ("Riesenskala" hinter dem Fenster!)
http://www.radiomuseum.org/r/telefunken_121w.html

An der Entwicklung des Neo-Bechsten Flügels war Walter Nernst beteiligt. Hierzu ein Ausschnitt aus einem Vortrag, den Mag. Peter Donhauser am 03.11.06 im Deutschen Technikmuseum Berlin gehalten hat:
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Peter Donhauser

Technische Spielerei oder phantastische Realität?
Telefunken und die ersten elektronischen Instrumente in Deutschland


Teil 3

Abb. 3: Nernst vor einem Funktionsmodell des Neo-Bechstein (Privatbesitz)



Die Verhältnisse beim „Neo-Bechstein“ liegen komplizierter als bei den bisher erwähnten Instrumenten. Es handelte sich dabei um ein resonanzbodenloses Klavier, dessen Saitenschwingungen elektrisch verstärkt werden sollten. Die Idee, Saitenschwingungen elektromagnetisch abzutasten stammte von unterschiedlichen Personen. Für das fragliche Instrument waren wohl die Arbeiten des Ungarn Stephan Frankó grundlegend. Er erhielt am 24. Dezember 1928 ein Patent für ein „Radioklavier“, in dem er verschiedene Methoden für die Tonerzeugung beschrieb.1 Ein zweites Patent aus 19292, ebenfalls zur Abnahme von Saitenschwingungen wurde dann ein Jahr später gemeinsam mit dem Nobelpreisträger Walther Nernst nochmals in Österreich und Frankreich angemeldet. Die Entwicklung konzentrierte sich um das Physikalische Institut der Universität Berlin, dessen Leiter zu dieser Zeit Nernst war. Später wurde er als „Galionsfigur“ allein für die „Erfindung“ in der Öffentlichkeit genannt.

An der Entwicklung beteiligten sich vor allem Nernsts Assistent, Hans Driescher und der junge Elektrotechniker Oskar Vierling, der zu dieser Zeit dort Physik studierte (Vierling sollte später eine wesentliche Rolle in der „Elektromusik-Szene“ spielen, hatte aber kein Vertragsverhältnis zu Telefunken elektrische Instrumente betreffend). Auf Driescher gingen die Verkleinerung der Hammermasse3 (letztlich „Mikrohämmer“ genannt) und die Zusammenfassung von fünf Saiten zur Abnahme durch einen einzigen Magneten zurück4. Als Mitarbeiter Nernsts war Driescher vor allem federführend an den Experimenten mit verschiedenen Verstärkern und Lautsprechern beteiligt. Letztendlich übertrug man jedoch die weitere Entwicklung an Siemens, der klaviertechnische Teil wurde gemeinsam mit Bechstein gebaut. Mit ein Grund für das Engagement der renommierten Klavierfirma war die dramatische Rezession bei der Klavierindustrie in weiterer Folge der Weltwirtschaftskrise: man suchte nach neuen, marktgerechten Produkten.

Nernst schloss per 11. April 1931 mit Siemens einen für ihn ungemein günstigen Vertrag auf die Laufzeit der mit dem Flügelbau verknüpften Patente ab.5 Geltungsbereich war die ganze Welt bis auf die USA und Kanada (Nernst wollte sich den Rücken hinsichtlich dieses Marktes freihalten und direkt mit Bechstein abrechnen.6 Dies verwundert insoferne nicht, als Nernst praktisch den gesamten Erfindungsumfang in den USA unter seinem Namen patentieren ließ7). An Lizenzgebühren wurde vereinbart: 8% für jeden Flügel, jedoch nicht mehr als RM 100.- bei einer eventuellen Reduktion auf 6% nach den ersten 100 verkauften Stück. Sofortzahlung von insgesamt RM 50.000.- als Vorauszahlung für in der Folge zu entrichtende Lizenzgebühren. Dieser Vertrag ging mit Wirkung vom 1. Oktober 1931 auf Telefunken über. Nernst erwies sich bei der Erstellung des Vertrags als sehr geschäftstüchtig, was auch bei anderer Gelegenheit von seinen Kollegen bemängelt wurde: „Ohne Nernsts große wissenschaftliche Verdienste in Abrede stellen zu wollen, verzieh man ihm nicht sein offensichtliches Streben nach Karriere ... und nicht die Million, die er für die ‚Nernstlampe’ einnehmen konnte, ... die sich kommerziell nicht bewährte. ... Kurzum, man glaubte, daß Nernst seine wissenschaftlichen Verdienste zu seiner Bereicherung ausnutzte.“8 Der Autor dieser Zeilen, den Nernst 1930 sogar für den Lehrstuhl für Physik in Berlin vorgeschlagen hatte, urteilte an einer anderen Stelle noch härter: „Augenscheinlich waren die Jahre, in denen ich Nernst kannte, die Periode, in der seine schöpferische Tätigkeit nachließ und er in den reichen Verhältnissen eines Millionärs, dessen einstige Energie erlahmt war, seinem vergangenen Ruhm lebte.“9 Vierling, Frankó und Driescher erhielten Abschlagszahlungen in vergleichsweise geringer Höhe. Nach einer Auseinandersetzung mit Driescher (dieser hatte Nernst nach einer Vorführung des Neo-Bechstein in Hannover nicht rasch genug informiert) teilte Nernst überhaupt mit, dass aufgrund seiner hohen Nebenkosten eine weitere finanzielle Beteiligung seiner Mitarbeiter „natürlich ausgeschlossen“ wäre. Nernst hätte „selber finanzielle Vorteile von meinem Klavier kaum gehabt“.10

Das fertige Instrument wurde am 25. August 1931 prominent der Presse vorgestellt und in der Folge aufgrund der „klingenden Namen“ auch entsprechend gelobt. Die Verkaufszahlen blieben jedoch drastisch hinter den Erwartungen zurück. Waren im zweiten Halbjahr 1932 noch sieben Instrumente verkauft worden, so war das im ersten Halbjahr 1933 nur mehr ein Instrument.11 Vom Neo-Bechstein sind derzeit 101 Flügelnummern bekannt (insgesamt soll es 150 Instrumente gegeben haben12). Dem Autor ist der gegenwärtige Verbleib von 16 Instrumenten bekannt, davon neun in Museen und eines im Besitz der Firma Bechstein.

1 HU 100.722: „Rádiózongora“.

2 HU 101.601: „Berendezés hangszerek által elöidézett rezgéseknek hanggá alakítására“.

3 Patent: DE 530.257 vom 9.7.1931, angemeldet 6.3.1930.

4 Patent: DE 533.999 vom 3.9.1931, angemeldet 26.2.1930.

5 Archiv des DTMB, Signatur I.2.60 C 3504, ohne Foliierung.

6 Brief Nernsts an Telefunken vom 22.10.1932. Ebenda.

7 Patent: US 1,988.564.

8 A. F. Joffe, Begegnungen mit Physikern, Leipzig 1967, S.82.

9 Ebenda, S. 83.

10 Brief Nernsts an Driescher vom 26.1.1932, Nachlass Driescher.

11 Archiv des DTMB, Signatur I.2.60 C 3504, ohne Foliierung.

12 D.B. Herrmann, Walther Nernst und sein Neo-Bechstein-Flügel. In: NTM-Schriftenr. Gesch., Naturwiss., Technik, Med., Leipzig 9 (1972).

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Für Interessenten an (früher) elektronischer Musik sei auf das Buch verwiesen, das vor kurzem von Peter Donhauser erschienen ist: http://www.boehlau.at/main/book.jsp?bookID=3-205-77593-7

Weitere Information zu Walter Nernst und dem Neo-Bechstein Flügel findet sich unter:
http://www.nernst.de/
http://www.nernst.de/neobechstein/nb_u1931.htm
http://www.nernst.de/neobechstein/nb_press.htm
http://www.kryptonale.de/NeoBechstein.htm


Nernst am Neo-Bechsten Flügel (mit Erlaubnis von Ulrich Schmitt, Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen, Verantwortlich für die Site http://www.nernst.de/)

Das Deutsche Technikmuseum Berlin hat eine Sonderausstellung bis 29.04.07 "Spiel mit Technik"
http://www.dtmb.de/Aktuelles/Sonderausstellungen/Spiel_mit_Technik/index.html
Im Ausstellungskatalog dazu findet sich auch der Aufsatz von Herrn Donhauser.

MfG DR
Marc Goeritz
27.Feb.07
  2 Hallo Herr Rudolph
Mit welchem Ziel wurde der Neo-Bechsteinflügel entwickelt. Sollte dies ein Instrument zum musizieren (bzw. Üben), ohne andere zu Stören sein? Daß man also leise drehen, oder mit Kopfhörer spielen konnte. Oder wollte man ein neuartiges Instrument mit eigenem Klangcharakter schaffen? Oder Wollte man für Aufnahme bzw. Verstärkung die "Fehlerquelle" Mikrophon ausmerzen?
Mit feundlichen Grüßen
Marc Goeritz
 
Bechstein, Carl,: Neo-Bechstein Flügel
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