Model: Super Keramik-Chassis (Keramikchassis)






Antique radios, Old Time Radios

Super Keramik-Chassis (Keramikchassis)
Country:
Germany
Manufacturer/Brand:
Hescho; Hermsdorf/Thür. - später Keram.Werke Hermsdorf, VEB
Year: 1948 / 1949
Type:
Radio or TunerBroadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.
Mod.-ID = 14984
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Principle
Super-Heterodyne (Super in general)Superhet - normally without a preamplification stage (as far as known). Please use «To add informations to model» if you know more! Thanks.
Récepteur TSF superhétérodyne. Normalement sans préamplification de HF.
Superhet ohne Vorstufe.
Nicht immer war bei der Erfassung klar, ob der Empfänger eine Vorstufe aufweist oder nicht. Im Zweifelsfall kam das Gerät in diese Kategorie.
Tuned circuits
6 AM circuit(s);
Wave bands
Broadcast, Long Wave and Short Wave.LW, MW/BC and SW (long-, medium- and short waves).
GO, PO et OC (grandes ondes, petites ondes et ondes courtes).
LW, MW, KW.
Wahrscheinlich sind keine Bänder unterteilt, was aus den Unterlagen nicht ersichtlich war.
Standard-KW-Bereich ist 16 bis 49 m. Manche Rundfunkempfänger beginnen bei 13, andere bei 19 m. Äusserst selten geht der Bereich über 49 m hinaus ins Tropenband.
Power type and voltage
AC/DC-setAC-DC set (all-mains) - sometimes plus voltage range:
/ = 2 different voltages
- = voltage from-to
* = «Special»
Attention: Chassis mostly connected to deadly high tension!
Apparareil à tous-courants. Tensions mentionnées.
Wechsel- und Gleichstrom:
/ = 2 Spannungswahlen
- = von-bis
* = Fabrikwahl
Vorgeschalteten Trenntrafo verwenden! Chassis oft unter Starkstrom stehend!
Loudspeaker/pwr.out
Loudspeaker incorporatet but system not known.Loudspeaker - principle was not traceable by the author. Haut-parleur.
Das Gerät führt einen Lautsprechen aber bei der Erfassung ging der Typ aus den Unterlagen nicht hervor.
www.radiomuseum.org
Model: Super Keramik-Chassis (Keramikchassis)
Material
Wooden caseWooden case. Most radios have a wooden cabinet until the WW2. Caisse en bois.
Die meisten Heim-Rundfunkempfänger führen von Beginn an bis etwa Ende 60er Jahre Holz als Gehäuse. Auch frühe Reiseempfänger zeigen Holz (speziell in den 20er Jahren) oder Holz mit Stoffüberzug etc.
Shape
Tablemodel, with any shape - general.
Notes
Vorstellen eines 6-Kreis-Supers mit vollkeramischem Chassis - nur als Messemuster über mehrere Jahre.
External source of data
E. Erb 3-907007-36-0
Circuit diagram reference
Mouse-roll-over für mehr InformationDie Herren Hermann Rottmann und Fred P. Langheinrich haben mir dieses Gerät erstmals bekannt gemacht. Sie verfügen jedoch nicht über Schaltungen darüber oder weitere Informationen, sondern haben mir bei der Recherche geholfen. Danke.
Mentioned in
Abele Bd. 4Das Gerät kommt vor im Buch Historische Radios, Eine Chronik in Wort und Bild Bd. 4, von Günter Abele, zu bestellen beim Autor oder im Füsslin Verlag. Die folgenden Zahlen weisen auf die Seitennummer im Buch.
(185B)
Literature/Schematics
Funktechnik 07/1949
Super mit Chassis aus keramik (Calit). Messebericht aus Funktechnik 07/1949
Further information on
Super Keramik-Chassis (Keramikchassis) (Hescho; Hermsdorf/Thür. - später Keram.Werke Hermsdorf, VEB (Ostd.))
Ende der 1930er und in den 1940er Jahren gab es in Hermsdorf /Thür. bei Hescho immer größere Bemühungen, außer den bereits seit Anfang der 30er Jahre bewährten keramischen Kondensatoren auch komplette Baugruppen aus keramischen Werkstoffen, vor allem Calit , zu fertigen. Am bekanntesten sind für den Empfängerbau Spulensätze für Einkreiser und Superhets einschließlich der Bandfilter aus Keramik. (z.B. hier ).
Weniger bekannt ist, dass es umfangreiche Versuche gab, komplette Chassis der Empfänger zum Teil sogar mit aufgedruckter und eingebrannter „Starrverdrahtung“ herzustellen.
Der Messebericht in der „Funktechnik“, Heft 6/1948 berichtet dazu:
Starrverdrahtung
Eine Überraschung der Leipziger Frühjahresmesse 1948
Nur zu oft werden die aufgedruckten oder aufgespritzten Leitungen als neueste Erfolge der ausländischen Empfängerindustrie hingestellt, wobei leider vergessen wird, daß auch in Deutschland bereits vor einigen Jahren Funkgeräte mit teilweiser Starrverdrahtung gebaut wurden. Ein großes Verdienst der HF-Abteilung der Hescho (Hermsdorf-Schomburg-Isolatoren-Gesellschaft) ist es, diese Technik nunmehr für Rundfunkgeräte zu verwenden. Zwar sind wir noch nicht soweit, gleich die Widerstände und Kondensatoren mit aufzuspritzen, aber der erste Schritt auf diesem Wege ist getan. Als Chassismaterial wird der keinem Rohstoffmangel unterworfene keramische Baustoff Calit verwendet.
Wenn in einem einzigen Arbeitsgang die Grundplatte mitsamt allen Röhrenfassungen, Aussparungen und Durchführungen gepreßt und anschließend glasiert ist, wird sie in langen Tunnelöfen gebrannt. Die Starrverdrahtung wird zunächst - unter Benutzung von Leitungsschablonen - durch Aufspritzen einer silberhaltigen Flüssigkeit, die bei etwa 850° C eingebrannt wird, aufgetragen. Da diese Silberschicht aber noch zu dünn ist, verstärkt man sie durch galvanische Verkupferung, so daß sich jetzt die aufgespritzten Leitungen genau wie normale Schaltdrähte löten lassen. Die Montage der Grundplatte beschränkt sich dann nur noch auf wenige Widerstands- und Kondensatorverbindungen, wodurch sich nicht nur ein schneller, sondern auch billiger Geräteaufbau ergibt.
Bei den Kondensatoren verwendet Hescho als Dielektrikum eine neuartige keramische Masse „Epsilan" , die es gestattet, die bisher üblichen Kondensatorabmessungen ganz wesentlich zu verkleinern. So ist ein 100 000 pF-Kondensator beispielsweise nicht größer und nicht stärker als etwa ein Fünfzigpfennigstück! Beide Neuerungen: die Calit-Grundplatte mit eingebrannten Leitungen sowie die Epsilan-Kondensatoren wurden erstmalig in einem eigenen vom Hescho-HF-Labor entwickelten Einkreiser verwertet, der im Zweigwerk Gera gebaut wir