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Völkerbund 2 NETV429W (NETV 429 W)

Image ID = 14685 for Lorenz; Berlin,  Völkerbund 2 NETV429W
 
Image ID = 14686 for Lorenz; Berlin,  Völkerbund 2 NETV429W
 
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Image ID = 408 for Lorenz; Berlin,  Völkerbund 2 NETV429W
Lorenz; Berlin, : Völkerbund 2 NETV429W [Radio] ID = 408 647x525
 
Country: Germany Manufacturer/Brand: Lorenz; Berlin, Zuffenhausen u.a.
Year: 1929 – 1932 Type: Radio or Tuner
Valves / Tubes 5: REN1004 RENS1204 REN904 RES174d RGN1054
Principle TRF with reaction (regenerative); 1 RF-stage(s); 2 AF-stage(s)
Tuned circuits 2 AM circuit(s);
Wave bands Broadcast (MW) and Long Wave.
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110-220 Volt
Loudspeaker/pwr.out - For headphones or amp.
from Radiomuseum.org Model: Völkerbund 2 NETV429W
Material Bakelite case
Dimensions (WHD) 400 x 237 x 240 mm / 15.7 x 9.3 x 9.4 inch
Notes induktive Rückkopplung; abschaltbare Skalenlampe [569].
Picture reference Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.

All listed radios etc. from Lorenz; Berlin, Zuffenhausen u.a.
Here you find 474 models, 326 with images and 258 with schematics.

 


Forum contributions about this model
Lorenz; Berlin, : Völkerbund 2 NETV429W
Threads: 4 | Posts: 15
Hits: 520     Replies: 0
lorenz: NETV429W (NETV 429 W); Völkerbund 2
Andreas Peukert
29.Jul.07
  1

Hallo wertes Forum,

seit Jahren habe ich einen Lorenz Völkerbund zwei in meiner Sammlung.Das Blechgehäuse wurde zwar mal fachmännisch lackiert. Ich hoffe, dass die Farbgebung passt. Aber ich vermute, dass das Gerät mal jemandem aus dem Regal o. Ä. gefallen war. Die Rechte Gehäuseseite war völlig verbeult und der Bakelitdeckel ging nicht mehr drauf. Jetzt habe ich vor einiger Zeit damit begonnen, das Gerät zu restaurieren. U. a. wurde der Riesige Kondensatorblock neu befüllt. Das ist ja bei diesen Geräten fast schon der Schlüssel zur Funktion des Gerätes. Da ich den Lack beim Ausbeulen nicht beschädigen wollte, habe ich das Blechgehäuse auf ein Brett gelegt und mit dem Hammer vorsichtig die Beulen begradigt. Der Lack wurde kaum beschädigt, die kleinen Macken wurden mit etwas dunklerem Farbton ausgebessert. So erhielt ich ein recht ordentliches und spielklares Gerät. Wenn da nicht das Loch in der messingfarbenen Frontblede gewesen wäre. Nach dem Begutachten der Angelegten Geräte dieses Typs sah ich, dass über dem Loch eine Zinkabdeckung ist. Nun fiel mir ein, dass unser Mitglied, Herr Walz, solche Blenden nachfertigt. Schon nahm ich Kontakt zu ihm auf  - und zu meiner großen Freude hat er mir solch eine Blende nachgefertigt. Aber mit dem Hinweis, dass die Blende an meinem Gerät nicht brüniert wäre. Als ich nun die Blende bekam, merkte ich auch, dass die Blende und die von Herrn Walz gefertigte Blende nicht so recht farblich paßten. Nun befaßte ich mich mit der Frage, was ist brünieren. Nach Suchen im Internet wurde ich fündig. Eine Art Beizen von Messing. Beizen - ja kenne ich von meinen Holzarbeiten, kein Problem, aber bei Metall? Ich fand eine Firma, die dieses Mittel zum Brünieren herstellt. Nun las ich, dass das Metallteil fettbrei sein muß, also habe ich die Blende fettfrei gemacht. Nun merkte ich, der Vorbesitzer hatte die Blende nicht nur blank gemacht, sondern auch mit Mattlack bearbeitet. Dieser mußte vollständig herunter. Hier arbeitete ich mit feiner Stahlwolle. Nun wollte ich endlich brünieren. Das Ergebnis war niederschmetternd. Die Blende wurde nur an einigen Stellen dunkel. Also habe ich kurzerhand die Blende mit Farbabbeizer behandelt, anschließend nochmal mit Stahlwolle und dann nochmal Fettfrei gemacht. Nun trug ich wieder Brüniermittel auf und wartete. Das Ergebnis war überzeugend. Nun wollte ich es dem Vorbesitzer gleichtun und die Belnde mit Mattlack lackieren. Dies hatte zum Ergebnis, dass die Blende aussah, als wäre sie mit brauner Farbe gespritzt. Also wiederholte ich den Vorgang mit dem Blankmachen der Blende. Nochmal Bünieren! Anschließend habe ich die Blende dünn mit Zapponlack bestrichen. Dies, weil ich festgestellt habe, dass die Brünierung nicht sehr abriebfest ist. Heute habe ich die beiden Blenden wieder montiert und ich denke, das Gerät kann sich wieder sehen lassen. Zur Dokumentation nachfolgend zwei Bilder.

Rüdiger Walz
29.Jul.07
  2

Hallo Herr Peukert,

danke für den interessanten Erfahrungsbericht. Gleichmäßiges brünieren ist nicht einfach, wie Ihre Ausführungen zeigen. Man findet immer wieder bei Geräten blank polierte Blenden, weil die Vorbesitzer glaubten, die schwarze Färbung sei durch den Zahn der Zeit entstanden. Zwei Dinge möchte ich noch anregen:

1) Bezugsquelle der Brünierung ?

2) Ihre Fotos zeigen den Hintergrund scharf, aber leider nicht das Gerät. Achten Sie darauf, daß Ihre Kamera auf das Gerät fokussiert. Können Sie die Bilder erneut einstellen ? Das wäre sehr schön, da ich an dem Ergebnis Ihrer Bemühungen sehr interessiert bin.

Grüsse

Rüdiger Walz

Gerald Gauert
29.Jul.07
  3

Hallo,

in diesem Forumsbeitrag habe ich schon einmal meine Erfahrungen zum Brünieren von Buntmetallen mitgeteilt:

 Brünieren von Buntmetallen

Gerald Gauert

Andreas Peukert
02.Aug.07
  4

Hallo Radiokollegen und Herr Walz,

ich habe jetzt nochmals ein Bild von meinem Lorenz Völkerbund 2 eingestellt mit der brünierten Skala. Ich hoffe, hier sind die Details besser zu erkennen, als bei meinen beiden ersten Bildern, die ich übrigens gelöscht habe.

 
Hits: 385     Replies: 0
lorenz: NETV429W (NETV 429 W); Völkerbund 2 Abdeckhaube
Rüdiger Walz
10.Feb.07
  1

Herstellung der Abdeckhaube des Völkerbund 2

Die Abdeckhaube des Völkerbund 2 fehlt leider bei fast 100 % aller Geräte, die ich kenne. Sie wurde aus Zinkspritzguss hergestellt, der durch Rekristallisation zerbröseln kann und dort , wo dies nicht geschah, hat ihre exponierte Position beim Verstauen auf dem Dachboden oder Keller ihr den garaus gemacht. Was sich die Designer von Lorenz dabei wohl gedacht haben ?

Vor vielen Jahren fand ich bei einem Sammlerkollegen eine intakte Haube und bekam die Erlaubnis eine Silikonform herzustellen.

Die Haube wurde auf einer Unterlage mit Knetmasse abgedichtet, die eine Seite der Form gegossen und nach dem Aushärten mit Trennmittel behandelt. Dann wurde die andere Hälfte gegossen. Als Gefäß diente eine Toilettenpapierrolle. Die untere Hälfte ist vor dem Guß mit Einschnitten versehen worden, sodaß die obere Hälfte nun passende "Schlüssel " trägt.

Das Material zur Herstellung der Haubennachbildung ist Epoxidharz. Die Frontplatte des Lorenz Völkerbnd 2 ist schwarz brüniert. Die Haube muß daher auch schwarz glänzend sein. Dazu wird das verwendete Epoxidharz mit Qurzmhl und Graphitpulver versetzt.

Man erhält es im Baumarkt. Joghurtbecher und Eisstil dienen zum Anmischen. Es ist ratsam, die Form aufzuwärmen, dadurch wird das Harz dünnflüssiger, man vermeidet Luftblasen und das Harz bildet Details besser ab. Eine genaue Waage ist zur Dosierung anzuraten.

Das Harz wird angemischt und in die Form gegeben. Man benötigt ca. 30 % Quarzmehl bezogen auf Harz und wenige % Graphitpulver. Für blankpolierte Frontplatten mache ich eine Version mit Zinkpulver.

Vor dem Schließen der Form sollte man das Harz nochmal gleichmäßig verstreichen, um Luftblasenbildung zwischen Harz und Form zu vermeiden. Die Herstellung von Knopfnachbildungen verläuft übrigens analog. Überschüssiges Harz läuft an den Seiten der Form heraus. Man kann aber auch oben Löcher (Steiger) anbringen, wo das Harz austreten kann, erhält aber dann "Angüsse" am fertigen Objekt.

Das Harz wird im Ofen bei ca. 60 °C ausgehärtet. Je nach verwendeter Type kann man auf den Ofen auch verzichten. Die rohen Hauben müssen von Gußrändern mit Hilfe von Schmirgelpapier oder einer Feile befreit werden und mit Zahnbürste und Graphitpulver nachpoliert werden.

(Links mit Zinkpulver, rechts mit Graphitpulver)

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und kann vom Original kaum unterschieden werden.

Rüdiger Walz

 

 
Hits: 649     Replies: 0
lorenz: NETV429w; Völkerbund 2
Siegfried WALTHER
06.Nov.05
  1 Hallo liebe Sammlerkollegen,
ich bin seit einigen Tagen in Besitz eines fast sehr gut erhaltenen NETV429W gekommen. Einziger "Wermutstropfen" - ohne Röhren. Als ich dann volller Zuversicht an das "Röhren-Aufrüsten" ging,
stellte ich mit Entsetzen fest, dass für die laut Schaltungsunterlagen eingesetzte RES174d bei meinem Gerät kein Anschluss für das "d" vorgesehen ist. Nun kam mir die Idee, ob es vielleicht eine Bestückungsvariante mit einer RE134 gegeben haben könnte? Das Baujahr dieses Radios konnte ich laut eines Aufdruckes auf einen Blockkondensator auf Dezember 1929 bestimmen.
Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen.
Mit freundlichen Grüssen aus dem (noch) sonnigen Sachsen. Siegfried.
Wolfgang Bauer
06.Nov.05
  2 Sg. Herr Walther,

schauen Sie doch ganz genau, ob mit der Röhre nicht auch der Anschlussdraht für das Gitter 2 aus dem Gerät entfernt wurde. Dieser Draht war ja mit einer Öse versehen und ist mit einer Rändelmutter am Seitenanschluß fixiert worden.
Vielleicht gibt es verräterische Spuren am ehemaligen Lötpunkt.
Muß an der Verdrahtung, die im Schaltplan zum unteren Lautsprecheranschluß führt, gewesen sein.

MfG. WB
Siegfried WALTHER
07.Nov.05
  3

Hallo Herr Bauer,
erst eimal vielen Dank, daß Sie auf meine Frage reagiert haben. Ich habe  inzwischen die fragliche Röhrenfassung genau inspiziert und festgestellt, daß es sich hierbei um eine fünf(!)- polige Ausführung handelt, d.h. alle fünf Fassungskontakte sind angeschlossen. Damit fällt ja sowohl die RES174d und auch (meine erste flüchtige Vermutung) die RE134 aus der engeren Wahl, da ja beide Röhren einen 4-Stift-Sockel haben. Im Gerät gibt es somit nur eine Röhrenfassung für 4 Stift-Röhren und dort gehört ja die RGN1054 rein. Im Übrigen habe ich mir auch alle Lötstellen im fraglichen Umfeld angesehen und nichts verdächtiges bezüglich neuerlichen Lötarbeiten finden können.
MfG Siegfried Walther

Wolfgang Bauer
07.Nov.05
  4 Sg. Herr Walther,
dann handelt es sich um die RES174 (falls es diese Röhre gibt). Nach meinen Unterlagen von Telefunken, ja. Vergleichstype ist die B443 oder ähnliche.
Ich habe auch einen Threat dazu eröffnet, siehe:
http://www.radiomuseum.org/forum/res174_res174.html

Es ist bei der Röhre RES174 und RES174d  noch einiges zu klären, was 4 Stift- und 5 Stift Europasockel betrifft.

MfG. WB
Siegfried WALTHER
08.Nov.05
  5 Hallo Herr Bauer,
ich habe die Spannungen, welche an den Fassungskontakten für Gitter 1 und Gitter 2 anliegen, gemessen und auf Grund dieser Werte darauf geschlossen, daß es sich um eine RES174 handeln muß, die da hingehört. Nach meinen Unterlagen benötigt bzw. verträgt die RES174 dort höhere Spannungen als die RES164, die ja die gleiche Sockelbelegung hat. Allerdings habe ich diese Messung ohne eingesteckte Röhre (die fehlt mir) gemacht. Ich hoffe, daß sich dadurch keine allzu großen Meßfehler ergeben haben? Jetzt interessiert es mich natürlich, was für ein exotisches Gerät ich da habe (!?!), ab bzw. bis wann diese Bauart hergestellt wurde usw. 
MfG Siegfried Walther   
Hans M. Knoll
08.Nov.05
  6 Hallo Herr Walther,

der Kollege Bauer ist bis Ende Nov. hier nicht zu erreichen.
Also Geduld!

H.M. Knoll
 
Hits: 555     Replies: 0
lorenz: NETV429w; Völkerbund 2
Dominik Schulz
18.Nov.03
  1

Hallo liebe Sammlerkollegen,

ich sitze hier vor meinem "neuen" Lorenz NETV429W und bin etwas ratlos. Eigentlich habe ich nämlich auch keine Erfahrung mit solchen alten Geräten, da ich sonst eher Mitte 30er-50er Jahre Geräte besitze. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen:

Leider ist die Röhrenbestückung falsch und auch unvollständig, ich habe mir die technischen Daten von hier ausgedruckt, leider weiß ich jedoch noch nicht, in welcher Anordnung die Röhren im Gerät sitzen müssen - ich hab mich auch noch nicht soweit mit der Schatung beschäftigt, daß ich es hieraus erkennen könnte.

Das wichtigere Problem besteht für mich jedoch darin, wie ich das Gerät auseinanderbaue um es zu reinigen und ggf. zu restaurieren. Das Bodenblech ist ja einfach abzuschrauben, aber was muß ich dann tun um an den Skalenatrieb, Netztrafo usw. zu kommen?

Es wäre super, wenn ihr mir weiterhelfen könntet!

Herzliche Grüße aus dem sonnigen Odenwald,

Dominik

Gerald Gauert
18.Nov.03
  2

Hallo Dominik,

ich habe auch einige Zeit gebraucht, um mein Gerät zu öffnen. Auf dem Foto habe ich alle Anschraubbohrungen gekennzeichnet, die das Blechgehäuse incl. Bakelitdeckel halten. Den Deckel vorsichtig abziehen, dort ist noch das Kabel für die Skalenbeleuchtung befestigt.

Röhrenbestückung von links nach rechts, von hinten gesehen RGN1064, REN904, VALVO L415D, RENS1204, REN1004

Dominik Schulz
18.Nov.03
  3

Hallo Gerald,

vielen Dank für Anleitung und Hilfe! Es hat geklappt, ich habe den Deckel mit Seitenwänden abbekommen. Ich habe gesehen, das auch Ihr Gerät Fehlstellen im Lack aufweist, mit welchem Überzug haben Sie das denn retuschiert oder neu überzogen? Es ist ja so eine Art Kräusellack, da an meinem Gerät der Lack nur an einigen Stellen an der Unterkannte und wenigen kleinen Macken fehlt, würde ich dies halt am liebsten ausbessern. Aber es wird wohl sehr schwierig sein, den richtigen Farbton zu treffen.

 

Gerald Gauert
19.Nov.03
  4

Hallo Dominik,

bei meinem Gerät ist es kein Kräusellack, sondern ein etwas matter, rotbrauner Nitrolack. Ich habe erst einmal die Rostflecken mit Rostumwandler behandelt, deshalb hat sich dieses helle Salz gebildet. Zur Zeit suche ich noch nach einem passenden Lack. Von DupliColor gibt es den richtigen Farbton, leider nur glänzend. Zum Ausbessern kleiner Lackfehler habe ich auch schon mal wenige Tropfen Farbe auf ein Leinentuch gegeben und über die Fehlstellen gerieben (vorsichtig ausprobieren!). Dann werden die Fehler erst bei näherer Betrachtung sichtbar und das Gerät wird nicht "überrestauriert".

 
Lorenz; Berlin, : Völkerbund 2 NETV429W
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