Model: Ultra-Selektiv W






Antique radios, Old Time Radios

Ultra-Selektiv W
Country:
Germany
Manufacturer/Brand:
Mende - Radio H. Mende & Co. GmbH, Dresden
Year: 1933 / 1934
Type:
Radio or TunerBroadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.
Mod.-ID = 3553
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Principle
TRF without reaction (non reg.dir.receiver)TRF without manual regenerative (feed-back) control.
Geradeaus ohne bedienbare Rückkopplung - zumindest ohne Übersteuerungsmöglichkeit. Demodulation durch Audion. In der Schweiz waren z.B. Rückkoppler mit Übersteuerungsmöglichkeit generell verboten, damit Nachbarn keine Störungen befürchten müssen.
Tuned circuits
5 AM circuit(s);
Wave bands
Broadcast (MW) and Long Wave.Broadcast- and long-waves (AM, medium- and long-waves) PO et GO (petites ondes et grandes ondes).
Langwellen- und Mittelwellen-Bereich.
Auch wenn in diesen Bereichen eine Unterteilung vorkommt - bei älteren Geräten z.B. die Antenne umgesteckt werden sollte - geht dies hier nicht daraus hervor.
Power type and voltage
Alternating Current supply (AC) / 110-240 VoltAC set plus voltage range.
/ = 2 different voltages
- = voltage from-to
* = «Special»
Apparareil à courant alternatif. Tensions mentionnées.
/ = 2 Spannungswahlen
- = von-bis
* = Fabrikwahl/«Spezial»
Normalerweise sind diese Geräte mit einem Trafo mit Primär- und Sekundärwicklungen versehen. Dadurch führt das Chassis kein gefährliches Potential.
Loudspeaker/pwr.out
- This set has no built-in loudspeaker (separate or not necessary).This set has no built-in loudspeaker. It requires a separate loudspeaker or headset - or the set has no speaker output (not a radio).
Cet appareil n`a pas d`haut-parleur.
Das Gerät verfügt nicht über einen eingebauten Lautsprecher - entweder weil er nicht nötig ist (Gerät hat keine Tonwiedergabe) oder weil er separat zu stellen ist - bzw. das Gerät ist für Kopfhörerbetrieb.
www.radiomuseum.org
Model: Ultra-Selektiv W
Material
Wooden caseWooden case. Most radios have a wooden cabinet until the WW2. Caisse en bois.
Die meisten Heim-Rundfunkempfänger führen von Beginn an bis etwa Ende 60er Jahre Holz als Gehäuse. Auch frühe Reiseempfänger zeigen Holz (speziell in den 20er Jahren) oder Holz mit Stoffüberzug etc.
Dimensions (WHD)
525 x 325 x 300 mm / 20.7 x 12.8 x 11.8 inch
Valves / Tubes
7:
RENS1264
(more
for members)
Notes
Feldst.Anz.!
Net weight
20 kg / 705.5 oz
Price in first year of sale
331
RM
!
Source of data
Radio-Zentrale Prohaska 1933/34Katalog der Radio-Zentrale Prohaska von 1933/34.
/ Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Circuit diagram reference
FS-Bestückungstabelle (aber Fehler)Die Röhrenbestückung führt das Heft A4 Funkschau-Bestückungstabellen für Rundfunkempfänger. Doch die Bestückungstabelle gibt meist neuere Ersatzröhren bekannt und ist mit vielen Fehlern behaftet. Bei dieser Nennung sind sehr wahrscheinlich solche Fehler vorhanden.
Further information on
Ultra-Selektiv W (Mende - Radio H. Mende & Co. GmbH, Dresden)
Liebe Kollegen,
der Mende Superselektiv ist jetzt tatsächlich doch noch fertig geworden! Damit nicht jeder "das Rad neu erfinden" muß, hier meine Tips:
1. Zur Schwingneigung: Zu deren Beseitigung ist es erforderlich, alle serienmäßigen Abschirmungen zu überprüfen und ggf. zu ersetzen. Dazu gehören insbesondere die Innenbeschichtung des Holzgehäuses (die alte entfernen und neu auftragen mit Graphit- oder EMV-Spray von "Kontakt-Chemie", alle Anschlüsse wiederherstellen), die Gehäuserückwand aus Metall und die metallene Bodenplatte. Während der Abgleicharbeiten sind diese Teile natürlich nicht angebaut. Da muß man die Verstärkung mit dem Drehknopf an der Rückseite soweit herunterdrehen, daß man genügend weit vom Schwingeinsatz entfernt ist und, ganz wichtig, die Antennenleitung weit von den Röhren entfernt verlegen, sowie das Chassis erden. Daß nur Röhren mit einwandfreien Abschirmungen verwendet werden können, sollte jedem klar sein. Als Regelröhre (REN 1004) sollte man unbedingt die spätere, abgeschirmte Version einsetzen, und das, obwohl die Anode keine HF führt! Außerdem müssen bei einem verbastelten Gerät, wie dem mir vorliegenden, alle Massepunkte an die Originalstellen gelegt werden, insbesondere bei den Sammelbechern. Sonst hat man keine Chance! Als weitere Quelle des Übels hatten sich die Fußpunktkondensatoren der Bandfilter herausgestellt. Sie gilt es, in jedem Falle zu erneuern. Beim 2. Bandfilter müssen diese Kondensatoren 400V vertragen können, falls der Drehko mal einen Kurzschluß hat. Beherzigt man alle diese Tips, dann kann man im geschlossenen Zustand mit voller Verstärkung arbeiten und die ganze Empfindlichkeit nutzen!
2. Zum Abgleich: Mende empfiehlt einen Abgleich bei mittleren Frequenzen mit Hilfe der Kondensatoren. Meine Erfahrung lehrt, daß das zumindest bei einem sehr verstellten Gerät nicht ausreicht. Man sollte zumindest bei hohen Frequenzen mit C, und bei niedrigen mit L abgleichen, wie das sonst auch üblich ist. Die genaue Lage der Abgleichfrequenzen ist im Gegensatz zum Super unkritisch. Ich verwendete eine asymmetrische Rechteckfrequenz von ca. 35% *) Tastverhältnis, so daß man mit einer Einstellung sofort viele Stellen zur Gleichlaufkontrolle zur Verfügung hat. Wegen der Rückwirkung der Antenne auf den Eingangskreis empfehle ich, den Meßsender genau so anzukopplen, wie der Empfänger später hauptsächlich verwendet werden soll. Also z.B. mit Ersatzantenne oder, wie ich es gemacht habe: ca. 4m Antennendraht, in dessen Nähe der Meßsender mit ebenfalls einem kurzen Stück Draht gebracht wird. Den eingebauten Antennentrimmer sollte man dabei etwa in Mittelstellung belassen, damit die Ankopplung nicht zu fest wird und damit genügend rückwirkungsfrei bleibt. Der Einfluß der L-Abstimmschrauben ist gering und wird erst gegen Ende des Abgleiches, wenn schon fast alles stimmt, deutlich. Beenden sollte man mit C. Die Abgleichreihenfolge unbedingt beachten: zuerst MW (L-Trimmer am Becherboden), dann LW (L-Trimmer am Becheroberseite). Entgegen meiner ursprünglichen Ansicht erfolgt der Abgleich bei allen Kreisen auf Maximum, keine gegenseitige Verstimmung erforderlich, da die Bandfilter von der kritischen Kopplung weit entfernt sind. Bei gutem Drehko-Gleichlauf läßt sich ein hervorragender Gesamt-Gleichlauf, besonders bei MW, erreichen. Während der Abgleichprozedur sollte die Verstärkung nur mäßig eingestellt werden (Poti auf Chassisrückseite), weil sonst wegen der fehlenden Abschirmungen die Schwingneigung zu einer Verstimmung der Gesamt-Durchlaßkurve führt. Als Abgleichindikator kann ein Oszi mit Vorteiler grob in die Richtung der Audion-Gitterleitung gebracht werden. Ggf. muß dann aber der letzte Kreis nach Entfernen des Indikators fein nachgetrimmt werden (nur mit C). Noch ein Tip: Der letzte (Einzel-)kreis sollte als Serienkondensatoren zum Drehko je den halben vom vorgschriebenen Wert bekommen, damit der Gleichlauf besser abgleichbar ist. Denn die ander
Reparaturhinweis:
Das Gerät bietet neben dem üblichen C-Abgleich auch beschränkte Möglichkeiten zur Gleichlaufkorrektur mittels L-Abgleiches. Dazu gibt es Einstellschrauben auf dem Deckel jedes Abschirmtopfes (LW) und am Boden (MW). Durch diese Einstellschrauben wird eine Cu-Platte von 20mm Durchmesser und 1mm Dicke verschieden tief in die Induktivität hineingeführt. Dadurch ändern sich Induktivität und Dämpfung/Güte geringfügig. Vorsicht: Die M3-Spindeln sind insgesamt nur 2cm lang. Nicht zu tief hineindrehen, sonst fällt alles in den Abschirmbecher! Dann hilft nur noch vorsichtiges Herausbrechen des genieteten Mutterteils und Aufbohren des Bleches bis auf 20mm mit einem Stufen-Blechbohrer. Anschließend muß ein neues Verschlußblech incl. Mutter aufgelötet werden... Dieser Rat dürfte auch für gleichartig aufgebaute Kreise anderer Mende-Geräte nützlich sein.
Übrigens: Die immense Schwingneigung, sofern alle Kreise annähernd auf Gleichlauf abglichen worden sind, habe ich immer noch nicht in den Griff bekommen. Ich habe mehrere Leute kennengelernt, die das Problem ebenfalls zur Genüge kennen, und die irgendwann resigniert haben. Nur einer hat nicht kapituliert, aber der sagt nicht, woran es gelegen hat. Jedenfalls liegt es nicht, wie ursprünglich angenommen, an falschen Massepunkten, deren Lage für mich allerdings auch nicht immer nachvollziehbar ist und zumindest scheinbar gegen alle Regeln der Kunst verstößt. Es liegt auch nicht an Netzelkos mit zu guten (!) HF-Eigenschaften. Weiß denn niemand Rat?
Um etwaigen Anfragen vorzubeugen: Nein, das Gerät gehört mir (leider) nicht, und es ist auch nicht zu verkaufen.
Andreas
P.S.: Sinngemäß gelten diese Angabe auch für die anderen Mende-Fünfkreiser, weshalb ich diesen Text auch dort gepostet habe.
In Deutschland hat nur Mende 5-Kreis-Geradeaus-Rundfunkempfänger gebaut. Es entstanden ab 1932 drei Modelle: Superselektiv (SS oder Super-Selektiv bzw. Super Selektiv), dann Ultra Selektiv (Ultraselektiv, US von 1933) sowie 1934 den Ultra-Selektiv 450W. Mende schrieb von 25 Millionenfacher Verstärkung, was natürlich in der Praxis nicht erreichbar ist. Jedenfalls weist er eine Empfindlichkeit auf, die damalige Super nicht erreichten: 4 Mikrovolt für 100 Volt Lautsprecherspannung, ergebend 2 Watt. Bei den üblichen 50 Milliwatt wäre das eine Empfindlichkeit von ca. 0,6 Mikrovolt.
Der Unterschied zwischen dem Superselektiv und dem Ultraselektiv liegt nur im Anzeigeinstrument, wobei das Chassis oben einfach eine geschlossene Brücke führt. Der 5-Kreiser von 1934, Ultraselektiv 450W ist leicht geändert, indem er 2 Mal RENS1294 statt RENS1264 verwendet und im Netzteil Modifizierungen aufweist. Zudem hat er ein anderes Gehäuse mit eingebautem Lautsprecher sowie eine Linearskala mit alphabetisch sortierten Stationsnamen. Siehe Bedienungsanleitung.
Schauen Sie für Unterlagen auch bei Superselektiv von 1932 nach. Beim 450W liegt dazu auch eine Bedienungsanleitung.