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Saturn 54 BD633A

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Philips Radios -: Saturn 54 BD633A [Radio] ID = 17440 782x563
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For model Saturn 54 BD633A, Philips Radios - Deutschland
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Philips Radios - Deutschland
Brand
 
Deutsche Philips-Ges.
Year: 1953/1954 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 9: EC92 EC92 ECH81 EF41 EM34 EBF80 EB41 ECC40 EL84
Main principle Super-Heterodyne (Super in general); ZF/IF 452/10700 kHz
Tuned circuits 8 AM circuit(s)     11 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 125; 220; 240 Volt
Loudspeaker 2 Loudspeakers
Power out
from Radiomuseum.org Model: Saturn 54 BD633A - Philips Radios - Deutschland
Material Wooden case
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 590 x 380 x 270 mm / 23.2 x 15 x 10.6 inch
Notes Bandbreite schaltbar; KW-Lupe.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 13 kg / 28 lb 10.1 oz (28.634 lb)
Price in first year of sale 420.00 DM
Collectors' prices  
Source of data Kat.d.Rundf.GrossH.1953/54 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb


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Forum contributions about this model
Philips Radios -: Saturn 54 BD633A
Threads: 4 | Posts: 13
Hits: 1698     Replies: 0
philips: Philips Saturn 54: Spulenkörper und Kerne
Hans Kamann
21.Mar.04
  1

Die Spulenkörper Röhren tragen am oberen Ende einen weissen Kunsstoffring. Dieser ragt mit einer "Nase" in das Innere und dient als Gewindegang für den Kern. Bei einigen Spulen sind entweder die Nasen der Kunsstoffringe abgebrochen oder die Kerne defekt. Die Kerne haben gegenüber anderen einen gröberen, steileren Gewindegang. Kennt jemand Bezugsquellen für derartige Teile ? Oder gibt es Tips zur Reparatur ? Ich habe mehrere dieser Geräte und versuche nun auch die letzten wieder zum Laufen zu kriegen.

 
Hits: 1549     Replies: 2
philips: BD633A; Saturn 54 hier: ZF Sperrkreis
Hans Kamann
04.Feb.04
  1

Laut Abgleichanleitung sollte der ZF Sperrkreis bei AM auf Minimum abgeglichen werden. Ich denke, die Anleitung ist nicht vollständig, die genannte Spule "S16" ( Bandfilter aus S16 und C29) kann nur die Abstrahlung der ZF in die Antenne vermindern, es müsste heißen: Minimum am Antenneneingang - Oszilloskop erforderlich. Stimmt diese Vermutung ?

Nach umfangreicher Reparatur spielt das Gerät auf allen AM Bereichen hervorragend, bei FM jedoch sind die Wiedergaben letwas verzerrt, speziell die Bässe klingen nicht rein sondern so, als liege man leicht neben dem eigentlichen Sender. Mir fehlt noch eine Strategie zur Fehleranalyse. Empfangsleistungen sind gut. Die vorhandenen Fehler im AM Bereich ließen sich leicht mit meinem dig. Oszilloskop finden, da dies bis max. 5 MHz die Frequenz anzeigt, leider geht dies bei FM nicht mehr. Vielleicht hat jemamand einen oder mehrere gute Vorschläge zur Problemanalyse.

Anmerkung: Der zweite Teil dieses Threads ist mittlerweile gelöst, Ursache war eine nicht einwandfreie EC92 . Nach Austausch und erneutem Oszillatorabgleich jetzt einwandfrei.

Gruss

Andreas Steinmetz
04.Feb.04
  2

Hallo Hans,

ZF-Sperrkreise dienen in erster Linie dazu, eine evtl. von der Antenne kommende Störspannung, die frequenzmäßig in der Nähe der eigenen ZF liegt, gleich am Eingang abzuriegeln. Tut man das nicht, dann kann diese bis in den eigenen ZF-verstärker gelangen, wird dort verstärkt und ergibt durch Überlagerung mit der eigenen ZF ein mitunter starkes Überlagerungspfeifen, das sich nicht mehr herausfiltern läßt. Als Quelle für solch eine störende Spannung am Antenneneingang könnte z.B. ein anderes AM-Radio in Frage kommen. Dieses könnte direkt aus dem ZF-Verstärker in die Umgebung senden, oder über dessen eigenen, ungenügend blockierten Antenneneingang. Normalerweise dürfte der erste Weg überwiegen, aber wenn eine Langdrahtantenne verwendet wird, dann könnte auch der zweite Weg ein echtes Problem darstellen. Und dagegen würde wiederum eine ZF-Sperre im Antenneneingang helfen. Womit wir wieder am Ausgangspunkt unserer Überlegungen angelangt wären...
Im Prinzip ist es egal, in welcher Richtung man den Abgleich durchführt: am Ende steht immer eine korrekt abgeglichen ZF-Falle. Da die ausgestrahlte ZF am Antenneneingang aber nur sehr gering und damit schwer nachweisbar ist, ist der Abgleich auf Minimum hinter dem Sperrkreis viel leichter zu erreichen, weil man dann einfach nur die Meßsender-Ausgangsspannung genügend hoch einstellen muß.
Zum Problem des FM-Empfanges: Vermutlich ist mal wieder ein unsymmetrisch abgeglichener Ratio-Detektor für die Verzerrungen verantwortlich. Außerdem sollte man bei solch einer Gelegenheit den oft tauben Ratio-Elko überprüfen oder gleich auswechseln. Außerdem sollte man alle anderen ZF-Kreise auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen, aber nur dann verstellen, wenn man auch in der Lage ist, den vorgeschriebenen Abgleich durchzuführen. Reagiert ein Kreis dabei auffallend wenig, dann gibt es dort bestimmt einen Fehler (Parallel-C taub?).

 

Tschüß

Andreas Steinmetz

Hans Kamann
04.Feb.04
  3

Hallo Andreas,

danke für die Hinweise. Das von Dir Gesagte macht Sinn. Ich hatte das Gerät nochmals, nachdem der Oszillator einwandfrei arbeitete, abgeglichen. Ich habe zwar keinen "geeichten" Sender und mein Oszi kann keine Freqenz > 5 MHz errechnen, aber "meine ZF" liegt schon sehr nah bei 10.7 MHz ( KW Vergleich mit versch. anderen Radios). Die NF wird jetzt wirklich einwandfrei wiedergegeben. Ein schöner Klang auch bei großer Lautstärke. Ich hatte auch vorsichtshalber alle "Bonbon"- und Teer - Kondensatoren ausgetauscht.

Das Saturn 54 ist jetzt, nach äusserer und innerer Restauration ein echtes Schmuckstück geworden. Hat ein tolles Nachtdesign.

Gruss

 
Hits: 1580     Replies: 3
philips: BD633A; Saturn 54; Demodulation ?
Hans Kamann
15.Jan.04
  1

Ich habe eine Bitte um Hilfestellung bei der Demodulation bzw. der verwendeten Schaltungstechnik. Nach Studium verschiedener Bücher zum Thema sind mir zwar die Grundlagen etwas deutlicher geworden, der entscheidende Treffer konnte jedoch noch nicht gesetzt werden. Ich bitte um verständliches Expertenwissen, keine theoretischen Formeln.

Die Funktion der Baugruppe um die EBF80 und die EB41 ist mir nicht ganz klar. Es geht mir hierbei um FM.

Ich verstehe folgendes:

Durch Kopplung der Filter S51 / S53 wird das verstärkte Signal durch Kathode und Anode der Duo-Diode gleichgerichtet. Die linke Kathode ist also Eingang, die rechte Anode somit Ausgang des gleichgerichteten Signales. Die erzeugte, pulsierende, Gleichspannung wird nun durch den Elko C78 ( Ratioelko 5 µF) geglättet. Somit haben wir hier, bei Veränderung der Signalamplitude, eine erheblich Dämpfung der Ausgangsamplitude. Ich denke das habe ich einigermaßen verstanden.

Vermutung:

Diese Gleichspannung wird nun zum einen für die Aussteuerungsanzeige der EM43 genutzt, als auch, so vermute ich, für eine Schwundregelung. Um also ein Lauter- und Leiserwerden bei unterschiedlichen Empfangsverhältnissen zu verhindern.

Für einen Stromfluss in der Spule S53 ist jedoch ein geschlossener Stromkreis notwendig, ich kann ja nicht einfach nur Gleichrichten. Ich denke, dazu ist die rechte Anoder der EB41 da, oder ? Woher kommt denn aber dann der Stromfluss ? Das induzierte Signal in S53 ( Komplette Spule) kann doch nur zwischen Kathode und Anode einen Stromfluss erzeugen.

Frage: Ist es möglich, dass durch die linke Kathode BEIDE Anoden zur Gleichrichtung benutzt werden ? ? Also von der linken Kathode sinnbildlich zwei Dioden, einmal zur linken anode und zur rechten Anode vorhanden sind ?

Frage: Durch die Ladevorgänge am Elko C78 erzeugen wir nun ausßerdem einen Stromfluss zwischen rechter Kathode und linker Anode. Das hat im Umkehrschluss wiederum eine Auswirkung auf die rechte Anode, also auf den Spulenkreis mit S53, oder ?

Frage: Wo, bzw. wieso erhalte ich ein gleichgerichtetes NF Signal ? Das könnte doch eigentlich nur über die Mittelanzapfung der S53 kommen, zwischen C74 und C75 ist das ja kaum möglich, da wir ja eine stark gedämpfte Amplitude haben.

Vielen Dank im Voraus

Hans Kamann

Andreas Steinmetz
16.Jan.04
  2

Hallo Herr Kamann,

bei der Demodulatorschaltung handelt es sich um einen ganz gewöhnlichen sog. Ratio-Detektor. Es gibt ihn in zahlreichen Schaltungsvarianten. Hier ist es z.B. die meines Wissens am meisten verbreitete, asymmetrische Schaltungsart mit induktiver Eingangskopplung. Solch eine Schaltung wird in fast allen Standard-Werken wie "Funktechnik ohne Ballast" von Otto Limann, um nur eines zu nennen, ausführlich erklärt. Interessant ist, daß verschiedene Autoren die Schaltung auch auf ganz unterschiedliche Weise erklären, mit mehr oder weniger großem Erfolg. Daran sieht man schon, daß sie nicht so ganz leicht zu verstehen ist. Es ist schon merkwürdig: Fast jedes Gerät hat die Schaltung, sie hat auch sehr gute Eigenschaften, aber keiner kann sie so richtig erklären. Alten Beiträgen der "Funkgeschichte" und "Funkschau" entnimmt man, daß auch die Industrie anfangs größere Probleme mit der Dimensionierung, speziell in Fragen der Kopplung der Spulen und deren Güte, hatte. Der Ratio-Detektor ist diesbezüglich relativ kritisch und reagiert auf falsche Dimensionierung nicht selten mit erhöhtem Klirrfaktor und zu geringer Bandbreite. Deshalb zog es die Industrie zunächst auch noch vor, auf andere Demodulatoren, wie z.B. Phasendiskriminatoren oder Spezialschaltungen mit der Röhre EQ 80, zurückzugreifen.
Obwohl ich hier gerne Aufklärungsarbeit leisten würde, ist das im Rahmen eines Threads sicherlich nicht sinnvoll, denn schon die Vermittlung der groben Funktionsprinzipien würde den Rahmen eines Threads sprengen. Unter "Texte" könnte ich mir das schon eher vorstellen. Dann würde ich aber aus Zeitgründen zunächst auf eigene Formulierungen verzichten, sondern einige der Erklärungen aus den Standard-Werken hier unterbringen. Nur: momentan ist es zeitlich nicht drin, leider...
Noch ein paar Anmerkungen zu Ihren Überlegungen:
1. Auch wenn die Schaltung hier unsymmetrisch ausgeführt ist, sollte man sie sich in eine symmetrische Form umzeichnen. Dabei würde man R41 in zwei gleiche Hälften unterteilen und nur die Mitte an Masse legen. Ebenso verfährt man mit C77. Analog müßte man die Masseverbindung des Pluspols des Ratio-Elkos, z.B. am Kontakt K17, unterbrechen. Dann sieht man sofort, daß der Elko nicht nur durch eine, sondern durch beide Dioden mit der Summenspannung aufgeladen wird. Wichtig ist zu erkennen, daß diese Summenspannung nur von der Signalstärke abhängig ist. Da sie durch den Elko, zumindest vorübergehend, konstant gehalten wird, bedeutet das eine relativ gute Begrenzerwirkung, so daß z.B. Funkenstörungen unterdrückt werden können. Die Summe verteilt sich aber auf zwei Teilspannungen, wobei das Verhältnis untereinander von der Abweichung von der Mittenfrequenz abhängt. Dadurch wird die FM quasi demoduliert, und die NF kann am Fußpunkt der sog. "Tertiärspule", S52, abgenommen werden.
2. Die Summenspannung als Maß der Feldstärke kann zur Anzeige (EM34) verwendet werden, aber auch zur Regelung der HF-Stufen. Anders als bei AM ist man aber im Interesse einer möglichst guten Störbegrenzung bereits vor dem Demodulator bestrebt, das Signal möglichst hoch zu verstärken. Dabei geht man sogar soweit, dass einige Stufen bewußt übersteuert werden, so daß die Signale (oben und unten) begrenzt werden, und damit auch Störungen. Dadurch sind z.B. die ZF-Signale keineswegs mehr sinus-, sondern schon eher rechteckförmig. Man denke immer wieder daran, daß es bei FM im Gegensatz zur AM nicht auf möglichst klirrarme Verstärkungung der Signale ankommt, denn die Information, also die Modulation, steckt nur in der Frequenz, und man könnte sie allein anhand der Nulldurchgänge der ZF-Spannung wieder zurückgewinnen!
Deshalb wird auch klar, daß bei FM-Empfängern, wenn überhaupt, meist nur wenige Stufen geregelt werden und die anderen auf voller Verstärkung arbeiten. Geregelt wird meist nur die Stufe vor einer Begrenzerstufe, erkannbar z.B. an auffallend geringer Schirmgitterspannung, oder die Begrenzerstufe selber. Das ganze dient dazu, die Begrenzerstufe immer im optimalen Arbeitspunkt arbeiten zu lassen, damit sie optimal begrenzt. Außerdem wird oft direkt vor dem Ratio-Detektor geregelt, damit dieser nicht extrem übersteuert wird. Alles das findet man z.B. beim Saturn 54 durch die Regelung der EF 41 und EBF 80, letztere aber nur mit ganz niedriger Regelspannung, wieder.
Darüberhinaus regelt man manchmal Stufen quasi als "Notbremse", um massive Übersteuerungen zu vermeiden. Typisch dafür wären Vor- und Mischstufe des Eingangsteils. Diese werden aber verzögert geregelt, also erst ab einer bestimmten Amplitude, denn sonst wäere die Fernempfangsempfindlichkeit unnötig verschlechtert.
3. Sowohl bei der EB 41 als auch bei der an dieser Stelle oft verwendeten EABC 80 sind alle Diodenteile streng voneinander abgeschirmt. Ein Stromfluss von einer Kathode zu zwei Anoden ist also ausgeschlossen.

Übrigens: Unter http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=1015
findet man einen sehr interessanten Beitrag zum Thema!

 

Tschuess

Andreas Steinmetz

Hans Kamann
16.Jan.04
  3

Hallo Herr Steinmetz,

 

zunächst mal vielen Dank für Ihre doch große Mühe ! Ich werde die "Zerlegung" der Schaltung mal versuchen, vielleicht hilft es ja zum Verständnis.

Bis später.

 

Hans Kamann
29.Jan.04
  4

Habe mir jetzt mal die verschiedenen Texte hier im Museum und diese hier http://www.tfh-berlin.de/~rudolph/SuS_03/FM_Demodulation.pdf angesehen, jetzt wird vieles klarer.

Gruss

 
Hits: 1618     Replies: 4
philips-d: BD633A; Saturn 54 - Filter S48/S47
Hans Kamann
01.Nov.03
  1

In meinem Saturn 54 sind die Filter S48/S47 defekt: Die jeweiligen Kerne sind angebrochen, die Spulenkörper lediglich im oberen Bereich gebrochen, Spulen und Kontakte i.o. Ich denke, dass ich das wieder reparieren oder nachbilden kann.

Ich suche passende Kerne mit ca. 4mm Durchmesser. Kennt jemand eine Einkaufsquelle ?

Ich bekomme des öfteren Geräte, bei denen die Kerne ziemlich festsitzen. Beim ersten Drehversuch bricht der Schlitz, der Kern muss mühselig ausgebaut werden. Teilweise kann man zum Glück die Kerne von der Rückseite aus herausdrehen, wenn (!) dort ein Schlitz im Kern und ein Zugang zum Selbigen  ist. Kennt jemand einen Trick, um festsitzende Kerne zu lösen oder Kerne mit gebrochenem Schlitz aus der Spule zu bekommen ?

Gruss

Mario Tieke
02.Nov.03
  2

Hallo

Die Kerne sitzen meist durch Wachs, welches in die Gewindegänge ist fest. Ich nehme meist ein Tropfen Öl und ein angewärmtes gut passende Werkzeug und versuche den Kern langsam hin und her zu bewegen,bis sich der Kern komplett drehen läst. Bei schlecht passendes Werkzeug ist die Gefahr sehr groß,das der Kern zerbricht und der Kern durch Splitter noch schlechter entfernen läst. Den Tropfen Öl kann man meist auch einsparen - ist nur,dass das Wachs nicht wieder alles verklebt bis man den Kern raus hat. Hat man kein Ansatzpunkt für's Werkzeug hilft nur noch ein Diamantfräskopf, um ein Ansatzpunkt zu schaffen. Bei Farbversiegelung klappt es auch. 

Gruß Mario   

Hans Kamann
05.Nov.03
  3

Das mit dem Erwärmen ist ein guter Tip. Ich habe mit einem Fön die Filter vorsichtig erwärmt, festsitzende Kerne lassen sich danach leicht herausdrehen. Sobald das Wachs weich geworden ist lassen sich die Kerne drehen ohne zu zerbrechen.

Gruss

Hans Kamann
13.Jan.04
  4

In einem alten Reparaturbuch ( Quelle gebe ich später an) fand ich folgenden Hinweis:

Nicht mehr verstellbare, gebrochene Kerne kann man zur Not so belassen. Man kann denentsprechenden Kreiskondensator verkleinern und einen Trimmkondensator parallel zum Kreiskondensator schalten. Nun ist ein Abgleich auf die erforderliche Frequenz mithilfe des Trimm Cs möglich.

Was ist davon zu halten ?

 

Jacob Roschy
13.Jan.04
  5

Hallo Herr Kamann,

Für ZF-Kreise hört sich das sehr plausibel an, es kann gut sein, dass ich das irgendwann auch selbst einmal so gemacht habe. Nur wenn der L-Wert extrem falsch liegen würde, hätte dies eine Auswirkung auf die Kreisgüte oder den Koppelfaktor. In der Praxis sind es wohl eher nur einige % Abweichung vom L-Sollwert, welche dann leicht durch einen C-Trimmer ausgeglichen werden können. Im Vor- Eisenkern- Zeitalter wurden die ZF- Filter auch nur C- mäßig abgeglichen.

Weniger Erfolg wird man mit dieser Methode haben bei Eingangs- und Oszillatorkreisen von Superhets oder bei Geradeaus- Zwei- und Mehrkreisern. In diesen Fällen muss man sowohl C- und L- Abgleichungen vornehmen, um auf Gleichlauf der Kreise zu kommen. Man hat dann nur noch die wenig komfortable Möglichkeit, die noch intakten Kreise auf den nicht mehr einstellbaren Kreis nachzuziehen, dann muss man allerdings auf die Skaleneichung verzichten.

MfG JR

 
Philips Radios -: Saturn 54 BD633A
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