Model: Freiburg Automatic 9






Antique radios, Old Time Radios

Freiburg Automatic 9
Country:
Germany
Manufacturer/Brand:
SABA; Villingen
Year: 1958 / 1959
Type:
Broadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.Radio or Tuner
Mod.-ID = 6557
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Schematics etc.: 11 (for
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Principle
Superhet - normally without a preamplification stage (as far as known). Please use «To add informations to model» if you know more! Thanks.
Récepteur TSF superhétérodyne. Normalement sans préamplification de HF.
Superhet ohne Vorstufe.
Nicht immer war bei der Erfassung klar, ob der Empfänger eine Vorstufe aufweist oder nicht. Im Zweifelsfall kam das Gerät in diese Kategorie.Super-Heterodyne (Super in general); IF-Freq. 460 kHz
Tuned circuits
10 AM circuit(s);
13 FM-circuit(s)
Wave bands
AM (long-, medium- and short waves) and FM (VHF). GO, PO, OC et MF (onde ultra-courte, bande FM).
LW, MW, KW und UKW
Wahrscheinlich sind keine Bänder unterteilt. Bei älteren europäischen Geräten ist der UKW-Bereich noch nicht bis auf 108 MHz erweitert (87,5 oder 88 bis 100 oder bis 104).Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM.
Details
Radio Control (+Remote Contr.)
Power type and voltage
AC set plus voltage range.
/ = 2 different voltages
- = voltage from-to
* = «Special»
Apparareil à courant alternatif. Tensions mentionnées.
/ = 2 Spannungswahlen
- = von-bis
* = Fabrikwahl/«Spezial»
Trafo ist nicht immer mit Primär- undSekundärwicklungen versehen. Dadurch kann das Chassis ein gefährlichesPotential führen.Alternating Current supply (AC) / 110-220 Volt
Loudspeaker/pwr.out
4 built-in loudspeakers of any principle.
4 haut-parleurs.
4 Lautsprecher, meist permanentdynamisch. Mischformen sind möglich - z.B. für Hochtöner. Diese Daten finden Sie eventuell in den Bemerkungen zum Gerät.4 Loudspeakers
from Radiomuseum.org
Model: Freiburg Automatic 9
Material
Wooden case. Most radios have a wooden cabinet until the WW2. Caisse en bois.
Die meisten Heim-Rundfunkempfänger führen von Beginn an bis etwa Ende 60er Jahre Holz als Gehäuse. Auch frühe Reiseempfänger zeigen Holz (speziell in den 20er Jahren) oder Holz mit Stoffüberzug etc.Wooden case
Shape
Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD)
700 x 445 x 310 mm / 27.6 x 17.5 x 12.2 inch
Valves / Tubes
12:
= 1/2 ECC81 / 12AT7EC92
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Notes
2 Dioden: RL232, Netzgleichrichter: B250C150; Motor-Steuerung; Kabel-Fernbedienung. Es gibt noch die Exportversion als Automatic 400 T9 dafür mit UKW bis 108 MHz.
Picture reference
Eine Abbildung findet sich im Doppelband "Radio von gestern"
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Freiburg Automatic 9 (SABA; Villingen)
Hallo liebe Radiofreunde der SABA-Technik,
nachdem mir nun eine Wicklung des Steuermotors der Automatik "abgeraucht" ist, half mir auf mein Inserat hier im RM hin der Herr Horst Willers mit einem Motor aus einem Freiburg 6 3D weiter. Beim Durchmessen der Wicklungen habe ich statt der sonst üblichen 1 kOhm hier 3 kOhm pro Wicklung gemessen. Außerdem ist mir auch optisch ein Unterschied aufgefallen, den ich auf den nächsten Bildern darzustellen versuche:
Dies ist der Motor aus dem Freiburg 6 3D (Pfeil zeigt auf schmale Wicklung)
und dies ist der Motor aus dem Freiburg 9 (Pfeil zeigt auf breite Wicklung)
hier für Kenner nochmals der komplette Motor aus dem Freiburg 6 3D
Wie man sehen kann, sind die Wicklungen beim Freiburg 6 3D-Motor wesentlich flacher. Nun habe ich auf den hier zu den Modellen eingestellten Fotos einen derartigen Motor nicht ausfindig machen können. Alle Motoren wiesen die breitere Wicklung auf. Kann mir hier ein Experte weiterhelfen? Könnte ich diesen Motor, vorausgesetzt, er passt körperlich, problemlos trotz der 3kOhm-Wicklungen an der Steuerelektronik betreiben oder muss ich die Phasenkondensatoren hinsichtlich ihrer Werte ändern? Muss ich mich letztendlich nun doch um Ersatz speziell für das Modell 9 bemühen?
More...
Wie angekündigt, folgt nun der 2. Teil, der sich etwas intensiver mit der Thematik Ausgangstrafo beschäftigen soll.
Da ich auf mein Gesuch im RM leider keine positive Resonanz bekam, begab ich mich auf den steinigen Weg und baute den Trafo aus. Zuvor wurden Fotos aus allen Lebenslagen vom Umfeld geschossen, denn an "einfach mal schnell auslöten" war hier nicht zu denken.
Der Trafo ist offensichtlich eines der ersten Teile, die in das Chassis montiert worden sind. Auf dem Trafo befinden sich noch Teile der Gittervorspannungserzeugung, und die Anschlussdrähte sind auch recht breit im Umfeld des Trafos gestreut. Zusätzlich zu den Fotos fertigte ich sicherheitshalber noch eine Skizze aller Anschlüsse, die ich trennen musste, an.
Danach hielt ich noch alle Gleichstromwiderstände, die ich gemessen hatte, fest. Die Differenz der Primärwicklungen bezeichne ich schon als extrem. Bei der vermutlich intakten Wicklung betrug der Widerstand 300 Ohm, während die "kranke" Wicklung lediglich auf 175 Ohm kam. Da ich jedoch nicht wusste, ob 300 Ohm auch wirklich der "windungsschlussfreie" Wert war, nahm ich mir vor, eine genaue Berechnung (weiter unten) durchzuführen, wenn ich die Windungszahl kenne.
Nachdem ich die Lötösenleiste vom Rahmen des Trafos montiert hatte, konnte ich durch sanftes Klopfen mit einem kleinen Hammer Rahmen und Trafo voneinander trennen. Das Ausblechen ging besser von der Hand, als ich zunächst einmal annahm. Hier zeigt sich die hervorragende Qualität der wechselseitig geschichteten Bleche, die keinerlei Rost aufwiesen.
Nun ging es ans Abwickeln. An dieser Stelle wusste ich noch nicht, wo genau sich der Windungsschluss befand. Im "worst case" hätte ich alles herunterwickeln und zählen müssen. Dies wäre sicherlich einer vollständigen Dokumentation des Ausgangstrafos sehr dienlich gewesen, aber wer schon einmal einen Trafo von Hand von seinen Wicklungen befreit hat, weiß, dass eine solche Arbeit nicht wirklich das ist, wonach man strebt. Noch dazu, wenn infolge Windungsschluss ein Teil der Lagen benachbarter Windungen eine Symbiose miteinander eingegangen sind und einem ständig der Draht beim Zählen reißt. Nach dreistündigem kompletten Abwickeln der ersten Primärwicklung, die noch eine Anzapfung für die Schirmgitter (Ultralinearschaltung) enthielt, konnte ich nun in Kenntnis der Windungszahl eine Berechnung des Gleichstromwiderstands durchführen. Bei einem durchschnittlichen Umfang einer Windung von 12cm und 1840 Windungen war der Draht immerhin 221m lang. Unter Einbeziehen des spezifischen Widerstands von Kupfer, des Drahtdurchmessers sowie der Gesamtlänge errechnete ich einen Widerstand von 298 Ohm (300 Ohm gemessen), was mir signalisierte, dass ich keine weiteren Wicklungen vom Spulenkörper herunterbringen musste.
Hier sind alle Daten des Trafos, die ich aufnehmen konnte, nochmals zusammengefasst.
Ich gehe davon aus, dass auf Grund der Gleichartigkeit der Endstufenschaltungen (Ultralinear) diese Daten auch auf die Modelle Freiburg 7 und 8 Automatic 1:1 übertragbar sind.
Den Drahtdurchmesser der Gegenkopplungswicklung konnte ich nicht verlässlich messen, da hier wegen saba: 9; Freiburg Automatic - Restaurationsbericht (28.05.2009) André Kleeberg
Hallo liebe Radiofreunde,
im Forum befinden sich bereits erstklassige Reparaturberichte zum Thema Freiburg Automatic. Deswegen werde ich meinen Bericht weitestgehend kurz halten und nur an wichtigen Stellen, die ich für erklärenswert halte, in die Tiefe gehen, denn wie man eine defekten Kondensator ermittelt, dürfte inzwischen jedem bekannt sein...
Nachdem ich wirklich viele Stunden an diesem Gerät verbracht habe, ist es nun in einem Zustand, der das Kennerherz höher schlagen lässt. Doch bis dahin war es ein echt steiniger Weg!
Ende Februar 2009 ersteigerte ich das gute Teil für 132 EUR bei Ebay. Beim Auspacken war ich von dem doch recht passablen äußeren Zustand angetan. Lediglich auf der Oberseite, genauer gesagt über dem Netztrafo, war der Lack rissig, und man hatte hier mittels Edding-Stift die hellen Stellen etwas nachgebessert. Die Tasten wurden teilweise gegen andersfarbige ausgetauscht.
Das Problem der Tasten wurde mittels Tausch gegen gleichfarbige aus dem Fundus von Herrn Werner Hauf, der mir auch noch in anderen Situationen hilfreich zur Seite stand, gelöst.
Beim vorsichtigen Inbetriebnehmen über Regeltrenntrafo machte sich ein surrendes Geräusch aus dem Radiokorpus bemerkbar, was mich vorerst davon abhielt, weiter hochzuregeln. Nach dem Öffnen entpuppte sich der Übeltäter: das Ein- und Ausschaltrelais. Ursache dafür war ein angebrochener Kontakt unter der Netz an/aus-Taste, den ich mit etwas Lötzinn verstärkte.
An dieser Stelle nun eine Aufzählung von weiteren Defekten und Mängeln, die ich beseitigen musste:
1. Stahlseil FM gerissen - erneuert
2. Tastenbeleuchtungen auf 3,5V-Lämpchen umgestellt (dafür 22 Ohm-Vorwiderstand in Rückleitung eingesetzt).
3. Wippe für AM-Endlagenschalter wegen Verharzung fest - war nur mit Erhitzung herunterzubekommen - gereinigt, geölt, alles prima!
4. Antrieb Peilantenne siehe 3.
5. alle Kontaktfedern incl. Endlagenschalter für Automatic gereinigt und justiert
6. defekte Skalen- und Signallampen ersetzt
7. Motor und Getriebe der Suchlaufautomatik zerlegt, gereinigt und geschmiert
8. Motorkondensatoren ersetzt (preventiv, im Forum hier oft empfolen), jedoch die Originalteile an ihren ursprünglichen Orten belassen
9. Duplex-Kupplung getauscht und justiert - Dank an Herrn Werner Hauf!
10. Röhren EM84, EF86 wegen Defekt und 2xEL84 (gegen matched pair) sicherheitshalber ersetzt.
11. 22 defekte bzw. "verdächtige" Kondensatoren vorwiegend im NF- und Automatic-Bereich ersetzt
12. FM-HF + ZF und Suchlaufautomatik abgeglichen, UKW auf 104 MHz durch Abgleich (andere Variometerkerne standen mir leider nicht zur Verfügung) erweitert, AM funktionierte bereits einwandfrei
Nach eingehendem Studium der Funktionsweise der Automatic - Schaltung habe ich diese noch für das Anhalten bei schwächeren Sendern modifiziert: durch Erhöhen des Widerstands R90 von 220k auf 470k erreicht man, dass das Verhältnis Suchlaufantriebsspannung zum Abschaltsignal aus dem Diskriminator sich zugunsten des letztgenannten verschiebt, da die Überlagerung nicht mehr so groß ist. Sicherlich ist hier auch noch ein gewisser Spielraum für eigene Experimente, aber ich habe es schließlich bei 470kOhm belassen.
13. die Krönung des Ganzen: Windungsschluss am Ausgangstrafo und keine Chance, Ersatz zu bekommen (einen Hilferuf gab es bereits im Forum)
Hallo liebe Radiofreunde,
hier kommt ein erneuter Hilferuf von mir:
Nach Fertigstellen vieler zeit- und kostenaufwendigen Reparaturarbeiten an meinem guten Stück bin ich mit der Ausgangsleistung noch völlig unzufrieden. Eine Messung der Anoden- und Schirmgitterspannungen zeigte eine gewisse Unsymmetrie. Nun habe ich mir die Signale mit dem Oszilloskop angeschaut und festgestellt, dass die Wechselspannungen an den Anoden stark voneinander abweichen. Eine ohmsche Messung des Ausgangstrafos bestätigte, was ich schon vermutete: eine Seite des Ausgangstrafos hat offensichtlich Windungsschluss.
Nun meine Fragen:
1. Kennt jemand die Gleichstromwiderstände an diesem Trafo, die sich im Normalfall einstellen müssten (nur so kann ich einschätzen, ob beide Seiten der Primärwicklung Windungsschluss haben)?
2. Beim Recherchieren ist mir aufgefallen, dass rein von der Schaltungstechnik der Endstufe her der Ausgangstrafo vom Freiburg 7 und 8 dem vom Freiburg 9 sehr ähnlich sein müsste. Kann das jemand bestätigen?
Leider sind im Radiomuseum nur für das Freiburg 9 die Stücklisten hinterlegt, so dass man die Ersatzteil-Nummern nicht miteinander vergleichen kann.
3. Für den Fall, dass ich nicht mehr in der Lage sein sollte, solch ein Teil aufzutreiben (ich werde eine entsprechende Suchanzeige noch an der richtigen Stelle hier im RM platzieren), kennt jemand die Windungszahlen? Natürlich kann man diese auch beim Abwickeln in der Not zählen - aber wenn es eventuell auch bequemer geht...
Über ein Feedback würde ich mich riesig freuen!
André Kleeberg
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Reparaturmaßnahmen zur SABA Automatic Steuerung
Eine genaue Beschreibung über Funktion und Reparatur des Sendersuchlaufs ist bei den Schaltbildern zu den Modellen Freiburg 7 und Freiburg 125 hinterlegt.
Mit freundlichen Grüßen
Marc Goeritz