Meersburg-Automatic 8

SABA; Villingen

  • Year
  • 1957/1958
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 21194
    • Brand: Schwer & Söhne, GmbH

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 Technical Specifications

  • Number of Tubes
  • 10
  • Number of Transistors
  • Main principle
  • Superheterodyne (common); ZF/IF 460/10700 kHz
  • Tuned circuits
  • 8 AM circuit(s)     11 FM circuit(s)
  • Wave bands
  • Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
  • Power type and voltage
  • Alternating Current supply (AC) / 110, 130, 155, 185, 220 Volt
  • Loudspeaker
  • 4 Loudspeakers
  • Power out
  • 6 W (unknown quality)
  • Material
  • Wooden case
  • from Radiomuseum.org
  • Model: Meersburg-Automatic 8 - SABA; Villingen
  • Shape
  • Tablemodel with Push Buttons.
  • Dimensions (WHD)
  • 650 x 415 x 300 mm / 25.6 x 16.3 x 11.8 inch
  • Notes
  • motorischer Sendersuchlauf; dreh- und abschaltbare Ferritantenne..
    Abgleich (auch Steuerfilter)
    Alignment (also automatic filter)

    Die Grosshandelskataloge 1957/58 nennen 8 AM-Kreise und 11 FM-Kreise was der tatsächlichen Kreiszahl des Empfangsteils entspricht.

    In der Saba-Service-Dokumentation werden jedoch 11 AM-Kreise (davon 1 Hilfskreis) und 14 FM-Kreise genannt. Der Unterschied kommt durch die zusätzlichen Kreise der Motorsteuerung (Diskriminatorfilter) zustande. Sie werden in der allgemein üblichen Zählweise für Kreise nicht berücksichtigt, da sie für das Empfangsverhalten wie z.B. der Trennschärfe nicht von Einfluss sind.

  • Net weight (2.2 lb = 1 kg)
  • 17.4 kg / 38 lb 5.2 oz (38.326 lb)
  • Price in first year of sale
  • 599.00 DM
  • External source of data
  • Erb
  • Literature/Schematics (1)
  • -- Original-techn. papers.

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 Forum

Forum contributions about this model: SABA; Villingen: Meersburg-Automatic 8

Threads: 4 | Posts: 9

Hallo Sammlergemeinde,

bei meinem Saba Meersburg 8 fehlen die seitlichen Lautsprecher. Kann mir jemand weiterhelfen, damit ich korrekt suchen kann:

1. In welchen Modellen wurden die gleichen Lautsprecher eingebaut?

2. Hat vielleicht jemand welche rumliegen, die er abgeben könnte?

3. Gibt es Sammlerkollegen im Großraum München, die mir ggf. beim Abgleich von Röhrenradios behilflich sein könnte und möchte?

Vielen Dank für Ihre Mühe und Hilfestellung. Ich freue mich auf Ihre Gedanken und Ratschläge.

Viele Grüße

Klaus Pahr

Klaus Pahr, 01.May.13

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Eigentlich wollte ich ja keine Gebissradios der 50'er und 60'er Jahre mehr, aber bei einem äußerlich recht gut erhaltenen Saba Meersburg-Automatic 8 für 10,- Euro konnte ich dann doch nicht nein sagen zumal ich vor 10 Jahren schon einen Saba Meersburg-Automatic 9 erstanden und restauriert hatte. Nach einer längeren Phase mit Geradeausempfängern reizte mich dann doch dieses technisch etwas anspruchsvollere Gerät.

Befund mechanisch:
äußerlich recht gut erhalten, nur übliche Gebrauchsspuren.
innen stark verstaubt, waagerechte Chassisflächen unter dem Staub leicht angerostet, da längere Zeit nach Außerbetriebnahme im Keller gelagert.
Antriebsachse für Ferritantenne festgerostet.
Seilscheibe auf Drehko locker.

Befund elektrisch:
Stromaufnahme ca. 20% über Nennwert.
Anodenspannung ca. 20% unter Nennwert.
eine Skalenlampe und Lämpchen in KW-Taste defekt.
Entstör-C sekundärseitig (C58) Vergussmasse ausgelaufen.
AM-Empfang schwach mit Krachgeräuschen (Kontakte an der Ferritantenne).
FM-Empfang gut, aber Ratio-Detektor nicht korrekt abgeglichen.
Verzerrungen Nf-seitig, beeinflussbar durch Betätigung des Basseinstellers.
EM34 schwach aber gerade noch brauchbar.
Sendersuchlauf und Schnellverstellung funktionierten nicht, Steuerwippe rastete nicht ein, aber leichtes Drehmoment am Abstimmknopf spürbar.
nach 10 Minuten Probebetrieb brannte der 1,6 k Siebwiderstand (R82) im Netzteil durch.

Nach gründlicher Reinigung des Chassis wurden alle erkennbaren mechanischen Defekte behoben und alle Kontakte gereinigt.
Für die zu hohe Stromaufnahme und die durch den Basseinsteller beeinfussbaren NF-Verzerrungen war (was schon ein leicht angebräunter Kathodenwiderstand der Endröhre vermuten ließ) der Koppel-Kondensator C73 zur EL84 verantwortlich. Die Gittervorspannung der EL84 betrug nur noch knapp -2 Volt. Nach Austausch von C73 hatten sowohl die Stromaufnahme als auch die Anodenspannung Nennwert.
Der Selen-Flachgleichrichter wurde versuchsweise durch eine Silizium-Brücke ersetzt. Durch deren geringeren Innenwiderstand lag die Anodenspannung ca. 20% über Nennwert. Dies hätte durch einen Widerstand ausgeglichen werden können. Da aber der Selen-Gleichrichter noch nicht auffällig war, wurde er dann doch belassen.
Die noch bei größeren Lautstärken auftretenden Verzerrungen wurden durch defekten C98 im Stummschaltungszweig hervorgerufen (Beeinflussung der Gittervorspannung der EF86).
Für das zu geringe Drehmoment des Verstellmotors war der defekte 0,4µF Kondensator C116 parallel zur Steuerwicklung verantwortlich.
Da nun schon der dritte braune Kondensator (Fabrikat Saba) für einen Fehler verantwortlich war, wurden alle Kondensatoren dieser Bauform untersucht. Obwohl äußerlich ok, also keine ausgelaufene Vergussmasse, wiesen alle Kondensatoren Isolationswiderstände zwischen 1 bis 3 M auf, also unbrauchbar, besonders in den hochohmigen Schaltungsteilen. Sie wurden alle ausgetauscht. Das Gleiche galt auch für einen Teil der blauen Kondensatoren (Fabrikat Saba), jedoch lag der Innenwiderstand bei diesen Typen nicht ganz so niedrig. Hier hat Saba also ganz schlechte Qualität eingebaut. Das Foto zeigt beide Bauformen.

Nach dieser Radikalkur funktionierte das Gerät schon recht gut.
Blieb also noch die Kontrolle des Abgleichs und die Funktion des Sendersuchlaufs.
Um das Anschließen von Instrumenten zu erleichtern, wurde ein Adapter für die 7-polige Röhrenfassung angefertigt. Er wurde in einer vorhandenen Bohrung befestigt und kann leicht wieder entfernt werden (siehe Foto).

Eine Überprüfung ergab, dass die Skaleneichung stimmte, also Oszillator nicht abgeglichen werden musste. ZF-Teil wurde neu abgeglichen. Dies wäre aber bis auf das Ratio-Filter für FM nicht notwendig gewesen. Lediglich der geringfügige Nachgleich der AM-Vorkreise brachte eine Verbesserung.

Die Reparatur der Abstimm-Automatic ist hier ausführlich beschrieben.
Leider fand ich diesen Beitrag erst nach erfolgter Reparatur, aber dem ist kaum etwas hinzuzufügen und bestätigt meine Erfahrungen. Einige Anmerkungen seien trotzdem erlaubt:
Das maximale Drehmoment und die maximale Geschwindigkeit sind nur mit den im Schaltplan angegebenen Werten für die Motor-Kondensatoren C116 = 0,4µF und C119 = 0,35µF und einer neuen ECL80 zu erreichen. Wenn dann auch noch die Seilzüge und das Motorgetriebe gut leichtgängig sind, kann das dazu führen, dass die Motorgeschwindigkeit für den  Suchlauf auf KW zu hoch ist. (Die Schaltung bezüglich Bremsstrom bei Suchlauf weicht hier vom Freiburg 125 ab). Man bedenke, dass bei KW der bestrichene Frequenzbereich pro Motorumdrehung rund 10 x größer als bei MW ist. Eine Vergrößerung von C116 um 0,1µF oder eine etwas schlechtere ECL80 kann hier Abhilfe bringen. Den leichten Rückgang von Drehmoment und Geschwindigkeit kann man verkraften, wenn man auf die korrekte Suchlauf-Funktion auf KW Wert legt. Möglicherweise gibt es aber noch eine elegantere Methode, die Suchlaufgeschwindigkeit zu reduzieren, aber an den Widerstandswerten wollte ich nichts ändern.

Man vermeide bei den Versuchen, ein Optimum des Steuerfilter-Abgleichs zu finden, ein zu häufiges Verdrehen der Kerne. Die Kerne werden immer leichtgängiger. Das Einstellen wird somit immer schwieriger. Einen Versuch, die Kerne wieder schwergängiger zu machen, habe ich nicht unternommen. Man kann es bei diesen filigranen Filtern meist nur noch verschlimmbessern, aber vielleicht kennt ja jemand eine Lösung.

Mit einem Röhrenvoltmeter (Nullpunkt Mitte) zwischen den Prüfbuchsen M und Y lässt sich sehr gut der richtige Abgleich des Steuerfilters kontrollieren (Symmetrie und Verlauf der Abstimm-Spannung). Saba empfiehlt hier ein Mikroamperemeter mit Nullpunkt Mitte aber ein RVM tut es auch.

Hier verweist Herr Bauer noch auf einen Tipp von Herrn Knoll bezüglich der Funktion der Steuerwippe und des 1k-Widerstandes R75. Bei meinem Gerät war ein defekter C117 dafür verantwortlich, dass die Steuerwippe nicht abfiel.

In PCB-Kondensatoren  (Post 9) verweist Herr Hasselmeier auf den PCB-haltigen 0,35µF-Motor-Kondensator C119. Wenn ich mich dazu entschließen sollte, das Gerät für Dauergebrauch herzurichten, werde ich wohl diesen Kondensator und auch den Selen-Gleichrichter aus Sicherheitsgründen auswechseln müssen.

Weitere Arbeiten am Gerät waren die bei einer Restaurierung üblichen und müssen nicht extra erwähnt werden.

Die verwendeten Unterlagen, auf die sich auch die Bauteileangaben beziehen, waren die auf der Modellseite hinterlegten Original-Unterlagen von Saba und die beim Freiburg 125 hinterlegte Beschreibung der Motor-Elektronic.

Es hat viel Spaß gemacht und das Gerät spielt wieder hervorragend.

Hans-Dieter Haase

Hans-Dieter Haase † 5.2.18, 01.Aug.06

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Hallo...
Ich würde in meinem Meersburg 8 von Saba gerne die beiden Gleichrichter
"E 25 C5" und "E 62,5 C5" gegen Neuteile austauschen.
Nun habe ich mal gehört, dass es problematisch wäre einfach irgendeine neue
Diode dafür einzusetzen.
Gibt es eigentlich irgendwo Tabellen, in denen steht, wodurch man solch alte Bauteile ersetzen kann?

mit freundlichem Gruss und bestem Dank :-)

Alexander Heinrichs, 28.Apr.06

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Eine genaue Beschreibung über Funktion und Reparatur des Sendersuchlaufs ist bei den Schaltbildern zu den Modellen Freiburg 7 und Freiburg 125 hinterlegt.
Mit freundlichen Grüßen
Marc Goeritz

Marc Goeritz, 14.Apr.06

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