Model: Smaragd






Antique radios, Old Time Radios

Smaragd
Ab S/N 571601
Country:
Germany
Manufacturer/Brand:
Schaub und Schaub-Lorenz
Year: 1950 / 1951
Type:
Radio or TunerBroadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.
Mod.-ID = 6054
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Schematics etc.: 7 (for
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Principle
Super-Heterodyne (Super in general); IF-Freq. 468/10700; 2 AF-stage(s)Superhet - normally without a preamplification stage (as far as known). Please use «To add informations to model» if you know more! Thanks.
Récepteur TSF superhétérodyne. Normalement sans préamplification de HF.
Superhet ohne Vorstufe.
Nicht immer war bei der Erfassung klar, ob der Empfänger eine Vorstufe aufweist oder nicht. Im Zweifelsfall kam das Gerät in diese Kategorie.
Tuned circuits
6 AM circuit(s);
8 FM-circuit(s)
Wave bands
Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM.AM (long-, medium- and short waves) and FM (VHF). GO, PO, OC et MF (onde ultra-courte, bande FM).
LW, MW, KW und UKW
Wahrscheinlich sind keine Bänder unterteilt. Bei älteren europäischen Geräten ist der UKW-Bereich noch nicht bis auf 108 MHz erweitert (87,5 oder 88 bis 100 oder bis 104).
Power type and voltage
Alternating Current supply (AC) / 110; 127; 220 VoltAC set plus voltage range.
/ = 2 different voltages
- = voltage from-to
* = «Special»
Apparareil à courant alternatif. Tensions mentionnées.
/ = 2 Spannungswahlen
- = von-bis
* = Fabrikwahl/«Spezial»
Trafo ist nicht immer mit Primär- undSekundärwicklungen versehen. Dadurch kann das Chassis ein gefährlichesPotential führen.
Loudspeaker/pwr.out
Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil)Permanent magnet type moving coil speaker (principle by Rice-Kellog, without field excitation coil).
Haut-parleur avec système dynamique à aimant permanent (sans bobine d`excitation).
Permanentdynamischer Lautsprecher, also (modernes) Tauchspulenprinzip mit Selbsterregung bzw. Permanentmagnet statt Magnetspule. Siehe «Radios von gestern» Seiten 329ff.
/ 4 W
/ Ø 21 cm = 8.3 inch
www.radiomuseum.org
Model: Smaragd Ab S/N 571601
Material
Wooden caseWooden case. Most radios have a wooden cabinet until the WW2. Caisse en bois.
Die meisten Heim-Rundfunkempfänger führen von Beginn an bis etwa Ende 60er Jahre Holz als Gehäuse. Auch frühe Reiseempfänger zeigen Holz (speziell in den 20er Jahren) oder Holz mit Stoffüberzug etc.
Shape
Tablemodel, low profile (big size).
Dimensions (WHD)
520 x 362 x 220 mm / 20.5 x 14.3 x 8.7 inch
Valves / Tubes
4:
ECH71
(more
for members)
Notes
3 Germanium-Dioden (DS601, 2× DS80) für UKW-Mischer und AM-FM Demodulation. [FS5016]
Net weight (2.2 lb = 1 kg)
9.6 kg / 21.2 lb
Price in first year of sale
339
DM
Collectors' prices
2 Collector prices (for members)
Source of data
Kat.d. Rundf.Gr.Handel 1950/51Katalog des Rundfunk-Grosshandels 1950/51 (VERG)
/ Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Mentioned in
Funk-Technik (FT)In der Zeitschrift Funk-Technik (61, FT) geführt. Die aufgeführten Zahlen (JJNN) zeigen das Ausgabejahr, gefolgt von der Nummer. Autor ist Curt Rint. Die Zeitschrift kommt aus dem Wedding-Verlag GmbH, Berlin.
(5109)
Literature/Schematics
-- Original-techn. papers.Die Daten stammen aus technischen Unterlagen des Herstellers - aus der Zeit der Herstellung.
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Further information on
Smaragd Ab S/N 571601 (Schaub und Schaub-Lorenz)
Schaub Smaragd, ein interessanter AM-FM-Empfänger
Mit nur 3 Röhren (2x ECH71, EEL71) nebst Abstimmanzeige EM71 realisierte die Firma Schaub 1950 das Modell Smaragd (baugleich ist Lorenz Weser W ), ein vollwertiger UKW-FM Bereich war neben den 3 AM-Bereichen verfügbar. Möglich wurde dies durch den wohl erstmaligen Einsatz von 3 Germanium-Dioden in einem Rundfunk-Empfänger aus deutscher Fertigung. Die Dioden DS601 und DS80 des Herstellers SAF (Süddeutsche Apparatefabrik, Bauelementewerk der C.Lorenz AG in Nürnberg) wurden für den AM-FM Demodulator und für die UKW-Mischung eingesetzt.
Die Prinzipschaltung zeigt die Arbeitsweise des Empfängers:
Der UKW-Bereich
Die Antennenspannung gelangt über den fest auf Bandmitte abgestimmten Eingangskreis auf das Gitter der Triode Rö.2, einer E C H71. Eine nennenswerte HF-Verstärkung findet hier nicht statt, Zweck ist die Trennung der Mischstufe vom Antenneneingang. Die HF wird im Anodenkreis mittels Variometer abgestimmt und über einen Kondensator an die Mischdiode DS601 geführt. Der UKW-Oszillator schwingt mit der Triode Rö.1, die Ankoppelwicklung des Variometerkreises führt die Oszillatorspannung an die Kathode der Mischdiode. Dies stellt die einfachste Form einer additiven Mischschaltung dar. Die entstehende ZF von 10,7MHz wird mit dem Einzelkreis UU ausgekoppelt, im 2-stufigen Bandfilter-gekoppelten (WU, XU) ZF-Verstärker mit den beiden Heptodensystemen der ECH71 (Rö.1 und Rö.2) verstärkt und nach Passieren des Ratiofilters YU, ZU mit 2 Ge-Dioden DS80 demoduliert. Der Ratiodemodulator ist symmetrisch geschaltet. Der Röhrensatz wird im UKW-Bereich also komplett augenutzt!
Die AM-Bereiche
sind als 6-Kreis-Super konventionell realisiert. Rö.1 arbeitet als fremdgesteuerte multiplikative Mischstufe, die Heptode von Rö.2 fungiert als ZF-Verstärker. Eine Besonderheit stellt hier den Einsatz einer der beiden Dioden des UKW-Demodulators als AM-Demodulator und Regelspannungsquelle dar. Dies war erforderlich, da ja keine Röhren-Diode zur Verfügung steht. Die Triode von Rö.2 wird in der AM-Schaltung nicht benutzt.
Additive Mischung mit Halbleiterdioden
Die bekannten Mischschaltungen mit aktiven Bauelementen (Röhre als z.B. Triode, Pentode, Heptode; Transistor bipolar oder FET) weisen eine mehr oder weniger grosse Mischverstärkung auf, im Gegensatz dazu hat ein 2-Pol Mischer immer einen nicht unerheblichen Mischverlust . Bei Germanium-Dioden liegt dieser Wert bei 8 oder schlechter, Silizium-Dioden (z.B. 1N81) wären hier verlustärmer.
Dies ist natürlich auch im Schaub Smaragd der Fall. Für UKW wird die HF-Verstärkung allein im 2-stufigen ZF-Verstärker erreicht! Damit ist die erreichbare Empfindlichkeit nicht sonderlich hoch, nach überschlägigen Messungen liegt sie für dieses Gerät zwischen 80 und 120µV Eingangsspannungsbedarf bezogen auf eine Ausgangsleistung von 50mW (22,5kHz Hub). Mit einer guten Antenne ist trotzdem rauschfreier und klarer Empfang möglich, die Trennschärfe ist der heutigen dichten Belegung des UKW-Bandes natürlich nicht gewachsen.