Model: S106U (S 106 U)






Antique radios, Old Time Radios

S106U (S 106 U)
UY21
Country:
Belgium
Manufacturer/Brand:
Siera; Belgien (Philips)
Year: 1945
Type:
Broadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.Radio or Tuner
Mod.-ID = 80505
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Schematics etc.: 1 (for
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Principle
Superhet - normally without a preamplification stage (as far as known). Please use «To add informations to model» if you know more! Thanks.
Récepteur TSF superhétérodyne. Normalement sans préamplification de HF.
Superhet ohne Vorstufe.
Nicht immer war bei der Erfassung klar, ob der Empfänger eine Vorstufe aufweist oder nicht. Im Zweifelsfall kam das Gerät in diese Kategorie.Super-Heterodyne (Super in general); IF-Freq. 452 kHz; 2 AF-stage(s)
Tuned circuits
6 AM circuit(s);
Wave bands
Broadcast and Short Wave (SW).
Power type and voltage
AC-DC set (all-mains) - sometimes plus voltage range:
/ = 2 different voltages
- = voltage from-to
* = «Special»
Attention: Chassis mostly connected to deadly high tension!
Apparareil à tous-courants. Tensions mentionnées.
Wechsel- und Gleichstrom:
/ = 2 Spannungswahlen
- = von-bis
* = Fabrikwahl
Vorgeschalteten Trenntrafo verwenden! Chassis oft unter Starkstrom stehend!AC/DC-set / 110/220 Volt
Loudspeaker/pwr.out
Permanent magnet type moving coil speaker (principle by Rice-Kellog, without field excitation coil).
Haut-parleur avec système dynamique à aimant permanent (sans bobine d`excitation).
Permanentdynamischer Lautsprecher, also (modernes) Tauchspulenprinzip mit Selbsterregung bzw. Permanentmagnet statt Magnetspule. Siehe «Radios von gestern» Seiten 329ff.Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil)
/ Ø 13 cm = 5.1 inch
from Radiomuseum.org
Model: S106U (S 106 U) UY21
Material
Bakelite case, shape horizontal or not known.
Caisse en bakélite.
Das Gehäuse des Apparates besteht zum grössten Teil aus Bakelit oder anderen ähnlichen Stoffen (wie z.B. Philit).
Die Form ist Querformat oder nicht bekannt. Vielleicht haben Sie weitere Angaben dazu - z.B. Masse (falls diese fehlen)? Bitte mittels «Infos zum Modell hinzufügen» als Text eingeben. Danke.Bakelite case
Shape
Tablemodel, Mantle/Midget/Compact but not a Portable (Mains only).
Dimensions (WHD)
245 x 160 x 130 mm / 9.6 x 6.3 x 5.1 inch
Valves / Tubes
4:
UCH21
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Notes
Schaltung identisch mit Philips 204U. Loudspeaker type 9668.
This model was suggested by Hans-Dieter Haase.
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S106U (S 106 U) UY21 (Siera; Belgien (Philips))
Befund:
Das Gerät befand sich in einem schlechten und umgebauten Zustand. Die Entscheidung für den Erwerb war die Tatsache, dass es sich um die KW-Version des Kommissbrotes handelte.
Die linke Gehäuseseite war auf der gesamten Breite gerissen, die Lautsprecherbespannung war zerschlissen, die Endstufe war auf UL84 (einschl. Fassung) umgebaut worden, ein zusätzliches Wärmeleitblech war eingebaut, zusätzliche Lüftungslöcher waren in die Gehäuseunterseite gebohrt, Gummipuffer waren unter das Gehäuse geschraubt, die Gummiisolation der Verdrahtungsdrähte war verhärtet und zerbröselte bei der geringsten Berührung, der 55 Ohm-Teil des Vorwiderstands im Heizkreis war entfernt worden und durch einen separaten Drahtwiderstand ersetzt, der Drehko hatte einen nicht zu beseitigenden Plattenschluss durch ausgeschlagene Rotorlagerung, die Glimmlampe zur Betriebsanzeige war durch eine 220V-Type ersetzt (mit der entsprechenden Schaltungsänderung), das Lautstärke-Poti war durch Reparaturversuche stark beschädigt, die Netzzuleitung war eine moderne PVC-Leitung mit Schukostecker, Rückwand verrostet, Antennenbuchse ausgebrochen.
Das Gerät spielte sehr leise mit häufigen Aussetzern beim Abstimmen, starke Krachgeräusche beim Betätigen des Lautstärke-Potis, ca. 265 mA Stromaufnahme und Gerüche von verbranntem Staub.
Soweit die Bestandsaufnahme, ich habe hoffentlich nichts vergessen.
Ausgeführte Arbeiten:
Alle og. Mängel wurden behoben.
Die Schaltung wurde wieder auf UBL21 zurückgebaut und alle nicht zur Originalschaltung gehörenden Komponenten entfernt.
Am schwierigsten war die Reparatur des Drehkos. Hier musste eine mit Schraube und Kontermutter justierbare rückseitige Rotorlagerung eingebaut werden. Anders ließ sich der Plattenschluss nicht beseitigen.
Ebenfalls musste das Lautstärke-Poti ausgewechselt werden, da es nicht mehr zu reparieren war. Da die üblichen Potis im Gegensatz zum Original Zentralbefestigung besitzen, musste hier ein Befestigungsblech mit 10mm-Bohrung eingelötet werden.
Da bei den meisten Verdrahtungsleitungen die Isolation zerbröselte, wurden diese aus Betriebssicherheitsgründen ebenfalls ausgewechselt.
Der 55 Ohm-Widerstand im Heizkreis wurde durch eine kleinere Bauform ersetzt und der besseren Optik wegen unter das Chassis verlegt.( Ein Original des gesamten Widerstandes mit Abgriffen war leider nicht zu beschaffen).
Der zerschlissene Lautsprecherstoff wurde mit beigefarbenem Sprühlack (Rostschutzfarbe, matt) stabilisiert. Das Abschirmblech war nicht sauber zu bekommen. Es wurde deshalb mit Stahlwolle abgeschliffen und mit Zinkspray gespritzt.
Bei der Netzzuleitung wurde der Schnürsenkeltrick angewendet, da gerade keine passende textilumsponnene Leitung vorhanden war.
Der Doppel-Elko im Netzteil war früher schon einmal ausgewechselt worden und konnte beibehalten werden.
Erstaunlicherweise waren die schwarzen Blockkondensatoren vom Isolationswiderstand her ok und konnten belassen werden.
Abgleichversuche wurden nicht vorgenommen, da Skaleneichung und Empfangsleistung in Ordnung waren. Lediglich der nichtoriginale Keramiktrimmer im MW-Vorkreis wurde gegen einen bei diesen Geräten üblichen Drahttrimmer ausgetauscht.
Das Gehäuse wurde einer Radikalkur im Geschirrspüler unterzogen. Der Riss wurde mit Sekundenkleber geklebt und die Löcher auf der Unterseite mit eingefärbtem Kunstharzspachtel verschlossen. Zum Schluss wurde das ganze mit Autopolitur poliert.
Die Rückwand wurde entrostet, neu gespritzt und eine neue Antennenbuchse eingesetzt
Die folgenden Fotos zeigen den Zustand links vor und rechts nach der Restaurierung/Reparatur:
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