Model: Koffersuper 6D71 (6 D 71)






Antique radios, Old Time Radios

Koffersuper 6D71 (6 D 71)
Country:
Germany
Manufacturer/Brand:
Stern-Radio Berlin, VEB, RFT, - vorm. Phonetica Radio (Ostd.
Year: 1952 / 1953
Type:
Broadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.Radio or Tuner
Mod.-ID = 16615
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Schematics etc.: 6 (for
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Principle
Superhet - normally without a preamplification stage (as far as known). Please use «To add informations to model» if you know more! Thanks.
Récepteur TSF superhétérodyne. Normalement sans préamplification de HF.
Superhet ohne Vorstufe.
Nicht immer war bei der Erfassung klar, ob der Empfänger eine Vorstufe aufweist oder nicht. Im Zweifelsfall kam das Gerät in diese Kategorie.Super-Heterodyne (Super in general); IF-Freq. 468 kHz
Tuned circuits
7 AM circuit(s);
Wave bands
MittelwellenempfängerBroadcast only (MW).
Power type and voltage
Line supply as well as battery supply possible.
Alimentation secteur et alimentation de batterie possible.
Netz- und Batteriespeisung möglich.
Das Gerät - meist ein Reiseapparat - lässt sich aus dem Netz oder aus Batterien speisen, wobei es sich um Akkus oder Batterien handeln kann. Grosse Reiseempfänger ab Mitte 50er Jahre können einen im Gerät aufladbaren NiCd-Akku enthalten, der nun auslaufen kannLine / Batteries (any type) / 110; 125; 220 AC/DC / 85 & 9 Volt
Loudspeaker/pwr.out
Permanent magnet type moving coil speaker (principle by Rice-Kellog, without field excitation coil).
Haut-parleur avec système dynamique à aimant permanent (sans bobine d`excitation).
Permanentdynamischer Lautsprecher, also (modernes) Tauchspulenprinzip mit Selbsterregung bzw. Permanentmagnet statt Magnetspule. Siehe «Radios von gestern» Seiten 329ff.Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil)
/ 0.18 W
/ Ø 13 cm = 5.1 inch
from Radiomuseum.org
Model: Koffersuper 6D71 (6 D 71)
Material
Plastic case - not bakelite.
Caisse en plastique - pas en bekelite!
Moderner Kunststoff im Gegensatz zu Materialien wie Bakelit, Philit etc.Modern plastics (no Bakelite or Catalin)
Shape
Portable, e.g. Portable Radio (with or without mains > 8 inch).
Dimensions (WHD)
265 x 205 x 117 mm / 10.4 x 8.1 x 4.6 inch
Valves / Tubes
5:
DK192
(more
for members)
Notes
Erster DDR-Kofferempfänger, entwickelt im Fernmeldewerk Leipzig, 1951 Herbstmesse vorgestellt. L-Abstimmung, ausziehbare Stahlband-Antenne. Prototyp mit DK91 und DL91, erste Veröffentlichung falsch mit DK191 und DL191 (wurden nie in Serie gebaut), deshalb die meisten Schaltbilder falsche Röhren. Überwiegend in grün (Spitzname Laubfrosch), 2 verschiedene Lautsprecher-Abdeckungen bekannt. Ab 1954 Restfertigung in Stern-Radio Staßfurt (siehe dort).
Picture reference
Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet, das Copyright liegt beim Deutschen Rundfunk Museum (DRM), Berlin und beim Archiv-Verlag (AV). Sie finden eine grössere Abbildung und Schaltbild etc. bei der Loseblatt-Sammlung von DRM/AV.
Netzstecker oben rechts in Umschaltbuchsen bei Batteriebetrieb.
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Koffersuper 6D71 (6 D 71) (Stern-Radio Berlin, VEB, RFT, - vorm. Phonetica Radio (Ostd.) - vorm. Loewe Opta AG)
Ich habe die Kopie eines Zeitungsausschnittes erhalten - Messe-Sondernummer der Zeitung "Tägliche Rundschau", Herbst 1951 - aus dem hervorgeht, dass dieses Modell 6D71 nicht aus Berlin stammt sondern in den Konstruktionsbüros des VEB Fernmeldewerk Leipzig entstand.
Hier ein Ausschnitt des Artikels, der gesamte Text als Anlage:
Die Richtigkeit dieser Aussage wird unterstrichen durch die Tatsache, dass einer der auf dem Bild genannten Entwickler - Herr Krelle - diesen Artikel selbst aus seinen Unterlagen übergeben hat und sich auch im Gespräch zu seiner Tätigkeit an dieser Arbeit geäußert hat.
Über den weiteren Verlauf der Produktion konnte er aber keine Aussagen machen. Offensichtlich war es so, dass zwar das Fernmeldewerk Leipzig ausreichende Möglichkeiten für Entwicklungsarbeiten besaß aber die Produktionskapazitäten nicht genügten. Deshalb erfolgte die Verlagerung der Serienproduktion nach Stern-Radio Berlin.
Bezüglich der genannten Röhrenbestückungen ist noch interessant, dass die Applikationsmuster mit Röhren aus "Westdeutschland" (Reihe D..91) bestückt waren, da die Produktion von Batterieröhren (D..191/192) noch nicht ausreichend lief. So ist auch zu erklären, warum ursprünglich eine DK191 und DL191 eingetragen waren (siehe erste Veröffentlichung in "Deutsche Funktechnik" 3/52), die dann aber gar nicht produziert wurden, sondern die DK192 und DL192 zur Anwendung kamen aus der Serienproduktion von RFT (Röhrenwerk Neuhaus).
Wolfgang Eckardt