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ECH42

Information - Help 
ID = 338
       
Country:
Europe
Brand: Common type Europe tube/semicond.
Developer: Philips; Eindhoven (tubes international!); Miniwatt 
Tube type:  Triode-Hexode   Frequency converter   Controlling (mu) 
Identical to ECH42 = 6CU7 = X150 = ECH113 = 62TH = MECH42
Similar Tubes
Other class quality (otherwise equal):
  ECH43
Other characteristic (electr. data):
  ECH41
Heater different:
  UCH42
Other base:
  6AN7 ; 6C10_Mazda-UK ; ECH80
First year 1948 Tube leaflet collection E.Erb Analysis by original leaflets
First Source (s)
Dec.1948 : Funk-Technik (FT) # 24
Oct.1948 : Daten und Schaltungen moderner ... Röhren; Philips # 3A
Predecessor Tubes ECH41   ECH11   ECH21   ECH3   6E8MG   6E8G  
Successor Tubes ECH81   ECH43  

Base Rimlock base B8A (Codex=Bn)
Was used by Radio/TV-reception etc.
Filament Vf 6.3 Volts / If 0.23 Ampere / Indirect / Parallel, (AC/DC) /
Description

Osz.-/Mischröhre bis 30MHz, Osz.Spannung zw. 7 und 10 Veff, Schirmgitter-Spannungsteiler kann gleichzeitig auch für das Schirmgitter der EAF42 oder EF41 verwendet werden,

 
Text in other languages (may differ)
Dimensions (WHD)
incl. pins / tip
22 x 60 x 22 mm / 0.87 x 2.36 x 0.87 inch
Tube prices 12 Tube prices (visible for members only)

  ech42.png
  ECH42: Courtesy Bureau Belper (De Muiderkring, Bussum), Scan Frank Philipse
Karel De Reus †
 
ech42_im.jpg
ECH42: IM
Iven Müller

 
ri2_g_1~~10.gif
ECH42: RTT Schwandt
Günther Stabe

 
ech42_mullard_data_01.png
ECH42: Mullard - original papers
Detlef Narten


Usage in Models 8= 1948?? ; 4= 1948? ; 8= 1948 ; 13= 1949?? ; 24= 1949? ; 88= 1949 ; 120= 1950?? ; 75= 1950? ; 447= 1950 ; 36= 1951?? ; 100= 1951? ; 759= 1951 ; 76= 1952?? ; 117= 1952? ; 490= 1952 ; 62= 1953?? ; 89= 1953? ; 245= 1953 ; 33= 1954?? ; 43= 1954? ; 148= 1954 ; 50= 1955?? ; 34= 1955? ; 99= 1955 ; 15= 1956?? ; 23= 1956? ; 50= 1956 ; 6= 1957?? ; 23= 1957? ; 20= 1957 ; 7= 1958?? ; 10= 1958? ; 6= 1958 ; 2= 1959? ; 3= 1959 ; 7= 1960?? ; 1= 1960 ; 1= 1961 ; 1= 1992?? ; 1= 9999? ; 17= 9999

Quantity of Models at Radiomuseum.org with this tube (valve, valves, valvola, valvole, válvula, lampe):3361


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Forum contributions about this tube
ECH42
Threads: 2 | Posts: 9
Hits: 750     Replies: 7
  ECH42 ohne (sichtbaren) Getter
Dietmar Rudolph
13.Sep.17
  1

Bei Miniatur-Röhren, besonders von Valvo, ist ein Niederschlag vom Getter im oberen Teil der Röhre und zusätzlich eine Verspiegelung durch Getter im unteren Teil der Röhre üblich. (rechts im Bild)

Vereinzelt finden sich jedoch auch Röhren ohne jeden sichtbaren Niederschlag vom Getter.

Links ist eine solche Röhre ohne sichtbaren Getter zu sehen. Wie aus der Kennung "EKRA" hervorgeht, handelt es sich um eine "NOS" ECH42. Es handelt sich um eine frühe Röhre, denn sie hat noch einen geklebten Boden, keinen angeschmolzenen.

Auf der (inneren) Abschirmung ist eine (der beiden) Getter-Pillen zu sehen.

 

In den "Thumbnails" zur ECH42 finden sich noch zwei weitere Röhren ohne Getter. Und eine, bei der nicht genau zu erkennen ist, ob sie tatsächlich auch ohne Getter ist. (rechts)

   

  • Welche Art von Getterung wurde hierbei verwendet?
  • Entspricht das der Getterung, die bei manchen (kleineren) Senderöhren angewendet wird?

MfG DR

Wolfgang Holtmann
16.Sep.17
  2

Hallo Herr Rudolph

Zur Beantwortung Ihrer Fragen:

  • Welche Art von Getterung wurde hierbei verwendet?

Es handelt sich um ein Zirkonium Getter.

  • Entspricht das der Getterung, die bei manchen (kleineren) Senderöhren angewendet wird?

Ja, und auch bei Hochspannungsgleichrichtern zu finden sind.

MfG

 

Andreas Steinmetz
17.Sep.17
  3

Diese Art Getter habe ich auch schon bei Valvo EM84 und EM87 gesehen. Zuerst dachte ich an einen Fehler, aber die Röhren arbeiteten einwandfrei.

Dietmar Rudolph
18.Sep.17
 
  4

Nachdem RM.org nun mehrere Tage nicht erreichbar war, war Zeit für eine weitergehende Literatur-Recherche zum Thema Getter (to get: ergreifen, erfassen). Die Gasbindung kann durch Adsorption, Absorption oder chemische Umsetzung erfolgen.

In der einschlägigen Literatur vor Mitte der '60er Jahre kann man dazu eine ganze Menge Informationen finden.

Es gibt zwei Gruppen von Gettern, die gemäß ihren Arten der Aktivierung unterschieden werden:

  • Verdampfungs-Getter
  • Schicht-Getter, Kontakt-Getter

In jeder dieser Gruppen gibt es zahlreiche Unter-Arten, so daß es in summa an die zwei Dutzend verschiedene Getter-Arten gibt.

Verdampfungs-Getter

Die "Getter-Pillen" der Verdampfungs-Getter bestehen meist aus Mischungen verschiedener Metalle: z.B. Barium: Ba, Strontium: Sr, Kalzium: Ca, Magnesium: Mg.
Der Getter muß vor seiner Verdampfung zusammen mit den Röhren-Elektroden ausheizbar sein (300°C - 600°C), wobei dabei nur wenig Getter-Material verdampfen darf. (Bereich II in Abb. 186)

Der Getter wird dann bei höheren Temperaturen (Bereich III) verdampft und schlägt sich dabei meist an der Wand des Röhrenkolbens nieder.

Der "Arbeitsbereich" der Verdampfungs-Getter liegt dann bei Temperaturen bis zu 200°C (Bereich I), also bei Temperaturen, die auch der Glas-Kolben einer Rundfunk-Röhre erreicht.

Durch die Verdampfungs-Getterung  kann die Dauer des Pump-Prozesses bei Radio-Röhren auf ca. 5 Minuten abgekürzt werden, weil das erforderliche Hochvakuum durch die Verdampfung des Getters schnell erreicht wird.

Der Verdampfungs-Getter ist also nicht nur für die Aufrechterhaltung des Vakuums erforderlich.

Kontakt-Getter

Diese Getter-Stoffe werden keinem Verdampfungs-Prozeß unterzogen. Sie finden sich als dünne Schichten auf Elektroden (z.B. Anoden-Blech), daher auch Schicht-Getter benannt. Diese Elektroden müssen zuvor bei hohen Temperaturen (abhängig vom Material der Elektroden) entgast werden. Diese Getter wirken dann nur während des Betriebes der Röhre, wobei die Kontakt-Getter entsprechend hohe Temperaturen erreichen müssen. Nach Stillegung der Röhre vermindert sich das Vakuum wieder.

Zu den Kontakt-Gettern gehören: Ta: Tantal, W: Wolfram, Mo: Molybdän, Zr: Zirkonium, Th: Thorium, U: Uran, Fe: Eisen, Ti: Titan, Nb: Niob, Al: Aluminium, Cu: Kupfer.

Beispiel: Zirkonium

Zirkonium als Kontaktgetter muß also 300° bis 500°C haben, damit es Wasserstoff absorbieren kann, jedoch bis zu 1600°C, damit es die restlichen Gase in einer Röhre absorbieren kann. Diese hohe Temperatur von über 1000° wird an der Anode von Senderöhren erreicht, wenn diese schon leicht ins Glühen kommen. Aber man benötigt dann in einer Senderöhre dann auch noch Zirkonium an einer Stelle, die im Betrieb nur zwischen 300° und 500° heiß wird - oder man muß "ein weiteres Getter wie etwa Barium einbauen".

Die ECH42 ohne sichtbaren Getter-Spiegel

Temperaturen, wie diese für ein Zirkonium Schicht-Getter erforderlich sind, werden in einer kleinen Radio-Röhre nicht erreicht. (Auch würde sonst der Glaskolben erweicht werden.) Zirkonium als Gettermaterial scheidet somit hierbei aus. Die anderen Kontakt-Getter Materialien jedoch auch, weil diese ähnlich hohe Betriebstemperaturen erfordern.

Was also bleibt?
In einem Papier von Espe, Knoll, Wilder: Getter Materials for Electron Tubes findet sich ein Hinweis:

  • Bei langsamer Verdampfung des "Verdampfungs-Getters" bildet sich nur ein durchsichtiger Getter-Niederschlag - im Unterschied zu einem (sonst üblichen) schnellen Verdampfen.

Das ist die wahrscheinlichste Lösung des Problems.

Die fragliche ECH42 hat keinen Metall-Kragen mehr, sondern einen Nippel aus Glas. Jedoch ist der Röhrenboden noch "gelötet". Wie mich Wolfgang Bauer per Mail aufmerksam machte, gibt es bei diesen Röhren "auf der Röhre ohne sichtbarem Getter keine  fortlaufende Nummer (für die Garantie) wie auf den anderen ECH42". 

Herr Bauer hat dankenswerter Weise auch noch Bilder von einer bei ihm befindlichen "Miniwatt" ECH42 zur Verfügung gestellt.

Auf der linken Aufnahme ist sehr deutlich die Lasche zu sehen, die die Getter-Pille enthält. Der "gelötete" Boden ist auch hier gut erkennbar.

Links die Röhrenschachtel und rechts die ECH42 auf dem Röhrenmeßgerät.

Es spricht daher einiges dafür, daß es sich bei diesen Röhren ohne sichtbaren Getter-Spiegel um eine Versuchs-Serie handelt, die jedoch anschließend in den Handel gelangt ist, weil sich die Röhren als voll funktionsfähig erwiesen haben.

Lit.

  • Knoll M.; Eichmeier J.: Technische Elektronik, Bd. 1, Springer, 1965
  • Mönch, G.Ch.: Neues und Bewährtes aus der Hochvakuumtechnik, VEB Technik, 1961
  • Espe, W.; Knoll, M.; Wilder, M.P.: Getter Materials for Electron Tubes, Electronics, 1950, pp. 80 - 86

MfG DR

Jacob Roschy
18.Sep.17
  5

Bei einem Blick rüber zur ECH43, bei der es sich mMn wohl nur um eine selektierte ECH42 handelt, findet man ebenfalls mehrere Valvo- Exemplare ohne sichtbares Getter.

Mein Exemplar hat den Buchstabencode DKNB, unten auf dem Boden ist, wie im Philips- Konzern üblich, ein Produktionscode zu finden mit oben „PC6“ und darunter „+3F2“.

„PC“ kann der ECH42 zugeordnet werden, „+“ für Philips Sittard, Abt. 22851, für die restlichen Hieroglyphen finde ich keine Bedeutung.

M. f. G. J. R.

Wolfgang Holtmann
19.Sep.17
  6

Weil der Produktionskode nach den Niederlanden weist, habe ich diese kniffelige Frage (mit Bildern) auch im NL-Forum über alte Radios gestellt.

Weiterhin nach Informationen zur Getterung im Allgemeinen in der Buchreihe „Röhrenhistorie“ von Wolfgang Scharschmidt gesucht und das zum Thema gefunden:

Selber besitze ich Röhren mit m.E. gleichem Getter (d.h. ohne sichtbaren Niederschlag) wie die gezeigte ECH42 weiter oben:

 

Abbildung A zeigt die Vorderseite und Abb. B die Hinterseite.

Ganz anders ist es bei Typ C! Das sieht nach einem Zirkonium-Getter aus, wie es bei der Poströhre C3g verbaut wurde. Die hat jedoch ein zusätzliches Bariumverdampfungsgetter montiert, die DY86 nicht...

MfG

Steffen Thies
19.Sep.17
  7

Post 4 von Herrn Rudolph beantwortet meiner Meinung nach eine andere Frage: Gefahr durch verbrauchten Getter?

Im Artikel von Espe, Knoll, Wilder heißt es: If flashing is done very rapidly, the getter deposits in a rather high vapor pressure and the getter mirror will be discolored due to dispersion of the Ba. Das müssen die merkwürdigen durchscheinenden Spiegel sein.

Grüße,

Steffen Thies
 

Dietmar Rudolph
20.Sep.17
  8

Will man ein physikalisch / chemisches Problem verstehen, ist es allemale besser, hierfür auf Original-Literatur zurück zu greifen. Sowohl Knoll, Eichmeier, Espe, Wilder als auch Mönch haben sich in der Praxis mit Hochvakuum-Technik und der Technik von Röhren befaßt. Man kann daher davon ausgehen, daß die in deren Büchern und Artikeln angegeben Informationen zuverlässig und richtig sind.

Alles, was heute, also in der Nach-Röhren-Zeit veröffentlich wird, ist Sekundär- oder gar Tertiär-Literatur, weil die betreffenden Autoren keine eigene praktische Erfahrung mit der Materie haben. Und, da man i.a. nicht einfach bloß aus der originalen Literatur abschreiben will, wird gerne auch (etwas) umformuliert. Das kann aber dann durchaus mißverständlich bis Sinn-entstellend sein.

Der erste Satz der Kopie aus der "Röhren-Historie" ist ein Beispiel für eine Formulierung, die mißverständlich ist. Hier steht, daß die Kontakt- oder Schicht-Getter "teils bis >1200° eine 'durchgängige' Getterwirkung haben". Das ist eindeutig eine verkürzte Aussage, speziell Zirkonium betreffend.

Hier noch einmal die Aussage von Knoll / Eichmeier, die eindeutig belegt, daß ein solches Kontakt- oder Schicht-Getter eine entsprechend hohe Temperatur benötigt, um wirksam zu sein - und in 2 Temperatur-Bereichen unterschiedliche Getter-Eigenschaften hat.

Betrachtet man darauf hin noch einmal die Fotos der Röhren, bei denen ein Zirkonium-Getter unterstellt wird, so sieht man, daß die betreffenden Getter-Pillen an Stellen angebracht sind, die im Betrieb wohl kaum 100°C erreichen werden - und daher völlig ungeeignet für für ein Zirkonium-Getter sind. 

Zudem haben "normale" Rundfunk-Röhren Röhrenkolben aus Weichglas, das bei wenigen 100°C weich und vom Luftdruck eingedrückt wird. Auch das spricht gegen die Anwendung von Zirkonium-Getter.

Andererseits haben Sende-Röhren (und Spezial-Röhren) mit Zirkon-Getterung immer Kolben aus Hart-Glas, das einen viel höheren Schmelzpunkt hat.  Und bei Temperaturen >1200° glüht dann die Anode schon. Daher wird Zirkonium hier auf die Anode aufgesintert, damit es in seinen "aktiven" Temperatur-Bereich kommt. Aber, man braucht dann zusätzlich Zirkonium an einer Stelle in der Röhre, die im Betrieb auf 300° bis 500° kommt.

MfG DR

 
Hits: 2741     Replies: 0
ECH42 (ECH42)
Rudolf Bengesser
24.Feb.09
  1

Hallo!

Im Datenblatt ist unter Beschreibung die Verwendung als Mischröhre bis 30 MHz angeführt; tatsächlich ist sie in etlichen Geräten (Loewe, Philips) im UKW-Empfangsteil (als Mischröhre) zu finden, mit bisweilen beachtlicher Leistung. Versuche, den UKW-Empfang mit dieser Röhre bis 108 MHz zu erweitern, haben durchaus brauchbare Tauglichkeit ergeben.

 
ECH42
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