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History of the manufacturer  

Brömel, Musikhaus Rudolstadt; (Ostd.)

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Name: Brömel, Musikhaus Rudolstadt; (Ostd.)    (D)  
Abbreviation: broemel
Products: Model types
Summary:

Rudolf Brömel, Rudolstadt /Thür., gründete in den 1930er Jahren das Musikhaus, dem der Verkauf, die Reparatur sowie der Bau von Rundfunkempfängern und Tonmöbeln angegliedert war.
Ab 1950 bis etwa 1955 baute der Sohn Musikschränke mit Markengeräten (Empfänger, Plattenspieler, Tonbandgeräte) sowie Radios, die auch den Markennamen "Weltfunk" auf der Skala trugen.

Musikhaus Brömel noch 2009 in Rudolstadt existent.

Founded: 1933
History:
Die Firma Brömel wurde bereits Anfang der dreißiger Jahre gegründet durch Rudolf Brömel. Ausgangspunkt war das "Musikhaus Brömel" in Rudolstadt, welches aber auch bald den Verkauf und die Reparatur von Radiogeräten betrieb. Es entstanden vor allem Radiomöbel (Musikschränke) mit Plattenspielern von Telefunken. Die Gehäuse ließ Brömel nach eigenen Entwürfen durch Tischler vor Ort bauen. - Bisher sind noch keine Modelle aus dieser Zeit vor 1945 bekannt geworden.
Nachdem Horst Brömel, der Sohn von Rudolf Brömel, 1949 aus der Kriegsgefangenschaft zurück kam, forcierte er Anfang der fünfziger Jahre neben der Reparatur den Bau von Radios und Radiotruhen erneut. Die ersten Radioteile kamen aus einem Lager der Firma Radio-Conrad aus Berlin. Diese hatte große Mengen von Bauteilen wegen der Kriegswirren ausgelagert und in angemieteten Lagerräumen in der Nähe von Rudolstadt untergebracht. Sie konnten aber nicht mehr aus der sowjetischen Besatzungszone in den neu entstandenen Betrieb in Hirschau umgelagert werden. Als zweite Quelle gab es eine Scheune, deren Inhalt in der Nachkriegszeit in Vergessenheit geraten war. Dort lagerten hochwertige Plattenspieler der Firma Thorens. Diese wurden heimlich in die Firma geholt und in die Musiktruhen eingebaut. Für die Radioproduktion verwendete man bei Brömel die Zubehörteile verschiedener Lieferanten der DDR und baute nur wenige Teile selber. Spulensätze und Bandfilter kamen von "Hescho" und "Georg Neumann" (GN). Skalen, z. B. mit dem Aufdruck "Weltfunk", wurden wahrscheinlich komplett vom Radio-Großhändler Karl Borbs in Leipzig bezogen. Noch ist nicht sicher, ob auch fertige Bausätze mit dem Logo "Weltfunk" von Brömel verbaut wurden.
Es ließ sich bis jetzt nicht zweifelsfrei klären, ob der Name Weltfunk wirklich nur Markenname der Firma Brömel war (wahrscheinlich nein!) oder ob die Bezeichnung einfach nur von der Skalenbeschriftung abgeleitet wurde, andere Hersteller diese Skalen bzw. den Namen ebenfalls benutzten oder auch mit Bastelsätzen für Amateure in den Handel gelangten. - Es gibt auf den bekannten Geräten zwei unterschiedliche Weltfunk-Logos mit gleichem Schriftzug. Zwischen 1951 und 1954 fertigte man eine Reihe von verschiedenen Modellen vom Einkreiser bis zum anspruchsvollen Super. Man beschäftigte zwei Tischler und drei sogenannte "Schalter". Die vorbereiteten Chassis wurden mit nach Hause genommen und dort jeweils fertigt verdrahtet und geschaltet. Aus der Fachliteratur nutzte man erprobte Schaltungen, die sich problemlos ohne eigene Entwicklungsarbeit nachbauen ließen. Nach 3 Jahren stellte man die Fertigung ein und betrieb nur noch die Reparaturwerkstatt. Später baute man noch einige Jahre einzelne Musiktruhen auf Kundenwunsch.
Die Firma existiert heute noch (2009) als Musikhaus Brömel in dritter Generation in Rudolstadt /Thüringen. (03672-422228) Quellen: Hein / Pötschke: Die Geschichte der Radioindustrie der DDR Band 1; Befragung des Enkelsohnes des Firmengründers.

This manufacturer was suggested by Wolfgang Eckardt.


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