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History of the manufacturer  

Loewe-(Opta); Deutschland

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Name: Loewe-(Opta); Deutschland    (D)  
alternative name:
Löwe Radio
Abbreviation: loewe-opta
Products: Model types Tube manufacturer
Summary:

Loewe war und ist immer ein besonderer Betrieb - und bis ins 21. Jahrhundert aktiv und in privatem Besitz. Nicht nur «das erste IC», die Röhre 3NF ist da zu erwähnen, sondern auch die Mitentwicklung des elektronischen Fernsehens in Deutschland.

1923: Radiofrequenz-GmbH und Loewe-Audion GmbH, Berlin-Friedenau;
1926: Aktiengesellschaft D.S. Loewe, Berlin-Steglitz;
1930: Radio-Aktien-Gesellschaft Dr. S. Loewe;
1933 (nach): Löwe-Radio AG;
1942: Opta-Radio AG;
1949: Loewe-Opta AG;
1965: Loewe Opta GmbH, Kronach.
Radios: 1923 bis 1926, Loewe 1927 bis 1978. TV-Fabrikation danach.

Documents about this manufacturer/brand
  Geschichte der Firma von Cross Media-Produktion & Verlag (ELV). Bearbeitet von Thomas Günzel. 4821 KB
History:

Aus Radiokatalog Band 1:

Nach Studium der Physik und Elektrotechnik promoviert Siegmund Loewe (Berlin 6.11.1885-28.5.1962 USA) unter Max Wien mit magna cum laude zum Dr. phil. Er tritt bei der Firma Telefunken ein und wechselt 1915 zur Firma Huth, wo er die Leitung der Laboratorien und der Patentabteilung übernimmt. 1918 mietet Loewe in Berlin SW61 eine 7-Zimmer-Wohnung und erstellt mit einer kleinen Entwicklungsgruppe einen Telefonie-Röhrensender, dessen Sendungen in dem nicht weit entfernten Haus des Scherl-Verlages von Otto Kappelmayer zu empfangen sind. Um seine Kenntnisse zu erweitern, begibt sich Loewe in die USA. Einen ausführlichen Bericht von und über Loewe finden Sie in [1-99], woraus Sie erkennen können, dass Loewe das treibende Element für den Rundfunk in Deutschland war. Wie er gegen den Monopolanspruch von Telefunken/Lorenz/Huth (Funkkartell «Rundfunk GmbH») kämpfte und weitere Details finden Sie in [6-121].

Nach seiner Rückkehr aus den USA wird das Versuchslabor von Loewe zum Kristallisationspunkt der jungen Funktechnik. Im Dezember 1921 erhält Loewe Besuch von Lee de Forest, und sie verbessern gemeinsam Röhren. 1921 entstehen auch zwei grundlegende Patente für den Konus-Lautsprecher. Loewe eröffnet ein zweites Laboratorium und gründet 1923 die Loewe-Audion-GmbH für die Herstellung von Radioröhren sowie die Radiosender GmbH.

Im Dezember 1921 lernt der Realschüler Manfred von Ardenne den Radiopionier Loewe in einem Elektrikergeschäft kennen und ist darauf häufiger Gast in den Laboratorien von Loewe. Ein Autor schreibt, dass Loewe zum «Ziehvater» des jungen von Ardenne wird und er in der Familie aufgenommen ist, doch von Ardenne beschreibt dies in seinem Buch «Eine glückliche Jugend im Zeichen der Technik» (DDR) nicht.

Die wahrscheinlich 1923 gegründete Loewe Radio GmbH führt der jüngste Loewe-Bruder Bernhard. Das D bei D.S. Loewe steht für den älteren Bruder, David (Teilhaber).

Radiofrequenz GmbH und Loewe-Audion GmbH (1923-27):

Am 22.1.23 erwirbt Dr. Siegmund Loewe die seit 1918/19 bestehende Mechanische Werkstatt Grüttner & Lütgert in Berlin-Friedenau und gründet die Radiofrequenz GmbH. Die ersten Geräte sind für den Export bestimmt. Davon sind mir die Typen EA51, EA52 und EA54 bekannt. EA steht für «Empfangs-Apparat».

Im Jahr darauf stellt der Betrieb die Ziffer 9 vor die laufende Nummer. Der Sprung von EA958 auf EA980 deutet auf andere Artikel hin (z.B. Trichterlautsprecher und kombinierte Geräte etc.). Nachher ist keine Nummernsystematik mehr zu erkennen, ausser den Buchstabenkombinationen wie OE (Orts-Empfänger), FE (Fern-Empfänger), KV (KW-Vorsetzer), RO (Rückkopplungs-Ortsempfänger) etc.
1927 gibt Loewe den Namen Radiofrequenz auf und verwendet seinen eigenen Namen. Die drei Geräte OE333, 2H3N und NVG gibt es unter beiden Namen, da sie Loewe 1927/28 ohne neue Modelle weiter produziert. Mehr als eine Million dieser Geräte lassen sich zum Stückpreis von 39.50 RM verkaufen, und die Tagesproduktion erreicht zeitweise 2000 Einheiten.

Im Oktober 1923 gründet Loewe eine weitere Gesellschaft zur Herstellung von Rundfunkröhren mit dem Namen Loewe-Audion GmbH, ebenfalls an der Niedstrasse 5 in Berlin-Friedenau gelegen. Zuerst entstehen dort Wolfram-, dann Thoriumröhren als «Sparröhren». Im September 1924 meldet Loewe die grundlegenden Patente zur Dreifachröhre mit integrierten Bauteilen an, die 1926 als 3NF mit dem «Loewe Ortsempfänger OE333» einen legendären Ruf erreicht.

Loewe, Löwe, Opta, Loewe-Opta

Die Schrift «Loewe-Story» aus dem Hause Loewe-Opta zeigt die Abbildung eines «Detektor-Empfängers» mit zwei Steckspulen, der angeblich zur Eröffnung des Rundfunks bereitstand. Es ist aber ein umfunktionierter Sperrkreis für den Empfänger 2H3N, Baujahr 1927, was auch aus dem Firmenschild mit «Berlin-Steglitz» hervorgeht.

1926 entsteht die Aktiengesellschaft D.S. Loewe, Berlin-Steglitz. Als zweites Gerät unter der neuen Marke Loewe bzw. Loewe Radio gilt der auf der Funkausstellung im September 1926 gezeigte Fernempfänger 2H3N zu RM 150. Auch Lautsprecherboxen mit Loewe-Konus-Lautsprecher und Stoffbezug im «Südsee-look» sind nun erhältlich. Wegen der steigenden Anzahl Rundfunksender treten Trennschärfeprobleme auf, so dass die Dreifachröhre für den Einbezug einer Rückkopplung einen siebten Anschluss erhält. Diese «3NF7» baut Loewe ab 1928 in alle OE333, 2H3N und in das dritte Gerät, den RO433 ein. Die elektrische Schallplatten-Abtastdose LR150 erregt Aufsehen; Gewicht 260 g! Die Dose verlangt einen Abspielwinkel von 55 Grad. Die 3NF gibt es nun auch mit Oxydkathode als 3NFB mit einem Verbrauch von 0,13 statt 0,34 A Heizstrom - zudem beträgt die Verstärkung etwa das Doppelte. Weitere Details zu Firmengründungen von Loewe siehe [638967]. Es sind dies z.B. die Eudarit-Pressgut GmbH für Bakelitgehäuse etc. und die Ortophon-Apparatebau GmbH für den Lautsprecherbau.

1929 bringen die Loewe-Firmen den «Vollnetzanschluss-Empfänger R533» heraus, der mit einer nochmals verbesserten Dreifachröhre, der 3NFW mit indirekter Heizung, ausgestattet ist. 1929 entsteht Loewe's Berliner-Radio-Handels-Aktiengesellschaft. Die Baird Television Company Ltd., London, bietet Loewe die Auswertung und Entwicklung ihrer Schutzrechte und Entwicklungsarbeiten auf dem Fernsehgebiet in Deutschland an. Da dieses Angebot die finanziellen Möglichkeiten von Loewe übersteigt, regt Dr. Loewe eine Beteiligung von Zeiss Ikon, Dresden, und Robert Bosch, Stuttgart, an. Es kommt Mitte 1929 zur Gründung der Fernseh-AG in Berlin, die 1939 im Firmenverband Robert Bosch aufgeht.

1930 fasst Loewe verschiedene seiner Firmen unter dem Namen Radio-Aktien-Gesellschaft Dr. S. Loewe zusammen und mit dem EB100W (1931 EB100G) beginnt die Reihe der Empfänger mit integriertem Lautsprecher.

Im Auftrag der Loewe-Firmen bringt von Ardenne aus seinem eigenen Labor 1930 erste brauchbare Vorschläge zur Helligkeitssteuerung, um auf einem Bildschirm ein gut modulierbares Bildraster zu schreiben. Meine gasgefüllte Braun'sche Röhre aus dem Labor von Ardenne zeugt für die Forschung um 1926.

Auch auf der Senderseite entwickelt Loewe elektronische Medien auf der Grundlage des «Flying-spot-Abtasters», um Filme elektronisch übertragen zu können. Am 25.4.31 veranstalten Dr. S. Loewe und M. von Ardenne in den Lichterfelder-Laboratorien eine Vorführung vor der Fachpresse. Bald darauf kann Loewe die Qualität der mechanischen Systeme erreichen und übertreffen. Siehe [1-127f]. 1932 geht von Ardenne eigene Wege. 1933, ein Jahr vor den Mitbewerbern, erkennt Dr. Loewe die Notwendigkeit von Allstrom-Apparaten und bringt den 1-Kreis-Empfänger «Edda» auf den Markt. (Ganz so richtig ist das nicht: zumindest Emud kommt 1931 mit «Allstrom», EE). Zu der Zeit halten sich Wohnungen mit Gleich- bzw. Wechselstrom etwa die Waage und eine Familie, die umzieht, kann den transformatorlosen Apparat weiterverwenden. Der Apparat führt die Allstrom-Dreifachröhre WD33. Das Allstromkonzept führt Loewe auch für Mehrkreis- und Superhet-Empfänger mit den Röhren WG34, WG35 und WG36 fort.

Auf dem in England bestellten Sattelschlepper mit einer Fernseh-Sendereinrichtung steht anlässlich der Premiere vom Juli 1934 in London gross der Namenszug Radio A.G. D.S. Loewe. Das Regime in Deutschland lässt die Firma jedoch bald in Löwe-Radio AG umtaufen und 1942 in Opta-Radio AG. Loewe wandert 1936 in die USA aus und gründet dort die Loewe Radio Inc. Er hat 1938 aus dem Vorstand in Deutschland auszuscheiden.

1941-44 fertigen die Opta-Betriebe ausschliesslich Rüstungsgüter; Opta-Radios sind dann Fremdtypen [638966-19]. Man gliedert Grassman in den Opta-Betrieb ein. Es entstehen Auslagerungsbetriebe, z.B. in Oberlungwitz in Sachsen. In Berlin-Weissensee entsteht während des Krieges ein Betrieb für Röhrenbau [DRM94].

Noch im März 1945 verlagert das Unternehmen eine wichtige Kriegsfertigung nach Küps bei Kronach. Dies ist die Keimzelle der neuen Firma, denn 1948 kann S. Loewe seine Wiedergutmachungsansprüche durchsetzen und erhält das Sagen beim demontierten Hauptwerk in Berlin und der Auslagerungsstätte in Küps bei Kronach. In Küps fabriziert Loewe ab 1946. Gemäss «Loewe-Story» gibt es vor November 1947 den «Kronach», wahrscheinlich 547W, in einer Auflage von zwei Geräten pro Tag. Ein getrenntes Werk in Düsseldorf-Heerdt offeriert als Firma Opta-Spezial GmbH von 1950 bis 1954 Opta-Spezial-Radios [6-124]. Konsul Bruno Pieper wirkt als Generaldirektor.

Jedenfalls: Auf der Leipziger Messe von 1947 sind wieder Loewe-Entwicklungen zu sehen. Die Firma erzeugt 1950 mit dem «Optaphon» das erste deutsche Kassetten-Tonbandgerät. 1961 ist Loewe mit dem «Optacord 500», einer für den privaten Gebrauch konzipierten Video-Anlage, führend beim Bildschirmtext und baut vor allem modernste TV-Empfänger - ein Steckenpferd von Dr. S. Loewe. Er stirbt 1962.

Bis 1978 fertigt die Firma Radios in Berlin, löst diesen Betrieb aber auf. Der Mitarbeiterbestand bei Loewe beträgt Ende der 80er Jahre ca. 1500. Die Loewe Opta GmbH, Kronach, gehört in den 90er Jahren zu 51,9 % der Management GBR (Gesellschaft leitender Mitarbeiter der GmbH) und zu 48,1 % zu Matsushita (Panasonic), wobei eine gute gegenseitige Befruchtung für das Hauptprodukt, TV, zum Tragen kommt.

Loewe in Ostdeutschland:

Opta Leipzig, ab 1950 VEB Stern-Radio Leipzig genannt, geht 1952 im VEB Fernmeldewerk Leipzig auf. Die Radioproduktion endet 1950/51.

Nach dem Krieg versuchen Loewe-Mitarbeiter des Zweigwerkes in Oberlungwitz in Sachsen, Maschinen und Vorrichtungen nach West-Berlin zu transportieren, doch die Sowjets verlangen, dass diese Güter in die Röhrenfabrik Berlin-Weissensee gelangen.

Dieser Loewe-Betrieb arbeitet mit der Röhrenfabrik in Berlin.

Loewe hat auch in anderen Ländern Produktionsstätten, so z.B. in Grossbritannien. Vor allem aber auch Handelsniederlassungen, wie Loewe Radio S.A., 3 quai de Willebroeck, Bruxelles (adress in 1932).


Some models:
Country Year Name 1st Tube Notes
59/60 Terry 4900 OC44  Alternative Bestückung: OC613, 2x OC612, OC602, OA150.Loewe Opta Terry 4900 verwendet die ... 
61/62 Lord 6960 AF114   
53/54 Patrizier-Studio 4754W EF80    
54/55 Hellas Plastik 552W/P ECC85  Plastik (P) bedeutet 3D-Klang. KW - Lupe. Bandbreite regelbar. Ferritantenne drehbar. 
52/53 Komet 53 853GW UF42    
50/51 651-GW [UBF11] UCH5   
99/99 Dublette zu ID= 2625 AF7  Sparschaltung zur Verminderung der Leistungsaufnahme durch Umschaltung der Primärwicklungen. 
32/33 Super 32 RENS1214  AVC;ZF450? 
33 2K48 [1933] RENS1204  Jahr gem. Handb. der Rundfunk-Reparatur von Werner W. Diefenbach - Info Herr H. Grunert. 
69/70 Lissy 22338   Transistoren: CS1225F, CS1225E, CS1227E, CS1226F, CS1226E, CS1168E, CS1168F, CS1168G, 2× 2... 
69/70 Lissy 22339   Transistoren: CS1225F, CS1225E, CS1227E, CS1226F, CS1226E, CS1168E, CS1168F, CS1168G, 2× 2... 
69/70 Lord T70 22370 BF121  Europaband. (2 x Mittelwelle), Anschlußmöglichkeiten für ext. Antenne und Kopfhörer, Einga... 

[rmxhdet-en]

Further details for this manufacturer by the members (rmfiorg):

tbn_d_loewe.jpg
Lohnstreifen der Loewe Opta AG, Kronach / Oberfranken um 1952.loewe_abrechnung.png
Firmenlogo um 1942 , Schreibweise mit Ö statt OE nach Zwangsumbenennung in Löwe Radio AGtbn_loewe_ohne_oe.jpg
Lohnstreifen der Loewe-Opta AG Kronach/Oberfranken um 1952tbn_d_loewe_1952_abrechnung.jpg
tbn_d_loewe_opta_werbung_1.jpeg
tbn_d_loewe_opta_werbung.jpg
Werbung von 1949 für UKW-Vorsatzgerätetbn_d_loewe_opta_1949_werbung.jpg
Loewe im ersten Jahr (1923 in Berlin)tbn_d_loewe_im_ersten_jahr_1923_in_berlin.jpg
tbn_d_loewe_opta_1958_werbung.jpg
Loewe Werbung Fernseher 1935tbn_d_loewe_1935_fernsehwerbung_seite1.jpg
Loewe Werbung Fernseher 1935tbn_d_loewe_1935_fernsehwerbung_seite2.jpg
Loewe Werbung Fernseher 1935tbn_d_loewe_1935_fernsehwerbung_seite3.jpg
Loewe Werbung Fernseher 1935tbn_d_loewe_1935_fernsehwerbung_seite4.jpg
Loewe: 1935 D.S.Loewe Fernseh-Logotbn_d_loewe_1935_fernsehlogo.jpg
Bild aus Prospekttbn_d_loewe_opta_1960erjahre_werk_berlin.jpg
Bild aus Prospekttbn_d_loewe_opta_1960erjahre_werk_duesseldorf.jpg
Bild aus Prospekttbn_d_loewe_opta_1960erjahre_werk_kronach.jpg
tbn_d_loewe_1990erjahre_werk_kronach.jpg
tbn_d_loewe_logo.jpg
Loewe-Opta - Logo, 50er.tbn_d_loeweopta_50er_logo.jpg
Werbung 1928tbn_d_loewe_1928_werbung.jpg
OPTA Röhrenschachel.tbn_d_opta_2_1.jpg
tbn_d_loeweopta_prospekt_3truempfe.jpg
tbn_d_loeweaudionberlin_1923_inserat.jpg
tbn_d_loewe_optawalzer.jpg
loewetbn_loewrek.gif
Zum Jubiläum 1973, 50 Jahre Deutscher Rundfunk, erschien diese Briefmarke der Deutschen Bundespost Berlin (Michel Nr.: 455) mit dem Loewe OS 333.tbn_oe333.jpg
Rechts: Manfred von Ardennetbn_loewe_ardenne.jpg
tbn_d_loewe_51_werbung.jpg
Anzeige Funktechnik 1948tbn_d_optaradio_1948_adv_ft.jpg
Three Loewe-Opta facilities (from a Portuguese catalogue)tbn_d_loe_prospect_.jpg
Las cuatro imágenes enviadas forman parte de un bello prospecto de Loewe Opta de 1953. Por ello he pensado que era adecuado enviarlas conjuntamente, aunque tres de ellas describen modelos cuyas características podrían incluirse en la sección correspondiente de cada modelo.tbn_rheingoldphono1.jpg
tbn_d_loeweopta_werbelampe.jpg
Logo 2737Wtbn_d_loewe_opta_2737w_logo.jpg
Logo 4651Wtbn_d_loewe_opta_4651w_logo.jpg
Logo 4725Wtbn_d_loewe_opta_4725w_logo.jpg
Logo 4750Wtbn_d_loewe_opta_4750w_logo.jpg
Logo 4761Wtbn_d_loewe_opta_4761w_logo.jpg
D_Loewe_Logotbn_logoloewe.jpg
tbn_lweradio.jpg
tbn_lweopta.jpg
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Kundendienst Unterlage für Loewe SD604 vom 1.9.1975tbn_d_1975_loewe_opta_vertretungen.png
im Museum "Verstärkeramt Wiedenbrück"tbn_d_loewe_federloewe.jpg
the source is Belgian Revue "Rdio-Science" 1932 (Bruno Brasseur)tbn_d5floewe5f19325fsh3nd5ftxt2egif.gif
Loewe-Opta Werbung für Fernsehgeräte in der Funkschau 21, 1959tbn_d_loewe_opta_werbung_1959.jpg
Loewe Opta Werbung in der Funk-Technik Nr. 20, 1954tbn_d_loewe_opta_werbung_1954.jpg
Funk-Technik 1955 / Heft 17tbn_d_loewe_opta_werbung_1955.jpg
Funk-Technik 1953 / Heft 17tbn_d_loewe_opta_werbung_1953.jpg
Werbung in der Zeitschrift Hobbytbn_d_loewe_opta_werbung_1.jpg
Werbung in der Zeitschrift Hobby 1960tbn_d_loewe_opta_meisterwerke_werbung_1960.jpg
Werbung in der Zeitschrift Hobby 1969tbn_d_loewe_opta_portable_werbung_1960.jpg
Werbung in der Zeitschrift Hobbytbn_d_loewe_opta_werbung_2.jpg
Werbung in der Zeitschrift Hobbytbn_d_loewe_opta_tv_werbung.jpg
Werbung in der Zeitschrift Hobby 1965tbn_d_loewe_opta_werbung_1965.jpg
Q: Loewe-Opta Werbungtbn_d_loewe_opta_werbung_3.jpg
Q: Loewe-Opta, Produktwerbung 1962tbn_d_loewe_opta_produktwerbung_1962.jpg
tbn_d_loewe_opta_werbung_1961.jpg
Werbung in der Funkschau 1963, Heft 19tbn_d_loewe_werbung_1963.jpg
Loewe Werbung in der Wochenschrift des Funkwesens, Heft 49, 1928tbn_d_loewe_werbung_1928.jpg
Werbung 1963 - 40 Jahre Rundfunk - 40 Jahre Loewe-Optatbn_loeweoptareklame_1963.jpg
tbn_loewe_1958.jpg
tbn_loewe_opta_2367w.jpg
Logo in 1970/1971.tbn_d_loeweopta_dolly_logo_in1970.jpg
Quelle: Radiowelt Heft 51, 1926tbn_d_loewe_roehren_werbung_1926.jpg
Loewe Opta Lion Mascottbn_d_loewe_maskottchen.jpg
Preisliste 1936tbn_d_loewe_liste_1936.png
tbn_d_loewe_brochure_1974_seite13.jpg
tbn_d_loewe_opta_1959_60.jpg
tbn_d_loewe_opta_1959_60~~1.jpg
tbn_d_loewe_50jahre.jpg
tbn_d_loewe_50jahre_1.jpg
tbn_d_loewe_journal_1973.jpg
tbn_d_loewe_journal_1973_2.jpg
Advertisment for Loewe tubes in Australia. "Wireless Weekly", 12 August, 1927.tbn_d_loewe_ad_australia.jpg
Thanks for technical assistance Első Zalai Rádiómúzeum Alapítvány ( radio-muzeum.hu), First Zala County Radio Museum Foundation, Hungary, Zalaegerszeg.tbn_d_loewe_opta_reklam1930.jpg
Technika, Budapest 1929. Thanks for technical assistance Első Zalai Rádiómúzeum Alapítvány ( radio-muzeum.hu), First Zala County Radio Museum Foundation, Hungary, Zalaegerszeg.tbn_d_loeweopta_reklam_1929.jpg

Forum contributions about this manufacturer/brand
Loewe-(Opta); Deutschland
Threads: 3 | Posts: 4
Hits: 3268     Replies: 1
Opta Radio Wüstenbrand
Wolfgang Eckardt
14.May.10
  1

Bei einem befreundeten Sammler entdeckte ich ein Empfänger-Prüfgerät von der Firma

Opta Radio Wüstenbrand.

Nun ist zwar bekannt, dass Opta-Radio (Loewe-Opta) einen Teil seiner Produktion kriegsbedingt auslagerte, aber der Standort Wüstenbrand ist mir bisher noch nicht bekannt geworden.

In der Firmenchronik hier im RM sowie im Band 1 des Radio-Katalog schreibt Ernst Erb:

"1941-44 fertigen die Opta-Betriebe ausschliesslich Rüstungsgüter; Opta-Radios sind dann Fremdtypen [638966-19]. Man gliedert Grassman in den Opta-Betrieb ein. Es entstehen Auslagerungsbetriebe, z.B. in Oberlungwitz in Sachsen. In Berlin-Weissensee entsteht während des Krieges ein Betrieb für Röhrenbau."

Oberlungwitz ist ein kleiner Ort im Erzgebirge, ca. 5 km entfernt von dem Ort Wüstenbrand (Autobahn A4 Abfahrt Hohenstein-Ernstthal).  

Für mich erhebt sich die Frage:
Gab es zwei verschiedene Auslagerungsbetriebe nahe beieinander oder ist die Benennung "Oberlungwitz" nur eine unpräzise Ortsangabe?
Immerhin ist mir jetzt ein Werk in Wüstenbrand bekannt, aus Oberlungwitz bisher nicht!

Wer weiß etwas mehr zu dieser Firmengeschichte und kann klären?

Ich habe das Modell hier unter Loewe-Opta angelegt mit dem vermutlichen Baujahr 1943. Da das Modell noch nicht näher untersucht werden konnte, bin ich mir allerdings über das Baujahr nicht sicher - es könnte vielleicht auch nach 1945 entstanden sein, bevor die Verstaatlichung der Opta-Betriebe auf dem Territorium der SBZ begann.

Wolfgang Eckardt

 Edit: Link zum Modell

Wolfgang Eckardt
18.May.10
  2

Von Herrn Gerhard Eisenbarth erhielt ich eine Information zu einer interessanten Literaturquelle, über die hier im RM auch schon berichtet wurde, die mir aber leider im passenden Moment nicht einfiel:

Kilian J. L. Steiner, "Ortsempfänger, Volksfernseher und Optaphon"
"Die Entwicklung der deutschen Radio- und Fernsehindustrie und das Unternehmen Loewe 1923-1962"
Klartext Verlag, Essen 2005.

Dort wird u.a. auf der Seite 259 geschrieben:

"Ab 1943 fand der Zwangsarbeitereinsatz über die beiden Werke in Berlin und Leipzig hinaus auch in den sukzessive und immer zahlreicher errichteten Verlagerungswerken wie z. B. in Görlitz, Grünberg, und Goldberg in Schlesien sowie in Altenburg, Oberlungwitz, Wüstenbrand und Wolkenburg in Sachsen statt, wobei die schlesischen Werke dem Werk Berlin und die sächsischen Werke dem Werk Leipzig unterstanden." ...

"Weitere ermittelte Standorte waren: Bodenbach im Sudetengau, Lichte bei Saalfeld, Nennowitz bei Brünn, Reisicht (Schlesien), Spremberg (Schlesien), Rothwasser (Schlesien), Than­sau (Bayern) sowie Küps in Oberfranken. Der Kriegsverlauf vereitelte jedoch in einigen Orten die Produktionsaufnahme." (Hervorhebungen W.E.)

Damit ist meine Frage zum Standort "Opta Radio Wüstenbrand" in Post 1 erst einmal beantwortet. Dort sind u.a. auch Großlautsprecher-Kombinationen gebaut worden (LGE3904).

Vielen Dank Herr Eisenbarth.

Wolfgang Eckardt

 

 

 

 
Hits: 2949     Replies: 0
Loewe-Opta oder Loewe Opta?
Heinz-Dieter Kerner
17.Nov.04
  1 Guten Abend,

wenn ich unter "Loewe Opta" suche, lande ich keine Treffer, nur unter "Loewe-Opta". Gern wüsste ich, ab wann der Firmenname offiziell mit Bindestrich geschrieben wurde und wenn, dann bis wann. Aus allen meinen Unterlagen ist kein Bindestrich ersichtlich, allerdings beschränken sich diese auf die Nachkriegszeit. Das "Opta"-Zeichen ist m. E. kein Bindestrich. Die einschlägige Werbung zeigt z. B. in der Funk-Technik, Rückseiten 18/19 1951 keinen Bindestrich. Bitte mich nicht kleinkariert zu empfinden, ich möchte nur Gewissheit haben.

Mit Grüßen aus Nordhessen

Heinz-Dieter Kerner
 
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Dr. phil. Siegmund Loewe - Nachruf von 1962
Iven Müller
20.Aug.03
  1  

Unmittelbar vor seiner Heimreise nach Deutschland verschied in seinem bisherigen Wohnsitz Sarasota (USA) einer der Großen der drahtlosen Technik: Dr. phil. Siegmund Loewe, der Pionier und Förderer des Rundfunks und des Fernsehens. Er stand in seinem 77. Lebensjahr - ein Mann von großen Gaben und mit der nötigen Zähigkeit, seine Vorstellungen von der technischen Entwicklung durchzusetzen. Hobby und Beruf verbanden sich auf das Glücklichste.

Siegmund Loewe, Sohn eines Berliner Arztes und Schüler von Prof. Slaby an der TH Berlin, meldete seine ersten Patente bereits 1905 an. 1912 promovierte er an der Universität Jena, dem damaligen Zen­trum der Hochfrequenztechnik. Seine Ar­beiten befassten sich mit Physik, Elektro­technik und Astronomie.

Nach dem ersten Weltkrieg hatte er zeitweilig Interesse an der Entwicklung des Tonfilms gefunden; es kam hier zu einer Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Erfinder Lee de Forest. 1919/20 gründete er mit seinem Bruder David die Radiofrequenz GmbH, Keimzelle der heutigen Loewe-Opta-Unternehmen.

1921 hatte Dr. Loewe in den USA den Rundfunk kennengelernt, worüber er seinen Freunden in Deutschland in begeisterten Briefen berichtete; seither stand das Ziel für ihn fest: auch in Deutschland sollte der Rundfunk eingeführt werden. Im März 1923 gründete er zusammen mit Dr. Eugen Nesper, Dr. Georg Seibt und anderen den "Deutschen Radioclub", und im gleichen Monat führten er und Otto Kappelmayer sowie Dr. Nesper dem damaligen Reichspräsi­denten Ebert eine drahtlose Rundfunkübertragung vor. Der Sende­stand im Labor von Dr. Loewe in der Gitschiner Straße.

Loewe sammelte in seinem Labor viele tüchtige Techniker, u. a. war der heutige Prof. M. von Ardenne (Dresden) als junger Man­n sein Mitarbeiter. Hier entstand beispielsweise die Loewe-Dreifachröhre. Mit dieser Röhre schuf Loewe den ersten wirklich billigen Rundfunkempfänger für Lautsprecherbetrieb. Er kostete, ohne Batterien allerdings, nur 39.50 RM und war damit eine Preis-Sensation.

Als Nachfolger der Radiofrequenz GmbH wurde später durch Hereinnahme von zwei weiteren Firmen die 1930 in eine Aktien­gesellschaft umgewandelte Radio AG D. S. Loewe gebildet, die sich bald intensiv mit dem Fernsehen befasste. Schon 1931 führte Dr. Loewe mit M. von Ardenne ein Fernsehverfahren vor, bei dem sowohl die Sende- als auch die Empfangsseite nicht mehr die mechanische Nipkowscheibe, sondern nur noch trägheitslose Elektronenstrahlröhren benutzten (100 Zeilen. 20 Bildwechsel/Sek.). In der Vorkriegszeit gehörte Loewe zu den Pionierfirmen des Fernsehens; auf allen Funkausstellungen wurden die jeweils neuesten Geräte gezeigt. Bereits 1929 hatte sich Loewe an der Gründung der Entwicklungsfirma Fernseh AG beteiligt: sie genießt heute als Fernseh GmbH, Darmstadt, weltweiten Ruf als Produzent von Fernseh-Studioanlagen.

Nach 1933 verließ Dr. Loewe Deutschland und ging nach denUSA. Seine Firma blieb ihm ans Herz gewachsen; nach 1945, als die  Rückerstattung erfolgte, konnte er das Aufblühen der drei Gruppen (Loewe-Opta AG in Berlin und Kronach und Opta-Spezial GmbH, Düsseldorf) unter der tatkräftigen Leitung von Konsul Bruno Piper erleben; er ist ihnen bis zu seinem Tod als Vorsitzer des Aufsichtsrates ein wertvoller Berater geblieben. Siegmund  Loewe wurde in seiner Heimatstadt Berlin beigesetzt.   

 

 

Aus : Funkschau 1962, Heft 12
 
Loewe-(Opta); Deutschland
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