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History of the manufacturer  

Strasser Spulen; Traunstein

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Name: Strasser Spulen; Traunstein    (D)  
Abbreviation: strasse
Products: Model types Others
Summary:

Strasser Spulen, Postfach 45, (13b) Traunstein.
Herstellung von Spulen der Marke "Strasser" (z.B. Bandfilter nach Otto Limann) und Radiogeräten(?) in Kleinserie(?) kurz nach Ende WKII.

History:

This manufacturer was suggested by Herbert Heintges.


Some models:
Country Year Name 1st Tube Notes
50 Atlanta GW Allstrom Sechskreis-Super ES804GW UCH5  Das Gerät wurde als Bausatz angeboten: "Baumappe ES 804 GW  - Atlanta GW... 
50 Unbekannt 2 UF42  Das Gerät ist mit einem UKW-Teil von Siemens (U2GW) ausgerüstet. 
47 Limann Bandfilter Zweikreiser Bv 702   Spulensatz aus zwei Bandfiltern nach Vorschlägen von Ing. O. Limann. Grundplatte a... 
49 Gnom ES702GW UF6  Bauanleitung für einen Bandfilter-Zweikreiser nach O. Limann. Spulensatz sind zwei... 
48 6-Röhren-Super UCH5  Modell 6-Röhren-Super; Strasser 

[rmxhdet-en]

Further details for this manufacturer by the members (rmfiorg):

tbn_d_strasser_firmenzeichen.png
Briefkopf von einem Schreiben an O. Limann, Jan. 1947.tbn_d_strasser_firmierung_1947.png
Sammlung Funkhistorisches Archiv der GFGF e.V.tbn_d_strasser_montage.jpg

Forum contributions about this manufacturer/brand
Strasser Spulen; Traunstein
Threads: 4 | Posts: 9
Hits: 1100     Replies: 1
  Straßer: Wie ein Limann-Spulensatz entsteht
Georg Richter
17.Sep.18
 
  1

Als "Firmenbild" ist eine Bildersammlung von Carl Stumpf durch "Sammlung Funkhistorisches Archiv der GFGF e.V." ohne Quellennachweis hochgeladen.

Das nachfolgende ist extrahiert aus der Funk-Technik Nr.21/1948, S.538 und 539


Die Firma Straßer in Ettendorf bei Traunstein (Obb.) war eine der ersten, welche die Bedeutung des Limannschen Vorschlages erkannte, die übliche Zweikreiserschaltung durch Vereinigung der beiden Schwingkreise zu einem Bandfilter zwischen HF-Verstärkerröhre und Empfangsgleichrichter (siehe FUNK-TECHNIK Bd. 3 [1948] S. 83 u. S. 265) zu verbessern und zu vereinfachen und den Großserienbau eines derartigen Spulensatzes unter Mitwirkung von Ing. Limann durchführte. Infolge rationeller Fertigungsmethoden konnte trotz des niederen Preises der Spulensatz mit vielen Vorzügen, wie Eisenkernabgleich jeder einzelnen Spule, verschiebbare Rückkoppungswicklung zur Anpassung an die verschiedenen Röhrensteilheiten und Befestigungsmöglichkeit für alle gebräuchlichen Trimmerkondensatoren ausgerüstet werden.

Das Werk, das sich anfänglich auf den Bau von Spezialspulen für Meßgeräte beschränkte, hat sein Fabrikationsprogramm seit langem über den Bau von Ein-und Mehrkreiserspulensätzen bis zur Serienfertigung kompletter Spulenaggregate für Überlagerungsempfänger mit 468 kHz Zwischenfrequenz ausgedehnt.     Gd

Der alte Familiensitz Straßer, von außen immer noch das behäbige, oberbayerische Bauernhaus, wurde im Innern zu einer hellen und freundlichen Spulenfabrik umgestaltet.

An der Drahtschablone werden nach dem Wickeln die Drahtenden der Kreuzwickelspule gekürzt.

 

Herstellen der Kurzwellenspulen aus 0,9 mm starkem Lackdraht auf einer selbst konstruierten Wickelmaschine.

 

Tempern im Härteofen bei etwa 150°C verleiht den an drei Stellen mit Spezialkleber getränkten KW-Spulen eine überraschende Steifheit.

 

Der fertige Spulensatz wird zu einer Schlußprüfung einer Gütemessung im Betriebsszustand unterzogen. Gleichzeitig werden die Induktionswerte abgeglichen.

 

Flinke Frauenhände besorgen den Zusammenbau der Spulensätze.

 

Jede einzelne Wicklung wird auf Selbstinduktion kontrolliert.

 

Dauerprüfung im Empfangsgerät.

 

Die Techniker im Labor sind ständig dabei, neue Spezialaggregate und die dazugehörigen Prüf- und Meßgeräte herzustellen.

 

Eine eigene Werkzeugmacherei sorgt für die notwendigen Arbeitsgeräte.

Hans M. Knoll
19.Sep.18
  2

Zu diesem  Artikel, mit dem damals bei Bastlern beliebten Vorschlag von Otto Liman,

wie man einen Zweikreiser bauen kann, der nicht zum unkontrollierten Schwingen neigt,

gibt es im  RMorg. sehr lehrreiche und  interessante   Texte und Berichte.

#1 hier

#2 hier

 

#3 hier

#4 hier

#5 hier

 

und #6 hier

 

Von dort noch aus, Verzweigungen zu mehr. 

 

 

H.M.K.

 
Hits: 2253     Replies: 0
Schaltungen von und für Spulensätzen
Hans M. Knoll
17.Dec.12
  1

Hallo Herr Rudolph.

Dass STRASSER auch Radios gebaut hat, halte ich fuer nicht sehr wahrscheinlich.

In den Jahren 1946 bis ca. 1950, war es absolut die Regel, dass Firmen die Spulensaetze,  Bandfilter und ZF- sowie 9Khz-Sperren hergestellt und vertrieben haben, auch ein passendes Schaltbild mitgeliefert haben.

Beispiele von STRASSER, NORIS, DREIPUNKT, GÖRLER, LUBIN und NORDA als die Marktfuehrer,  waren und sind bei mir, dafuer bekannt.

Der Radiobastler von damals hatte weder L&N, RMorg oder (das www) als Datenquelle zur Verfuegung.  Jedes bessere Radiogeschaeft hatte auch Schaltbilder im Sortiment, die zum Teil verfremdete Fabrikschaltungen, aber auch sehr viele Eigenerzeugnisse waren.
Ich konnte vor ca. 2 Jahren dem Sohn eines Fachmannes, der  bei GRUNDIG und QUELLE gearbeitet hatte,  eine Original Handzeichnung als Blaupause zum Geschenk machen,  welche sein Vater 1947 in und fuer ein Radiogeschaeft in Nuernberg,  von Hand gezeichnet hatte.

Gruss Knoll

Nachtrag:

Der Franzisverlag hat in den Jahren 48 bis 50 in der FUNKSCHAU Bauanleitungen vom Einkreiser  bis zum Grosssuper,  mit Bauteilen von STRASSER abgedruckt.

z.B. Funkschau Nr. 10/1948  auf S. 115, den    6 Kreis-Super ATLANTA- W


Von dort (FRANZIS)  kann der Bauplan (Schaltbild) auch  herkommen
 

 
Hits: 3910     Replies: 4
Einkreiser von Strasser
Dietmar Rudolph † 6.1.22
17.Dec.12
  1

Die Fa. Strasser hatte möglicherweise 1947 einen Einkreiser im Programm.

Der Scan von der DIN A4 Blaupause (Zeichnung Nr. 1501 von 6.47)  ist leider nicht viel besser machbar.

MfG DR

Peter von Bechen † 15.7.19
18.Dec.12
  2

Hallo Herr Rudolph,

ich habe in den letzten Jahren ausführlich über die Firma Strasser, Traunstein, für einen Beitrag, der demnächst in der GFGF-Funkgeschichte erscheinen wird, recherchiert. Strasser hat ausschließlich Spulensätze gefertigt. Das Schaltbild, das Ihnen vorliegt, ist als eine Anleitung zu verstehen, wie man dieses Bauteile benutzen kann. Es ist natürlich denkbar, dass man bei Strasser dieses Schaltung im eigenen Labor auch aufgebaut und ausprobiert hat. Zielgruppe waren damals nach dem Krieg insbesondere Bastler, vielleicht auch Radiogeschäfte, die Kleinserien produziert haben.

Später war es bei Firmen wie Valvo und Philips üblich, für die Geräteindustrie Schaltungen zu entwickeln. Dazu hatte man Applikationslabors für Anwendungen der Röhren, Transitoren und ICs in Radios und Fernsehgeräten. Hier wurden vielleicht Prototypen gebaut, aber es gab keine Serienproduktion.

Ausnahme war vielleicht die Firma Hütter / Dreipunkt, Nürnberg, die Ende der 1940er- und Anfang der 1950er-Jahre neben den bekannten Spulensätzen auch Radios und Radiobausätze produziert hat.

 

Dietmar Rudolph † 6.1.22
18.Dec.12
  3

Ein Inserat der Fa. Strasser (Funkschau 9/1948) gibt der Ansicht von Herrn Knoll recht, wonach Strasser zwar nur Bauteile produziert hat, aber dafür Schaltunterlagen zur Verfügung stellte.

Aus diesem Inserat geht hervor, daß Strasser Schaltunterlagen zur Verfügung stellte. Nach dem Stand der Technik waren das damals (die sprichwörtlichen) Blaupausen.

MfG DR

Dietmar Rudolph † 6.1.22
19.Dec.12
  4

Georg Richter hat dankenswerter Weise mit Hilfe von Photoshop ein sehr brauchbares Schaltbild aus der Vorlage "gezaubert". (Das hier gezeigte ist eine verkleinerte Version davon.)

Die jetzt deutlicher erkennbaren freihändig in diesem Schaltbild gezeichneten Korrekturen legen den Schluß nahe, daß Strasser (wie aus dem Inserat im vorigen Post erkenntlich ist) nur Schaltungsvorschläge zur Verfügung stellte, die von denen, die sie nachbauten, ggf. "nachgebessert" werden mußten.

MfG DR

Dietmar Rudolph † 6.1.22
19.Dec.12
  5

Auf dem Titelblatt der Funkschau 9/1948 wird das Labor der "HF-Spulen-Fabrik" Strasser gezeigt.

Auf den Seiten 94 - 96 dieser Nummer folgt unter dem Titel "Hochwertige Spulensätze" u.a. die Beschreibung des Fertigungsprogramms von Strasser. Daraus geht m.E. eindeutig hervor, daß Strasser nur die Komponeten und die Baupläne geliefert hat, also keine kompletten Geräte.

Strasser Spulensätze

Ein anderer, in Fachkreisen schnell bekannt gewordener Fertigunsbetrieb, die Firma G. Strasser, die nach dem Kriege vorbildliche Fabrikationseinrichtungen geschaffen hat, bietet ebenfalls ein umfangreiches Spulenprogramm für alle Empfängerklassen. Die hohe Leistungsfähigkeit dieser Spulensätze ist u. a. auf die Verwendung hochwertigen Hf-Eisens und erstklassiger Hf-Litze für alle kritischen Wicklungen zurückzuführen. Während der Fertigung durchgeführte Zwischenprüfungen und eine Schlußprüfung der Spulensätze unter betriebsmäßigen Bedingungen sichern absolute Gleichmäßigkeit hinsichtlich der Selbstinduktions  und Gütewerte.

Die kompletten Spulensätze der Fa. Strasser erscheinen sämtlich in einbaufertiger Ausführung. Der Einkreiser Spu1ensatz 1K5 unterscheidet sich von üblichen Konstruktionen u. a. dadurch, daß auf den Langwellenbereich verzichtet wird, also MW und KW vorgesehen sind. Auch der Zweikreiser-Spulensatz 2K5 ist für Mittel­- und Kurzwellen eingerichtet. Die Firma geht dabei von der Überlegung aus, daß der Kurzwellenbereich heute weit mehr Empfangsmöglichkeiten zu bieten vermag als das Langwellenband. Audion  und Vorkreisspulen werden auf 40*60 mm großen Pertinaxleisten untergebracht, die man horizontal, vertikal oder in Seitenlage je nach Platzverhältnissen einbauen kann. Der Zweikreiser Spulensatz 2K5 erscheint ohne Abschirmgehäuse. Es empfiehlt sich daher, auf entkoppelten Einbau zu achten. Besondere Aufmerksamkeit verdient die in diesen Spulensätzen verwendete Kurzwellenspule. Sie ist aus 0,8 mm starkem CuL Draht körperlos gewickelt und zeichnet sich durch hohe mechanische Festigkeit aus. Die Windungen selbst werden durch eine starre Klebemasse zusammengehalten. Die Kurzwellenspulen können mittels Hf-Eisenkern abgeglichen werden. Zu diesem Zweck läßt sich der Hf-Eisenkern innerhalb des Spulenfeldes verschieben. Die Ankopplungswindungen sind auf dem Hals der Eisenkernfassung untergebracht. Zum Aufbau des Bandfilter Zweikreises nach Limann liefert die Fa. Strasser den Bandfilter Zweikreiser Spulensatz Bv 702, der als zweckmäßige Einbaueinheit auf einer Pertinaxplatte erscheint und die Konstruktion eines trennscharfen und leistungsfähigen Gerätes gestattet. Durch getrennt abgleichbare Mittel  und Langwellenspulen ist es möglich, den Zweikreiser auf Höchstleistung zu bringen. Für den kapazitiven Abgleich enthält das Spulenaggregat ferner zwei Abgleichtrimmer. Das Spulenaggregat wird ohne Abschirmung geliefert. Es ist daher unbedingt darauf zu achten, daß der Spulensatz räumlich zwischen Audionröhre und Hf-Röhre eingebaut wird. Der Einbau der Spulenplatte kann je nach Einzelteilanordnung senkrecht oder waagrecht oberhalb oder innerhalb des Chassis vorgenommen werden.

Auch für Superhets stellt die Fa. Strasser leistungsfähige Spulensätze her, die für Zwischenfrequenzen von 468 ... 473kHz geeignet sind. Bei der Konstruktion dieser Spulen wurde weitgehend auf die besonderen Bedingungen des Selbstbaues Rücksicht genommen. Zum Aufbau der Mischstufe stehen der Vorkreisspulensatz Bv 600K und der Oszillatorspulensatz Bv 620K zur Verfügung. Die Spulen besitzen drei Wellenbereiche (KW, MW, LW) und verwenden in den Schwingkreisen getrennte Wicklungen, während die Ankopplungswicklungen nach der Kurzschlußmethode umgeschaltet werden. Die Spulensätze werden ohne Trimmer und ohne Verkürzungskondensatoren geliefert. Zur Montage handelsüblicher Stemag- oder Hescho-Trimmer sind auf den Spulenplatten passende Bohrungen angeordnet. Eine Abschirmung der Spulen ist nicht erforderlich. Verkürzungs  und Parallelkondensatoren wurden beim Oszillator nicht eingebaut, um auch Drehkondensatoren verschiedener Endkapazität benützen zu können. Von der Firma wird eine Tabelle mitgeliefert, aus der für Drehkondensatoren mit einer max. Endkapazität zwischen 490 ... 560 pF die jeweiligen Werte der Serien- und Parallelkondensatoren hervorgehen. Die Typen Bv 600 KT und Bv 620 KT werden dagegen mit Trimmern und Serienkondensatoren geliefert. Auch andere Einzelteile lassen erkennen, daß es der Firma darauf ankam, eine weitgehende Anpassung an die Bedürfnisse der Praxis zu erreichen. Der Oszillatorspulensatz ist so geschaltet, daß man den Abschirmkreis je nach Mischröhre entweder in den Anoden  oder in den Gitterkreis legen kann. Um je nach Mischröhre einen günstigen Rückkopplungseinsatz zu erhalten, hat man ferner die Rückkopplungswicklungen für den Mittel  und Langwellenbereich auf den keramischen Spulenkörpern verschiebbar angeordnet. Man kann auf diese Weise für jede Röhre den günstigsten Rückkopplungseinsatz genau einstellen. Diese Variationsmöglichkeit erweist sich für die Praxis als außerordentlich wertvoll, da man dadurch auch bei nicht mehr ganz neuen Mischröhren ausreichende Schwingströme erhält (ungefähre Richtwerte für 50 kΩ Gitterableitwiderstand: KW = 0,3 ... 0,1 mA; MW = 0,26 ... 0,18 mA; LW = 0,1 ... 0,18 mA).

An Zf-Bandfiltern bietet die Fa. Strasser zwei verschiedene Typen. Für Geräte im Kleinformat eignet sich besonders das raumsparende, unter Verwendung des Mayr-Spulenkörpers K5 aufgebaute Zf-Bandfilter Bv 730 bzw. Bv 740. Die Wicklung besteht aus Hf-Litze auf keramischen Spulenträgern. Die Filter selbst werden mit Aluminiumabschirmbecher (Höhe 64 mm, Durchmesser 36 mm) geliefert. Trotz der kleinen Abmessungen des Filters sind die Parallelkondensatoren (100 pF keramisch) eingebaut. Den derzeitigen Empfangsverhältnissen entsprechend beträgt die Bandbreite ca. 4,5 kHz. Das erste, an der Mischröhre liegende Zf-Filter Bv 740 ist überkritisch gekoppelt, während das an der Diode liegende zweite Zf-Filter Bv 740 mit kritischer Kopplung arbeitet.

Für Geräte höherer Leistungsklasse und mit räumlich größeren Abmessungen hat die Fa. Strasser die Zf-Bandfilter Bv 630 und Bv 640 entwickelt. Diese Filter verwenden Hf-Eisenkörper hoher Güte mit einer Parallelkapazität von 200 pF. Um günstige Leistungen zu erzielen, sind die Kreisgüten der Zf-Spulen sehr hoch bemessen. Die dadurch leicht auftretende Schwingneigung muß durch Abschirmung der Zf-Leitungen mit hochwertigem Hf-Abschirmkabel vermieden werden. Ebenso empfiehlt es sich, die Gitter- und Anodenseiten der Misch- und Zf-Verstärkerröhren gut gegeneinander abzuschirmen. Auch die Konstruktion dieses Zf-Bandfilter berücksichtigt die Anforderungen der Praxis. So sind die Zf-Spulen auf einer vertikalen Pertinaxleiste angeordnet. Die Bandbreite wird für ca. 5 kHz gewählt. Um andere Bandbreitenwerte einstellen zu können, kann man die obere Zf-Spule in für diesen Zweck angeordnete Bohrungen versetzen. Die beiden Zf-Bandfilter besitzen einen Preßstoff Einbausockel mit 50 mm Durchmesser, der auch die Lötanschlüsse enthält. Die Gesamthöhe dieser hochwertigen Filter beträgt 110 mm.

Unter den Spulensätzen der Fa. Strasser dürfte das Super Aggregat Bv 301 für den Einbau besonders vorteilhaft sein, da es auf einer verhältnismäßig kleinen Pertinaxplatte (75*90 mm) Vorkreis  und Oszillatorspulen für drei Wellenbereiche (KW, MW, LW) und den zugehörigen Wellenbereichschalter enthält. Auch dieser Supersatz besitzt die Vorzüge des bereits beschriebenen Supersatzes, wie verschiebbare Rückkopplungswicklungen für MW und LW, beliebige Anschaltung des Oszillator-Abstimmkreises usw. Während der Bereichschalter, ein hochwertiger Kreisschalter mit vorzüglicher Rastung, in der Mitte der Pertinaxplatte Platz gefunden hat, befinden sich auf der oberen Seite links die Vorkreisspulen und rechts vom Wellenschalter die Oszillatorspulen. Die zugehörigen sechs Trimmer für den kapazitiven Abgleich sind auf der unteren Seite der Montageplatte angeordnet, von der übrigens auch die sechs Abgleichstifte für die einzelnen Spulen zugänglich sind. Besondere Preiswürdigkeit besitzt das neu entwickelte Superaggregat Bv 806. Eine nur 60*100 mm Grundplatte trägt die K-M-L Vorkreis- und Oszillatorspulen, den keramischen Mayr-Wellenschalter, vier Abgleichtrimmer sowie die Verkürzungskondensatoren. Nach dem Verdrahten von sieben Anschlüssen ist der vorabgeglichene Baustein betriebsfähig. Das Superaggregat Bv 806 eignet sich sowohl zum Bau von Sechskreis Supern (Zf Bandfilter = Bv 730/740 oder Bv 630/ 640) als auch für Vierkreis Kleinsuperhets. Für letztere wurde ein neues Zf-Bandfilter hoher Güte entwickelt. Es ist mit einer Rückkopplungswicklung ausgestattet und trägt die Bv Nr. 650.

Außer diesen Spulensätzen, deren Spulen übrigens auch einzeln bezogen werden können, liefert die Fa. Strasser noch die Zf-Sperre D6 (Bv 7.00), die als Sondererzeugnis auch in keramischer Ausführung erhältlich ist (Bv 703), und die Sperrkreisspule Bv 701 für den Mittelwellenbereich, sowie Spulensätze für Meßgeräte, die in der FUNKSCHAU beschrieben worden sind ("Frequenzmesser" von J. Cassani, FUNKSCHAU, Heft 2/1946 und "Allstrom Prüfsender" von J. Cassani, FUNKSCHAU, Heft 6/1946.

Mein Dank geht noch an Hans Knoll, der mich auf das Bild und den Text in der Funkschau 9/1948 aufmerksam machte.

MfG DR

 
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Strasser Straßer
Wolfgang Scheida
09.Nov.07
  1

In der Funk Technik 1951 FT 15/1951 S 414  wird eine Fa. G. Strasser aus Traunstein erwähnt die mit einem umfangreichen Fertigungsprogramm an Spulen und Filtern für Sender, Empfänger und Meßgeräte beschrieben ist.

In http://www.radiomuseum.org/forumdata/upload/Funkschau_Inhalt_1940-1949.pdf finden Sie die Fa. Straßer ebenfalls aus Traunstein mit Angabe 1947 gelistet.

 
Strasser Spulen; Traunstein
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