Tube informationWG34

Röhrenheizungsarten

Die Katode der frühesten Röhren bestand aus einem Wolframfaden, den man mittels einer Gleichspannung aus einer Batterie heizte. Es handelte sich also um eine direkt geheizte Katode. Die Heizung mit Wechselspannung aus einem Transformator war nicht möglich, da starke Brummgeräusche entstehen, wenn mehrere Röhrenstufen aufeinander folgen.

Den Durchbruch zum Massengebrauch erreichten die Röhren, als man zum Ende der 1920er Jahre indirekt geheizte Röhren entwickeln konnte, die zum Betrieb an Wechsel- oder Gleichspannung aus dem Lichtnetz oder anderen Stromquellen geeignet waren.

Normalerweise gewinnt man den Heizstrom, wie auch der Anodenstrom, aus dem Wechsel- oder Gleichspannungs- Lichtnetz von 110...240V. Außerhalb des Lichtnetzes greift man zur Röhrenheizung auf KFZ-Bordnetze mit 6...28 V DC oder auf Heiz-Trockenbatterien oder Akkus mit 1,2...6 V zurück. Daher hat die Industrie unterschiedliche Röhrenserien geschaffen, die an die Eigenschaften der jeweiligen Stromquellen angepasst sind.

Zur Heizung der Katode entwickelte man Röhrenheizfäden, die zum Betrieb an einer bestimmten Spannung in Parallelschaltung, oder an einem bestimmten Strom in Serienschaltung, oder für beide Schaltungsarten geeignet sind. In Ausnahmefällen sind Röhren auch entgegen ihrer vorgesehenen Heizart unter Beachtung der Grenzwerte verwendbar.