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1476 kHz wiederbelebt

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Forum » Histoire de la Radio et de la Technique » Décennies de Radio-Diffusion » 1476 kHz wiederbelebt
           
Ralph Oppelt
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20.Dec.18 10:42
 
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Liebe Mittelwellenfreunde,

seit einigen Tagen gibt es hier für das Städtedreieck Nürnberg/Fürth/Erlangen einen kleinen Mittelwellensender in AM. Gesendet wird tagsüber das Programm "Funklust - deine Campusmedien" (hierfür liegt eine Medienlizenz vor) und ab Mitternacht bis 5 Uhr morgens ein getasteter 1 kHz-Ton. Der kleine Sender mit nur 3 W Trägerleistung befindet sich in der Klubstation DK0FHG des Fraunhoferinstituts in Erlangen, Ortsteil Tennenlohe. Die Koordinaten sind 11°01´08.9´´Ost, 49°32´47.8´´Nord. Der Sender soll interessierten Jugendlichen einen leichten Einstieg in das Verständnis der (Rund-)Funktechnik ermöglichen und bei entsprechenden Veranstaltungen (z.B. "Die lange Nacht der Wissenschaften") mit eingebunden werden. Es gibt noch keine QSL-Karten, nicht einmal einen offiziellen Namen. Vermutlich werden wir ihn "Radio AnTennenlohe" taufen, ein kleines Wortspiel also mit dem Standort Tennenlohe und dem Begriff Antennen. Damit bin ich beim Thema: Direkt neben dem Institut ist ein ca. 60 m hoher Betonturm mit vielen Antennen dran. U.a. wird da auf KW 15,785 MHz in DRM und auf DAB+ auch das oben erwähnte Programm ausgestrahlt. Die MW-Antenne ist eine 40 m lange Edelstahllitze, die  vom 3. Stock des Institutsgebäudes von etwa 10 m Höhe in knapp 50 m Höhe schräg rüber zum Turm gezogen ist, also schon fast Lamda/4 lang. Als Gegengewicht dient das sehr üppige Blitzableiternetz am Dach. Somit wird auch etwas die Raumwelle bedient. Die vielen mp3-Rapporte aus Italien, Österreich, Schweiz, Belgien, Holland, Norwegen, Finnland belegen das und haben mich selbst total überwältigt. Die von der BNetzA zugeteilte Frequenz von 1476 kHz ist im Sender an einen OCXO angebunden (im Moment noch 0,41 Hz zu hoch), auch der 1 kHz Ton wird davon abgeleitet. Das gestattet auch Versuche mit ultraschmaler Filterung. Sogar ein DX-Experte 300 km westlich von Rio de Janeiro konnte damit den Sender nachweisen, das sind fast 10.000 km Distanz.

Ich habe etwa drei Jahre für so einen Sender "gekämpft", sämtliche Behörden (BLN, BNetzA, Blitzschutzbeauftragte, Sicherheitsbeauftrage usw.) "überlebt", den Sender auch selbst geabut usw. Also bitte keine Wunder erwarten, wenn sozusagen im Ein-Mann-Betrieb alles etwas langsam voran geht, denn ich habe die technischen Möglichkeiten und auch die genehmigte Strahlungsleistung von 6 W e.m.r.p. sicher noch nicht ausgereizt. Aber die stabile Bodenwelle reicht jetzt schon aus, von Nürnberg Süd bis hoch zu der kleinen Stadt Forchheim. Damit kann man mit einfachen Selbstbau-Empfängern z.B. Rückkopplungsaudion, bereits jetzt tagsüber Experimente machen bzw. für Schüler und Studenten Interesse an Funktechnik wecken.

Es wird für Versuche immer wieder mal zu sporadischen Abschaltungen kommen. Langfristig möchte ich einen zweiten redundanten Sender bauen, damit diese Zeiten sehr kurz bleiben können.

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Cet article a été édité 20.Dec.18 10:52 par Ralph Oppelt .

Ernst Erb
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20.Dec.18 11:46
 
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Lieber Ralph

Als promovierter Hochfrequenzingenieur mit besten "Verbindungen" musstest Du für das noch kämpfen ... Du hattest mich frühzeitig informiert - auch über die Widerstände - nicht nur über die Antenne ... 

Nun kann ich Dir gratulieren und hoffen, dass Dein Sender Nachahmer bekommt, nicht nur in Cham. Schön, dass Du das nicht angekündigt hattest, sondern nun die Tatsachen bringst. Wenn es Neuigkeiten dazu gibt, bitte wieder an diesen Thread hängen. Wo sonst kann man das Thema "wach halten", wenn nicht im RMorg!

Auch hoffe ich, dass die Politik mal das Problem entschärft (glaube aber nicht daran). Darüber hatte ich auch kürzlich (22. Oktober) in der Uni Bologna anlässlich eines besonderen Anlasses zu Professoren dort im Kurzvortrag gesprochen. Dabei war auch der Präsident der Fondazione Guglielmo Marconi, Prof. Dr. Gabriele Falciasecca.

Wir sollten bessere Kontakte zu Radioamateuren pflegen und die anfeuern, sich politisch mehr für das Ziel Kleinsender im MW/LW-Bereich zu engagieren, schliesslich sind einige von uns auch Radioamateure ...
Doch meine ich nur persönliche Kontakte können wirken und öffentliche Informationen darüber wie leicht es ist, AM zu empfangen und was für Auswirkungen es für Jugendliche haben kann, besonders wenn es Kurse gibt. Bausätze gibt es ja in grösserer Zahl, doch das Wissen darüber müssten wir fördern. Es geht um Printmedien und elektronische Medien, die wir bedienen sollten. Hoffentlich hast Du oder jemand, der/die Dich unterstützt Lust und Zeit dazu.

An der Uni Bologna hatte ich auch ausgeführt, dass ein ausgesprochenes INTERESSE (für was ist meist zweitrangig) bei Jugendlichen zu suchen und zu fördern sei, nicht nur den "Bologna-Schulplan" wie er jetzt besteht. Ein Mensch, der ein echtes Interesse gefunden hat und es auch zumindest etwas ausleben kann, hat viel grössere Chancen ein erfülltes Leben führen zu können, als jemand, der/die nur Neugier kennt. Jugendliche sollten ihren Beruf aus Interesse wählen können. Im Besten Fall ist der Job eine Berufung (Beruf) und ein Hobby.

  
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