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grundig: 2010W, Reparaturbericht

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Martin Steyer
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03.Jan.18 15:02

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Nach Ausbau des Chassis fiel ein verschmorter Widerstand auf, es handelte sich um R12 mit 30 KOhm, der in der Anodenleitung des Triodensystems der ECH81 liegt. Er ist nur bei AM eingeschaltet und versorgt den Oszillator mit Strom.

Es stellte sich heraus, daß der Drehkondensator C32 zur Oszillatorabstimmung im ca. 2/3 eingedrehten Zustand bei LW/MW/KW einen Kurzschluß produzierte. Die Plattenpakete erschienen aber alle normal, verbogene Platten konnten optisch nicht ausgemacht werden.

Auch wenn es sich bei der jetzt beschriebenen Methode um einen alten Hut handelt, kann sie doch im einen oder anderen Fall nützlich sein.

Die beiden Anschlüsse zum Drehko wurden über einen Trenntrafo in einen 220-V-Stromkreis mit einer 100-Watt-Glühbirne gelegt und der Drehko durchgedreht. Man sieht genau die Stelle, an der es anfängt zu funken und sich der Kurzschluß einstellt, die Birne fängt an zu leuchten.

Duch vorsichtiges Nachbiegen zweier Statorplatten konnte der lokalisierte Kurzschluß beseitigt werden.

Bei älteren Geräten bildet sich manchmal auf den Drehkoplatten eine leitfähige Schicht, diese kann dann u.U. mit der beschriebenen Methode "weggebrannt" werden. Ist aber die Drehkowanne verbogen oder das Aluminium "gewachsen", hilft nur ein Drehko-Austausch.

 

Dietmar Rudolph † 6.1.22
Dietmar Rudolph † 6.1.22
 
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03.Jan.18 16:03

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Von Zinn ist bekannt, daß es Whisker bildet, woduch bestimmte Typen von Ge-Transistoren unbrauchbar werden.

Aber, auch bei Aluminium kann es Whisker-Bildung geben. Das war z.B. bei einem Crosley  66TC-S der Fall. Auch hier half "Ausbrennen" mit Hilfe von Netzspannung und einem "Lampenbrett" als Begrenzungs-Widerstand.

MfG DR

  
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