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6n9m = 6SL7 von RFT: wie einordnen?

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Wolfgang Eckardt
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23.Dec.05 22:26

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Ich habe zwei RFT-Röhren entdeckt, die die Bezeichnung 6n9m (kyrillische Bezeichnung 6H9M) sowie 6SL7 tragen. Vom Aussehen her ist es auch eine Doppeltriode, aber im RM ist nur die 6n9s angelegt. Auf dem Verpackungskarton von "HF" steht auch gestempelt 6H9M (kyrillisch).
Ist das eventuell auch ein Fehldruck wie es bei anderen Röhren von WF und OSW bei der Umsetzung kyrillischer Buchstaben vorkommt?

Auf dem RPG W18 lässt sie sich einwandfrei als 6SL7 prüfen und hat eine Superemission. 

Wer hat da eine passende Lösung?
Wolfgang Eckardt

This article was edited 23.Dec.05 22:32 by Wolfgang Eckardt .

Jacob Roschy
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24.Dec.05 11:31

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Hallo Herr Eckardt,

es gibt noch andere Octalröhren sowjetischer Bauart mit einem "M" als Suffix :

http://www.radiomuseum.org/tubes/tube_6a8m.html
http://www.radiomuseum.org/tubes/tube_6f6m.html

Wie man sehen kann, haben diese einen besonders kleinen Kolben, vermutlich bedeuted dieses "M" daher "Miniatur", was auch für diese Röhre zutreffen könnte.

Als passende Lösung habe ich daher diese Type neu angelegt:
http://www.radiomuseum.org/tubes/tube_6n9m.html.

Wie bei vielen nicht-amerikanischen Herstellern wurde auch hier bei der westlichen Bezeichnung "6SL7" das "GT" weggelassen, als ob es eine Stahlröhre wäre.

Schöne Feiertage,

MfG JR

This article was edited 24.Dec.05 11:34 by Jacob Roschy .

Wolfgang Eckardt
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27.Dec.05 10:14

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Hallo Herr Roschy,

nachdem die Feiertage in der nötigen Ruhe und Freude wieder vorbei sind, möchte ich noch etwas zu diesen OSW-Rohren beitragen.
Zuerst vielen Dank für das Anlegen der 6n9m. Habe dort auch schon Bilder angelegt.
Mir kommen aber doch Zweifel an Ihrer Vermutung, dass es eine "Miniatur-Ausführung" sei. Was soll man denn sonst dazu sagen, wenn man die verschiedenen Ausführungen betrachtet:

Nicht nur die äußere Bauform ist unterschiedlich - 61mm links, 71mm rechts - sondern auch die Systeme (Anodenbleche) sind unterschiedlich groß - 12mm bzw. 24mm. Die Stempelung der Herstellungszeit habe ich vorn eingetragen.
Es wird wohl schwer nachvollziehbar sein, was da in dieser Zeit alles abgelaufen ist an der Spree.... Auch die unterschiedlichen Firmenstempel, wobei der Übergang von HF zu WF ja normal ist. Aber zur gleichen Zeit auch mit RFT 604 gestempelt..?
Da ich nicht genug Fachmann in der Theorie zu den Röhren bin, möchte ich aber die Frage aufwerfen, wie es denn da mit den Kennlinien bei den so unterschiedlichen Größen (das Doppelte!) aussieht? Messungen habe ich noch nicht vorgenommen. Auf dem W18 werden nur "normale" Werte angezeigt.
W.E.

This article was edited 27.Dec.05 10:31 by Wolfgang Eckardt .

Jacob Roschy
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27.Dec.05 18:00

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Hallo Herr Eckardt,

Ihre Zweifel sind berechtigt, dies wird auch bekräftigt durch eine e-mail von Herrn Konstantin Chachin.
Demnach wurde das M für verschiedenartige veränderte Bauformen vergeben und kann als "modernisierte" oder "modifizierte" Ausführung einer Röhre angesehen werden.

Röhren mit gleicher Charakteristik, aber sehr unterschiedlichem Systemaufbau sind nicht so selten.

Bei Ihren Beispielen bleibt die Heizleistung schon einmal gleich und somit auch die Katodenoberfläche. Bei kleinerer Höhe wird der Durchmesser entsprechend größer. Durch geeignete Abstände von Gitterwindungen, Gitter-Katode und Anode-Gitter kann wieder die gleiche Charakteristik erhalten werden.

MfG JR

  
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