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Anodenbatterie 90V selbst gebaut

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Gerhard Heigl
Gerhard Heigl
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02.Jul.05 13:41

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Diese Anodenbatterie wurde in den 50er Jahren sehr häufig verwendet. Sie wurde von vielen Firmen gefertigt, Pertrix, Kapsch, Daimon um nur einige zu nennen. Die Abmessung dieser Batterie ist genormt und beträgt BHT 150x90x50mm. Als höchste Belastung wurden ungefähr 20mA angegeben.

Um eine funktionierende Replik dieser Batterie herzustellen, ist die Auswahl der dazu verwendbaren Zellen sehr klein. 10 Stück 9V-Blocks lassen sich ohne Probleme im Gehäuse unterbringen. Allerdings ist die Leistung und die Lagerfähigkeit dieser Batterien nicht besonders hoch. Die günstigste Möglichkeit ist die Verwendung von Lithium-Fotozellen. Lithiumbatterien haben sehr gute Leistungswerte und eine Lagerfähigkeit bis zu 10 Jahren, ohne wesentlichen Leistungsverlust. In Frage kommt der Typ CR123 mit den Massen 16,5mmØ 34mm hoch, Spannung 3V. Im selbst gebauten Gehäuse finden davon 32 Stück Platz. Dies ergibt bei neuen Batterien eine Gesamtspannung von 96V. Verwendet werden jedoch ausgemusterte Zellen, die Sie bei den Altbatterie-Sammelstellen der Fotohändler gratis erhalten. Bis zu 80% der alten Batterien sind für diesen Zweck noch tauglich! Zu erwartende Ausgangsspannung 82 bis 90V.

Material für den Gehäusebau:

4mm Hartfaserplatten für Gehäuse und Trennwände

Bronze- oder Messingblech hart (Federblech) 0,3 bis 0,5mm für die Kontaktstreifen

6 Stück Schrauben M2 mit Muttern

8 Stück Reissnägel (Reissbrettstifte) vermessingt, gewölbter Kopf

3 Stück Alustreifen (Haushaltsfolie)

2 Stück (Plus, Minus) Batterieclips (press studs) für Batterieanschluss

Alleskleber, Weissleim oder 2-Komponetenkleber.

 

Zusammenbau: Die zugeschnittenen Gehäuseteile (Boden, Seitenteile) werden mit Weissleim verleimt. Nach dem trocknen werden auf einer Schmalseite die Löcher für die Kontaktfedern gebohrt und die Kontaktfedern montiert. Die Muttern auf der Aussenseite müssen versenkt, vorstehende Schrauben abgeschliffen werden. Auf der gegenüberliegenden Schmalseite werden die Löcher für die Reissnägel gebohrt, darüber die Alufolien geklebt und die gekürzten Reissnägel eingesetzt. Die Trennwände können nun ebenfalls im richtigen Abstand verleimt werden. Im Deckel werden der Plus- und Minuskontakt montiert und mit flexiblen Drähte mit den Batteriekontakten (Reissnägel) verbunden. Dann können die Zellen eingesetzt werden. Die Batterierichtung muss in jeder Reihe entgegengesetzt zur daneben- oder darunterliegenden sein. Am Deckel innen Schaumstoffstreifen kleben, damit die Batterien nicht herausfallen können. Der Batteriekasten kann dann in einer Hülle oder Replik der Anodenbatterie, z.B. Pertrix 78 untergebracht werden, so ist das Aussehen perfekt.

 

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