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ACS-77: Fast-Ausfall nach nahezu 28 Jahren Dauerbetrieb

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Klaus Ortwein
Klaus Ortwein
 
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09.May.14 22:07

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1986 habe ich diese Uhr als "Bausatz" in der Kölner Filiale der Elektronikkette Völkner gekauft. Nach dem nicht allzu schwierigen Zusammenbau hat die Uhr mir treue Dienste geleistet und jetzt fast 28 Jahren im Dauerbetrieb funktioniert. Der große Vorteil gegenüber fast allen heutzutage angebotenen Modellen ist, daß die Uhr ständig das Zeitzeichensignal auswertet und somit immer "richtig" geht - und nicht nur zu jeder Stunde oder gar nur alle 24 Stunden einmal einen Synchronversuch startet.
Doch in letzter Zeit waren die Punkte, die den Ausfall der Synchronisation mit dem Zeitzeichensender anzeigen, ständig an. Auch dauerte es nach einem Stromausfall mehrere Stunden, bis die Zeit wieder erschien - manchmal wurden auch recht fantastische Uhrzeiten oder Datumswerte angezeigt.

Urache dafür ist das Austrocknen der verwendeten Elektrolytkondensatoren: bei meinem Modell waren alle schwarzen 100µ/16V/85°C (Hersteller GIANT) defekt, die übrigen Werte 1µ/10µ/47µ waren erstaunlicherweise noch in Ordnung. 
Sicherheitshalber habe ich aber alle ausgewechselt, ebenso den Tantalelko 3µ/100V sowie einen zumindest äußerlich stark vergilbten Wima MKS4 Kondensator. Durch die recht hohe Abwärme der Längstregler sind einige Leitungen spröde geworden und mussten ebenfalls ersetzt werden. Dabei fiel mir auf, daß die zur Schwingungsunterdrückung heute üblicherweise bei den 78xx-Reglern eingesetzten Abblockkondensatoren fehlten; ich habe diese auf der Lötseite direkt an die Anschlußpins der beiden Regler hinzugefügt.

Nach Reinigen des Plexiglasgehäuses wirkt die Uhr fast wieder wie neu und synchronisiert innerhalb von 2 ... 3 Minuten - so wie früher. Allerdings muß die (externe) Ferritantenne ziemlich exakt ausgerichtet werden, um einen dauerhaft störungsfreien Empfang zu gewährleisten - wohl ein Tribut an die zunehmende "Luftverschmutzung" durch den Elektrosmog.

Es gibt im Web inzwischen einige interessante Seiten zu dieser Uhr. Insbesondere der energetische Umbau mit helleren und gleichzeitig stromsparenden LEDs sowie der Einsatz ein Schaltnetzteils (mit entsprechender Entstörung) dürften zu den nächsten Projekten gehören. Auf jeden Fall läuft meine Uhr jetzt wieder zuverlässig.


1986 habe ich diese Uhr als "Bausatz" in der Kölner Filiale der Elektronikkette Völkner gekauft. Nach dem nicht allzu schwierigen Zusammenbau hat die Uhr mir treue Dienste geleistet und jetzt fast 28 Jahren im Dauerbetrieb funktioniert. Der große Vorteil gegenüber fast allen heutzutage angebotenen Modellen ist, daß die Uhr ständig das Zeitzeichensignal auswertet und somit immer "richtig" geht - und nicht nur zu jeder Stunde oder gar nur alle 24 Stunden einmal einen Synchronversuch startet.
Doch in letzter Zeit waren die Punkte, die den Ausfall der Synchronisation mit dem Zeitzeichensender anzeigen, ständig an. Auch dauerte es nach einem Stromausfall mehrere Stunden, bis die Zeit wieder erschien - manchmal wurden auch recht fantastische Uhrzeiten oder Datumswerte angezeigt.

Eine Urache dafür kann das Austrocknen der verwendeten Elektrolytkondensatoren sein:
bei meinem Modell waren alle schwarzen 100µ/16V/85°C (Hersteller GIANT) defekt, die übrigen Werte 1µ/10µ/47µ waren erstaunlicherweise noch in Ordnung. 
Sicherheitshalber habe ich aber alle ausgewechselt, ebenso den Tantalelko 100µ/3V sowie einen zumindest äußerlich stark vergilbten Wima MKS4 Kondensator.
Durch die recht hohe Abwärme der Längstregler sind einige Leitungen spröde geworden und mussten ebenfalls ersetzt werden. Dabei fiel mir auf, daß die zur Schwingungsunterdrückung heute üblicherweise bei den 78xx-Reglern eingesetzten keramischen Abblockkondensatoren (0,1µ/63V) an den Ein- und Ausgangspins fehlten; ich habe diese auf der Lötseite direkt an die Anschlußpins der beiden Regler hinzugefügt.

Nach Reinigen des Plexiglasgehäuses wirkt die Uhr fast wieder wie neu und synchronisiert innerhalb von 2 ... 3 Minuten - so wie früher. Allerdings muß die (externe) Ferritantenne ziemlich exakt ausgerichtet werden, um einen dauerhaft störungsfreien Empfang zu gewährleisten - wohl ein Tribut an die zunehmende "Luftverschmutzung" durch den Elektrosmog.

Ein Uhrenbesitzer aus Konstanz meldete sich bei mir mit den gleichem Symptomen, allerdings reichte hier der Austausch der Kondensatoren nicht. Bei ihm erzeugte der 7808-Regler nur noch 6,1V, nach dessen Austausch funktionierte die Synchronisation wieder. Aber auch dort ist die Empfangssituation schwankend.
Ob dies am Fading liegt oder an sporadisach arbeitenden Störquellen, kann wohl nur mit einem Meßempfänger festgestellt werden.
Am Ausgang 10 des Empfänger-ICs TCA 440 kann ein Feldstärkeinstrument angeschlossen werden, mit dem eine quantitative Aussage möglich ist – zumindest in welcher Richtung der Empfang am stärksten ist.

Es gibt im Web inzwischen einige interessante Seiten zu dieser Uhr. Insbesondere der energetische Umbau mit helleren und gleichzeitig stromsparenden LEDs sowie der Einsatz ein Schaltnetzteils (mit entsprechender Entstörung) dürften zu den nächsten Projekten gehören. Auf jeden Fall läuft meine Uhr jetzt wieder zuverlässig.

Ich habe inzwischen meine Uhr mit neuen, superhellen LEDs und zusätzlichen Vorwiderständen im kOhm-Bereich ausgestattet und betreibe sie über ein externes Schaltnetzteil. Bei einem Verbrauch von knapp 3W wird jetzt nichts mehr warm, allerdings ist die Möglichkeit, direkt Netzspannung zu schalten, entfallen, da jetzt keine solche mehr im Gehäuse geführt wird.

 

Am 19.032016 überarbeitet,
am 08.12.2019 ergänzt.

This article was edited 08.Dec.19 16:55 by Klaus Ortwein .

  
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