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Aus der Firmengeschichte von GRUNDIG

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Werner Raacke
Werner Raacke
 
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16.Oct.04 12:35

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Der Name Grundig ist eng mit Fürth verbunden und steht für die Wirtschaftswunderzeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Max Grundig wurde in Nürnberg in ganz einfachen Verhältnissen geboren. Sein Vater war Lagerverwalter und starb, als der Junge zwölf Jahre alt war. Schon während seiner kaufmännischen Lehrzeit musste Max deshalb für seine Mutter und drei Schwestern sorgen.

Die Freizeit verbrachte Max Grundig mit dem Basteln von Radios, denen sein ganzes Interesse gehörte. 1927 wagte er schließlich den großen
Sprung und eröffnete sein erstes kleines Geschäft in der Fürther Sternstraße 4 (abgerissenes Haus in der heutigen Ludwig-Erhard-Straße). Er lebte zunächst von Reparaturen und der Trafo-Produktion.

Nach Kriegsende schlug Grundigs große Stunde. Er hatte eine geniale Idee: Um das Verkaufsverbot von Radios durch die amerikanischen Besatzungsmacht zu unterlaufen, stellte er den Baukasten Heinzelmann her, aus dem sich jeder seinen Radioapparat selbst zusammensetzen konnte. Bereits 1947 errichtete Grundig seine erste richtige Fabrik, in der ein Jahr später schon 650 Beschäftigte arbeiteten. 1952 war Grundig zu Europas größtem Radiohersteller geworden. Der Weg zum Weltunternehmen führte über immer neue Produkte: Schallplattenspieler, Kofferradios, Musikschränke, Tonbandgeräte, Stereoanlagen, Fernsehapparate, Videogeräte. Seit den 50er-Jahren führte Grundig in seinem Firmenlogo das Fürther Kleeblatt, womit er auch die enge Verbindung zur Stadt seines Aufstiegs unterstreichen wollte.

1958 erhielt Grundig die Goldene Bürgermedaille der Stadt Fürth, 1963 wurde er Ehrenbürger.

1989 starb Max Grundig. Nach ihm ist der Platz an der Kleinen Freiheit benannt, auf dem seit 1995 der von ihm gestiftete Paradiesbrunnen steht.

 
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