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Bezugsschein für Rundfunkempfänger in Österreich

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Wolfgang Lill
Wolfgang Lill
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22.Aug.17 21:24

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Am 13.März 1938 wurde der Staat Österreich vom faschistischen Deutschland annektiert. Die Industrie wurde sodann, wie so viele andere Dinge, dem Deutschen Rüstungskomplex zugeordnet.

Das betraf auch die Herstellung von Rundfunkempfängern. Die Firmen wurden sofort verpflichtet, wichtige Rüstungsaufträge für die Deutsche Wehrmacht, die Luftfahrt usw auszuführen.

Der Kauf eines Rundfunkempfängers war somit nur noch limitiert möglich. Dazu benötigte man einen Bezugsschein.

Unser Mitglied, Herr Rundfunkmechanikermeister Wolfgang  Bauer aus Wien hat mir dazu einige sehr interessante Dokumente übergeben.

Hier ein Foto von dem Geschäft seines Vaters Alfred Bauer Mitte der 30iger Jahre.

Nicht weit davon entfernt befand sich die Firma Ingelen

Leider haben wir auch im Archiv kein historisches Foto gefunden. Herr Bauer hat eine Firmenansicht für uns aktuell fotografiert:

Aber nun zurück in das Jahr 1938:

Hier sehen wir einen Bezugsschein von einer Werksangehörigen.  Offensichtlich wollte man damit den Radiofachgeschäften auch eine Überlebenschance geben, denn in der Firma selbst wurde in der Regel nicht verkauft !

Auch alle anderen gewöhnlichen Volksgenossen benötigten nunmehr in der Ostmark einen solchen begehrten Bezugsschein, wenn ein Rundfunkempfänger erworben werden sollte.

Herr Alois Steiner hat mir freundlicherweise sehr schöne Fotos von diesem auf Bezugskarte erhältlichen Empfänger zukommen lassen: 

und so endet diese kleine Geschichte. Bezugsschein in der Ostmark. Vielen Dank Herrn Bauer und Herrn Steiner für die Fotos 

This article was edited 23.Aug.17 06:06 by Wolfgang Lill .

  
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