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CDs abspielen über ein Röhrenradio

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Forum » In General » CDs abspielen über ein Röhrenradio
           
Michael Jaser
Michael Jaser
 
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08.Mar.05 19:42

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Kann man eigentlich einen CD-Spieler an den Röhrenradio-Eingang anschliessen und damit eine ordentliche Klangqualität erzeugen? Ich erinnere mich, früher hatte einer meiner Klassenkameraden CDs am Röhrenradio gehört. Er hatte dazwischen jedoch irgend ein Umwandler. Wer weis was für ein Umwandler das sein muss und wo man so etwas herbekommt, oder ist das nicht nötig? (Stereo muss nicht sein, da mein Saba Meersburg 6-3d ja noch mono ausgibt).
Paul Heussner
Paul Heussner
 
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09.Mar.05 00:08

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Hallo Herr Jaser,

sofern sie ein "moderneres" Radiogerät mit einem Tonband (TB-Eingang) besitzen, ist es eigentlich problemlos möglich einen CD-Player anzuschließen. Sollte das Gerät übersteuert werden, so kann man bei einigen CD-Playern den Ausgangspegel reduzieren (Poti auf der Rückseite). Hat ihr Player diese Möglichkeit nicht, so schafft ein einfacher Spannungsteiler aus zwei Widerständen Abhilfe. Sie können natürlich auch ein Poti verwenden.

Besitzt das Gerät nur einen Eingang für einen Plattenspieler, so wird dieser in der Regel immer übersteuert. Aber auch hier kann mit der oben beschriebenen Methode gearbeitet werden.

Wichtig !!!!!
Bei Allstromgeräten sieht die Sache anders aus. Da hier das Chassis direkte Verbindung zum Netz hat kann nur mit einer galvanischen Trennung gearbeitet werden. Dazu muß entweder das Gerät über einen Netztrenntransformator betrieben werden oder am Plattenspieler-/Tonbandeingang muß ein Eingangsübertrager verwendet werden.

Gruß,
Paul Heußner
Andreas Steinmetz
 
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09.Mar.05 13:29

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Hallo Herr Jaser,

ein Problem ist noch ungelöst: Wie bekommt man aus einem Stereosignal ein Monosignal? Denn: schlecht wäre es, einfach nur einen Kanal (L oder R) an das Radio anzuschließen oder beide Kanäle parallelzuschalten. Im ersten Fall fehlen wichtige Akustikinformationen, im zweiten könnte der Ausgangsverstärker des CD-Players unzulässig hohe Ausgleichsströme von einem Kanal zum anderen (mit entsprechendem Klirrfaktor) erzeugen.
Die Lösung ist ganz einfach: Verbinden Sie beide Kanäle über zwei (!) gleiche Widerstände von z.B. 4,7 kOhm. Am Verbindungspunkt der beiden Widerstände steht dann das Summensignal (L+R) zur Verfügung und kann an den Radioeingang angeschlossen werden. Der absolute Widerstandswert ist unkritisch, sollte aber besonders dann, wenn noch eine Spannungsteilung nach dem Post von Herrn Heußner nachgeschaltet wird, nicht unnötig hoch gewählt werden. Zu niedrig sollte der Wert auch nicht sein, denn sonst treten wieder zu hohe Ausgleichsströme auf.
Eine empfehlenswerte Alternative: Sie können auch beide Widerstände bewußt hochohmiger wählen, beispielsweise je 22 kOhm. Wenn Sie dann den Knotenpunkt zusätzlich mit einem Widerstand von z.B. 10 kOhm nach Masse belasten, dann haben Sie gleich eine Signalabschwächung mit eingebaut und kommen mit nur drei Widerständen insgesamt aus. Im konkreten Beispiel hätten Sie eine Signalabschwächung von annähernd 2:1 (beide 22 kOhm-Widerstände liegen gedanklich parallel!), abhängig noch von den Quellimpedanzen des CD-Players (i.a. bei einigen 100 Ohm) und vom Eingangswiderstand des Radios (i.a. grob 1 MOhm).
Ein Hinweis noch zum Schluß: Da der Eingangswiderstand des Radios mitunter alles andere als konstant über die Frequenz ist, z.B. infolge einer Beschaltung des Lautstärke-Potis mit Frequenzgang-beeinflussenden Kondensatoren und Widerständen ("gehörrichtige Lautstärkeeinstellung"), sollte man die Spannungsteiler nicht wesentlich hochohmiger dimensionieren als im vorigen Beispiel. Die Ansteuerung des Radios sollte also mit niedrigem Innenwiderstand erfolgen, für die speisende Quelle gesehen also im Leerlauf. Sonst ist der Frequenzgang mitunter unnötig schlecht.
Viel Spaß beim Experimentieren, zumal dabei eigentlich nichts kaputt gehen kann...


Andreas Steinmetz

This article was edited 09.Mar.05 13:32 by Andreas Steinmetz .

Michael Jaser
Michael Jaser
 
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16.Mar.05 21:20

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Danke für die schnelle und professionelle Hilfe per mail bzw. post. Ich werde wenn Zeit ist, die Tipps in die Tat umsetzen.  Der CD-Player hat am Kopfhörerausgang einen Output-Regler.

Andreas Steinmetz
 
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17.Mar.05 10:14

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5 Hallo Herr Jaser,

auf eine Sache wollte ich noch hinweisen: Reduziert man den Pegel mit dem angesprochenen Output-Regler (eigentlich -Steller), dann könnte ein zu geringer Fremdspannungsabstand (Rauschen, Brummen, Motorgeräusche) die Folge sein. Liegt dieser Regler passiv direkt vor der Ausgangsbuchse des CD-Players, ist alles o.k.. Liegt er aber im Signalpfad vor der Line- oder Kopfhörer-Endstufe, dann wird der ganze Störpegel dieser Endstufe unvermindert an den rel. empfindlichen Radioeingang weitergeleitet, bei gleichzeitig abgesenktem Nutzpegel. In diesem Falle wäre es also besser, wie beschrieben, von dem externen, passiven Abschwächer Gebrauch zu machen. Andererseits haben die alten Radios ja sowieso nicht den besten Fremdspannungsabstand. Möglicherweise fallen die beschriebenen Effekte in der Praxis also nicht so störend ins Gewicht. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren, denn schließlich kennt man ja, ganz im Gegensatz zu unseren alten Radios, in den seltensten Fällen die Innenschaltung moderner Geräte...

Andreas Steinmetz
Jens Dehne
 
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23.Mar.05 16:09

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6 Hallo Radiofreunde,

Auch über meine Webseite www.graetz-radio.de bekomme ich häufig Anfragen: Wie kann ich einen CD-Player an das Röhrenradio anschließen.

Ich habe mal schnell eine (schöne) Variante angefertigt, hier sind 2 Chinch-Buchsen zum Anschluss eines Players vorgesehen, der Ausgang zum Röhrenradio mit 2x 4mm Stecker.

So kann es also aussehen:

Im Gehäuse sind 2 Entkopplungswiderstände und der Stellwiderstand zur Pegelabschwächung, um höhere Eingangspegel an das Radio anzupassen. So lässt sich dann die Lautstärke am Radio wieder im optimalen Regelbereich einstellen (gleiche Lautstärke beim Umschalten von UKW auf TA).

Viel Spaß beim Basteln !

Jens Dehne

Andy Lauer
 
 
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20.Nov.16 23:00

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Hallo, wenn ich das Thema nochmal kurz aufgreifen kann:

Das Gerät sieht toll aus, wollte aber nochmals nachfragen wie das Ganze im Innern verstrickt ist, ich habe mal nen Schaltplan angehängt, könnte dies so hinkommen? Auch mit den Werten? Gilt natürlich nur bei NICHT Allstromgeräten klar.

Vielen Dank

Andreas Steinmetz
 
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26.Nov.16 23:39

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Hallo Herr Lauer,

sorry für die späte Antwort: Die angegebene Schaltung funktioniert für den vorgesehenen Einsatzzweck sicherlich einwandrei.

Andy Lauer
 
 
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27.Nov.16 00:15

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Hallo,

Alles klar vielen Dank dann versuch ich das mal :)

Mfg

 

  
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