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CPA - Color Phase Alternation, eine Vorstufe zum NTSC ?

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Wolfgang Scheida
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23.May.13 10:23

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Das RCA CPA System als Vorstufe zum NTSC Fernsehen?

CPA = Color Phase Alternation, von den Hazeltine Laboratories auch OCS = Oscillating Color Sequence bezeichnet [1].  (Zum Vergleich: PAL = Phase Alternating Line)

Bekanntlich entwickelten sich auf Basis des 2. NTSC – also des Amerikanischen Farbfernsehstandards auch die späteren europäischen Ableger wie SECAM und PAL.

Was erst jüngst ein wenig in den Sammlerfachkreisen erläutert wird, das sind das eng am NTSC anliegende Testsystem, genannt CPA im Jahr 1951.

Ähnlich dem späteren PAL Schalter gibt es da einen Bildfrequent betätigten Schalter, der im 30 Hz Rhythmus die R-Y Phase umschaltet.

Als Farbträgerfrequenz wurden nicht 3,58 MHz sondern die 495 fache Halbzeilenfrequenz mit 3,898.125 Hz gewählt. Damit verringert sich für den s/w Zuseher das Störmoreé durch den unterdrückten Farbträger.

Umgekehrt wird die Farbübertragung unstabiler als es bei niedrigeren Frequenzen der Fall wäre.

Nach meinem bisherigen Verständnis wird dadurch der Phasenfehler bei der Übertragung, und damit die Farbverfälschung ähnlich wie beim Simple PAL (ohne Verzögerungsleitung) behandelt.

Nur mit dem Unterschied das nicht von Zeile zu Zeile sondern von Halbbild zu Halbbild die Phase gedreht wird und bei nicht korrekter Phasenlage zum Sender oder verstelltem HUE/Tintregler ein Farbflackern auftauchen würde wenn das Auge die Ausmittelung des Farbfehlers nicht mehr vornehmen kann.

Im November 1951 bei den Feldtests von NTSC waren dann die Kollegen der RCA schon weniger verzaubert was CPA anging, da leuchtkraftstärkere Lochmaskenbildröhren erhältlich wurden. (15GP22?)

Bei großer Helligkeit leuchten blaue Kanten in einer störenden Art und Weise auf, und übersprechende Balken leuchten mit der halben Bildfrequenz auf [1], was so wohl zum sang und klanglosen Abschied von dieser Zusatzschaltung geführt haben mag. 

Sammlerkollegen von der Early Television.org in Ohio arbeiten derzeit die ersten RCA Prototypen auf und versehen die Empfänger mit entsprechenden Signalquellen um das ganze auch testen zu können. Davon konnte man sich auf der diesjährigen Early Television Convention 2013 beim Vortrag von Steve McVoy überzeugen.

Details dazu gibt es auf deren Website.

Falls der theoretische Background einmal deutlicher beschrieben wird wäre hier der richtige Platz für eine Übersetzungsabhandlung.  

 

Fragen:

  • Warum wurde es zugunsten des (einfacheren) NTSC´s nicht gewählt?

Antwort: Leuchtstärkere Bildröhren machen Übersprechstörungen für den Zuseher sichtbar [1].

  • War CPA eine NTSC Vorstufe?

Antwort: Nein, eher eine Ergänzung in der Gesamtschaltung die im NTSC Ausschuss letztlich keine Beachtung fand.

 

Quellen:

  1. Early Television.Org - Auszug aus RECOLLECTIONS OF A RESEARCH ENGINEER by George H. Brown

 W. Scheida; Fernsehhistoriker 5/2013 

Cet article a été édité 26.May.13 09:53 par Wolfgang Scheida .

  
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