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Dampfradio, Dampf-Radio oder Dampfradios statt Röhrenradio?

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Ernst Erb
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01.Jul.03 08:51

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Immer wieder finde ich die Begriffe Dampfradio, Dampf-Radio oder Dampfradios und frage mich wie es dazu gekommen ist. Es kann ja wohl nicht am Quecksilberdampfmonstrum Liebenröhre liegen ... Eher schon an den dampfend heiss werdenden Röhren von (älteren) Röhrenradios.

Trotzdem finde ich den Ausdruck Dampfradio oder Dampf-Radio völlig unzutreffend und despektierlich. Mit anderen Worten tönt das für mich unprofessionell und abwertend. Ich hoffe, dass der Ausdruck Dampfradios oder Dampfradio bei uns nicht zu oft vorkommt, auch wenn ich ihn hier statt Röhrenradio verwende. Aber dieses Forum lässt natürlich jede Ansicht frei. Mich nimmt also wunder, was Sie von den Ausdrücken Dampf-Radio oder Dampfradio halten.

Wir zeigen bestimmt mehr als 20'000 Röhrenradios plus tausende von Transistorradios oder auch IC-Radios - und das ist ja erst ein Anfang, könnte man sagen. Ehrlich gesagt, habe ich diesen Artikel nur geschrieben, um mal zu testen wann er bei Google kommt und welchen Platz er erreicht, denn eigentlich erlaubt es meine Zeit nicht, mich über die Begriffe Dampfradios oder Dampf-Radios zu streiten. Ihre Ansicht wäre trotzdem interessant zu wissen. Ich meine einfach, dass wir uns auch in der Ausdrucksweise möglichst korrekt bzw. präzis verhalten sollten.

Seit Wochen warten bei mir die erfassten Tischradios von 1964 bis 1970 zwecks manueller Kontrolle und Entfernung von Dubletten, also Modellen, die über mehrere Jahre liefen. Stattdessen beschäftige ich mich mit Aufgaben, die durchaus zu delegieren wären. In letzter Zeit machen mir die Neuaufnahmen etwas stark zu schaffen - immerhin sind es jetzt am 1. Juli 2003 schon 960 Gratismitglieder ... Wer könnte diesen Teil der Administration übernehmen? Seriös gemacht, muss man für das mit etwas über einer Stunde pro Tag rechnen, doch könnte man die Fremdsprachen abtrennen. Wer könnte das in einer "unserer" Fremdsprachen (englisch, spanisch, französisch oder italienisch) übernehmen?

Georg Schön
 
 
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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 Zur Herkunft des Wortes Dampfradio ein paar Anmerkungen. Die Dampftechnik
ist das erste Beispiel des Sinnwandels, der mit dem Aufblühen, Reifen und
Veralten einer Technik einhergeht.
In München gibtr es eine Brauerei, die heute noch aus Gründungszeit auf den
Etiketten "Erste Müchner Dampfbrauerei" oder so ähnlich druckt.
Dampf war High Tech im öffentlichen Bewusstsein bis zur Verdrängung der kleinen und
mittleren Dampfmachinen duch Elektromotoren und vor allem durch Ablösung der
Dampflokomotiven.
Letztlich hat das alles bewirkt, daß Dampf heute eher für solide, altmodisch, "gute alte Zeit",
etc. steht. Insofern ist der Begriff Dampfradio nicht abwertend gemeint.
Ich persönlich halte die Dampfmaschine "für den Höhepunkt der geistigen Menscheits-
Entwicklung, seitdem gehts wieder bergab" ( :=) ).
Solange Dampflokomotiven vor die Züge gespannt waren, wollte jeder Junge mal
Lokführer werden. Eine solche emotionale Anziehung hat vorher und danach keine
Technik gehabt.
Sollte jemals jemand versucht haben, Röhren mit Dampfheizung zu bauen?
Das wären bestimmt die teuersten Sammelstücke!
Letztlich : das Wort ist in der Welt, es ist wie mit der Büchse der Pandora,
man kann es nicht mehr einsammeln.
(genau so wenig man es schafft, Anbietern in Ebay "Baggalit" oder "Bakalid"
abzugewöhnen)
Was Windjammer betrifft, ist das ein schlechtes Beispiel. Die Wort wurde von
Seeleuten im 19. Jahrhundert gepägt und seitdem benutzt. Ob das unter Fahrensleuten
eher für Seelenverkäufer oder mehr respektvoll gebraucht wurde, weiß ich nicht.
Unpassend ist der Gebrauch durch uns Landratten, wenn die sich damit das
Insider-Flair erwerben wollen. Ein Unwort ist das nicht.
Ich werde mal Dampfradio in Google eingeben und sehen was herauskommt.
Bin gespannt, ob es auch Fundstellen im RMorg gibt? (außer obigem Beitrag)
Viele Grüße,
Georg Schön

This article was edited 01.Jul.03 23:59 by Georg Schön .

Ernst Erb
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01.Jul.03 20:40

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Lieber Herr Schön, leider werden Sie den Artikel bei Google erst nach der Ferienzeit sehen können - nehme ich an - aber wir werden es hier hoffenltich von Ihnen erfahren wann ...
Was machen wohl die anderen Suchmaschinen damit. Ehrlich gesagt fehlt mir die Zeit, um da zu surfen - leider.
Franz-Josef Haffner
Franz-Josef Haffner
 
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01.Jul.03 23:48

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4

ich finde ehrlich gesagt auch nichts abwertendes am Begriff "Dampfradio", er steht halt im Bezug zur guten alten Dampfmaschinenzeit und betont den historischen Charakter. Ich denke auch spontan an Theo Lingen's berühmte Phrase : "Wat issene Dampfmaschien".
Dampfröhren hatte ich übrigends schon vor 25 Jahren entwickelt. Mit dem Seitenschneider das kleine Kipferchen oben an den Röhren abgeknipst und jede Menge Kontakt 60 reingesprüht (man musste mit dem arbeiten was man in der Werkstatt so fand). Und dann eingeschaltet. Kaum zu glauben wie zäh so ein Heizfaden ist. Anschließend gut gelüftet..
Abwertend war eher der Begriff "Gebissradio", heute ist er es wohl nicht mehr, diese Geräte haben mittlerweile Einzug in Sammlerstuben gefunden, und ich knipse auch schon lange keine Kipferchen mehr ab.
Andere lustige Begriffe stehen mehr für ein bestimmtes Modell oder eine Modellserie: pfeifende Johanna, Herr im Wrack, Katzenkopf, Komissbrot, Beichtstuhl (der Seibt 326 heißt im Saarland: sansouci, ein Freund aus Trier nennt seinen "Porta Nigra"). Solche vom "Volk" getauften Geräte stellen einen ganz besonderen Wert dar, es sind Legenden.
okay genug keywords für google zusammengetragen :-))
Gruß
Franz-Josef

This article was edited 01.Jul.03 23:50 by Franz-Josef Haffner .

Georg Schön
 
 
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02.Jul.03 00:19

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5 Hallo!
hier der Erfahrungsbericht zum Dampfradio in Google.
Mehr als zehn "Seiten", durchgesehen habe ich drei.
Darunter eine "Radiomuseumsseite", die es im Namen führt,
ich glaube es hieß "Marts Dampfradio" oder so ähnlich.
Eine Fundstelle RM.org:
www.radiomuseum.org/dsp_logo.cfm
und endlos irgendwelche Programmzeitschriften, Radiosender,
Radioprogramme, Kritiken usw.
Der Begriff schein demnach unter heutigen Radioleuten
(im Sinne Radioprogrammmacher) zur Bezeichnung des eigenen
Metiers gängig zu sein.
Vor ca. 25 Jahren habe ich mit einem Nachbarn dessen
Wilesco-Dampfmaschine mit einem Generatörchen gekuppelt und
damit dann Radio gehört.
Da das Heizen bekanntermaßen durstig macht, haben
wir unseren Erfolg evtl etwas zu laut gefeiert und
dabei vielleicht das Wort "Dampfradio" in die Welt gesetzt?
Viele Grüße
Georg Schön

This article was edited 02.Jul.03 00:20 by Georg Schön .

Joerg Manneschmidt
Joerg Manneschmidt
 
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02.Jul.03 07:59

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Hallo Sammlerkollegen,

Ich denke man sollte auch die Zeiten sehen wann Dampflokomotiven und Röhrenradios hergestellt und "aktiv" betrieben wurden. Angefangen hat alles so um 1890, erste Dampflokomotiven, erste Funkübertragungen. Geendet hat es bei den Radios Ende der 60er Jahre, die letzten Dampflokomotiven wurden bei der DB, 1974 aus dem Dienst genommen. Also kann man mit dem Begriff "Dampfradio" ganz gut eine Epoche bezeichnen die irgendwie doch zusammen passt.

Ich persönlich finde an diesem Begriff nix verwerfliches, erinnert er nicht irgendwie an Großmutters Zeiten, deren gemütliche Wohnstube, irgendwo stand vieleicht ein "Saba" und berieselte uns mit seinem warmen Klang???

Naja egal. Wir werden die Herkunft und den Sinn dieses Begriffes wohl kaum klären.

Freundliche Grüße, J. Manneschmidt

Ernst Erb
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02.Jul.03 08:42

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Na ja, wenn man also so um 1890 mit Dampflokomotiven angefangen hat, bin ich ebenfalls einverstanden, dass wir die Radios nun umtaufen. Die Welt sieht dann ja wirklich viel einfacher aus.

Allerdings frage ich mich mit was die Eisenbahnen ab 1804 (1812) und ersten Dampfschiffe ab 1802 angetrieben waren. Gut, wir in der Schweiz waren der Zeit nicht gerade voraus, denn erst 1856 wurde die Dampf-Eisenbahnlinie Baden-Brugg eröffnet und kurze Zeit später die Dampfbahnlinie Turgi-Waldshut. ... In Deutschland ist das früher passiert: Nürnberg-Fürth 1838.

Aber aus dem Lexikon:

28.April 1794 lies James Watt seine Erfindung, einen von einer Niederdruckdampfmaschine angetriebener Dampfwagen, patentieren. Watts Betriebsingenieur William Murdock baute im Anschluss einige funktionsfähige Modelle. Unglückliche Zustände führten dazu dass es nie zu mehr reichte. Erst Jahre später schafft der junge Techniker aus Cornwall den Durchbruch. Nach langer Zeit des Probierens und Tüftelns, konstruierte er als erster eine funktionstüchtige Lokomotive. Am 21. Februar 1804 brachte die "Invicta" in Süd-Wales bis zu 25 Tonnen Eisen vom Bergwerk zum Kanal. Richard Trevithick gewann mit diesem geglückten Experiment eine Wette über 500 Pfund. Das war die Geburtsstunde der Dampfeisenbahn.

Wir sollten möglichst darauf achten, dass etwas, was wir behaupten auch stimmt. Das ist vielleicht die Lehre daraus. Ich bin eben ein kleiner Moralisierer ;-) Sorry.

 

Georg Schön
 
 
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02.Jul.03 16:59

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Hallo Hr. Erb,

sie sollten das schweizerische Licht bezüglich Eisenbahn nicht

mehr als nötig unter den Scheffel stellen. In:

http://home.pages.at/maxifant/Frames/bad-bahn.htm

sehen Sie, daß schon in den 1850ern der Anschluß an die

neue Technik begann.

Bereits in den 1870er Jahren, unmittelbar nachdem die "Schwarzwaldbahn"

einige Vorurteile bezüglich der Gebirgstauglichkeit von Eisenbahnen widerlegt hatte,

setzte die Schweiz dann Maßstäbe auf diesem Gebiet. (Gotthardbahn)

Was man den Schweizern zur Last legen könnte, ist, daß sie durch sehr frühe

Elektrifizierung ihrer Eisenbahnen zum Ende der Dampflokomotiven anderswo die 

Vorraussetzungen  schufen :=))

Viele Grüße

Georg Schön

This article was edited 02.Jul.03 17:16 by Georg Schön .

K. R.
 
 
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Wollte mich ja eigentlich nicht an diesem Thread beteiligen, weil mir das nicht wichtig ist, und mir die Wortwahl in einer der ersten Antworten so gar nicht gefällt.... Aber habe gerade etwas dazu gefunden, eine zeitgenössische Zeichnung zur Erklärung des Dampfradios. Seht selbst  ;-)

 

Klaus.

This article was edited 04.Jul.03 20:02 by K. R. .

Gerald Gauert
 
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Echt stark und als Steuergitter ein Kaffeefilter :-))

Ich finde es immer wieder interessant, mit welchen abstrakten Modellvorstellungen damals komplizierte physikalische Vorgänge allgemeinverständlich beschrieben wurden.

K. R.
 
 
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War wohl zu kompliziert!? Okay, dann hier eine "logischere" Erklärung. Zumindest was die "Dampfröhren-/Röhren" angeht.   ;-)

 

 

Gefunden auf der Seite http://www.radiobasteln.de/. Der Autor möge das Bitte als Werbung für seine prima Home-Page verstehen.....

Klaus.

 

Gerald Gauert
 
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06.Jul.03 20:28

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Ich denke die Erklärung mit dem Mehl ist etwas "trocken", deshalb nochmal zurück zum Wasser.

Quelle: Elektrotechnik in Bildern, Franckh'sche Verlagsbuchhandlung 1934

This article was edited 06.Jul.03 20:32 by Gerald Gauert .

Felix Schaffhauser
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Dass es statt Dampf aber offenbar mit GAS ging zeigt ein Artikel im New Scientist vom 7. Juli 2002. Er handelt von einer ebenso obskuren Betriebsart!

Ja, es gab es tatsächlich, das Gasradio, zumindest in England, wo eine Firma Attaix Ende der 20-iger Jahre den Themattaix (allerdings mit geringem Erfolg) vermarkten wollte. Es sollte dies die Antwort auf das forsche Vorgehen der Elektrizitätsgesellschaften sein, die via Hausanschluss das Gaslicht verdrängen wollte.

Bisher war die einzige Möglichkeit, die direkt geheizten Röhren im Radio einigermassen sinnvoll zu beheizen, der Akkumulator. Aber diesen musste man zum Aufladen zu den wenigen Ladeservicestationen bringen. Das wiederum gefiel der Strassenbahn in Southhampton gar nicht, weil zunehmend die Sitze (und Röcke der Damen, etc.) wegen der Säurespritzer in Mitleidenschaft gezogen wurden und deshalb ein entsprechendes Verbot erlassen werden musste. Der Gasbetrieb sollte also einen  "Netzbetrieb" ermöglichen.

Der Thermattaix funktionierte auf dem Seebeck-Effekt (eine Umkehrung des Peltier-Effektes). Mit einer Gasflamme wurden in einem Zylinder angeordnete, in Serie geschaltete, unterschiedliche Metallstreifen einseitig erwärmt, während die anderen Verbindungen durch die Umgebungsluft auf kühlem Niveau gehalten wurden. Die sich ausbildende thermoelektrische Spannung reichte nach Angaben aus, um ein damaliges Radio zu betreiben. Das Bild zeigt die Anordnung mit separater "Gasküche". Es gab später aber auch im Radiogehäuse eingebaute Ausführungen. Vorteil: man konnte nicht nur Musik hören, es war auch angenehm warm im Zimmer! :-)) und dies alles ohne Elektrosmog!

 

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This article was edited 05.Aug.03 12:13 by Felix Schaffhauser .

Ernst Erb
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Ja, diese Art Stromerzeugung - speziell für rundfunkempfänger war in Russland zumindest bis nach Ende des WW2 beliebt - zumindest in sehr abgelegenen Gebieten ohne Stromzuführung. Diese Effekte verwendete man z.T. ebenfalls für die passive Kühlung von PC-Prozessoren - oder verwendet sie zum Teil noch immer. Auf http://www.siteware.ch/peltier/theorie.html ist der Vorgang ziemlich gut dokumentiert (Physik des Seebeck-Effektes, Physik des Peltier-Effektes und Physik des Thomson-Effektes), und ich bringe hier nur die ersten Sätze als Zitat. Dazu gibt es bildliche Darstellungen und eine detaillierte Beschreibung. Natürlcih befassen sich mehr als hundert Seiten mit diesen Effekten.

"Der Peltier-Effekt ist zusammen mit dem Seebeck- und dem Thomson-Effekt einer der drei thermoelektrischen Effekte. Bringt man die beiden Enden eines Metalls (oder Halbleiters) in Kontakt mit einem anderen Metall und leitet einen elektrischen Gleichstrom hindurch, so erwärmt sich die eine Kontaktstelle, während sich die andere abkühlt. Kehrt man die Stromrichtung um, so vertauschen sich auch die Warm- und Kaltstellen.

Jean Charles Athanase Peltier (1785-1845) publizierte 1834 in den "Annales de physique et chimie" einen Artikel über die von ihm beobachteten Temperaturanomalien an den Kontaktstellen zweier elektrischer Leiter. Fälschlicherweise führte er den Effekt auf einen Fehler im Joulschen Gesetz zurück.

Bald nach Peltier bestätigten Becquerel und Lenz (1838) seine Experimente. Aber erst gegen 1860 wurde mit Thomson die thermodynamische Theorie zur Erklärung der drei thermoelektrischen Effekte aufgestellt, welche noch heute ihre Gültigkeit hat."

Manfred Kröll † 2.9.2013
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05.Aug.03 21:33

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tja... 

das ist die humoristische einlage des tages - BRAAAVOOO - grosser Applaus meinerseits! viele grüsse,fred

ACHTUNG - DIESE ANTWORT GEHÖRT SELBSTVERSTÄNDLICH ZU DEN NETTEN GRAFIKEN WEITER OBEN!!! DANKE!

This article was edited 12.Aug.03 01:11 by Manfred Kröll † 2.9.2013 .

Franz-Josef Haffner
Franz-Josef Haffner
 
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also ... ich weiß jetzt im Moment nicht warum ich das Bild zu diesem Thema hier lade, vielleicht weil dem bald der Kopf dampft????

Mario Tieke
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Ich habe da was in einer Zeitschrift aus dem Jahre 1956 gefunden.Siehe Anlage

GrußMario

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This article was edited 27.Aug.03 13:43 by Mario Tieke .

Felix Schaffhauser
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Kann man diesen Beitrag vielleicht als Anlage so hochladen, dass wir ihn alle auch lesen können?

Vielen Dank!

Hans Kamann
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Herr Erb, die Schweizer sollen ruhig stolz auf Ihre Errungenschaften sein, hier ist eine weitere Heldentat, gefunden über www.alltheweb.com ( meine bevorzugte suchmaschine)

Dampfradio mit Pfiff

Simplizistisches Retrodesign

S. B. Viele neue Hi-Fi-Geräte sehen so aus, als müsse man zuerst Computerwissenschaft studieren, um mit ihnen zurechtzukommen. Ganz anders das erste Modell der amerikanischen Firma Tivoli Audio: Es heisst Model One und bietet lediglich drei Drehknöpfe für Lautstärke, Kanal und Frequenz. Das simple Äussere verdeckt neueste Technik, die von Henry Kloss, einem Pionier der Unterhaltungselektronik, entwickelt worden ist. Es habe ihn 40 Jahre gekostet, um dieses Radio zu entwickeln, wird in den Medienunterlagen Kloss zitiert, der zu Beginn des Jahres 74-jährig verstorben ist.

Das Besondere an diesem Radio ist sein Klang: Das zwei Kilogramm schwere Gerät empfängt UKW- und Mittelwellen-Sender auch ohne externe Antenne astrein und gibt Musik in einer sonoren Wärme wieder, die man diesen Gehäuseabmessungen (11×21×13 Zentimeter) nie zugetraut hätte. Das Model One lässt sich auch an Aussenantennen oder ans Kabelnetz anschliessen. Für Stromversorgung stehen ein 220- und ein 12-Volt-Netzeingang zur Verfügung.

Der Verkauf des Tivoli Audio Model One, das 260 Franken kostet, scheint erfolgreich angelaufen zu sein. Bereits gibt es Zusatzgeräte, die die Gehäuseabmessungen und das Konzept des simplizistischen Retrodesigns übernehmen: Ein Subwoofer verspricht noch satteren Sound, ein CD-Wiedergabegerät - Model CD genannt - Musik ohne Werbung.

Hans Kamann
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27.Aug.03 14:54

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Scheinbar gibt es viel ungeklärtes zu dieser Materie.

Erstens: welches Geschlecht hat ein Dampfradio ?

Man liest z.B. im Internet ... hast dir einen schönen alten Dampfradio gekauft ( zweifelsohne maskulin ) oder ... das gute alte Dampfradio ( zweifelsohne neutum ) . Feminine Dampfradios scheint es aber nicht zu geben. Wahrscheinlich hat dies zum Aussterben der Geräte geführt ...

Hat die ARD ein Urheberrecht auf diesen Begriff ?

http://www.kocaurek.de/nagano/hf/hf.htm

 

Martin Renoth
Martin Renoth
 
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15.Sep.03 20:52

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Hallo, hab gerade bei Ebay eine CD zum Thema Dampfradio gefunden, evtl. für den einen oder anderen interessant.Hier der Link:

****://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=2191311265&category=132

Viel Spaß beim Schauen und evtl. beim Bieten wünscht Euch Martin

This article was edited 09.Aug.04 17:43 by Martin Renoth .

Hans Kamann
Hans Kamann
 
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16.Sep.03 16:30

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Viel Lustiges ist bisher gesagt worden, das zeugt von der Genialität der Radiosammler. Ich denke mittlerweile auch dass es keine Schande ist, vom "Dampfradio" zu sprechen. Die Bezeichnung ist keineswegs abwertend sondern eher gutmütig, ehrfurchtsvoll gemeint. Wie man halt den Großvater auch gern "Opa" nennt.

Ein etwas hinkender Vergleich: Aussenstehende bezeichnen Oldtimerautos oft als "Nuckelpinne", dieser Begriff ist schon eher abwertend. Eine Glühlampe wird im Volkmund immer gerne als "Birne" bezeichnet, ist "Birne" abwertend oder bedeutet das nur das Unwissen des OttoNormalVerbrauchers ?

Angehörige von bestimmten Berufsgruppen oder Hobbyzirceln benutzen gerne ABSOLUT GENAUE Fachsprache ( manchmal auch Geheimsprache) , darüber gibt es eine Menge Literatur. Der Aussenstehende versteht zunächst mal nur Bahnhof.

Deshalb bitte ich um Nachsicht für die Fremdlinge. Der Begriff: "Dampfradio" ist sicherlich eher positiv besetzt.

Gruss

This article was edited 17.Sep.03 15:50 by Hans Kamann .

Olaf Toenne
 
 
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16.Sep.03 20:07

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Auch ich kann an dem Begriff "Dampfradio" nichts negatives finden, auch stellt er wie ich finde keine Abwertung dar - im Gegenteil.

Mit dem Begriff des "Dampfradios" assoziiere ich persönlich den Gedanken an die alten Radiozeiten, wie alles begann...wo die Apparate noch viel Hitze erzeugten (wegen der eingesetzten Röhren)...als das Radiohören noch etwas ganz besonderes darstellte, sich die ganze Familie einfand um den Sendungen Abends oder Nachts auf den knarzenden und rauschenden Mittel und Kurzwellen zu lauschen....

Für mich ist das Wort Dampfradio untrennbar mit der Geschichte des Radios verknüpft....

 

Gruß Olaf

This article was edited 16.Sep.03 20:08 by Olaf Toenne .

Giovanni Cucuzzella
 
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12.Apr.12 09:20

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 Das Philips Andy 22RL182 ist auch in sehr, sehr kleiner Stücktahl auch als Batterie/Dampfausführung hergestellt worden.

 

Quelle: Philips Kontakte 19, Dezember 1970/Januar 1971, S.41

Falls Text nicht lesbar, hier als PDF:

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