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Das ursprüngliche Kanalraster der OIRT Fernsehnorm

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Wolfgang Lill
Wolfgang Lill
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17.Jul.19 16:41

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In jedem Bezirk (kraj) ein leistungsstarker Grundnetzsender so war der Plan: die zehn angedachten Grundnetzsender fürs Fernsehen in der Tschechoslowakei.

                                             Sendeort                 Band  KanalNr   Frequenz

                                     

Die Kanalziffern in dieser Tabelle beziehen sich auf das   u r s p r ü n g l i c h e   Frequenz- und Kanalraster der OIRT-Norm!

So ist für Prag (Mittelböhmen) und Ostrava (Nordmähren) der Kanal 2 angegeben, der kurze Zeit später zum „Kanal 1“ erklärt wird.

 

Foto: Wolfgang Lill

Der Aussichtsturm Petřín ist nach dem Berg Petřín benannt, auf dem er steht. Ähnlichkeiten mit dem Eiffelturm sind nicht ganz zufällig sagt man, 1891 wurde der Aussichtsturm erbaut, nur wenige Jahre nach Fertigstellung des Eiffelturms. Hier wurde bereits  vom 15.Mai bis zum 8.Juli 1948 ein erster Fernsehsender in Betrieb genommen. Endgültig wurde die Versuchssendungen im März 1949 eingestellt.

Der erste reguläre Fernsehsender der Tschechoslowakei ein TESLA TV5  Bild 5 KW, Ton 3 KW  auf Kanal 1 startet ab 1.Mai 1953 von hier. Zunächst nur vorläufig , ab 25.Februar 1954 dreimal pro Woche, Mittwoch, Sonnabend und Sonntag.

Übrigens wurde erst ab 29.12.1958 das 7 Tagesprogramm eingeführt.

Entsprechend wird für Bratislava (Westslowakei) und České Budějovice (Südböhmen) der Kanal 3 angegeben, der spätere Kanal 2.

Hradec Králové (Ostböhmen) und Košice (Ostslowakei) sollen im Kanal 4 arbeiten, im späteren Kanal 6.

Banská Bystrica (Mittelslowakei) soll im Kanal 5 arbeiten, im späteren Kanal 7.

Ústí nad Labem (Nordböhmen) soll im Kanal 6 arbeiten, also im späteren Kanal 8. Dieser Kanal 8 geht allerdings später an den ebenfalls in Nordböhmen gelegenen Standort Liberec und Ústí nad Labem bekommt den Kanal 12.

Brno (Südmähren) soll im Kanal 7 arbeiten, den späteren Kanal 9.

Und Plzeň (Westböhmen) soll im Kanal 8 arbeiten, im späteren Kanal 10.

Aus: „Správná obsluha televisních přijimačů“ (‚Die richtige Bedienung von Fernsehempfängern‘, 1958)

Auch im Frequenz- und Kanalraster der westeuropäischen Fernsehnorm (ITU-Standard „B“) wird der Kanal 1 nicht genutzt, denn er erstreckt sich von 41,25 bis 46,75 MHz und ist somit mit seinen 6 MHz Bandbreite zu schmal. Die von einem Fernsehsender der Norm „B“ abgestrahlten Signale benötigen eine Bandbreite von 7 MHz. Deswegen beginnt in der Norm „B“ die Zählung der Kanäle mit Kanal 2.

Vielen Dank an Michael Strassmann für die gut recherchierten Informationen.

This article was edited 17.Jul.19 16:44 by Wolfgang Lill .

  
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