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radiola: eine Sehprobe für die Radiolavox-Liebhaber

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Manfred Rathgeb
 
 
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08.Dec.17 17:07

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Den bescheidenen Klang meines R. (frz. Produktion) kann ich hier nicht darstellen, wohl aber die Blicke der Sammler auf einige kleine, aber dennoch deutliche Unterschiede lenken:

1)  Bei einem der hier derzeit abgebildeten R.  (Sammlung R. Gabba) ist der vordere Membranering mit dem oberen Ende der Vertikalstrebe punktförmig verbunden. So auch offenbar  auf allen Bildern der angelegten Minerva-Version und -worauf besonders hingewiesen wird- auf allen Bildern meiner frz. Kataloge der Zeit (acht verschiedene Händler, Bildaspekt teilweise voneinander abweichend). Stellvertretend für diese Version habe ich ein Bild aus dem weit verbreiteten Catalogue General Saison 1927-28 hochgeladen, worin auch die silbergetränkte Membrane beschrieben wird. Natürlich gehen die Bezeichnungen in den Katalogen zwischen Haut-Parleur und Diffusseur hin und her.

Wider Erwarten endet bei allen anderen oben abgebildeten Exemplaren (so auch bei meinem) die Vertikalstrebe in einem Bügel, auf den links und rechts der Ring genietet (geschraubt?) ist. Die untere Befestigung scheint bei allen R. gleich zu sein.

2) Bei zwei der abgebildeten R. hat der vordere Ring ansosnsten keine Nieten (Schrauben?) , bei den anderen R. sind solche umlaufend angebracht. Ihre Anzahl ist auf den Katalogbildern unterschiedlich (Bildauflösung!).

3) Das Schild 'Radiolavox' auf dem Antiebsgehäuse ist in der Grundfarbe mal rot mal schwarz.

4) Der in der Bemerkung angegebene Resistance 800 ohms kann für die ersten Fertigungen durchaus zutreffen, weil in den späteren Katalogen (Plait 1929) von einem R. , nun als neues Modell die Rede ist. Mein R. hat wie auch auf dem Katalogbild bemerkt 1600 Ohm (gemessen 1612 Ohm).

5) Auf der Unterseite meines R. steht schlicht 'Made in France', von dem in der Bemerkung erwähnten und auf einem Bild zu sehenden Ausfuhrverbot  ist nichts zu entdecken. Möglicherweise handelt es sich da um in Österreich oder anderswo gefertigte und innerhalb des Firmenverbundes unter besonderen Steuervorschriften nach Frankreich verbrachte R., die dann nicht so ohne weiteres aus Frankreich exportiert werden durften. Ein Staat erteilt ja seiner Industrie nur bei besonderen Konstellationen ein Exportverbot, die aber hier nicht erkennbar sind.

Noch einige ergänzende Hinweise:

Der R. kostete 1926 345-375 fr, wurde dann immer billiger (295 fr) und war 1929 für 200 fr (Grenze zur Luxussteuer) zu haben.  Im Katalog Burel (Febr. 1930) wird neben den doppelt und dreifach teureren R. 30, R. 40 und R. 50 auch ein Diffusseur Radiolavox type Junior ( siehe die Bemerkung zu dem gesondert angelegten Modell) für 145 fr ohne weitere Beschreibung angeboten. Es könnte sich da um eine einfachere, zeitlich zuletzt gefertigte Version  unseres R. handeln, also ein Junior obwohl eigentlich ein Senior. Der Junior hat anscheinend keine umlaufende Nieten genau wie mein Exemplar. Hier ist der hintere Ring aus Alu und aufgepresst. Ich bin mir aber trotz der sauberen Fertigung des Rings insoweit nicht  ganz sicher, weil mein R. eine neue Membrane  erhalten hat,. Diese aus Karton hergestellten Membranen wurden in Riquewihr einzeln  und als Neuware angeboten. Auf meine Bilder mit den 'Stimmbändern'  (Antriebssystem) des R. darf ich noch hinweisen.

This article was edited 08.Dec.17 21:23 by Manfred Rathgeb .

  
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