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E.M. unbekannte Firma mit Luchs-Detektor-Empfängern

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Wolfgang Eckardt
Wolfgang Eckardt
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05.Mar.21 21:14

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Beim Sichten meiner Detektor-Empfänger hatte ich mal wieder diesen Luchs-Detektor Typ B der unbekannten Firma E.M. in den Händen. Bei Überprüfung der Einträge in RM.org konnte ich dabei folgendes feststellen: 

Es existiert das Modell Typ B mit Bildern von mir und ein Bild von Herrn Schrammel, sowie ein Modell Typ A mit Bildern von Herrn Renè Goebel.

Zusätzlich fand ich nach Suche im www ein Modell Luchs Typ D.

Ich habe nun diese drei Modelle gegenübergestellt, verglichen und versucht, die Unterschiede herauszustellen, soweit es nach den Bildern möglich war.

Typ A: Original sind nach den vorhandenen Bildern nur das Holzgehäuse, die Deckplatte – aber mit zusätzlichen Bohrungen verändert, drei der Schilder sowie wahrscheinlich der Abstimmknopf. Alles andere einschließlich der herausgenommenen alten und der neu gesetzten Buchsen mit ihren neuen Bohrungen, der Drehko und die gesamte Verdrahtung sind Werk eines Bastlers. Im Inneren ist nichts mehr original. Bemerkenswert sind die zwei leeren Bohrungen oben in der Mitte, die beim Typ B noch mit Buchsen original belegt sind.

Typ B: Der gesamte Aufbau erscheint noch völlig original. Unklar ist aber die Bedeu tung und Anordnung der drei Buchsen oben in der Mitte, im Bild rot bzw. grün markiert. Die dritte Buchse ist rechts neben den beiden übereinanderliegenden angeordnet, bei dem zweiten Gerätebild (Helmut Schrammel) ist die dritte Buchse oben links daneben. Hier ist nicht nachvollziehbar, wann eine Veränderung vorgenommen wurde und was die Originalanordnung ist. Vergleicht man mit dem Typ A, so sind diese beiden übereinanderliegenden Buchsen dort auch vorgesehen, aber entfernt worden. 

Hier ist nun die Frage nach dem Sinn dieser Buchsen zu stellen. Schaltungsmäßig gehört dort der Kristallhalter hin, aber mit welchem Abstand der Steckerstifte?

Die original untereinanderliegenden zwei Buchsen haben einen Abstand von 12 mm, dafür ist mir kein Kristallhalter bekannt. Ein solcher mit 19/20 mm Steckerabstand würde also schräg sitzen (?).

In dem zweiten Modellbild ist ebenfalls diese dritte Buchse vorhanden, aber links angeordnet.

Hier besteht also Klärungsbedarf.

Völlig aus dem bisherigen Rahmen fällt aber das bei Ebay angebotene Modell Luchs Typ D
(bigbigpetro Nr. 154343876260).

  Bei dem ist wahrscheinlich nur das kleine      Holzgehäuse original.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein  neuerer Hartpapier-Drehko, neuere einfache Telefonbuchsen mit Lötansatz, eine dilettantisch befestigte Flachspule (bestimmt nicht original), ein   falscher Abstimmknopf, unsinnige Buchsen-anordnung, eine nicht industriell   bearbeitete Deckplatte aus PVC, die Kennzeichnung der Buchsen mit Schlagbuchstaben und  eine Kopie eines Typenschildes aus Papier aufgeklebt mit der Angabe als Modell Luchs Typ D. Das erfüllt wohl den Bestand der Vorspiegelung falscher Tatsachen - soll aber aus 1925 sein! Inzwischen ist dieses „Modell als Fälschung angelegt worden.

Folgende Fragen zur Firma E.M. Detektormodelle Luchs sind nun noch offen:

  • Was verbirgt sich hinter der Firma E.M.?
  • Welchen Sinn und welche Anordnung haben die Buchsen, die für den Kristallhalter vorgesehen sind, im Originalzustand?
  • Gibt es noch andere Typen außer A und B?

Übrigens bietet der gleiche Verkäufer einen RAAG-Detektor aus 1925 unter Nr. 114702178473   an, der den gleichen Tatbestand einer Fälschung erfüllt. Man mache sich bitte selbst ein Bild von diesem Konstrukt....

Wolfgang Eckardt

This article was edited 08.Mar.21 10:48 by Wolfgang Eckardt .

  
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