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Empfänger vermutlich ca 1929

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Bruno Candreia
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30.Apr.19 13:06

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Guten Tag

Ich habe einen Apparat in die Werkstatt bekommen, bei dem ich überfordert bin. Wer kann mir zu diesem Gerät allenfalls erhellende Infos liefern? Es soll angeblich der erste (oder wenigstens einer der ersten) "Radioapparat(e)" im nahen FL  gewesen sein.

Als Anlage ein paar Fotos dazu.

Röhrenbestückung:

RGN1504

B405

A415

A409

Auf der Rückseite sind mehrere Bananensteckbuchsen vermutlich für Heizung, Anodenspannung(en). Auf der Frontseite sind 2 Klinkenbuchsen 6,3 mm für Kopfhörer angebracht

 

Für jeden Tipp bin ich sehr dankbar!

Erwartungsfroh grüsst

Bruno Candreia

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This article was edited 30.Apr.19 13:55 by Bruno Candreia .

Dietrich Grötzer
Dietrich Grötzer
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30.Apr.19 15:22

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Hallo Herr Candreia,

geben sie unter Modellbezeichnung RHANN ein dann erhalten Sie zwei Modelle aus 1927-29 von Radione, eines sogar mit Schaltplan.

MfG
D. Grötzer

Bruno Candreia
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30.Apr.19 17:06

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Danke Herr Grötzer!

Ich habe bisher fälschlicherweise unter "Telefunken" gesucht, weil ja eine so lautende Ettikette auf dem Gehäuse ist.

Ja, das entspricht "meinem" Modell, nun kann der Restaurationsversuch beginnen.

Nochmals vielen Dank mit freundlichen Grüssen

Bruno Candreia

Bruno Candreia
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29.May.19 21:46

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Guten Abend

Ich habe eine Anschlussfrage. Nachdem es sich bei dem Apparat, wie von Herrn Grötzer angegeben (nochmals besten Dank für Ihre Tipps zum Modell!), um den "Vierröhren-Reinartz Modell RHANN" handelt habe ich mich mit dem dort angegebenen Schema beschäftigt und mir ist die angegebene Röhrenbestückung unklar. Als vierte Röhre ist angegeben eine B443.

Im Schema sind vier Trioden eingezeichnet. Die B443 ist aber eine Pentode nach dem entsprechenden Datenblatt.

Hat jemand eine Ahnung, was stimmt? Das Schema mit lauter Trioden oder die Angabe des Röhrensatzes mit der einen Pentode?

Weitere Frage: Falls die Angabe der Röhre mit B443 falsch ist, was für eine Triode könnte da eingesetzt werden?

Mit bestem Dank für jeden Tipp grüsst bestens

Bruno Candreia

Wolfgang Holtmann
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31.May.19 18:15

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Hallo Bruno

Ein interessantes Radio hast Du da in den Händen!

Laut Schaltplan ist eine Triode als Endröhre vorgesehen. Und weil die neg. Gittervorspannung, sowie die Anodenspannung für beide NF-Trioden gleich sind, sollten auch die Röhrentypen gleich sein, also 2x B406.

Aber wegen der höheren Lautstärke hatte man damals anstatt einer Endtriode, oftmals eine Endpentode (B443) nachgerüstet. Allerdings mussten dann auch kleine Anpassungen in der Verdrahtung durchgeführt werden....

Beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass der Kopfhörer und auch der Lautsprecher keine Plusspannung auf Klinke 2 bekommt! Ist m. E. ein Zeichenfehler.  

Mit Einstecken eines Kopfhörers oder Lautsprechers wird das Gerät über Kontakt 1 eingeschaltet.

Ist der Stecker nur halb eingeführt, dann ist der Lautsprecher über die lange Feder mit der Anode der Endröhre verbunden. Kontakt 2 verbindet die Anode der Vorröhre mit der primären von Tr2.

Für Kopfhörerbetrieb muss der Stecker ganz eingeführt sein, womit die Anode der Vorröhre an der kurzen Feder den Kopfhörer speist. Gleichzeitig wird die Verbindung Kontakt 2 zum Tr2 unterbrochen und über Kontakt 3 ebenso die Heizung der Endröhre! 

MfG

Bruno Candreia
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31.May.19 18:36

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Ganz herzlichen Dank Wolfgang!

Diese Hinweise werden mir viel Zeit und Kopfzerbrechen ersparen.

Geplant ist dass der Apparat in einem Dorfmuseum einen Ehrenplatz erhalten soll.

Im Moment beschäftige ich mich mit einer externen Stomversorgung, da der ursprüngliche Batteriebetrieb kaum mehr sinnvoll wäre. 90 und 50 Voltbatterien wären wohl auch kaum mehr beschaffbar, oder irre ich mich?

An einem möglichen "Sender" denken wir noch herum. Ev. zusammen mit einem Amateurfunker wäre was zu machen.

Bin selber gespannt was daraus wird!

Danke nochmals und sende beste Grüsse

Bruno C

 

  
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