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Empfehlungen für Oszilloskop

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Sebastian Göbel
Sebastian Göbel
 
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22.Feb.09 22:09

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Mit zunehmender Freude an der Reparatur von Röhrenradios, und dem Gedanken auch mal ein audio-Gerät selber zu bauen, stellt sich bei mir der Wunsch nach einem Oszi ein. Auf ebay bekommt man gebrauchte schon für unter 50 Euro, bspw. 280313706683. Derartige Geräte hatten wir in der Schule benutzt, wobei es eigentlich nur darum ging sich eben mal die Wellenform anzuschauen, und vielleicht noch Spannung und Frequenz zu bestimmen.

Reicht so etwas für übliche Arbeiten an Röhrengeräten? Mir kommen da Kriterien in den Sinn wie:

  • Eigangswiderstand
  • max. Spannung
  • max. Frequenz
  • ein-/zweikanalig

Kann man Empfehlungen geben was die Mindestanforderungen wären, oder auch wo es sich im Hinblick auf spezielle Arbeiten lohnt darüber hinauszugehen?

 

Danke,

Sebastian Göbel

Konrad Birkner † 12.08.2014
Konrad Birkner † 12.08.2014
 
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23.Feb.09 13:49

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Meine Minimalempfehlung:

Y unbedingt 2-kanalig; möglichst 20 MHz.
Empfindlichkeit Y (in kalibrierter Stellung) 10 mV/cm oder besser;
X/Y Betrieb wünschenswert.
Eingangswid. ist meist 1 Megohm, dann passen auch die Standard-Tastköpfe;


X min. 1 µs - 100 ms/cm, triggerbar automatisch und manuell einstellbar.
Triggermode wählbar zwischen HF und NF (und evtl.weiteren).
Triggerquelle wählbar zwischen Y1 und Y2.
Anzeigedehnung (z.B. 5fach) wünschenswert.

Damit kommt man im analogen Radio-, Audio- und Fernseh-Reparaturbetrieb gut zurecht.
 

Das oben erwähnte Gerät ginge wohl auch, trotz der12 MHz. 

Selbst verwende ich ein Hameg 203-4 , neu gekauft 1983, weil mir die wohlbekannten Tektronix die ich seit 1956 beruflich verwendete, zu groß und zu schwer waren. Der Hameg läuft noch immer wie neu, nur haben ihm 11 Jahre Stehen im Sonnenlicht 80% der Rasterscheibe gedunkelt (nur rechts war Schatten, wodurch die Scheibe hell blieb). Erstaunlicherweise ist aber praktisch keine Strahlverdunklung erkennbar. Also darf er auch weiterhin seinen Dienst tun.
 

This article was edited 23.Feb.09 18:43 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

Ralf Keil
 
 
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23.Feb.09 14:30

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Den von Konrad genannten Mindestanforderungen kann ich voll zustimmen, allerdings weiss ich aus eigener Erfahrung das diese EO... Geräte ab etwa 1MHz nur noch Schätzgeräte sind .12 MHz ist da schon die absolute Darstellungsgrenze bei maximaler Dehnung (incl. Verzerrungen). Gibt man ca. 100-150 Euro aus bekommt man mit Glück schon Phillips-Geräte von etwa Anfang der 90er Jahre. Ich selbst habe einen PM3305 und einen PM3350A, aber auch die rein analogen (z.B. PM3050) sind sehr gut. Die Y-Ablenkung beginnt schon bei 2mV/cm,die meisten anderen beginnen erst bei 5 oder 10mV/cm. Auch Service-und Bedienungsanleitungen sind erhältlich. Meist müssen die Geräte noch kalibriert werden, was durch gute englischsprachige Manuals schnell gelingt.

 

Beste Grüsse!

Ralf Keil

This article was edited 23.Feb.09 14:35 by Ralf Keil .

Pius Steiner
 
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23.Feb.09 14:48

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Die Anforderungen an ein Oszilloskop sollte man von seinen aktuellen oder zukünftigen Tätigkeiten abhängig machen und man sollte sich bewusst sein, dass man möglicherweise über eine sehr lange Zeit mit dem Gerät arbeiten wird.

Für mich selbst ist das Oszilloskop das wichtigste Messgerät geworden und ich würde lieber etwas mehr ausgeben, als das absolute Preisminimum zu suchen.

Ich schliesse mich der Meinung von Herrn Birkner an, würde aber kaum ein Gerät mit weniger als 40MHz Bandbreite empfehlen, da die Preisdifferenzen (20Mhz oder 40MHz) aus meiner Perspektive kaum ins Gewicht fallen.
Am besten wäre es, wenn man das Gerät zuerst ansehen und prüfen könnte, ob die CRT auch bei höheren Ablenkgeschwindigkeiten noch genügend hell erscheint und die CRT nicht eingebrannt ist.

Im August letzten Jahres wollte ich hier im RM Philips PM3050 verschenken ... keine Reaktion.
In der Zwischenzeit verschenkte ich das Gerät an einen Bekannten.

herzlichen Gruss

 

 

Henning Oelkers
Henning Oelkers
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23.Feb.09 16:38

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Hallo, in die Runde,

im Jahre 1980 habe ich ein neues Hameg 312-8 gekauft. ( 2-Kanal, 20Mhz etc. )

Dieses Gerät leistet mir bis heute treue Dienste. Insbesondere die in meinen Augen logische Bedienung, die sehr gute Triggerung, und die vollwertige X-Y Darstellung ( X-Ablenkung über Kanal 2 ) gefallen mir nach wie vor.

Und bis heute keinerlei Ausfälle, Defekte oder Kontaktunsicherheiten, weder an Schaltern noch an Poties. Das kenne ich von anderen Herstellern auch durchaus anders.

Meine Empfehlung: Oszilloskop unbedingt selbst testen und ausprobieren. Insbesondere der Oszilloskop-Anfänger verliert schnell die Übersicht, wenn das Oszilloskop wegen Kontaktproblemen und Unzuverlässigkeit nicht das anzeigt, was es soll

Viel Erfolg!

Henning Oelkers

Sebastian Göbel
Sebastian Göbel
 
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26.Feb.09 15:14

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... für die zahlreichen Hinweise. Damit habe ich so einige Anhaltspunkte, worauf zu achten ist.

  
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