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Entstörungsdienst immer wieder ein Schwerpunkt

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Wolfgang Lill
Wolfgang Lill
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23.Jun.20 20:49

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Wir wissen, Störungen egal welcher Art, müssen wirksam bekämpft werden. 

Ende der 30iger Jahre setzt die Deutsche Reichspost dafür speziell ausgestattete Fahrzeuge ein, aber lesen Sie selbst;

In der DDR der 50 iger Jahre ging es hauptsächlich um Störungen beim Fernsehempfang im Band III. Der erste "DURO- Plast Bomber der Welt", der P70 Kombi mit 2-takt- Motor wurde dafür von der Deutschen Post eingesetzt; 

Aber mal ehrlich, das Fahrzeug macht für damals einen guten Eindruck, es wurde in Zwickau gebaut....bei Horch

Auch die Volkspolizei marschierte mit, hier allerdings zur 1. Mai Kundgebung 1956.... Beachten Sie den Richtfunkspiegel und den "Rembrandt" oben auf dem Dach,

Die Menschen waren stolz auf die geleistete Arbeit, es gab einen guten menschlichen Zusammenhalt und wie das damals so war, man zeigte sich zum 1.Mai.  Hier Kollegen von der Funkbetriebsstelle Plauen IV mit Familienangehörigen.

Ein begehrtes Fahrzeug, einer der Meßwagen des ZMD ( Zentraler Meß Dienst) welcher ab Mitte der 60iger Jahre zum Einsatz kam, war der Barkas B1000, produziert im damaligen Karl- Marx- Stadt      ( heute wieder Chemnitz) .

Blick in den B1000 und dessen Meßeinrichtung

Dann erfolgte die Ausstattung der Dienststelle mit einem GAZ69 ( Geländewagen aus der Sowjetunion), er hatte ein Dreiganggetriebe, Allradantrieb und einen Geländegang. Das Kennzeichen RY deutet auf Dresden hin. Vermutlich war das Fahrzeug über diese Funkdirektion, zu der Plauen gehörte, angemeldet.

Einen Radwechsel konnten die Kollegen von Post noch selbst beheben, aber wenn eine ernsthafte Reparatur notwendig wurde, musste dieser GAZ in eine Spezialwerkstatt nach Berlin- Königswusterhausen gebracht werden.  Auch der hohe Benzinverbrauch von etwa 20 l/100 Km machte den Dienststellen zu schaffen...

Alle Fotos aus dem Nachlass von Herrn Leistner , 

Eine weitere Aufgabe bestand darin, zu prüfen inwieweit die Störsignale den RIAS Sender von HOF überdeckten.

Dieser Grenzturm befindet sich bei Heinersgrün. Hier mußten dann die Störsignale so abgebaut sein, daß jenseits der Zonengrenze der RIAS empfangbar war und im Osten gestört.

This article was edited 27.Jun.20 06:14 by Wolfgang Lill .

  
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