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Ersatz der seltenen US-Röhre 50A1

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Volker Jeschkeit
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04.Apr.04 00:35

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Guten Abend!

In manchen US-Geräten wird die 50A1 verwendet.Diese Röhre ist leider sehr selten und teuer geworden.Gibt es eine Möglichkeit,diese zu ersetzen?Danke,Volker

Georg Schön
 
 
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04.Apr.04 11:51

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 Hallo Hr Jeschkeit,
Google bringt nach Eingabe von 50A1 unter dem ersten Dutzend Einträgen:

http://www.r-390a.net/Pearls/ballast-tube.pdf

Dort findet sich, daß es sich um einen Eisenwasserstoffwiderstand handelt.

Das pdf ist sehr lang, insofern konnte ich die genauen
Betriebsdaten nicht finden. Üblicherweise dienten solche EW's zur
Stabilisierung des Heizstromes bei Batterieradios und vor allem bei
Militärfunkgeräten.
Ersatz ist eigentlich überflüssig, wenn man das Gerät mit entsprechend
stabilisiertem Heizstrom versorgt.

Gruß
Georg Schön

Konrad Birkner † 12.08.2014
Konrad Birkner † 12.08.2014
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04.Apr.04 16:57

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Meines Wissens wurde diese Stromregelröhre nur in den 600er-Serien der Zenith Transoceanics verwendet. Der Grund war, daß die 1,5V-Oszillatorröhren (1L6 Mischer) an ihrer Leistungsgrenze betrieben wurden (Kurzwellen). Das führte aber oft zu Frequenzverwerfung oder gar zum Aussetzen bei Netzspannungsschwankungen. Da bei Batteriebetrieb keines dieser Probleme auftrat, wurde bei Netzbetrieb konsequenterweise der Heizstrom stabilisiert.(Ganz überflüssig ist die 50A1 also doch nicht...).

Daten der 50A1: mittlerer Spannungsabfall 50V; Nennstrom 54mA;

Quelle: Bryant/Cones: the T.O.

This article was edited 04.Apr.04 16:59 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

Georg Schön
 
 
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04.Apr.04 17:50

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Hallo,
bei diesen Daten möchte ich von einem Ersatz
abraten, zumal diese EW's wohl rar und teuer geworden sind.
Ich habe Erfahrung mit EW im Bereich 0,5 bis 1 Amp und ca. 10 V.
(Militärfunkgeräte aus den 50ern), diese Typen waren schon
sehr empfindlich und mußten oft erneuert werden.
Problem ist, daß die dünnen Eisenfilamente im Betrieb verspröden.
Erschütterungen durch Transport oder Streufelder von Trafos
waren dann das häufige Ende.

Bei 50 V und 54 mA wird das alles noch wesentlich tütteliger!
Die Heizspannungsversorgung für solche Geräte wie dieses Zenith
zu stabilisieren ist doch heute kein Problem mehr.

So weit ich Schaltpläne für diese Transoceanics gefunden habe,
kommt der EW nur bei einem Modell vor, und zwar als Option
alternativ zu einem Kurzschlußstecker.

Solche EW's als Stromregel"röhren" zu bezeichnen tut mir etwas weh.
Daß diese Widerstände in Glasröhren eingebaut sind, macht sie noch
nicht zu "Röhren", womit in unserem Kontext Elektronenröhren gemeint sind.
Wenn die EW's Röhren sind, dann sind es alle Glühlampen auch.


Grüße,
Georg Schön

This article was edited 04.Apr.04 18:03 by Georg Schön .

Volker Jeschkeit
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04.Apr.04 23:58

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GutenAbend!

Also,habe ich verstanden.

50 Volt und 54mA Nennstrom ist natürlich etwas aussergewöhnlich,man könnte diese dann durch einen Widerstand ersetzen,wenn man ein gutes Netzteil verwendet.

Die Röhre wurde auch anderweitig eingesetzt,zum Beispiel im RCA-Transcontinental II,Typ 7BX10 und im Stromberg-Carlson AWP 8,beides Mehrbereichs-KW Empfänger mit der 1L6.

Die 1L6 funktioniert auf KW wirklich sehr gut,schwierig zu ersetzen,es sei denn man macht Abstriche (zum Beispiel durch die 1R5,ohne Änderung der Fassung muss man dann an der Röhre einen Pin abkneifen),aber auf KW bei höheren Frequenzen ist dann die Empfindlichkeit fast gegen Null.

Leider ist diese Röhre ebenso teuer und rar zu finden ,wie die 50A1.

Gruss Volker

 

Konrad Birkner † 12.08.2014
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05.Apr.04 11:12

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Die 50A1 war in der gesamten T.O.600 Serie mit den Modellen L600(1954-55), R600(1955), T600(1955), Y600(1956-57), A600(1958), B600(1959-62). Sie unterschieden sich durch unterschiedliche Chassis Nr.;

Einen Kurzschlußstecker kann ich in meinen Unterlagen nicht finden. Der Serienheizkreis braucht 9V (8V lt Schaltbild) und ein Festwid. von 700 Ohm liegt in Reihe. Das macht gerade etwa 47V. Den darauf folgenden 50A1 würde ich zum Wohle der Röhren lieber nicht durch einen Kurzschlußstecker ersetzen! Nix für ungut!

Quelle: Bryant/Cones the Zenith T.O.; Sams Photofacts z.B.set 254,Folder 13

 

Anmerkung: Nach meiner ganz persönlichen Meinung ist die Bezeichnung "Stromregelröhre" gar nicht so übel, denn oft weiß man nicht ob es sich bei einem Typ (z.B. nur aus dem Schaltbild bekannt) um einen Urdox oder einen Eisenwasserstoffwiderstand oder eine EU-Kombination handelt. Da ist dieser Begriff doch ganz griffig, zumal ein Röhrensockel Anwendung findet. Und immer noch besser, als wenn ein falscher Begriff verwendet wird (manchmal schon zu sehen, daß ein EW als Urdox bezeichnet wird).

Wir leben ja auch mit dem Wort "Atom", das "unteilbar" heißt, obwohl uns seine Spaltbarkeit hinlänglich bekannt ist. Ich darf auch noch die weit verbreiteten Franzis-Röhren-Taschentabellen

anführen, die ebenfalls von Stromregelröhren sprechen (spätere Ausgaben führen diese Elemente nicht mehr auf).

Also nochmal: nix für ungut!

Zum Schluß noch meine Empfehlung: T.O.s nur im Batteriebetrieb entweder aus Akkus mit Wandler oder Netzteil als Batterieersatz (sog. Battery Eliminator). So halte ich es bei meinen vier T.O.s

Mit den besten Sammlergrüßen!

K.B.

This article was edited 05.Apr.04 11:23 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

Ralf Sürtenich
Ralf Sürtenich
 
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12.Apr.04 12:11

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   7 Da ich den Zenith H500 mit dem Chassis für eine optionale 50A1 habe, greife ich das Thema noch einmal auf.
Die mit einem Hinweis überklebte Seite 5 des Manuals weißt auf den Einsatz der 50A1 hin. Damit wird der zulässige Bereich der Spannungsversorgung mit Netzspannung erweitert: von 110V bis 125V auf 90V bis 130V. Den Effekt einer zu niedrigen Spannung kann man am H500 leicht mit einem Variac (Stelltrafo) simulieren: unter 110V Netzspannung läuft das Gerät nur noch auf Broadcast, aber nicht mehr auf den Kurzwellenbändern.
Im Auslieferungszustand ist bei meinem H500 die Fassung der 50A1 mit einem Jumper Plug gebrückt (Pin 2 nach Pin 7). Wird die 50A1 benutzt, bedient sie die gesamte Spannungsversorgung des Gerätes: Heizung und Anoden.
Übrigens bietet Antique Electronic Supply (unter www.tubesandmore.com) einen Ersatz für die 50A1: ein Solid State Replacement 50A1TR für $ 16,90.

Beste Grüße

Ralf Sürtenich

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Ralf Sürtenich
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19.Apr.04 22:22

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   8 Hallo,

ich habe auf der Modellseite des Zenith H500 sowohl die Informationen zu der 5. Edition (D) mit der optionalen Fassung für eine 50A1 nachgetragen, wie auch diesen Schaltplan zusätzlich hochgeladen.
Im Grunde benutzt dieser H500 die Heizkreisschaltung der 600er Modelle, bezieht aber bei Betrieb ohne 50A1 mittels eines Jumper Plugs einen zusätzlichen 1.200 Ohm Widerstand ein. Somit, also diesen 1.200 Ohm plus dem standardmäßigen 700 Ohm Widerstand, werden genau die 1.900 Ohm erreicht, welche die anderen H500 Revisionen ohne Option für die 50A1 haben.

Demzufolge sollte es möglich sein - um auf Volkers ursprüngliche Frage einzugehen - die 50A1 in den 600er Trans-Oceanics durch einen 1.200 Ohm Widerstand zu ersetzen, der zwischen Pin 2 und Pin 7 liegt.
Bei Zenith TO-Clones, welche die 50A1 benutzen, wird sich die 50A1 in gleicher Weise ersetzen lassen.

Beste Grüße

Ralf
Luigi Lombardo
 
 
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07.Nov.20 18:07
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Ciao ho comprato una zenith b600 ed anche il famoso tubo di cui state parlando, quando ho preso la radio il vecchio proprietario aveva messo al posto della batteria un un'alimentatore a 110 volt in corrente continua secondo voi posso ripristinare l'alimentazione come era in origine?

  
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